Bonusmeilen

Ich versteh nicht ganz, wo das Problem liegt. Fliegen die Abgeordneten umsonst oder warum dürfen die ihre dienstlichen Meilen nicht privat nutzen?

Und davon abgesehen: Von mir aus könnten die Bahnfahren und fliegen soviel und so umsonst wie sie lustig sind - solange sie ihre Arbeit vernünftig machen (jaja, da haperts manchmal, schon klar) - mich würde mal interessieren, wie das in andern (westlichen, demokratischen) Länder gehandhabt wird.

Hallo Lars,

es gibt einen Beschluss des Ältestenrates des Bundestages aus dem Jahr 1997, nachdem gesammelte Bonusmeilen wieder für dienstliche Reisen dem Parlament zur Verfügung gestellt werden müssen. Hier kann einfach gespart werden, aber „Saubermänner“ wie Gysi und Özdemir scheren sich darum einen Dreck. Nach dem Motto „Wenn ich erwischt werde stelle ich mich dumm bzw. spende etwas und alles ist wieder in Ordnung“.
In vielen Firmen ist eine „Firmen Miles and More Karte“ üblich und wenn Du die nicht benutzt, sondern Deine eigene, ist dies ein Kündigungsgrund.
Was mich besonders stört, ist dass sich die Abgeordneten an ihre selbst auferlegten Vorschriften nicht halten.

Gruß, Joe
dernichtweisswieesinandereneuropäischenländerngeregeltist

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Geldwerter Vorteil
Hi Lars,

da die Flüge der Herrschaften von der „Firma“ bezahlt wurden gehören auch die angesammelten Meilden für ebendiese Flüge der „Firma“.

Bye
Rolf

Ich versteh nicht ganz, wo das Problem liegt. Fliegen die
Abgeordneten umsonst oder warum dürfen die ihre dienstlichen
Meilen nicht privat nutzen?

Ich formuliere das noch ein wenig anders, als es meine Vorredner taten: Die Bonusmeilen sind Rabatte für Vielflieger. Die Meilen selber einzustreichen, ist analog dazu zu sehen, daß sich ein Bundestagsabgeordneter die Hotelrabatte, die der Bundestag hier und da ausgehandelt hat, bar einzustreicht und in der Hotelbar verfeiert.

Die Meilen sind bares Geld und schlichtweg nicht des Bundestagsabgeordneten Eigentum.

Gruß
Christian

P.S.
Frag mal den guten Rolf, was der zu dem Thema zu erzählen hat.

Hiho,

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,195326,00.html

Mehr sog i ned

Rolf

Tag Rolf,

Mehr sog i ned

schade. Ich dachte da mehr so an die Geschichten, daß sich Mitarbeiter von Unternehmen einen teureren Lufthanseflug wünschen, weil es da die Pünktchen gibt, die man dann anschließend prima privat nutzen kann.

Naja, dann erzählt es eben keiner.

Gruß
Christian

Hallo Rolf,

das ist zwar im Prinzip richtig, aber die Praxis in der freien Wirtschaft sieht doch etwas anders aus. Üblich ist da eigentlich , dass dienstlich erworbenen Meilen privat genutzt werden. Deswegen ist ja gerade aus der Wirtschaft zu diesem Thema kein Sterbenswörtchen zu hören. Das ist für die so üblich, dass es als „Vergehen“ noch unter Falschparken steht.

Gruß
Michael

Hi,

Mitglieder des Bundetages dürfen sich seit 5 Jahren an dem Lufthans-Programm „Miles and More“ beteiligen.

Die auf Dienstreisen gesammelten Punkte müsse jedoch nach strengen Regeln wieder für Dienstreisen eingesetzt werden. Bei Abgeordneten dient die „Miles and More-Karte“ zur Einsparung von Steuergeldern.

Hier kann ein Anfangsverdacht von Untreue gegeben sein. Man wird abwarten müssen, wie mutig die StA Berlin ist.

Gruss Günter

Ich versteh nicht ganz, wo das Problem liegt. Fliegen die
Abgeordneten umsonst oder warum dürfen die ihre dienstlichen
Meilen nicht privat nutzen?

Dienstreisen werden natürlich vom Staat gezahlt. Da der Staat die Kosten trägt, hat er rechtlich Anspruch auf Vergünstigungen, die durch die Zahlung entstehen. „Miles and More“ Punkte in Privatunternehmen, ob die Flugreise direkt oder über Spesen abgerechnet wird, gehören auch dem Unternehmen.

Und davon abgesehen: Von mir aus könnten die Bahnfahren und
fliegen soviel und so umsonst wie sie lustig sind - solange
sie ihre Arbeit vernünftig machen (jaja, da haperts manchmal,
schon klar) - mich würde mal interessieren, wie das in andern
(westlichen, demokratischen) Länder gehandhabt wird.

Dies wäre natürlich eine Logik. Die Flugunternehmen rechnen direkt mit der Bundestagsverwaltung ab. Ebenso die Bundesbahn. Nur - was in jeden anderem Beruf üblich ist, dass jemand nachweisen muss, warum er eine Dienstreise benötigt, müsste er dann jede Reise begründen und von der Bundestagsverwaltung genehmigen lassen. Wie man bei Özdemir sieht, wäre es ein Vorteil, denn dann könnte man keine Freunde und Autohändler in die Türkei fliegen lassen. Und selbstverständlich müsste Gysi nachweisen, weshalb er einen Flug nach Kuba hat, während er in DE ist. Und andere werden folgen.

Dies ist nur der Anfang. Ich bin überzeugt, dass quer durch alle Parteien dieses System erfolgreich funktioniert, weil jeder in jeder Partei den anderen und dessen Verwandtschaft deckt.

Nur wer in einem Landtag, in dem Bundestag von dem Regierungschef für vogelfrei erklärt wird, wird geopfert. Hier erhält die Presse dann auch intern die Infos. Ist es nicht ein sehr merkwürdiger Zufall, wie sich Özdemir gegen Mezger in BW auf die Landesliste setzen liess und Mezger einer der ersten war, der sich umgehend geäussert hat.

Zwar müssen heute schon Dienstreisen genehmigt werden, aber mir scheint, unter Thierse ist, ausserhalb der Parteispenden, denn hier hatte er keine Wahl, ohne öffentliches Aufsehen, der Laden nicht nur lasch geführt. Herbert Wehner würden wohl sagen " Der Mann badet lau".

Gruss Günter

Hallo Michael,

richtig ist schon, dass viele Unternehmen es erlauben, dass Mitarbeiter ( in den oberen Etagen ) das Bonus-System auch für Angehörige nutzen. Während durchaus Mitarbeiter in anderen Ebenen diese Bonus-Punkte dem Unternehmen zur Verfügung stellen müssen. Hier kommt es durchaus nach erfolgten früheren Abmahnungen zu Kündigungen, wenn Mitarbeiter Bonus-Punkte der Firma privat verwenden.

Es ist eben nicht üblich, dass in der Wirtschaft das Unternehmen betrogen wird. Vielleicht gilt das für einige Unternehmen, aber nicht für die Unternehmen.

Die Bonuspunkte sind natürlich, wenn sie privat genutzt werden, die aber aus dienstlichen Gründen entstanden sind, geldwerte Vorteile. Wer aber soll das prüfen ?

das ist zwar im Prinzip richtig, aber die Praxis in der freien
Wirtschaft sieht doch etwas anders aus. Üblich ist da
eigentlich , dass dienstlich erworbenen Meilen privat genutzt
werden. Deswegen ist ja gerade aus der Wirtschaft zu diesem
Thema kein Sterbenswörtchen zu hören. Das ist für die so
üblich, dass es als „Vergehen“ noch unter Falschparken steht.

Ich kenne Unternehmen, die haben mir auf Dienstreise nicht einmal das Ticket für Falschparken bezahlt.

Gruss Günter

Hallo Günter,

(…)

Die Bonuspunkte sind natürlich, wenn sie privat genutzt
werden, die aber aus dienstlichen Gründen entstanden sind,
geldwerte Vorteile. Wer aber soll das prüfen ?

ist das wirklich so?
Bsp.: In unserer Firma GIBT ES KEINE Miles and More Karte. Wenn ich mir eine private Karte zulege und sie beim einchecken vorzeige, kann weder mir, noch meiner Firma Nachteile entstehen (so hoffe ich wenigstens).
Da ich meine Karte dienstlich und privat „auflade“, ist ein nachvollziehen ohnehin sehr schwierig.

Gruß, Joe

Hallo, Jörg.

Bsp.: In unserer Firma GIBT ES KEINE Miles and More Karte.
Wenn ich mir eine private Karte zulege und sie beim einchecken
vorzeige, kann weder mir, noch meiner Firma Nachteile
entstehen (so hoffe ich wenigstens).

Du selbst könntest davon den Nachteil haben, dass Dein zuständiges Finanzamt Dir ganz pauschal einen geldwerten Vorteil aufs Auge drückt. Schließlich hast Du - berechtigt oder nicht - Leistungen zu Sonderkonditionen erhalten, und es gibt durchaus Urteile, dass dies ein zu versteuernder Einkommensbestandteil ist. So geschehen mir selbst im Jahre des Herrn Akopads (ich glaube 1996) mit einer privaten BahnCard, die ich auch zu Dienstreisen eingesetzt habe. Mein AG sparte dadurch gegenüber dem Großkundenabo und mir war’s egal - bis ich den Steuerbescheid erhielt. MAch Dich mal beim Steuerberater schlau,

rät kw

danke erstmal an alle…
denn von bonusmeilen hab ich bis jetzt nicht viel verstanden.

bleibt noch die frage, wie das mit dem reise-etat der abgeordneten in andern ländern aussieht - ich mein, der us-präsident hat immerhin ein eigenes flugzeug…

gruss

Hallo kw,

Du selbst könntest davon den Nachteil haben, dass Dein
zuständiges Finanzamt Dir ganz pauschal einen geldwerten
Vorteil aufs Auge drückt. Schließlich hast Du - berechtigt
oder nicht - Leistungen zu Sonderkonditionen erhalten, und es
gibt durchaus Urteile, dass dies ein zu versteuernder
Einkommensbestandteil ist. So geschehen mir selbst im Jahre
des Herrn Akopads (ich glaube 1996) mit einer privaten
BahnCard, die ich auch zu Dienstreisen eingesetzt habe. Mein
AG sparte dadurch gegenüber dem Großkundenabo und mir war’s
egal - bis ich den Steuerbescheid erhielt. MAch Dich mal beim
Steuerberater schlau,

ich dachte dies wäre nur der Fall, wenn die Firma diese Vergünstigung schenkt bzw. fördert. Aber ich habe mich ja selbst um die M&M Karte gekümmert. Man lernt immer noch dazu.

Na ja, ist nur eine theoretische Diskussion und Jörg Filzinger ist nur mein Künstlername :smile:

Gruß und dank,
Joe

Hallo Jörg,

Die Bonuspunkte sind natürlich, wenn sie privat genutzt
werden, die aber aus dienstlichen Gründen entstanden sind,
geldwerte Vorteile. Wer aber soll das prüfen ?

ist das wirklich so?
Bsp.: In unserer Firma GIBT ES KEINE Miles and More Karte.

Es ging hier um Karten, die das Unternehmen zur Verfügung stellt und über die abgerechnet wird. Mit Deiner privaten Karten kannst Du tun und lassen was Du willst. Es gilt letztlich Deine Abrechnung und der Beleg der Reisekosten.

Gruss Günter

Wenn ich mir eine private Karte zulege und sie beim einchecken
vorzeige, kann weder mir, noch meiner Firma Nachteile
entstehen (so hoffe ich wenigstens).
Da ich meine Karte dienstlich und privat „auflade“, ist ein
nachvollziehen ohnehin sehr schwierig.

Gruß, Joe

Hallo Lars,

denn von bonusmeilen hab ich bis jetzt nicht viel verstanden.

bleibt noch die frage, wie das mit dem reise-etat der
abgeordneten in andern ländern aussieht - ich mein, der
us-präsident hat immerhin ein eigenes flugzeug…

die Bundesregierung hat auch einen Luftwaffenjet, ABER rechne Dir mal aus, wie viele Fraktionsvorsitztende, Ausschussvorsitztende, Minister und Staatssekretäre wir haben bzw. uns leisten…
Dafür bräuchten wir mindestens die Condorflotte, wenn nicht gar die der Lufthansa.

Gruß, Joe