Moin Ihr lieben und bösen
)
Fakt :
ich hab in der küche so ein uraltes ding , das so eine art
durchlauferhitzer sein soll. Allerdings bin ich mir da nicht
sicher, das fühlt sich mehr wie ein boiler an.
Also ca nach 10liter ist das wasser kalt.
Das ist dann wohl ein Untertischgerät. Ein Heißwasser-Speicher, der eine bestimmte Menge heißes Wasser vorhält, in der Regel 5l oder seltener 10l und mehr.
Wenn ich am drehregler auf heisser stelle springt das ding
sofort an um das wasser heisser zu machen.
Dann ist es defintiv kein Durchlauferhitzer - der erhitzt das Wasser nur, wenn es durch ihn gerade durch läuft.
Ausserdem ist das
wasser manchmal ziemlich heiss und manchmal lauwarm.
Das sollte nur dann der Fall sein, wenn man nach dem letzten Zapfen zu wenig gewartet hat. Diese Dinger haben in der Regel nur so ca. 2000W, das dauert, bis die 5 oder 10 Liter Wasser heiß sind! Wenn auch nach langer Wartezeit die Endtemperatur schwankt, hat das Thermostat einen Fehler.
Kann auch leider nicht
wirklich den strom messen, da das ding irgentwo unerreichbar
mit strom verbunden wurde (ergo kein stecker).
In der Regel haben die aber nen Stecker! Verfolge mal die Leitung, Festanschluss ist ungwöhnlich.
- Frage:
Ist sowas noch zeitgemäss, weil der heizt ja auch über nacht
und im winter wo es bei uns in der küche (altbau) sehr kalt
ist.
Ja, das ist noch zeitgemäß. Eine einfache Möglichkeit eine Hand voll Wasser (nen bisken mehr isses ja) mit Strom zu temperieren.
Bedingt durch die geringe Leistung, die man an einer STeckdose hat, kann man das Wasser nicht im Durchlauf auf heiße Temperatur bringen, dazu würde man so ab 18.000W benötigen. Also heizt man mit relativ wenig Leistung minutenlang, um dann 5l auf Abruf zu haben. Dafür nimmt man Verluste durch das Vorhalten des heißen Wassers in Kauf. Stiebel Eltron spricht bei seinen aktuellen Geräten von 0,2kWh pro Tag - also rund vier Cent. Ältere Geräte verlieren wohl mehr Wärme, aber die Größenordnung wird wohl ähnlich sein.
Unsere stromrechnung ist mega hoch mit nur 2 leuten und kaum
stomverbraucher (also bis auf diesen boiler ist fast alles
neu).
Ich glaub wir verbrauchen so 1000 kilowatt pro jahr.
Also fast nix. Mal im Ernst, bei „mega hoch“ für zwei Leute erwarte ich ca. das doppelte von dem, was bei Warmwasserbereitung mit Strom üblich wäre. Und üblich wären dann je nach persönlichem Nutzungsprofil so alles ab 3000kWh/a.
Kann es sein das das ding uns einfach durch das permanente
halten der boiler temperatur uns das geld wegfrisst.
Ja - wie schon geschrieben: Neuere Geräte so vier Cent pro Tag, ältere vielleicht das doppelte oder dreifache.
- Frage:
lohnt sich im allgemeinen bei so einem gerät ein neukauf eines
echten durchlauferhitzers .
Nein. Denn ein Durchlauferhitzer heizt zwar nur dann, wenn das Wasser fließt, aber man benötigt einen Drehstromanschluss von mindestens 3 x 25A. Und eine neue Armatur am Spülbecken, denn die alte arbeitet höchst wahrscheinlich „drucklos“.
Bis sich das rentiert, wirst Du alt und grau.
Durchlauferhitzer mit deutlich geringerer Leistung gibt es auch, z.B. von Clage. Die haben dann z.B. 3600W, das reicht für einen dünnen Strahl lauwarmen Wassers. Evtl. könnte man einen Kleindurchlauferhitzer mit einer Leistung von 10kW nehmen, der über eine Umschaltbox zusammen mit dem Elektroherd an einem 16A-Drehstromanschluss betrieben werden kann. Das erfordert dann - wenn ein solcher Anschluss für den Herd schon besteht - zumindest keine neuen Leitungen.
zussatz Info:
Ich hab mal ein Stromrechner auf Vatenfall genommen und selbst
wenn ich überall das doppelte nehme komm ich kaum auf unseren
strom verbauch .
Na, dann schau doch erst mal nach, wie hoch der tatsächlich war. Und ob die Zählerstände auf der Rechnung abgelesen oder geschätzt waren.
Klar kam mir auch der gedanke das der zähler
warscheinlich wie immer von den gaunern seit 20-30 natürlich
auch nicht geeicht wurde.
Bleib sachlich. Ferraris Zähler halten ewig, es finden Stichproben statt und nur wenn da Auffälligekeiten sind, wird häufiger gewechselt.
Ein Zählermontuer sagte mal, dass diese Dinger beim altern eher weniger anzeigen als mehr, es ginge da aber meist um niedrige einstellige Prozente.