mal eine Frage, weiß jemand, ob es neben der Schufa noch eine weitere Datenbank gibt, die bei Bonitätsprüfungen herangezogen wird?
Hintergrund: ich wollte bei einer Bank einen kleinen Kredit aufnehmen (ca. 10.000 €). Ich habe keinerlei finanzielle Verpflichtungen, wie Kreditraten, etc., arbeite unbefristet in einem großen deutschen Konzern als Ingenieur und verdiene nicht schlecht (der Kreditbetrag wären ca. 2,5 Nettogehälter). Meine Schufa sagt: alles supi, Score bei 97%.
Trotzdem werden die Kreditanfragen allesamt abgelehnt. Meine Vermutung ist nun: ich habe vor etlichen Jahren als Geschäftsführer einer GmbH eine Bürgschaft abgegeben (knapp 300.000 €), die ist seit langem von der Bank zurückgegeben worden und steht auch nicht in der Schufa. Kann es sein, daß diese noch wonanders auftaucht und die Bank damals den Eintrag nicht gelöscht hat?
Der Kundenberater in der Bank sagt nur, daß es ein Computer Scoring ist und er nicht versteht, warum ich abgelehnt werde. Er hätte jeden Tag Leute, die Geld bekommen, obwohl sie sehr viel weniger solvent sind.
ja, es gibt neben der schufa noch eine ganze menge anderer auskunfteien und datenbanken, aus denen man sich etliches ziehen kann, wenn man will. ob und mit welcher „deine“ bank zusammenarbeitet, weiß nur sie allein. ob die damalige bürgschaft noch mit drin steht, wirst du auch dann nur erfahren, wenn du a) entweder die damals bürgschaftnehmende bank fragst oder b) dir „dein“ bankberater interna verrät.
ganz abgesehen davon: ein bankberater, der sich selbst wundert, warum die darlehns-/kreidtanfrage abgelehnt wird, sollte sich nicht stoisch auf (fragwürdige) scorings verlassen, sondern auf die fakten, die er vor sich auf dem tisch hat. das müffelt schon derart, daß ich zu glauben geneigt bin, daß der bankberater die „datenbanken“ nur vorschiebt…
verdiene nicht schlecht (der Kreditbetrag wären ca. 2,5 Nettogehälter).
Die Höhe Deines Verdienstes interessiert nur am Rand. Viel wichtiger ist, ob nach Abzug aller regelmäßigen Kosten von Deinem Gehalt noch genügend übrig bleibt, um die Raten zu zahlen.
Auch als jemand mit z.B. 2000€ netto kannst Du bei der Kreditvergabe schlechte Karten haben, wenn sich bestehende Kreditraten/ Versicherungen/ Alimente/ Miete etc. auf einen so hohen Betrag summieren, daß von den 2000€ nix mehr übrigbleibt.
Eine weitere Möglichkeit wäre, daß Du trotz bisher einwandfreiem persönlichen Verhalten zu einer Gruppe mit statistisch hohem Kreditausfallrisiko gehörst (was sich nicht unbedingt in Deiner schufa- Auskunft wiederspiegelt). Zum Beispiel wohnst Du in einem Haus oder einer Wohngegend, wo alle außer Dir pleite sind etc. Dann sieht die Bank ein erhöhtes Risiko, daß auch Du bald Pleite bist.
Eine weitere Möglichkeit wäre, daß Du trotz bisher
einwandfreiem persönlichen Verhalten zu einer Gruppe mit
statistisch hohem Kreditausfallrisiko gehörst (was sich nicht
unbedingt in Deiner schufa- Auskunft wiederspiegelt). Zum
Beispiel wohnst Du in einem Haus oder einer Wohngegend, wo
alle außer Dir pleite sind etc. Dann sieht die Bank ein
erhöhtes Risiko, daß auch Du bald Pleite bist.
das würde sich dann doch aber im schufa-scoring widerspiegeln, oder etwa nicht? und ein wert von 97 ist nun wahrlich kein schlechter.
das würde sich dann doch aber im schufa-scoring widerspiegeln,
oder etwa nicht? und ein wert von 97 ist nun wahrlich kein
schlechter.
Irgendwas gab es mal in der Richtung, daß der Wohnort nicht in den Schufa- Score einfließen darf. Bin aber zu faul, um nachzusehen.
Beim Fragesteller tippe ich aber auf hohe Ausgaben, welche die Kreditvergabe unmöglich machen. Das trifft auch auf einige meiner Kunden zu. Die wundern sich, wenn sie trotz z.B. 2000€ netto keinen Kredit bekommen: Lebenshaltungskosten incl. Versicherungen etc. für Frau + 2 Kinder + PKW (mindestens 1000€) + Rate für das EFH oder Miete (z.B. 600€) lassen gerade mal noch 400€ für den Mann übrig, und nix mehr für eine neue Kreditrate…
ja, das mag sein. dann frage ich mich aber schon, warum der werte bänker das nicht sagen mag. sooo schlimm ist das doch nicht, sich bei einer „kreditabsage“ darauf zu berufen, daß am ende des geldes einfach zuviel monat übrig bleibt. könnte ja sein, daß der krediterheischende sein verhalten daraufhin überdenkt und ändert?
sich alternativ dagegen auf ein „ja, ich weiß auch nicht, warum das bei DEM scoring abgelehnt wird…“ zurückzuziehen… naja.
btw: wohnorte werden bei schufa erfaßt. vielleicht nicht „offiziell“, aber sie sind drin. ein befreundetes handelsunternehmen hat mich mal in die karten schauen lassen - und siehe da: negativerer scoringwert allein aufgrund der wohnumgebung („da muß wohl einer ihrer vier mit-mietparteien in dem haus ein grottenschlechtes scoring haben…“)
daß es am frei verfügbaren Einkommen liegt, denke ich jetzt eigentlich nicht. Der Bänker hat mit mir die Haushaltsrechnung aufgemacht, Einkommen - Miete - Lebenshaltung - Versicherungen -etc.
Laut seiner Rechnung habe ich knapp 2000 € frei verfügbares Einkommen im Monat, weshalb es seiner Meinung nach kein Problem sein dürfte.
Die Hausbank macht die Kredite nicht mehr selbst, sondern bei einem Partner ea…cr… und wie der scort, konnte mein Betreuer auch nicht sagen. Deshalb die Vermutung von ihm, daß das etwas mit der früheren Tätigkeit zu tun hat. Das Unternehmen, bei dem ich damals war, ist nach meinem Weggang immer tiefer gerutscht und nun zahlungsunfähig. Das betrifft mich zwar nicht, da es schon Jahre her ist, aber wenn noch in irgendeiner Datenbank ein Verweis steht, wäre das übel. Ich habe mal meinen damaligen Firmenkundenbetreuer angeschrieben, mal schauen, ob da was bei raus kommt.
Auch eine Moeglichkeit waere es, sich an Creditreform CEG zu wenden, die auch einen Boni abgeben, aber der ganze Hintergrund des Privaten Kunden seigen wo sich die Boni auf bezieht. Auskunft kostet etwa 10 EURO und ist uber Internet an zu fragen.
mfg, marc