Bonsai-Reförmchen

Guten Abend!

Enttäuschung, Verachtung - was soll kann man anderes empfinden angesichts des Ergebnisses tagelanger Sitzungen von Spitzenpolitikern über Veränderungen im Gesundheitswesen. Herausnahme von Zahnersatz aus dem Versicherungsumfang, Praxis- und Krankenhausgebühren sollen es bringen. Es scheint eine Koalition der großen Volksparteien zu geben, Besitzstände nicht anzutasten, nichts zu reformieren.

Die gesetzlichen Krankenkassen beschäftigen 150.000 Menschen in der Verwaltung mit öffentlich-rechtlicher Struktur, also ohne Berücksichtigung von Kosten, Nutzen und Wirtschaftlichkeit. Die kassenärztlichen Vereinigungen erbringen keinen erkennbaren Nutzen, bleiben dennoch unberührt. Es bleibt bei der Intransparenz der Kosten. Kein gesetzlich versicherter Patient wird je erfahren, was ein Krankenhaus und was ein niedergelassener Arzt an Behandlungskosten nach Gutdünken für ihn abrechnet. Es gibt nach wie vor keine Elemente der Eigenverantwortung und Selbstbeteiligung, die es nur mit Offenlegung der Kosten geben kann. An der Neigung des Systems zu kontinuierlicher Kostensteigerung als Folge beliebiger Selbstbedienung durch alle Beteiligten wurde nichts geändert. Es bleibt bei der Solidargemeinschaft, die rundherum für alles zuständig ist, statt sich auf die Hilfe für den Fall der Überforderung des Einzelnen zu beschränken.

Wie die beteiligten Gesundheitspolitiker handelten, muß ich annehmen, daß sie das System der Krankenversicherung für zukünftig tragfähig halten. Die andere Möglichkeit wäre, den Beteiligten ist die Zukunft gleichgültig. Die Leute haben an den kleinsten auffindbaren Stellschräubchen gedreht.

Wie sieht die Zukunft aus? Demnächst ein Beitrags-Prozentchen herunter, um bald die Kosten der Krankenversicherung auf 20 % des Bruttolohns oder noch weit mehr steigen zu lassen?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

es gin beiden Verhandlungspartnern und beiden verantwortlichen Parteien nebst ihren Satelitten ( CSU,FDP und Grüne) nie um eine reform. Es einzig und allein daraum, die Krankenkassenbeiträge im Interesse der Industrie nach unten zu korrigieren. es besteht offenavbr - mit Ausnahme der PDS - im Bundestag bei allen Parteien der Standpunkt, das Klientel nicht zu verärgern und eher den Bürger abzuzocken als den Verbänden und Lobbies an den Kragen zu gehen. Die Parteien leben - fast alle - auch die Grünen - von den Schmiergeldern der Pharmazie, der Verbände und Klientelgruppen.

Die nächste Massnahme wird dann wohl die heimliche Euthanasie kranker und alter Menschen und auch nicht lebensfähiger Geburten sein.

Man muss in Zukunft Sozialhilfeempfänger oder Bundestagsabgeordneter sein, um nicht von den Segnungen der Parteispendenempfämger getroffen zu werden.

Enttäuschung, Verachtung - was soll kann man anderes empfinden
angesichts des Ergebnisses tagelanger Sitzungen von
Spitzenpolitikern über Veränderungen im Gesundheitswesen.
Herausnahme von Zahnersatz aus dem Versicherungsumfang,
Praxis- und Krankenhausgebühren sollen es bringen. Es scheint
eine Koalition der großen Volksparteien zu geben, Besitzstände
nicht anzutasten, nichts zu reformieren.

Die gesetzlichen Krankenkassen beschäftigen 150.000 Menschen
in der Verwaltung mit öffentlich-rechtlicher Struktur, also
ohne Berücksichtigung von Kosten, Nutzen und
Wirtschaftlichkeit. Die kassenärztlichen Vereinigungen
erbringen keinen erkennbaren Nutzen, bleiben dennoch
unberührt. Es bleibt bei der Intransparenz der Kosten. Kein
gesetzlich versicherter Patient wird je erfahren, was ein
Krankenhaus und was ein niedergelassener Arzt an
Behandlungskosten nach Gutdünken für ihn abrechnet. Es gibt
nach wie vor keine Elemente der Eigenverantwortung und
Selbstbeteiligung, die es nur mit Offenlegung der Kosten geben
kann. An der Neigung des Systems zu kontinuierlicher
Kostensteigerung als Folge beliebiger Selbstbedienung durch
alle Beteiligten wurde nichts geändert. Es bleibt bei der
Solidargemeinschaft, die rundherum für alles zuständig ist,
statt sich auf die Hilfe für den Fall der Überforderung des
Einzelnen zu beschränken.

Nein, die Solidargemeinschaft wird aufgehoben. Es bleibt die Belastung der Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenkassen, vor allem wenn diese krank werden oder es sind. Mit diesen Maßnahmen wird man langfristig, ich behaupte nicht einmal mittelfristig, die Kostenexplosion anheizen, weil die wesentlichen Gruppen, die Du angesprochen hast, nicht im Sparkonzept erscheinen. Der Patient entscheidet nicht, welche Medikamente er nimmt. Der Patient entscheidet auch nicht, ob ein EKG, eine Röntgenaufnahme notwendig ist.

Wie die beteiligten Gesundheitspolitiker handelten, muß ich
annehmen, daß sie das System der Krankenversicherung für
zukünftig tragfähig halten. Die andere Möglichkeit wäre, den
Beteiligten ist die Zukunft gleichgültig. Die Leute haben an
den kleinsten auffindbaren Stellschräubchen gedreht.

Wie sieht die Zukunft aus? Demnächst ein Beitrags-Prozentchen
herunter, um bald die Kosten der Krankenversicherung auf 20 %
des Bruttolohns oder noch weit mehr steigen zu lassen?

Dieser Weg ist aus meiner Sicht vorgezeichnet. Da nun der Einstieg auf die Privatisierung des Zahnersatzes erfolgt ist, wird die nächste Reform wohl dann dazu dienen, auch weitere Kosten zu privatisieren. Langfristig wird für die Arbeitnehemr auch das Krankengeld wegfallen. Es ist zu erwarten, dass hier sich der Arbeitnehmer versichern muss, um im Kranheitsfall abgesichert zu sein.

Merkel, die ostdeutsche Antwort auf den Sozialismus der SED hat sich über die CDU durchgesetzt. Die CDU strebt zusammen mit der FDP und Teilen der Grünen den völligen Zusammenbruch des Gesundheitssystems an um es letztlich reglementiert gegen Minderheiten wie einst in der DDR anwenden zu können. Die FDJ regiert in den westdeutschen Parteien.

Ich rufe alle Parteigänger aller Parteien im Bundestag auf, ihre Parteibücher zurück zu geben. Die Parteien können vom Geld von Hundt, Braun, Grogowski, Bayer und Hoechst so gut leben, dass sie auf die Bürger nie mehr angewiesen sind.

Gruss Günter

Hallo Wolfgang,

es gin beiden Verhandlungspartnern und beiden verantwortlichen
Parteien nebst ihren Satelitten ( CSU,FDP und Grüne) nie um
eine reform. Es einzig und allein daraum, die
Krankenkassenbeiträge im Interesse der Industrie nach unten zu
korrigieren. es besteht offenavbr - mit Ausnahme der PDS - im
Bundestag bei allen Parteien der Standpunkt, das Klientel
nicht zu verärgern und eher den Bürger abzuzocken als den
Verbänden und Lobbies an den Kragen zu gehen. Die Parteien
leben - fast alle - auch die Grünen - von den Schmiergeldern
der Pharmazie, der Verbände und Klientelgruppen.

Toll, was Du so erzählst.
Ich bin Apotheker, mir nimmt die Reform durch Zwangsrabatte an die Kassen 50 Prozent meines Einkommens weg.
Das könnte man auch Enteignung nennen.
Jetzt sag nicht, die verdienen sowieso zu viel, das Geld verdient ein höherer Beamter auch, der schafft aber keine Arbeitsplätze.
Lobby?
Die haben doch wohl eher die Krankenkassen, so lange die AOK noch 14 Monatsgehälter pro Jahr bezahlt, kann es ihr so schlecht nicht gehen.
Aber da traut man sich nicht ran, bei den Krankenkassen wäre viel sehr Geld zu holen, wenn die gezwungen wären, wirtschaftlich zu arbeiten.
Da werden zig Millionen verschwendet für aufgeblähte Verwaltung, die Verwaltungskosten sind genau so hoch wie die Ausgaben für Medikamente.
Die Privaten machen es ja vor, dass man dabei noch Geld verdienen kann.
Aber solange ein Politiker mit einem gut dotierten Posten bei den Krankenkassen rechnen kann, wenns bei der nächsten Wahl nicht klappt, will man da gar nichts einsparen, könnte ja die eigene Brieftasche betreffen, die ist natürlich sacrosanct.
Sparen sollen gefälligst die Steuerzahler, die haben es ja nicht anders verdient, die haben die Leute ja gewählt .
Gruß
Rainer

Hi,

das meiste wäre wohl bei den Pharmafirmen zu holen, nur müsste man dann das gesamte kapitalistische Gesundheitssystem aushebeln, was je die Politiker als aller letztes wollen.

A.

Hallo Rainer!

Sparen sollen gefälligst die Steuerzahler, die haben es ja
nicht anders verdient, die haben die Leute ja gewählt .

Genau dieser Punkt läßt mich manchmal still werden. Wir haben nämlich allesamt selbst Schuld! Es fängt schon in der Gemeinde an, als Keimzelle der Politik. Die Verhältnisse sind überschaubar, man kennt das Gebäude oder den Straßenabschnitt, um den gestritten wird. Man kennt genau das Amt, um dessen Aufblähung es gerade geht. Wer bläht da auf? Wer trifft die Entscheidungen? Wer ist ehrenamtlicher Nürgermeister? Aus welchen Berufsgruppen kommt die Mehrheit der Gemeinderäte? Eben… aus dem öffentlichen Dienst. Die Leute haben am meisten Zeit und können ihre ehrenamtliche Tätigkeit weitgehend problemlos mit dem Amtsstubenjob verbinden. Auf diese Weise sind in allen politischen Ebenen ÖDler überproportional stark vertreten und unsere Politik wird von Sozialpädagogen, Verwaltungsjuristen und Grundschullehrern gemacht. Drastischer ausgedrückt: Der öffentliche Dienst einschließlich der öffentlich-rechtlichen Organisationen hat sich diesen Staat zur Beute gemacht. Entsprechend sehen viele politische Entscheidungen aus.

Ich beschwere mich darüber. Viele andere tun es auch. Solche Beschwerden sind aber nur Rohrkrepierer. Jeder hat es in der Hand, sich im Gemeinderat zu engagieren. Das müssen nur genug Menschen machen und bald wären auch Kreis- und Landtage endlich anders besetzt.

Gruß
Wolfgang

das meiste wäre wohl bei den Pharmafirmen zu holen, nur müsste
man dann das gesamte kapitalistische Gesundheitssystem
aushebeln, was je die Politiker als aller letztes wollen.

Wenn das Gesundheitssystem kapitalistisch organisiert wäre, dann hätten wir da ganz andere Probleme als heute. Ich würd mal sagen schlimmere, denn dann würde da mal richtig Geld verdient werden, aber die Hälfte der Patienten bliebe auf der Strecke.

voll der Experte ;- )

Genau.

Gruß,
Christian

Hallo Rainer,

es dürfte u bestritten sein, dass das Einsparpotential bei der Verwaltung der Krankenkassen sehr hoch ist. Unbestritten dürfte auch sein, dass die Pharmazie ( ich meine nicht die Apotheken, sondern die Hersteller) sehr gut am System verdienen. Nur wird weder die SPD noch die CDU an dieses Problem gehen solange sie aus diesen Kreisen Wahlkampfgelder erhalten oder bei den Krankenkassen Posten erhalten.

Auch der Zahnersatz trägt eindeutig die Handschrift der privaten Versicherer, in deren Vorständen genug CDU-ler sitzen.

es gin beiden Verhandlungspartnern und beiden verantwortlichen
Parteien nebst ihren Satelitten ( CSU,FDP und Grüne) nie um
eine reform. Es einzig und allein daraum, die
Krankenkassenbeiträge im Interesse der Industrie nach unten zu
korrigieren. es besteht offenavbr - mit Ausnahme der PDS - im
Bundestag bei allen Parteien der Standpunkt, das Klientel
nicht zu verärgern und eher den Bürger abzuzocken als den
Verbänden und Lobbies an den Kragen zu gehen. Die Parteien
leben - fast alle - auch die Grünen - von den Schmiergeldern
der Pharmazie, der Verbände und Klientelgruppen.

Toll, was Du so erzählst.
Ich bin Apotheker, mir nimmt die Reform durch Zwangsrabatte an
die Kassen 50 Prozent meines Einkommens weg.
Das könnte man auch Enteignung nennen.
Jetzt sag nicht, die verdienen sowieso zu viel, das Geld
verdient ein höherer Beamter auch, der schafft aber keine
Arbeitsplätze.

Ich werde einem Apotheker sein Einkommen nicht neiden. Mein Apotheker ersetzt mir in vielen Fällen meinen Hausarzt. Oder noch krasser. In manchen Fällen erhalte ich nicht das verschriebene Medikamten und der Hausarzt muss das Rezept ändern, weil er bei der Zusammensetzung der Chemie wesentlich Faktoren nicht beachtet hat, die jedoch Einfluss auf - in meinem Fall CellCept und Sandimmun ( nach HTX) haben.

Lobby?
Die haben doch wohl eher die Krankenkassen, so lange die AOK
noch 14 Monatsgehälter pro Jahr bezahlt, kann es ihr so
schlecht nicht gehen.
Aber da traut man sich nicht ran, bei den Krankenkassen wäre
viel sehr Geld zu holen, wenn die gezwungen wären,
wirtschaftlich zu arbeiten.

Wir sind hier einer Meinung.

Da werden zig Millionen verschwendet für aufgeblähte
Verwaltung, die Verwaltungskosten sind genau so hoch wie die
Ausgaben für Medikamente.
Die Privaten machen es ja vor, dass man dabei noch Geld
verdienen kann.

Der Vergleich mit den Privaten ist vielleicht nicht immer glücklich. Die Privaten haben meist jüngere Mitglieder und zudem auch solche, die schon von Berufs wegen kaum kranken sein wollen. Ausserdem haben die Privaten keine Sozialhilfeempfänger, keine Aus- und Übersiedler und keine Asylberechtigten. Unsere AOK verlangt z.B. 50 EURO für Sozialhilfeempfänger im Monat pauschal. Die Höhe der Sozialhilfe spielt keine Rolle. Bekanntlich dürfen und können Ärzte hier sogar wie bei Privatpatienten abrechnen. Was die Krankenkasse nicht zahlt, zahlt das Sozialamt.

Aber solange ein Politiker mit einem gut dotierten Posten bei
den Krankenkassen rechnen kann, wenns bei der nächsten Wahl
nicht klappt, will man da gar nichts einsparen, könnte ja die
eigene Brieftasche betreffen, die ist natürlich sacrosanct.
Sparen sollen gefälligst die Steuerzahler, die haben es ja
nicht anders verdient, die haben die Leute ja gewählt .

Leider ist dem so.

Gruss Günter

Moin,
gestern abend in Report Maiz:
http://www.swr.de/report/aktuell/index.html

Tod im Brutkasten? -
Neues Gesetz gefährdet Frühgeborene

mir standen die Haare zu Berge.
cu
schnorz

Guten Morgen Wolfgang!

Was sollte auch anders zu erwarten gewesen sein, als die „Reförmchen“ wiedermal durch Umverteilung von unten nach oben zu organisieren. Wie ich sagte, ist dieses ganze Gesellaschaftssystem unmöglich zum besseren reformierbar. Wer es versuchen sollte, endet wie Kennedy, Rohwedder oder Kelly. Die Regierung ist nur noch ein Lobbyvertreter der Kapitaloligarchen. Dazu bestimmt, dem Volk beizubringen, wie die Umverteilung von unten nach oben verträglich wird. Dabei verzichtet man selbstverständlich nicht auf den selbsteingerichteten Staatssozialismus mit all seinen Krankenkassen & Co.

Die Krankenreform kann man aber auch umdeuten. Nicht, dass die Patienten jetzt mehr für ihre Gesundheit tun müssen, nein, sie zahlen jetzt nur dafür, dass die Ärs*he der in den Krankenkassen angestellten nicht schmaler werden müssen. Um Wirtschaftlichkeit geht es dabei mitnichten. Wie auch? Wer effizienter Zettel sortiert?

Wie du schon sagst: Der Staat, also auch dein „Hintern“, ist zum Selbstbedieninungsladen für die geworden, die darauf zugreifen können. Dabei spielt es keine Rolle mehr, wer das im einzelnen ist. Von CDU bis PDS.
Man kommt wahrscheinlich eher darauf, Anwärter auf Krankenleidstungen umzudefinieren. Warum Leute ohne Geld eigentlich noch als Menschen betrachten? So wertvoll wie zahlende sind sie ja per neuester Gesetze eh nicht mehr. Warum nicht kurzerhand Leute ohne eigenes Geld als Tiere bezeichnen? Spart den Krankenkassen unheimlich viel Kohle.

Wie sieht die Zukunft aus? Demnächst ein Beitrags-Prozentchen
herunter, um bald die Kosten der Krankenversicherung auf 20 %
des Bruttolohns oder noch weit mehr steigen zu lassen?

Ach nein, 25%, 30%, 35%. sonst würde es ja garnicht weh genug tun.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Du scheinst zu übersehen, dass die gegen das Volk gerichtete Politik fast ausschliesslich von PolitikerInnen vertreten wird, die ehemals in der sozialistischen Mühle des Staatssozialismus SED ausgebildet wurden. Beinahe alle dieser Neidpolitiker, die in ihrem Leben kaum etwas mehr geleistet haben als Revolution zu spielen - und zwar quer durch alle Parteien - kommen aus der EX-DDR. Wer als Westler die Politik dieser Abgeordneten im Bundestag sich bis hin zu Merkel genau mal ansieht, muss sich fragen, was dieser Kreis gegen Honnecker hat, denn ihr Vorgehen und Verhalten übertrifft Honnecker und die Nomenklatur der SED-Führung.

Offensichtlich sind sozialistische Lehren dazu da, Mitmenschen zu seinen Gunsten abzukassieren und sich Vorteile zu verschaffen, die dem gemeinen Volk nicht gewährt werden sollen.

Was sollte auch anders zu erwarten gewesen sein, als die
„Reförmchen“ wiedermal durch Umverteilung von unten nach oben
zu organisieren. Wie ich sagte, ist dieses ganze
Gesellaschaftssystem unmöglich zum besseren reformierbar.

siehe oben. Die Wegbegleiter dieser Aktionen sind Altkommunisten und Sozialisten, die mal schnell nach der Maueröffnung „rüber gemacht haben“ in andere Parteien.

Wer

es versuchen sollte, endet wie Kennedy, Rohwedder oder Kelly.
Die Regierung ist nur noch ein Lobbyvertreter der
Kapitaloligarchen.

Schmarren

Wie sieht die Zukunft aus? Demnächst ein Beitrags-Prozentchen
herunter, um bald die Kosten der Krankenversicherung auf 20 %
des Bruttolohns oder noch weit mehr steigen zu lassen?

Nach Harald Schmidt: Nie krank werden und spätestens ein Tag vor der Rente sich ein Auto kaufen und mit diesem an die Wand fahren.

Nur dann bist Du ein guter Bürger. Und wenn Du reklamierst, das linke Pack bei den Grünen, insbesondere jenes, das sich früher in der FDJ tummelte hat doch die größte Klappe, wenn es um das Sparen beim Volk geht.

GRuss Günter

Hallo Günter,

Du scheinst zu übersehen, dass die gegen das Volk gerichtete
Politik fast ausschliesslich von PolitikerInnen vertreten
wird, die ehemals in der sozialistischen Mühle des
Staatssozialismus SED ausgebildet wurden. Beinahe alle dieser
Neidpolitiker, die in ihrem Leben kaum etwas mehr geleistet
haben als Revolution zu spielen - und zwar quer durch alle
Parteien - kommen aus der EX-DDR. Wer als Westler die Politik
dieser Abgeordneten im Bundestag sich bis hin zu Merkel genau
mal ansieht, muss sich fragen, was dieser Kreis gegen
Honnecker hat, denn ihr Vorgehen und Verhalten übertrifft
Honnecker und die Nomenklatur der SED-Führung.

Wird das jetzt ein an mich gerichteter Vorwurf? Der geht dann aber voll daneben.
Wo sind Schmidt und Seehofer aus dem Osten? Wenn hier überhaupt einer mit einer Meldung auftritt aus dem Osten, ist es Merkel und Thierse. Mehr sind mir bislang nicht aufgefallen.

Offensichtlich sind sozialistische Lehren dazu da, Mitmenschen
zu seinen Gunsten abzukassieren und sich Vorteile zu
verschaffen, die dem gemeinen Volk nicht gewährt werden
sollen.

Ja selbstverständlich ist das so. Was meinst, wieso ich hier hartnäckig jederzeit auf Marx verweise? Bei dem ist „Sozialismus“ keine eigenständige Gesellschaftsordnung sondern eine Bewegung innerhalb der bürgerlichen Gesellschafrt, das Gegenteil der kapitalistischen Bewegung. Gegensätze, die sich gegenseitig durchdringen. http://www.mlwerke.de/me/me19/me19_177.htm
Die eigenständige Gesellschaftsordnung war eine Erfindung von Lenin, angewandt als Entwicklung auf einen rückständigen Agrarstaat.

Was sollte auch anders zu erwarten gewesen sein, als die
„Reförmchen“ wiedermal durch Umverteilung von unten nach oben
zu organisieren. Wie ich sagte, ist dieses ganze
Gesellaschaftssystem unmöglich zum besseren reformierbar.

siehe oben. Die Wegbegleiter dieser Aktionen sind
Altkommunisten und Sozialisten, die mal schnell nach der
Maueröffnung „rüber gemacht haben“ in andere Parteien.

Dito. Was sich hier „Kommunisten“ schimpft, sind auch nur welche des Namens nach. Wieder der Verweis zu Marx: unter Kommunismus verstand er als Gegenbewegung zur bürgerlichen Gesellschaft. Die Begriffe sind so pervertiert worden wie der Begriff „Reform“.

Wer
es versuchen sollte, endet wie Kennedy, Rohwedder oder Kelly.
Die Regierung ist nur noch ein Lobbyvertreter der
Kapitaloligarchen.

Schmarren

Na wessen Vertreter denn dann? 80% der Bevölkerung vertreten sie garantiert nicht.

Wie sieht die Zukunft aus? Demnächst ein Beitrags-Prozentchen
herunter, um bald die Kosten der Krankenversicherung auf 20 %
des Bruttolohns oder noch weit mehr steigen zu lassen?

Nach Harald Schmidt: Nie krank werden und spätestens ein Tag
vor der Rente sich ein Auto kaufen und mit diesem an die Wand
fahren.

Nur dann bist Du ein guter Bürger. Und wenn Du reklamierst,
das linke Pack bei den Grünen, insbesondere jenes, das sich
früher in der FDJ tummelte hat doch die größte Klappe, wenn es
um das Sparen beim Volk geht.

Dann bleib aber bei den Fakten: gegen linke Revisionisten habe ich durchaus auch etwas. Da sind aber alle von CDU bis PDS auf einer Linie anzutreffen, vielleicht in verschiedenen Farbnuancen.

Gruß
Frank

Hallo Wolfgang!

Genau dieser Punkt läßt mich manchmal still werden.

Sonst nichts?
Möchte mal Dein Gejaule hören, wenn man Dein Einkommen um 50 Prozent reduziert.
Gruss
Rainer

Apothekenschwemme
Hallo Rainer,

Toll, was Du so erzählst.
Ich bin Apotheker, mir nimmt die Reform durch Zwangsrabatte an
die Kassen 50 Prozent meines Einkommens weg.

bei allem Verständnis für Dein persönliches Problem: Die Apotheken mit ihren Lohnkosten, Mieten und Steuern wollen alle auch vom Gesundheitssystem bezahlt werden.

In Düsseldorf gibt es rund 200 Apotheken. Da ist die Frage, ob das vor dem Hintergrund, daß es rd. 40 Bäckereien (zzgl. brotverkaufender Einzelhandel) in DDorf gibt, auch nur in Ansätzen gerechtfertigt ist.

Je nachdem wie ich meinen 400 Meter langen Weg zur Arbeit wähle, komme ich an 3 Apotheken entlang. Ich kenne Stellen in DDorf, da erreicht man im Umkreis von 50 Metern 4 Apotheken. Alle diese schneiden sich einen Teil vom Kuchen ab. So ungern ich so etwas sage: Da muß ein riesiges und teures Überangebot rigoros bereinigt werden, das derzeit von jedem einzelnen Beitragszahler mitbezahlt wird.

Gruß,
Christian

Hallo Rainer,

Toll, was Du so erzählst.
Ich bin Apotheker, mir nimmt die Reform durch Zwangsrabatte an
die Kassen 50 Prozent meines Einkommens weg.

bei allem Verständnis für Dein persönliches Problem: Die
Apotheken mit ihren Lohnkosten, Mieten und Steuern wollen alle
auch vom Gesundheitssystem bezahlt werden.

In Düsseldorf gibt es rund 200 Apotheken. Da ist die Frage, ob
das vor dem Hintergrund, daß es rd. 40 Bäckereien (zzgl.
brotverkaufender Einzelhandel) in DDorf gibt, auch nur in
Ansätzen gerechtfertigt ist.

Hallo Christian
und wenn es nur eine Apotheke gäbe, was würde für die Krankenversicherung billiger?
Nichts!
Die Krankenkassen bezahlen die Rezepte, in wieviel Apotheken die eingelöst werden, spielt keine Rolle.
Hättest Du aber auch selbst drauf kommen können :smile:
*wink*
Rainer

eben
Moin,

Hallo Christian
und wenn es nur eine Apotheke gäbe, was würde für die
Krankenversicherung billiger?
Nichts!
Die Krankenkassen bezahlen die Rezepte, in wieviel Apotheken
die eingelöst werden, spielt keine Rolle.
Hättest Du aber auch selbst drauf kommen können :smile:

darf ich darauf hinweisen, daß 20.000 Apotheken mehr kosten als 10.000 Apotheken? Insofern würde sich diese Kosteneinsparung an irgendeiner Stelle des Gesundheitssystems bemerkbar machen.

Gruß,
Christian

darf ich darauf hinweisen, daß 20.000 Apotheken mehr kosten
als 10.000 Apotheken?

Wen kosten die mehr?
Die Krankenkassen nicht, den Staat auch nicht.
Im Gegenteil, das sind über Hunderttausend Angestellte, die Steuer und natürlich Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.
Die willst Du abschaffen?
Seltsame Logik, dann haben die Krankenkassen noch weniger Einnahmen.
Gruß
Rainer

leider…

darf ich darauf hinweisen, daß 20.000 Apotheken mehr kosten
als 10.000 Apotheken?

Wen kosten die mehr?

Das Gesundheitssystem und damit letztlich das Geld der Versicherten und der Unternehmen.

Um es ganz einfach zu sagen: Von irgendjemandem werden die Menschen, wird die Miete etc. bezahlt. Wenn Du mir sagst, daß das nicht das die Krankenkassen bezahlen, würde ich gerne wissen, wer das dann macht.

Im Gegenteil, das sind über Hunderttausend Angestellte, die
Steuer und natürlich Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.
Die willst Du abschaffen?
Seltsame Logik, dann haben die Krankenkassen noch weniger
Einnahmen.

Hm, die Menschen werden aus Krankenkassengeldern bezahlt. Damit die Krankenkassen mehr Geld haben, sollen also Menschen bezahlt werden, deren Arbeit, so hart es klingt, überflüssig ist. Irgendwie erinnert mich das sehr an den real vegetierenden Sozialismus.

Im Klartext: Die Generierung von Einnahmen für die Krankenkassen kann nicht das primäre Ziel von Arbeitsplätzen sein, denn von den erwirtschafteten Beiträgen geht Geld durch die Verwaltung verloren, der Wirkungsgrad ist volkswirtschaftlich geringer, als wenn das Geld für die dahinterstehenden Ausgaben gar nicht erst erbracht werden müßte.

Irgendwo muß das Geld herkommen, das sollte klar sein. Woher also kommt es, wenn nicht von den Krankenkassen?

Der Rückgang der Einnahmen ist genau das Regulativ, das in dem System bisher gefehlt hat. Rückläufige Einnahmen führen zu Pleiten, die im „normalen“ Wirtschaftssystem normal sind und den Markt bereinigen. Der ist im Gesundheitssystem völlig ausghebelt, weil jeder soviel bekommt, wie er braucht. Das genau ist das Problem. Überflüssige Ärzte, Apotheken und Krankenkassenmitarbeiter zu bezahlen bürdet den gesetzlich Versicherten (und damit nicht mir, insofern brauchst Du mir Eigeninteresse nicht zu unterstellen) und den Unternehmen immer höhere Beiträge auf. Wenn dieser Kreislauf nicht gestoppt wird, wird das System zusammenbrechen. Der Markt muß auch hier her. Dazu verweise ich auf meine letzten Beiträge in Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Nicht böse sein, ich will niemandem persönlich an die Karre fahren, wa sich hier von mir gebe, ist global gemeint. Tatsache ist aber, daß das System so auf Dauer nicht mehr funktionieren kann.

Beste Grüße,
Christian

Hallo,
ich helfe auch mal rechnen. :smile:
Ich mache dazu ein Beispiel mit absurden Zahlen.

In zwei Apotheken werden täglich 100 Medikamentenpackungen verkauft. Stückpreis 10 Mark. Die Apotheke verdient davon 10%. (wird wohl mehr sein, macht aber nix).
Der Apoteheker beschäftigt 10 Leute, die jeder 1 Mark bekommen, 10 Mark kostet die Apotheke selbst.

Nun schließt eine der beiden Apotheken. :smile:

In der verbliebenen Apotheke danach:
Umsatz 200, Personalkosten und das Gebäude bleiben gleich, der Apotheker ist nicht normal und mit seinem Einkommen zufrieden. Dann sinkt der Stückpreis von 10 auf 9. Macht 10% Einsparung bei der Krankenkasse. Daß sich die Arbeit verdoppelt habe ich dabei natürlich außer Acht gelassen. :smile:

Noch ein kleiner Kommentar zu ganz oben:

:der schafft keine Arbeitsplätze.

Ein Unternehmer tut das auch nicht! Das macht der Bedarf. Die Arbeit muß gemacht werden und weil der Unternehmer nicht alles selbst machen kann, läßt er seine Arbeit von anderen erledigen und steckt den Gewinn ein. Wenn wir davon abhängig wären, daß ein Unternehmer Arbeitsplätze schafft, nur damit es die gibt, dann gäbe es gar keine. Arbeitsplätze entstehen da, wo ein Unternehmer Geld damit verdienen kann jemanden für sich arbeiten zu lassen. Das Gerücht vom SCHAFFEN von Arbeitsplätzen kann ich nicht mehr hören.

cu Realsharkie