Hallo Wolfgang,
es gin beiden Verhandlungspartnern und beiden verantwortlichen Parteien nebst ihren Satelitten ( CSU,FDP und Grüne) nie um eine reform. Es einzig und allein daraum, die Krankenkassenbeiträge im Interesse der Industrie nach unten zu korrigieren. es besteht offenavbr - mit Ausnahme der PDS - im Bundestag bei allen Parteien der Standpunkt, das Klientel nicht zu verärgern und eher den Bürger abzuzocken als den Verbänden und Lobbies an den Kragen zu gehen. Die Parteien leben - fast alle - auch die Grünen - von den Schmiergeldern der Pharmazie, der Verbände und Klientelgruppen.
Die nächste Massnahme wird dann wohl die heimliche Euthanasie kranker und alter Menschen und auch nicht lebensfähiger Geburten sein.
Man muss in Zukunft Sozialhilfeempfänger oder Bundestagsabgeordneter sein, um nicht von den Segnungen der Parteispendenempfämger getroffen zu werden.
Enttäuschung, Verachtung - was soll kann man anderes empfinden
angesichts des Ergebnisses tagelanger Sitzungen von
Spitzenpolitikern über Veränderungen im Gesundheitswesen.
Herausnahme von Zahnersatz aus dem Versicherungsumfang,
Praxis- und Krankenhausgebühren sollen es bringen. Es scheint
eine Koalition der großen Volksparteien zu geben, Besitzstände
nicht anzutasten, nichts zu reformieren.
Die gesetzlichen Krankenkassen beschäftigen 150.000 Menschen
in der Verwaltung mit öffentlich-rechtlicher Struktur, also
ohne Berücksichtigung von Kosten, Nutzen und
Wirtschaftlichkeit. Die kassenärztlichen Vereinigungen
erbringen keinen erkennbaren Nutzen, bleiben dennoch
unberührt. Es bleibt bei der Intransparenz der Kosten. Kein
gesetzlich versicherter Patient wird je erfahren, was ein
Krankenhaus und was ein niedergelassener Arzt an
Behandlungskosten nach Gutdünken für ihn abrechnet. Es gibt
nach wie vor keine Elemente der Eigenverantwortung und
Selbstbeteiligung, die es nur mit Offenlegung der Kosten geben
kann. An der Neigung des Systems zu kontinuierlicher
Kostensteigerung als Folge beliebiger Selbstbedienung durch
alle Beteiligten wurde nichts geändert. Es bleibt bei der
Solidargemeinschaft, die rundherum für alles zuständig ist,
statt sich auf die Hilfe für den Fall der Überforderung des
Einzelnen zu beschränken.
Nein, die Solidargemeinschaft wird aufgehoben. Es bleibt die Belastung der Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenkassen, vor allem wenn diese krank werden oder es sind. Mit diesen Maßnahmen wird man langfristig, ich behaupte nicht einmal mittelfristig, die Kostenexplosion anheizen, weil die wesentlichen Gruppen, die Du angesprochen hast, nicht im Sparkonzept erscheinen. Der Patient entscheidet nicht, welche Medikamente er nimmt. Der Patient entscheidet auch nicht, ob ein EKG, eine Röntgenaufnahme notwendig ist.
Wie die beteiligten Gesundheitspolitiker handelten, muß ich
annehmen, daß sie das System der Krankenversicherung für
zukünftig tragfähig halten. Die andere Möglichkeit wäre, den
Beteiligten ist die Zukunft gleichgültig. Die Leute haben an
den kleinsten auffindbaren Stellschräubchen gedreht.
Wie sieht die Zukunft aus? Demnächst ein Beitrags-Prozentchen
herunter, um bald die Kosten der Krankenversicherung auf 20 %
des Bruttolohns oder noch weit mehr steigen zu lassen?
Dieser Weg ist aus meiner Sicht vorgezeichnet. Da nun der Einstieg auf die Privatisierung des Zahnersatzes erfolgt ist, wird die nächste Reform wohl dann dazu dienen, auch weitere Kosten zu privatisieren. Langfristig wird für die Arbeitnehemr auch das Krankengeld wegfallen. Es ist zu erwarten, dass hier sich der Arbeitnehmer versichern muss, um im Kranheitsfall abgesichert zu sein.
Merkel, die ostdeutsche Antwort auf den Sozialismus der SED hat sich über die CDU durchgesetzt. Die CDU strebt zusammen mit der FDP und Teilen der Grünen den völligen Zusammenbruch des Gesundheitssystems an um es letztlich reglementiert gegen Minderheiten wie einst in der DDR anwenden zu können. Die FDJ regiert in den westdeutschen Parteien.
Ich rufe alle Parteigänger aller Parteien im Bundestag auf, ihre Parteibücher zurück zu geben. Die Parteien können vom Geld von Hundt, Braun, Grogowski, Bayer und Hoechst so gut leben, dass sie auf die Bürger nie mehr angewiesen sind.
Gruss Günter