hi schlumpf,
im detail wird es dir keiner genau verraten, aber ich kann dir mal ein paar allgemeine infos geben.
welches rating bei dir zur anwendung kommt weiss ich nicht, da du keine angaben zu deinem bundesland machst, und unterschiedliche verbandsgebiete teilweise unterschiedliche ratings fahren, von daher kann ich nicht sagen, wieviele stufen dein rating hat.
es gibt aber einen standard bei sparkassen, dem mehr oder weniger alle institute folgen, bzw. dessen einrichtung in arbeit haben.
warum der ganze aufwand?
es soll dem mitarbeiter möglichst einfach gemacht werden, einen ihm nicht bekannten kunden einzuschätzen, ob und in wie weit dieser kreditwürdig ist, bzw. wie hoch also die wahrscheinlichkeit ist, dass er einen aufgenommenen kredit zurückzahlen kann.
das nützt natürlich der bank, aber auch allen anderen kunden, denn je weniger verluste ich bei krediten mache (die ja schliesslich aus dem geld anderer leute bestehen, also omas spargroschen, deinem sparbrief, usw.), desto bessere konditionen kann ich auch bieten, um mich im wettbewerb am markt zu behaupten.
was fließt in ein scoring ein?
ganz einfach die dinge, die rückschlüsse auf die bonität des kunden geben.
die folgenden dinge sind beispiele, können aber müssen nicht so enthalten sein.
wie alt ist er, arbeitet er, ist er beamtet, arbeitslos, selbständig-und wenn, in welchem gewerbe?
wie sind die kontoumsätze, was bleibt im monat übrig?
gehen öfter mal lastschriften zurück, platzen schecks?
wohnt er zur miete, oder hat er wohneigentum?
single oder verheiratet?
was sagt die schufe?
hat er schon kredite ordentlich zurückgeführt?
hat er schon eine eidesstattliche versicherung abgegeben?
hat er zur zeit kredite und wie bedient er sie und wie hoch sind sie im verhältnis zu seinem einkommen und den sicherheiten, usw.
uvm.
natürlich werden diese punkte nicht alle gleich gewichtet (aber die gewichtung wird dir auch keiner veraten, denn sonst könnte man das system zu leicht beeinflussen): natürlich ist es für eine kreditentscheidung weniger wichtig, ob einer verheiratet ist, als die tatsache, ob einer überhaupt erwerbstätig ist.
generell ersetzt das scoring meist nicht die genaue falluntersuchung und einschätzung durch den berater, aber unterstützt diese doch spürbar.
bei einigen direktbanken entsteht die kreditentscheidung aber tatsächlich durch ein fallscoring: der sachbearbeiter (eben kein wirklicher berater und entscheidungsträger) gib stur daten in die software ein, der computer hebt oder senkt den daumen (beispiel baufinanzierung der diba) oder gibt sogar einen zinssatz aus, der auf das errechnete risikoprofil des kunden passt (beispielsweise easycredit)
hoffe, das hat etwas klärung gebracht
viele grüße
uwe