Boot-Probleme mit Laptop

Hallo!

Ich weiss nicht, ob ich mich im richtigen Forum befinde, aber ich versuch’s trotzdem mal.
Es gibt ein Boot-Problem mit einem Laptop. Ich gebe einfach mal ein paar Informationen durch, damit das Problem so weit wie möglich eingekreist werden kann.

Es handelt sich um ein Laptop mit:

CPU: 266 MHz AMD-K6
RAM: 32 MB
CD-ROM: TEAC CD-220EA 1.0A
Hard-Disk: Toshiba 2167 MB
Video-Chipset: Trident Cyber 9385, 2 MB RAM
System-BIOS: Version 1.01.26 05-25, Date 03/04/98
Keyboard-BIOS: Version 1.04.01.28

Was ist passiert? Auf dem Rechner war Windows95 installiert, die Festplatte war partitioniert, allerdings nur in zwei Teile. Der groesste Teil hatte ein FAT32-Dateisystem und der zweite Teil, der nur aus 11 Zylindern bestand, hatte irgendwas OS/2-artiges als Dateisystem.
Um Linux zu installieren, habe ich den Rechner mit einer Linux-Bootdiskette gestartet und dann alles befolgt bis zur Neuanfertigung der Partitionstabelle. Ich habe die Festplatte in mehrere Teile gesplittet. Nach vorheriger Defragmentierung des Windows95 habe ich die FAT32-Partition auf 1 GB verkleinert, ihr die gleichen Bezeichnungen verpasst, wie ursprünglich vom Linux-Setup detektiert. Den zweiten Teil habe ich so partitioniert, wie im Handbuch vorgeschlagen. Anschliessend ist ganz normal über YAST die Installation der Pakete vorgenommen worden. Im Eifer des Gefechts habe ich die Installation des LILO zugelassen ohne diesen konfiguriert zu haben. Nach Beendigung der Linux-Installation wollte ich den Rechner per Boot-Diskette neu starten. Zunaechst wollte ich feststellen, was noch vom Windows uebriggeblieben ist. Wenn dieses durch die Neupartitionierung zerstoert worden waere, so waere das egal gewesen, ich haette dann aus dem Laptop einen reinen Linux-Rechner gemacht. Also, ich hab die Bootdiskette fuer Win95 reingeschoben und nach einiger Zeit des Nachdenkens seitens der CPU wollte er die Lage des Befehlsinterpreters COMMAND.COM wissen. Ihm dieses mitzuteilen ist allerdings mehrfach fehlgeschlagen, bis irgendwann als Meldung nur noch folgendes kam:

Booting from Floppy Disk

E/A-Fehler
Datentraeger wechseln und Taste druecken

Beim anschliessenden Boot-Versuch per Linux-Bootdiskette kam folgende Meldung:

Booting from Floppy Disk

SYSLINUX 1.48 0x38ca21aa (ca. 4 Sekunden Pause) Boot failed

Ein Booten ueber CD-ROM ist leider nicht moeglich, weil das CD-ROM-Laufwerk im BIOS nicht in der Bootsequenz vorgesehen ist. Wenn ich nur von der Festplatte booten will, erscheint folgende Meldung:

This ist not a bootable disk. Please insert a bootable floppy and press any key to try again…

Die Fragen, die sich mir stellen, sind die:
Handelt es sich um ein Hardware-Problem in Form eines defekten Diskettenlaufwerks?
Ist es der mit dem LILO ueberschriebene MBR der Festplatte?
Gibt es irgendeine Moeglichkeit, die Festplatte ihre Vergangenheit vergessen zu machen?
Liegt der Fehler ganz woanders?
Was muss ich anstellen, damit ich wieder ueber Floppy booten kann?

Alle Bootdisketten habe ich auf anderen Rechnern getestet und sie funktionierten tadellos. Auch ein Booten mit Original-MS-DOS6.2-Installationsdisketten ist mit der gleichen Meldung wie oben beschrieben gescheitert.

Vielen Dank schon mal fuer Eure Bemuehungen!

Verzweifelt, weil fremdes Geraet,

Guido Voss

Hallo Guido,

für mich sieht es so aus, als ob das FDD ein Problem hat.
Folgendes kannst Du probieren, um die Platte wieder hinzukriegen.

Besorge Dir einen Adapter, um die Notebookplatte an einen normalen Rechner per IDE
anzuschliessen. Dann versuch einfach mal, ob die Platte anbootet.
Wenn nicht, die Platte als zweite Platte ranhängen und von einer anderen booten.
Dann evtl. noch benötigte Daten herunterziehen und so weitermachen:

Versuchen, einen neuen Bootsektor auf die Platte zu bekommen.
Wenn das auch nicht klappt, kannst Du noch versuchen die Platte zu formatieren oder im notfall einen
Low-Level-Format (wenn das BIOS des anderen Rechners das unterstützt) ausführen.

Dann sollte die Platte auf jeden Fall wieder funktionieren.

Wenn nicht, dann weiss ich im moment auch nix mehr weiter.

Bernd

Hi Bernd!

Meinst Du mit Anschliessen an einen IDE-Rechner die Verbindung von COM1 zu COM1 mit Hilfe eines Nullmodemkabels? Wenn ja, das geht wohl nur, wenn auf beiden Rechnern ein funktionsfaehiges Betriebssystem laeuft. Wenn Du etwas anderes meinst, wuerde ich mich ueber eine etwas detailliertere Erklaerung freuen.
Ansonsten schon mal vielen Dank fuer Deine Antwort. Auch wenn es moeglicherweise nicht weiterhilft, aber ich hab schon mehrere Leute auf das Problem angesprochen und da sind schon einige dran verzweifelt. Insofern…
Danke und Gruss,

Guido

Hi Guido,

nochmal etwas detaillierter…

Die Platte im Notebook hat einen kleineren Anschluss (IDE), sodass Du sie nicht in einen normalen PC einsetzen kannst. Es gibt aber Adapter um den kleinen Anschluss der Notebookplatte auf den grossen des „standard“-PC umzusetzen.

Dann kannst Du die Platte in einen anderen, komplett funktionsfähigen, Rechner einbauen und versuchen sie da weiter zu bearbeiten…

Bernd

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