Hallo zusammen!
Heute in Physik habe ich da glaube ich etwas nicht ganz verstanden. Wenn ich ein Atom anrege und somit ein Elektron in eine höhere Schal bringe und dieses Elektron wieder auf seine ursprüngliche Schale zurückfällt, dann emittiert es Licht mit der Frequenz E/h. Was mich interessiert ist, wie das Elektron von der Schale a zur Schale b kommt, also von der Schale in der es sich im angeregten Zustand befindet, zu der in der es sich im Grundzustand befindet. Wird das Elektron da hin „gebeamt“? Wenn ein Elektron wirklich ein Teilchen ist, benötigt es eine endlich bestimmbare Zeit um die Strecke zwischen den beiden Schalen zurückzulegen. Wäre ein Elektron kein Teilchen, da hätte es auch keine Masse. Schließlich kann man heute auch mit Fullerenen Beugung machen. Wie muss ich mir das vorstellen wenn das Elektron von der einen Schale zur anderen „springt“?
Gruß
C. Penkwitt
Was mich interessiert ist, wie das Elektron
von der Schale a zur Schale b kommt, also von der Schale in
der es sich im angeregten Zustand befindet, zu der in der es
sich im Grundzustand befindet. Wird das Elektron da hin
„gebeamt“? Wenn ein Elektron wirklich ein Teilchen
ist, benötigt es eine endlich bestimmbare Zeit um die Strecke
zwischen den beiden Schalen zurückzulegen.
Du machst einen Denkfehler: Eine Schale bzw. das Elektron in der Schale ist an keinem bestimmtem Ort gebunden. Das Elektron befindet sich vielmehr in einem bestimmten „Zustand“, das bedeutet, dass es durch eine bestimmte Wellenfunktion beschrieben wird. Wenn man nun sagt, dass das Elektron von einer Schale in eine andere „springt“, dann ist damit kein Springen im Raum gemeint, sondern ein Springen von einem Zustand in einen anderen, d.h. die Wellenfunktion ändert sich.
Gruß
Oliver
Im Grunde richtig, nur der Wellengedanke der Elektronen um den Kern kam erst mit deBroglie, und noch nicht bei Bohr. DeBroglie konnte erstmals nachweisen, dass ein Elektron um den Kern im Grunde eine stehende Welle ist (ja, es beschreibt nicht eine Welle, es IST die welle). Das wird wahrscheinlich in der nächsten Physikstunde kommen, freu dich drauf! 
Niels Bohr - und das war es was du glaub ich wissen wolltest - stellte sich das ganze noch wie eine Art Planetensystem vor, in der Mitte der Fixstern um den die Planeten kreisen. Regt man ein Elektron beispielsweise mit Röntgenstrahlung an, wird es auf eine höhere Schale „gehoben“ - es vergrößert damit sogar den Abstand zum Kern, umgekehrt heißt das aber auch, dass wenn es von einer höheren in eine niedrige Schale springt, den Abstand zum Kern verkleinert und damit Energie in Form von Licht beisp.weise abgibt (2. Bohrsches Postulat). Um eine Analogie herzustellen: Wenn du einen Stein von einem Turm wirfst, wird seine pot. Energie in kinetische Energie umgewandelt, so ist es auch mit den Elektronen im Bohrschen Atommodell, nur hier wird die „Potentielle Energie“ in Lichtenergie transformiert. Du musst aber aufpassen - und das war das was Oliver schon vorweggenommen hat - das Bohrsche Atommodell wird in den nächsten Physikstunden etwas ergänzt, Stichwort „deBroglie“, mehr sag ich aber nicht. Insofern kann man schon behaupten, dass du das Bohrsche Atommodell richtig verstanden hast - nur das mit dem beamen war ein bischen unglücklich ausgedrückt.
Gruß
Sky
ja, es beschreibt
nicht eine Welle, es IST die welle.
Das hätte man wohl gerne.
Aber sorry: Die Physik IST nicht die Wirklichkeit, sie beschreibt sie nur! Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.
Gruß
Oliver
2 „Gefällt mir“
Hallo zusammen!
Vielen Dank das ihr Licht ins Dunkel gebracht habt. Leider muss ich noch ein bisschen auf die nächste Stunde warten, habe aber mal im Buch gelesen. Finde aber das ihr das besser erklärt habt. Danke!
Gruß
C. Penkwitt
Hallo,
Das hätte man wohl gerne.
Aber sorry: Die Physik IST nicht die Wirklichkeit, sie
beschreibt sie nur! Das sollte man immer im Hinterkopf
behalten.
Find’ ich sehr gut, dass das mal erwähnt wird! Naturwissenschaften (Mathe hat da natürlich eine gewisse Sonderstellung…) sagen nie warum etwas so ist, sie beschreiben nur näher.
Gruß
Oliver
Gruß Martin