Bohren in Kacheln

Hallo Spezialisten,

bisher bin ich vorsichtshalber mit Dübellöchern immer auf die Kachelfugen ausgewichen. Jetzt steht Renovierung an und damit größeres Kachelformat und weniger Fugen.

Meine Frage:
Kann man Löcher in Kacheln bohren, ohne daß sie springen?
Wenn ja, was braucht man dazu (außer Geduld und Gefühl), besondere Bohrer, geringe Drehzahl …?

Danke vorweg für eure Antworten.
Cassius

Hi Cassius,

geht, nix dramatisches, guckst Du: http://www.frag-mutti.de/tipp/p/show/category_id/5/a…

Viel Erfolg,
mΔx

Danke
das ist ein Link für die Favoriten.

Cassius

Nein

das ist ein Link für die Favoriten.

Hi Cassius,
er beinhaltet, zumindest für mich, kann man ja drüber reden, zwei Fehler.
Ich bohre sowieso meistens in Fliesen ohne Klebeband anzulegen, wenn ich es dann doch mal nutze, dann klebe ich erst und zeichne darauf an, nicht umgekehrt wie in dem Link beschrieben.

Das ist das Eine. Das Andere ist schlimmer.

Der Typ sagt da echt, wenn die Fliesenoberfläche zerstört ist, die Bohrmaschine auf „Schlagen“ umzustellen, weia.

Mach das mal im Altbau, die Haltekraft von Dübeln ist gleich Null.

Es gilt die alte Regel, Bohren immer ohne „Schlag“, erst immer dann, und genau erst dann, wenn er nötig ist.

Gruß
Reinhard

Moin,

Der Typ sagt da echt, wenn die Fliesenoberfläche zerstört ist,
die Bohrmaschine auf „Schlagen“ umzustellen, weia.

Weiterhin wird da von „meist rotem Bohrstaub“ geschrieben. Also roten Bohrstaub habe ich nur wenn ich in roten Klinker bohrer, sonst nicht.
Generell sollte man auch nicht gleich loslegen wenn die Lasur durchbohrt ist, sondern erst wenn merklich die ganze Fliese durchbohrt ist. Sonst geht evtl. doch noch ein Riss durch die Fliese.
Den Tipp mit dem Stahlbohrer finde ich ebenfalls merkwürdig. Ich ruiniere doch nicht meine guten Stahlbohrer bei so einer Aktion.
Ich habe schon einige Fliesen zerstörungsfrei durchbohrt und habe niemals auch nur einen Stahlbohrer „opfern“ müssen.

Es gilt die alte Regel, Bohren immer ohne „Schlag“, erst immer
dann, und genau erst dann, wenn er nötig ist.

Genau so. Und immer nur so viel Druck wie nötig ist um weiter zu kommen. In der Ruhe liegt die Kraft (und das Ergebnis).

Gruss Jakob

Der Typ sagt da echt, wenn die Fliesenoberfläche zerstört ist,
die Bohrmaschine auf „Schlagen“ umzustellen, weia.

Weiterhin wird da von „meist rotem Bohrstaub“ geschrieben.
Also roten Bohrstaub habe ich nur wenn ich in roten Klinker
bohrer, sonst nicht.

Und dann noch „Schlagbohrmaschine“. Die Dinger sollte man umbenennen auf „Sirene mit eingebautem Steinevibrator“.

Generell sollte man auch nicht gleich loslegen wenn die Lasur
durchbohrt ist, sondern erst wenn merklich die ganze Fliese
durchbohrt ist. Sonst geht evtl. doch noch ein Riss durch die
Fliese.

Genau. Bei tiefen Bohrungen, die echt was halten müssen, sollte man sowieso in Hohlkammerziegeln auf den Schlag verzichten, da die Stege in den Steinen sonst eher wegbrechen als durchbohrt zu werden.

Den Tipp mit dem Stahlbohrer finde ich ebenfalls merkwürdig.
Ich ruiniere doch nicht meine guten Stahlbohrer bei so einer
Aktion.

Ebenso Zustimmung. Gerade die Lasur ist doch extrahart.

Ich habe schon einige Fliesen zerstörungsfrei durchbohrt und
habe niemals auch nur einen Stahlbohrer „opfern“ müssen.

Um nicht abzurutschen (was ja mal passieren kann) nehme ich auch kein Tesafilm, sondern körne die Fliese an. Mit einem alten Schraubendreher, dessen Spitze ich zum Körner umgeschliffen habe (hab ich immer in der Tasche) und einem wohldosiertem Schlag.
Gerade genug, um die Lasur anzukratzen. Das reicht schon zur Führung.

Moin,

Genau. Bei tiefen Bohrungen, die echt was halten müssen,
sollte man sowieso in Hohlkammerziegeln auf den Schlag
verzichten, da die Stege in den Steinen sonst eher wegbrechen
als durchbohrt zu werden.

Eben. Und zappzarapp zertrümmert man die Fliese mit dem Bohrfutter weil der Bohrer nun unverhofft leicht im Mauerwerk verschwindet :wink:
Aber deswegen frag ich bei sowas auch nicht „Mutti“.

Gruss Jakob

Hallo Cassius,

Kann man Löcher in Kacheln bohren, ohne daß sie springen?
Wenn ja, was braucht man dazu (außer Geduld und Gefühl),
besondere Bohrer, geringe Drehzahl …?

ich mache es so.
Mit einem Körner http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rner_%28Werkzeug%29
vorsichtig! die Glasur mit einem Löchlein versehen.
Dieses Loch als Startpunkt für den Bohrer nehmen und wieder vorsichtig und vor allen Dingen ohne Schlag oder Hammer bohren. Wenn die Fliese sicher durchbohrt ist, kann man es forscher angehen und wenn der Untergrund es nötig macht dann auch mit Hammer oder Schlag weiterbohren.

Bisher ist mir erst eine Fliese gerissen, aber nur, weil sie schlecht angebracht war und unter der Fliese fast nur Luft war.

Gandalf

Eine Menge
gute Ratschläge, für die ich mich sehr bedanke.

Mein Extrakt daraus:

  • Zeit lassen (habe ich genug)
  • Geduld (ist angeboren)
  • Klebeband (Tesakrepp vorhanden)
  • Körner bzw. kleiner Kreuzschlitzschraubendreher (habe ich im Fundus)
  • Glasbohrer mit Hartmetallblättchen (habe ich im Fundus)
  • Gefühl und Vorsicht (auch angeboren).

Dann kann nichts mehr schiefgehen.

Gruß
Cassius

Hallo Spezialisten,

Hallo Cassius,
besorge Dir diesen Bohrer http://www.messeversand.de/1394/47756.html?*session*…
und benutze einen Akkuschrauber mit geringster Drehzahl.
Du wirst begeistert sein, denn man muss damit nicht mal vorkörnen.

Gruss Netti

Hallo zusammen,
billiger geht es, wenn man einen normalen Steinbohrer wie einen Metallbohrer anschleift. Wichtig ist: Bohrmaschine ohne Schlag einsetzen. Bei Verwenung dieses Bohrers muss man auch nicht vorkörnen.
Gruß Wolfgang

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Eben. Und zappzarapp zertrümmert man die Fliese mit dem
Bohrfutter weil der Bohrer nun unverhofft leicht im Mauerwerk
verschwindet :wink:
Aber deswegen frag ich bei sowas auch nicht „Mutti“.

Aber sicher doch. Mutti hätte gesagt:
Nimm einen 6cm längeren Bohrer als eigentlich benötigt und bohre durch eine Zitrone hindurch in die Wand.
Die Zitron dämpft den Aufschlag des Bohrfutters und hinterlässt einen frischen Geruch.

Ist kein Problem

Ganz normalen Steinbohrer für die Dübelgröße nehmen
Ohne Schlag durch die Fliese bohren
Nach der Hälfte der Fließendicke ganz leichten Schlag (geht nur bei stufenloser Einstellung) nehmen
Nachdem die Fließe durchbohrt ist, dann kann mit Schlag weitergebohrt werden
Wichtig: Das produzierte Bohrmehl mehrmals durch Herausnehmen der Bohrmaschine aus dem Loch entfernen. Sonst presst sich das Bohrmehl zwischen Fliese und Wand und hebelt ev. die Fliese wieder weg.
Auf diese Weise habe ich bereits hunderte von Löchern in Fliesen ohne Gau gebohrt
Viel Erfolg

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Cassius

Geht viel einfacher. Nimm ein Stück Leukoplast statt diesem Tesafilm und einen Steinbohrer. Funktioniert problemlos. Das Leukoplast ist dicker, hat eine rauhe Oberfläche und sorgt deshalb dafür dass der Bohrer nicht verläuft.

Gruß, Edison