Guten Morgen! Eine dringende Frage! Ich möchte meinem Sohn zu Weihnachten einen Bogen bauen, habe auch Anleitungen gefunden. Mache mir aber Sorgen, dass man den Pfeillauf nicht gerade hinbekommt. Dass der Pfeil dann quasi immer schräg fliegt. Gibt es eine Möglichkeit, dass zu verhindern? Oder ist es sowieso Quatsch? Danke Ihnen sehr!
Hi,
tja, der Pfeil fleigt immer eine Kurve - schau mal das an: http://www.youtube.com/watch?v=WzWrcpzuAp8&playnext=…
Das ist auch OK und wird über den „Spine“ (das ist die Pfeil-Steifigkeit) abgestimmt. Das ist aber was für Profis.
Der intuitive Bogenschütze gleicht das beim Schießen aus ohne das er es merkt. Dein Sohn wird troz allem viel Spaß haben. Super Idee.
Kannst auch mal hier schauen: www.orbisamicorum.de
Gruß Alex
Wenn´s der erste Bogen ist würde ich die Finger davon lassen. Zuggewicht, Tiller, Pfeilgewicht abgestimmt ?Ein Lehrgang bei einem Bogenbauer wäre empfehlenswert. Dort bekommt man auch die richtigen Grundlagen.
Es gibt im Internet jede Menge Bogenbauer und Ausrüster, wo man auch beraten wird. Vielleicht macht der Sohn da auch gerne mit ? Aus meiner Gegend wäre z.Bsp: Fa. Bodnik / Bearpaw ein Ansprechparter. Die haben auch komplette Sets für Kinder zu vernünftigen Preisen und Qualität.
Gruß
Mathias
müsse so funktionieren habe bei all meinen Bögen die ich gebaut habe nie das Problem gehabt !!!
Gruß und viel Spass beim Bauhen
Hallo Megaaptera
Ob ein Pfeil die Sehne und die Pfeilauflage gerade verlässt hängt von mehreren Faktoren ab.
Zum einen ist es absolut notwendig den Sehnenstand, also den Punkt an der Sehne an welcher man den Pfeil einnockt („einhängt“)korrekt zu bemessen, hierzu gibt es ein Messinstrument welches Ihnen der Bogensporthändler ihres Vertrauens leiht, oder ihnen gleich die Sehne einstellt.
Des weiteren ist es wichtig daß der Bogen getillert ist. Das Thema Tiller werde ich an dieser Stelle nicht behandeln, hierzu gibt es massig Informationen im Netz.
Das tillern ist eine ziemlich langwierige Sache und lebt und stirbt mit der Fachkenntnis des Bogenbauers.
Je genauer der Tiller desto präziser der Bogen.
Und schließlich,…der Schütze.
Bogenschiessen ist eine komplexe Sache aus 25 Einzelbewegungen die im Idealfall immer exakt gleichförmig verlaufen. Jede Einzelheit beeinflusst den Schuss erheblich. Ein geübter Schütze kann auch mit einem Bogen aus alten Langlaufschiern gut schiessen.
Wenn Sie zum ersten Mal einen Bogen bauen dann sind Sie gut beraten es in einem Gruppenworkshop mit einem Fachmann zu tun. Für allfällige Kontakte und überhaupt zum Thema Bogenbau sei Ihnen noch das folgende Internetportal empfohlen:
http://www.fletchers-corner.de
herzliche Grüße und viel Erfolg
Helmut Winter
>>>------------->
Hallo,
leider habe ich noch keinen proffessionellen Bogen selbst gebaut, die Bedenken über die negativen Auswirkungen einer nicht hundertprozentigen Pfeilauflage sind aber, glaube ich zumindest ehr unbegründet. Die Lage,Richtung des Pfeils wird ja nicht nur durch die Auflage bestimmt,sie kann auch nur als eine punktuelle Auflage gearbeitet sein .Der Pfeil befindet sich ja durch 2 Punkte in einer bestimmten lage , zum einen dort wo die Sehne den Pfeil aufnimmt und der Punkt am Bogen wo er aufliegt. Das kann der Handrücken genausogut sein .
Ich denke um eine ordentliche Ausgangsposition für den Pfeil zu haben ist es mindestens genausowichtig den mittigen Punkt an der Sehne selbsst zu markieren um ihn nicht von vornherein in eine schräge Umlaufbahn zu schicken.
einfache Bauanleitungen gibts im inet zuhauf hier nur ein Beispiel: Suchbegriff:Bogenbauanleitung
Sorry sicherlich nicht die erhoffte fachliche Auskunft aber einfach mal googeln und ausprobieren.
Gliederung der Bauanleitung für Bogen:
* Holz auswählen, fällen, spalten & lagern
* Holz zuschneiden und tillern, Nocke einschneiden
* Endbehandlung des Bogens, Griff fertigen
* Umgang und Pflege des Bogens
Holz auswählen, fällen, spalten und lagern
Zunächst ein Wort zu den verschiedenen Holzarten: Traditionell gelten Eibe und Osage als die besten Bogenhölzer, in den letzten Jahren hat sich jedoch herausgestellt, dass bei geringfügig veränderter Bauweise auch die leichter zugänglichen hellen Hölzer, besonders Eiche und Birke, aber auch Ulme, Esche und Ahorn gute Bögen ergeben. Die vorliegende Bauanleitung für Pfeil und Bogen wird sich daher auf eben diese Hölzer beziehen. Möchten Sie jedoch einen Bogen aus Eibe, Osage oder auch ganz anderen Holzarten herstellen, kann ich ihnen dagegen nur ein Buch empfehlen: Weitere Infos
Da beim Fällen des Holz sehr viel zu beachten ist, damit es für den Bau eines Pfeil und Bogens geeignet ist und den ungeheueren Belastungen Stand hält, ist Holz aus dem Sägewerk leider fast zu 100% unbrauchbar.
Zunächst sollten Sie wissen, dass Jahresringe aus dem hellen Frühholz bestehen, welches schwach und für den Bogenbau ziemlich unnützlich ist. Es ist mit dem guten Spätholz, dem dunklen Teil der Jahresringe, untrennbar verbunden. Es ist daher vorteilhaft, wenn der Bogenrücken aus dem starken Spätholz besteht. Aus diesem Grund ist die ungünstigste Zeit, um das Holz zu fällen, der Frühling und der Frühsommer. Im Spätsommer, Herbst und im Winter dagegen reicht es, einfach die Rinde abzuziehen und schon hat man einen perfekten Bogenrücken.
Doch bevor es soweit ist, muss erst ein geeignetes Stück Holz gefunden werden. An dieser Stellen müssen Sie entscheiden, wie viel Zeit Sie für den Bau des Bogens investieren wollen: Man kann aus einem 3 bis 4 cm dicken Ast relativ schnell einen ordentlichen Bogen bauen, aus einem 15 bis 25 cm dicken Stamm können bei wesentlich mehr Zeitaufwand jedoch deutlich bessere Bögen gebaut werden. Wichtig ist in beiden Fällen, dass das Holz mindestens 1,70 m lang ist, in diesem Bereich völlig gerade ist und möglichst keine Zweige und Astknoten hat. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Rinde den Baum völlig gerade hinaufläuft und nicht etwa spiralförmig, da ein solches Holz für den Bogenbau unbrauchbar ist. Nachdem man den Ast abgesägt oder den Baum gefällt hat, muss man unverzüglich das Ende des Stamms mit Weißleim versiegeln, da das Holz an dieser Stelle sonst zu schnell austrocknet und somit Risse entstehen.
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Hat man sich für die aufwendigere Variante mit einem 15 bis 25 cm dicken Stamm entschieden, so kann man nach dem Fällen direkt mit dem Spalten des Holzes beginnen. Notwendig dafür sind ein Vorschlaghammer, eine Axt und ein paar Holzkeile. Man beginnt auf der dicken Seite des Holzes mit dem Spalten, indem an die Axt an dem Punkt ansetzt, an dem das Holz gespalten werden soll und sie mit dem Vorschlaghammer so tief in das Holz schlägt, bis sie im Holz verschwunden ist. In den entstandenen Spalt schlägt man nun den ersten Keil, zieht die Axt wieder heraus und dreht den Holzstamm um. Von dieser Seite schlägt man dann möglichst weit in der Mitte ebenfalls einen Keil in den Spalt, sodass sich das Holz komplett spalten sollte. Die Fasern, durch die das Holz dann noch zusammengehalten wird, durchschlägt man gegebenenfalls noch mit der Axt. Da der Stamm geviertelt werden soll, wiederholt man den Prozess mit den beiden entstandenen Hälften, wobei es hier reichen sollte, von einer Seite einen Keil in das Holz zu schlagen.
Jetzt beginnt in beiden Fällen das Abziehen der Rinde. Hierbei ist wichtig: Sie dürfen auf keinen Fall den ersten Jahresring beschädigen, da der Bogenrücken dadurch entscheidend geschwächt werden würde. Sie müssen also extrem vorsichtig vorgehen. Am einfachsten ist es, wenn Sie den Baum im Sommer fällen, da der Baum in vollem Saft steht und die innere Rinde richtig nass ist, sodass man die äußere Rinde nur abziehen muss und sich die innere Rinde mit ablöst. Geeignetes Werkzeug dafür ist bei vorsichtiger Anwendung ein Zugmesser oder Taschenmesser. Im Winter sollte man die Außenrinde mit einem Messer entfernen und die innere Rinde möglichst weit abschaben. Dann stellt man das Holz unter die Dusche und lässt 20 min heißes Wasser darüber laufen. Dabei wird die innere Rinde so weich, dass sie sich einfach abschaben lässt.
Nun sollte man damit beginnen, die Staves in etwa auf die Größe zuzuschneiden, die der Bogen später haben wird, damit das Holz schneller trocknen kann. Bei dem Ast sollten am Bogenbauch eine dünne Schicht Holz entfernt werden, sodass er dort flach ist. In der Mitte des Bogens, wo der Griff entstehen soll, muss mehr Holz am Ast gelassen werden. Die gespaltenen Stammteile sollten am späteren Bogenbauch, also der Seite, die zum Stammkern hingerichtet ist, ebenfalls abgeflacht werden, sodass das Holzstück etwa 4 cm dick ist. Dann sollte der Rohling auf eine Breite von etwa 6 cm und der Länge von 1,70 m gebracht werden. An dieser Stelle gibt es zwei Möglichkeiten, wie mit dem Ast weiter verfahren wird, und zwar eine schnelle und eine einfache Lösung.
Bei der schnellen Lösung bindet man das noch feuchte und somit leicht biegsame Stück Holz in der auf dem Bild gezeigten Form auf ein Brett.
Man muss dabei jedoch langsam und vorsichtig vorgehen, damit der Ast nicht bricht. Nicht zu verwechseln ist, dass die Bauchseite, also die abgeflachte Seite des Asts, nach oben gerichtet ist. Damit sich das Holz leichter biegen lässt, sollte man den Ast zum Ende hin ein wenig flacher und dünner machen. An das Brett gebunden lässt man die Konstruktion für wenigstens 3 Tage an der frischen Luft geschützt vor Sonne und Regen stehen. Danach nimmt man den fast fertigen Bogen vom Brett, tillert ihn noch ein wenig nach (dazu später), geht zur Endbehandlung über und schon ist der Bogen fertig.
Für die anderen beiden Varianten beginnt nun die Phase des Trocknens. Dafür Sollte das Bogenholz zunächst vor Sonne und Regen geschützt im Freien gelagert werden und anschließend mindestens 1 bis 3 Wochen im Haus gelagert werden und zwar so, dass Luft am Holz zirkulieren kann.
Holz zusägen und tillern
Zunächst zum Bogen, der aus dem Stamm gebaut wird: Da der Bogenrücken bereits fertig bearbeitet ist, müssen nur die Kanten des Bogens und der Bogenbauch bearbeitet werden. Die Seiten können nach einem bestimmten Muster bearbeitet werden, der Bogenbauch muss individuell bearbeitet werden - dieser Vorgang wird tillern genannt.
Die Bogenkanten sollen von Vorne betrachtet also folgende Form annehmen:
Es muss darauf geachtet werden, dass die beiden Wurfarme sehr symmetrisch zueinander sind. Zu den Daten: am Griff sollte der Bogen etwa 3,5 bis 4 cm breit sein, an der breitesten Stelle der Wurfarme etwa 5 cm. Die Breite der Wurfarme bleibt zunächst konstant und wird dann nach etwa 50 cm langsam schmäler, bis sie an den Wurfarmenden ca. 2 cm erreicht. Gearbeitet werden sollte zunächst mit der Säge, aber für die letzten Millimeter sollte man vorsichtig mit der Feile arbeiten, da man hierbei viel Arbeit zunichte machen kann. Sie sollten sich besonders für den nächsten Schritt, das Tillern, merken, dass man am Anfang gar nicht erst auf die Idee kommen sollte zu versuchen, den Prozess zu beschleunigen. Denn dadurch wird man nur ganz selten schneller, aber sehr oft kann man mit der Arbeit wieder von vorne anfangen.
Kommen wir also zum Tillern: Zunächst sollte der Bogen gleichmäßig am Bogenbauch auf eine Dicke von 2 cm heruntergearbeitet werden, nur in Griffnähe sollte man die Dicke bei 2,5 cm belassen. Man kann dazu Beil, Säge, Hobel oder Raspel verwenden. Hat man diese Dicke jedoch erreicht, sollte man zunächst nur noch mit der Raspel weiterarbeiten.
Der Bogen sollte sich am Griff nicht oder nur sehr gering biegen, ab dann aber gleichmäßig bis zu den letzten 20 cm der Wurfarme, die sich beim Ausziehen ebenfalls nicht biegen sollen. Dazu muss der Bogen in Griffnähe dicker sein als an den Wurfarmen, an den Wurfarmen muss er geringfügig und konstant bis zu den Bogenenden hin abnehmen, wobei das durch häufiges ausprobieren individuell bestimmt werden muss. Dazu stellt man nun den Bogen auf den Boden, greift in am einen Bogenende und am Griff und versucht ihn zu biegen. Lässt er sich nicht biegen, muss gleichmäßig am gesamten Bogenbauch Holz weggenommen werden. Biegt er sich nur an einer Stelle, muss an allen Stellen Holz weggenommen werden, außer an dieser Stelle.
Dies macht man zunächst für einen Wurfarm, dann für den anderen. Man sollte dabei vor allem wegen folgender Regel sehr vorsichtig vorgehen: Wenn der Bogen doppelt so breit ist, ist er auch doppelt so stark. Wenn er aber doppelt so dick ist, ist er 8mal so stark. D.h. schon sehr geringe Unterschiede in der Dicken des Holzes bewirken einen sehr großen Unterschied für die Stärke des späteren Bogens.
Die Oberfläche darf außerdem keine Unebenheiten aufweisen und die beiden Wurfarme müssen gleichmäßig bearbeitet werden. Hat man diesen Vorgang für beide Wurfarme einige Male wiederholt, sodass sich die Wurfarme zwar noch schwer, aber gleichmäßig biegen lassen, ist es an der Zeit, in den Bogen Nocken einzuarbeiten. Am effizientesten ist es, die Nocken im 45° Winkel 2 cm vom Bogenende entfernt in den Bogen mit einer Rundfeile zu feilen. Es sollte dabei nur von der Seite des Bogens Holz abgetragen werden, um den äußeren Jahresring und den Bogenbauch möglichst wenig zu schwächen.
Ist das geschafft, spannt man eine relativ lange Bogensehen locker auf den Bogen. Von nun an arbeitet man mit Hilfe eines Tillerstabs (s. Bild), den man sich ohne großen Aufwand selbst basteln kann.
Der Tillerstock hat am einen Ende eine Astgabel, die den Bogen halten kann und am Stab selbst Einkerbungen, in die man die Bogensehne spannen kann. Nun spannt man den Bogen so weit auf den Tillerstab, bis man in der Biegung einen geringen Fehler erkennen kann.
Man darf den Bogen dabei nur in kleinen Schritten weiter auf den Tillerstab spannen und sollte die Konstruktion am besten an die Wand stellen und aus 3-4 m Entfernung betrachten, um Fehler besser erkennen zu können.
Fehler in der Biegung erkennt man daran, dass sie sich nicht symmetrisch und in der gewünschten Form biegen, also an den Wurfarmen sehr gleichmäßig und in der Mitte und an den Enden etwas weniger.
Im nächsten Schritt berücksichtigt man nun noch das Zuggewicht und die Auszugslänge des Bogens. Dafür verwendet man am besten die in folgender Grafik gezeichnete Konstruktion:
Sie müssen nun festlegen, für welches Zuggewicht der Bogen geeignet sein sollte. Es sollte sich um möglichst genau das Zuggewicht handeln, dass Sie gerade noch ziehen können. Gängig sind Zuggewichte zwischen 20 und 25 kg.
Man versucht nun, den Bogen so nah wie möglich an dieses Auszugsgewicht heranzuziehen, aber nur so lange kein Fehler in der Biegung auftaucht. Erkennt man das erste Anzeichen eines Fehlers, gleicht man diesen Vorsichtig aus und wiederholt den Prozess. Hat man es geschafft, den Bogen bis zum gewünschten Zuggewicht auszuziehen, ohne dass der Bogen einen Fehler in der Biegung hat, geht man zum letzten Schritt des Tillerns über: Man passt die Auszugslänge an. Die optimale Auszugslänge liegt in der Regel, also je nach Körpergröße, bei etwa 60 bis 70 cm. Nun misst man die momentane Auszugslänge, die der Bogen beim Zielgewicht aufweist. Sie sollte, wenn Sie vorsichtig getillert haben, geringer sein als 60 cm. Deshalb tragen Sie nun gleichmäßig vom gesamten Bogen mit einer feinen Raspel ein bisschen Holz ab und messen wieder die Auszugslänge. Dies wiederholen Sie, bis die richtige Auszugslänge für das gewünschte Zuggewicht erreicht ist. Für die letzten cm ist es zu empfehlen, Schmirgelpapier zu verwenden.
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Nun sollten Sie eine Bogensehne mit passender Länge einspannen. Sie sollte so lange sein, dass die Standhöhe etwa 10 bis 15 cm beträgt. Wenn das gemacht ist müssen Sie den Bogen etwa 30- bis 40-mal einschießen und dann den Tiller des Bogens noch mal überprüfen und eventuell noch mal verbessern.
Die Vorgehensweise beim Ast ist ähnlich: Sie können zwar im dünneren Teil des Bogens darauf verzichten, die Breite des Bogens anzupassen, um dickeren Teil sollten Sie jedoch auch dies tun. Es macht außerdem hier nicht viel Unterschied für die Leistung des Bogens, wenn der Untere Wurfarm etwas steifer bleibt und in der Regel hat ein Ast, wenn man den Bogenbauch sauber abgeflacht hat, kaum einen Fehler in der Biegung, sodass hier der Prozess schneller abläuft. Das Vorgehen beim Tillern unterscheidet sich jedoch nicht von dem oben beschriebenen.
Damit sind wir also schon bei der Endbehandlung angelangt.
Endbehandlung und Griff des Bogens
Da ein Bogen in der Regel in freier Natur eingesetzt wird, sollte er möglichst wetterbeständig sein. Um das zu erreichen, ist es am besten, den Bogen zu lackieren. Dafür muss man in der Regel mehrere Schichten auftragen und trocknen lassen. Ist der Lack getrocknet, sollte man den Bogen nochmals mit einem sehr feinen Schmirgelpapier und mit Drahtwolle schleifen. Um bessere Ergebnisse zu erzielen und eine wirklich glatte Oberfläche zu bekommen kann man den Bogen auch befeuchten und dann mit Schmirgelpapier schleifen. Abschließend ist es gut, mit einer Glasflasche den Bogenrücken zu polieren.
Der Griff sollte nun etwa 1 cm dicker sein als die angrenzenden Wurfarme, wobei die Dicke kontinuierlich vom Griff zu den Wurfarmen verläuft. Die Kanten am Bogenrücken des Griffs dürfen leicht abgerundet werden, der Jahresring am Bogenrücken sollte aber so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Um den Haltekomfort zu erhöhen, aber vor allem um den Handschock zu verringern, hat es sich bewährt, eine Schaumstoff Schuheinlage zurecht zu schneiden und an die Bauchseite des Griffs zu kleben. An der Seite des Griffs kann man nun noch eine Pfeilauflage anbringen. Sie dient dazu genauer schießen zu können und die Reibung an der Hand zu verhindern.
Dazu eignet sich am besten ein kleiner Keil, der an der kurzen Seite, auf die der Pfeil aufgelegt wird, sehr glatt poliert ist, um wenig Reibung zu verursachen. Man kann ihn einfach auf der richtigen Höhe an den Griff ankleben.
Nun kann man ein Stück Leder um den Griff einschließlich der Pfeilauflage und des zugeschnittenen Schuheinlage wickeln. Man muss vorher ein bisschen Kleber auf dem Griff verteilen und die Kanten des Leders dann zusammennähen. Es geht jedoch auch, dass man eine Schnur am Griff aufwickelt. Auch hierbei sollte zunächst Kleber auf dem Griff verteilt werden, damit die Schnur nicht verrutscht und für besseren Halt sorgt.
Wichtig ist, dass der Bogen nach Fertigstellung des Griffs gut in der Hand liegt.
Damit wäre der Bogen soweit fertig. Wenn man nun auch noch weiß, wie er zu pflegen ist und wie man ihn benutzt, kann man mit einem Bogen viel Spaß haben - vorausgesetzt, man besitzt noch die passenden Pfeile zum Bogen. Mehr zu diesem Thema gibt’s hier: Pfeile selber bauen.
Pflege des Bogens, Bogenschießen
Mit der richtigen Pflege des Bogens kann dessen Lebensdauer erheblich gesteigert werden. Dazu ist wichtig zu wissen, wann der Bogen gefährdet ist, zu brechen:
Man sollte einen Bogen nicht zu lange, also länger als 2 Sekunden, bei vollem Auszug halten. Auch sollte man vorsichtig damit sein, andere Personen damit schießen zu lassen, besonders bei denjenigen, die den Bogen mit einer höheren als der vorgesehenen Zugkraft ausziehen könnten. Dem Bogen schadet außerdem, wenn man ihn ohne Pfeil auszieht. Die Standhöhe sollte möglichst immer gleich bleiben, und man sollte den Bogen vor jeder Nutzung erst warm schießen, also ein paar mal bei halbem Auszug schießen. Schließlich sollte jede noch so kleine Beschädigung am Bogen sofort ausgebessert werden, am besten mit einer Glasflasche wegpoliert werden.
Man sollte den Bogen, wenn man ihn eine Weile nicht schießt, immer entspannen. Es ist außerdem zu empfehlen, den Bogen von Zeit zu Zeit neu zu lackieren.
Lagern sollte man den Bogen, wenn man ihn längere Zeit nicht benutzt, nie senkrecht, sondern immer waagrecht legen oder aufhängen. Beim Einspannen der Bogensehne muss darauf geachtet werden, dass man die Wurfarme nicht ungleichmäßig belastet. Am einfachsten ist es, das Eine Bogenende auf dem Boden abzustellen und mit dem Fuß zu fixieren, das andere Bogenende mit der Hand zu fassen, in der man die Bogensehen hält und mit der dritten Hand den Griff zu fassen. Mit ein wenig Übung gelingt es einem auf diese Weise, den Bogen gleichmäßig zu belasten.
Dann kann das Bogenschießen also beginnen! Dazu zieht man die Bogensehne mit Zeigefinger und Mittelfinger aus, wobei der Pfeil locker auf dem Mittelfinger und der Pfeilauflage liegt, und lässt zum Auslösen die Bogensehen über die Fingerkuppen gleiten. Wie weit man mit dem Bogen oberhalb des Ziels anvisieren muss, wird man mit ein wenig Übung selbst herausfinden.
Google mal ein bischen zu „spinewert“ das sollte erst mal reichen
)
Hallöchen,
also,… Einen Bogen zu bauen ist eine sehr schöne Sache.
Zuerst einmal möchte ich sie fragen, ob sie trockenes Holz haben. Einen Stamm? Einen Viertelstamm?
Vielleicht möchten sie ja auch ein Brett verwenden?
Dabei sollten sie immer darauf achten, das der Rohling den guten Bogen macht!
Bis Weihnachten ist natürlich nicht mehr viel Zeit und die brauchen sie zum Bogenbau.
Nun, nicht das sie denken, ich möchte sie entmutigen.
Aber sie wollen ja auch sicher nicht, das ihrem Sohn der Bogen beim ersten Spannen um die Ohren fliegt.
Aber nun zu ihrer Frage:
Wenn die einen Langbogen in D Profil bauen brauchen sie kein Schussfenster. Der Pfeil wird nur auf eine kleine Auflage gelegt oder über die Hand geschossen.
Wenn sie einen Flachbogen ( Steinzeit ) bauen brauchen sie an sich auch kein Schussfenster. Der Pfeil wird auch so sein Ziel erreichen. Die modernen Recurvebögen werden mit Schussfenster gebaut. Doch das ist keine einfache Sache und erfordert ein bisschen Übung.
Meinen ersten Bogen habe ich als englischen Langbogen in D Profil aus Haselnuss erstellt. Das war die einfachste und sicherste Möglichkeit, Erfolg zu haben.
Ein schönes Buch das sie zum Thema Bogenbau finden können heißt „Der gebogene Stock“
Ich hoffe, ihnen damit ein bisschen geholfen zu haben.
Falls sie noch weitere Fragen haben… ( Wie alt ist denn der werdende Bogenschütze? ) helfe ich ihnen gerne weiter.
Liebe Grüße aus der Rabenburg.
Mario
Hallo,
mein Mann baut glasbelegte Bögen, bei denen ein Schußfenster ausgearbeitet wird. Bei reinen Holzbögen, die aus einem Stück (Stave) gearbeitet werden, ist dies m. W. seltener der Fall, aber möglich. Die Pfeile werden oft am Bogen vorbei über den Handrücken geschossen, was aber teilweise zu leichten Verletzungen durch die Federkiele an den Pfeilen verursacht wird. Daher sollten Sie darauf achten, dass die Pfeile an den Federenden Wicklungen haben, damit die Federkiele nicht abstehen können.
Mein Mann ist derzeit noch arbeiten. Ich könnte ihn aber gerne heute Abend nochmal danach fragen. Wo Sie aber auf jeden Fall gute Ratschläge und Anleitungen bekommen, ist in den Foren Fletchers Corner und Free Archers.
Geben Sie mal in Fletchers Corner/Rubrik Bogenbau http://www.fletchers-corner.de/viewforum.php?f=15 im Suchfeld das Wort Pfeilauflage ein. Da kommen einige Beiträge mit ähnlicher Frage.
In der Rubrik Bogenbau ist u.a. auch der Beitrag „Hilfreiche Links zum trad. Bogenbau“ http://www.fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=15&t=… Vielleicht finden Sie dort auch noch interessante Seiten.
Und unter Präsentationen finden Sie viele Selbstgebaute der Forenmitglieder. Da können Sie sich bestimmt noch das eine oder andere Detail abgucken. Und die Jungs sind auch sehr hilfsbereit, falls Sie dann noch Fragen haben sollten. 
Ich hoffe, das bringt Sie ein Stück weiter, auch wenn ich persönlich Ihnen leider gerade nicht helfen konnte.
Viel Spaß und Erfolg beim Bogenbau und eine schöne Adventszeit wünscht
Antje
Hallo,
Der Bogen gibt ja nur die Energie weiter. Wichtig ist aber das du beide Wurfarme gleichmässig machst. Genau kann dir das aber nur ein Nogenbauprofi beantworten. vielleicht findest du noch eine Anleitung unter dem Begriff tillern so nennt man meines Wissens diesen Vorgang . Viel Erfolg