Ich hätte einige Fragen zu Spekulationsgeschäften.
In einem Wirtschaftsbuch lese ich, dass man „im Bereich der Börse unter Spekulation den Kauf von Wertpapieren nicht zum Zweck der Anlage, sondern zum Zweck des Wiederverkaufs mit Gewinn versteht. Ein Spekulationsgeschäft liegt vor, wenn ein Anleger seine Wertpapiere mit Gewinn bereits nach einem Jahr (Spekulationsfrist) wieder verkauft“ (Duden, Wirtschaft, Paetec Verlag, 2003, S.223). In jüngster Zeit hört man oft in Hinblick auf Spekulationen, dass sie für die Vernichtung von Tausenden von Arbeitsplätzen verantwortlich sei. Und genau das verstehe ich nicht. Wenn ein Unternehmen Aktien emittiert und diese von einer Vielzahl von Gläubigern (Kapitalgebern) aufgenommen werden, so hat das Unternehmen doch das Ziel der Kapitalbeschaffung erreicht. Dem Unternehmen selbst bleibt ab diesen Zeit das Kapital doch dauerhaft erhalten? Ein Spekulant kann eventuell andere Mitgläubiger prellen, dem Unternehmen als solches steht doch immer das selbe Kapital zur Verfügung, das auch für Investitionen eingesetzt werden kann und so dem Unternehmen auch zu Gute kommen kann? Es findet eine Umverteilung innerhalb der Gläubiger statt. Kann mir jemand das Problem der Spekulation in Hinblick auf Arbeitsplatzvernichtung näher erklären?
In einem Wirtschaftsbuch lese ich, dass man „im Bereich der
Börse unter Spekulation den Kauf von Wertpapieren nicht zum
Zweck der Anlage, sondern zum Zweck des Wiederverkaufs mit
Gewinn versteht. Ein Spekulationsgeschäft liegt vor, wenn ein
Anleger seine Wertpapiere mit Gewinn bereits nach einem Jahr
(Spekulationsfrist) wieder verkauft“ (Duden, Wirtschaft,
Paetec Verlag, 2003, S.223).
Dazu kann die Spekulation mit Aktien miss-/gebraucht werden.
In jüngster Zeit hört man oft in
Hinblick auf Spekulationen, dass sie für die Vernichtung von
Tausenden von Arbeitsplätzen verantwortlich sei. Und genau das
verstehe ich nicht. Wenn ein Unternehmen Aktien emittiert und
diese von einer Vielzahl von Gläubigern (Kapitalgebern)
aufgenommen werden, so hat das Unternehmen doch das Ziel der
Kapitalbeschaffung erreicht. Dem Unternehmen selbst bleibt ab
diesen Zeit das Kapital doch dauerhaft erhalten? Ein Spekulant
Solange der Spekulant sein Kapital nicht abzieht.
kann eventuell andere Mitgläubiger prellen, dem Unternehmen
als solches steht doch immer das selbe Kapital zur Verfügung,
das auch für Investitionen eingesetzt werden kann und so dem
Unternehmen auch zu Gute kommen kann? Es findet eine
Umverteilung innerhalb der Gläubiger statt. Kann mir jemand
das Problem der Spekulation in Hinblick auf
Arbeitsplatzvernichtung näher erklären?
Wer in ein Unternehmen Geld investiert will dafür i.A. eine angemesse Rendite sehen. Wenn diese nicht gegeben werden kann wird nicht investiert. So zumindest die klassische Theorie um an Spekulationsgeld heranzukommen. Ausserdem kann genau diese Drohung des Kapitalabzugs vom jeweiligen Unternehmen Zugeständnisse in Bezug auf dessen Produktion oder Mitarbeiterstruktur erzwingen.
bei der Emission von Aktien erhält die AG Eigenkapital gegen Ausgabe von Aktien.
Dieses Eigenkapital steht der AG dauerhaft zur Verfügung.
Ab diesem Zeitpunkt könnte es der AG egal sein was mit dem Aktienkurs passiert.
FALSCH
Zwei Anmerkungen dazu. Ein hoher Aktienkurs erhöht die Möglichkeit auch künftig durch die Ausgabe junger Aktien eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Denn Die Position Eigenkapital in der Bilanz ist keine statische Größe, sondern sollte genauso wie Umsatz und Gewinn wachsen.
Zweitens ist ein hoher Aktienkurs (besser hohe Marktkapitalisierung) ein guter Schutz vor feindlichen Übernahmen bzw. störenden Aktionären (Heuschrecken-Hedgefonds), da diese viel Geld in die Hand nehmen müssten, um Einfluß auf die Organe der AG zu bekommen.
Etwas Grundsätzliches:
Spekulation ist nichts moralisch verwerfliches. Ein langfristiger Investor braucht die Spekulanten, um seine Aktien jederzeit handeln zu können (Spekulanten erhöhen die Liquidität in den jeweiligen Basiswerten).
Wer in ein Unternehmen Geld investiert will dafür i.A. eine
angemesse Rendite sehen. Wenn diese nicht gegeben werden kann
wird nicht investiert. So zumindest die klassische Theorie um
an Spekulationsgeld heranzukommen. Ausserdem kann genau diese
Drohung des Kapitalabzugs vom jeweiligen Unternehmen
Zugeständnisse in Bezug auf dessen Produktion oder
Mitarbeiterstruktur erzwingen.
Hallo Markus
Genau das wäre meine Frage: Kann jemand das Kapital direkt vom Unternehmen als solches abziehen? Wenn jemand seine Aktien verkaufen will, muss er doch wieder Käufer finden, die ihm seine Aktien abkaufen. Dem Unternehmen als Gesamtes müsste doch immer gleich viel Kapital zur Verfügung stehen? Der Aktienverkäufer kann doch nicht seine Aktien dem Unternehmen „zurückgeben“ und sich mit dem Geld davonmachen?
das mit der arbeitsplatzvernichtung ist rein ideologisch gefärbt.
es zählt niemand die arbeitsplätze, welche durch börsengänge geschaffen oder erhalten werden.
die spekulation vernichtet auch keine arbeitsplätze sondern betriebswirtschaftliche faktoren bestimmen sowas.