Boot-Trouble!

Hi,

ich hatte vor einigen Tagen mit meinem Studio-Rechner (Win 98SE, 2 Partitionen auf IBM-Deskstar 40 GB, 256 MB DDR-RAM, Elitegroup K7VTA 3.1 Board, GF 4 MX 440 blablabla…) eine 2 tägige Cubase 5.0 Aufnahme-Session getätigt.
Die Aufnahmen hatte ich auf die zweite Partition gelegt, welche nach o.g. Zeitraum bis auf 19% fragmentiert war.
Diesbezüglich ließ ich, wie gewohnt, das Programm „Defrag to Shutdown“ über Nacht laufen (ohne Hintergrund Tasks).
Am nächsten Tag zeigte mir „Norton Speed-Disk“ immernoch einen hohen Fragmentierungsgrad an.
Danach wollte ich mit letztgenannten Programm einen nochmaligen Defragmentierungsgang starten. Leider bekam ich eine Meldung in der Art „Es liegt ein Clusterproblem vor-bitte Norton Diskdoktor starten!“, was dann auch, ohne Surface-Test, tat. Nach einem kurzen Durchlauf wurde mir angezeigt, dass das Clusterproblem bereinigt sei.
Ich fuhr anschließend aus zeitlichen Gründen den PC herunter ohne Speed-Disk auszuführen.
Am darauffolgenden Tag ging der Ärger los! Nach einem Bootversuch der ersten Partition blieb diese nach Ablauf der Bios Initialisierung (Phoenix-Award) hängen.
Ein Bootversuch mit der zweiten Partition (Musikdaten), gesteuert durch den „XOSL-Bootmanager“, erbrachte ein gleiches Ergebnis.
Erschreckend und mir völlig unverständlich war zudem noch, dass ein Booten mit einer Notdiskette auch nicht funktionierte.
Bei allen Vorgängen erklang ein sich wiederholendes schabendes Geräusch von der Festplatte, und Ende.
In meiner Verzweifelung baute ich die „kranke“ Festplatte in meinen alten P II und siehe da, nachdem ich beim Booten etwas leicht mit einem Schraubenziehergriff an die Festplatte geklopft hatte, kam ich zumindest bis zur DOS-Eingabeaufforderung.
Anschließend ließ ich den Norton-Diskdoktor von der Notdiskette laufen. Nach einer stundenlangen Prozedur zeigte dieser an, dass einige Programme nicht korrekt auf den Windows- und Systemordner (1. Partition) zugreifen könnten bzw. einige Crossed-Links vorhanden seien.
Das Angebot, diese Probleme zu beheben, hatte ich mit einem OK abgetan.
Ergebnis und momentaner Stand der Dinge sind, das ich mit der ersten Partition gerade mal in die DOS-Eingabeaufforderung im abgesicherten Modus gelange. Alle anderen Bootversuche auf dieser Partition werden mir nach kurzer Zeit, witzigerweise, mit dem Screen „Sie können jetzt den Computer ausschalten“ quittiert.
Mit der zweiten Partition kann ich mittlerweile tadellos in die DOS-Eingabeaufforderung und dem Desktop im abgesicherten Modus booten. Sogar ein reguläres Booten auf den Win32 Desktop funktionierte, nach einer ganzen Weile und Mauszeigergeruckel, schon zweimal.
Leider bekam ich hier z.B. nach Öffnen des Arbeitsplatzes und der Systemsteuerung einen Crash.

Gibt es hier im Forum vielleicht einen „Doc“, der mir mitteilen kann, wie ich die letzten Probleme beheben könnte?

mit besten Grüssen,
Mintschi

Moin

Am darauffolgenden Tag ging der Ärger los! Nach einem
Bootversuch der ersten Partition blieb diese nach Ablauf der
Bios Initialisierung (Phoenix-Award) hängen.

Die Platte konnte also nicht mehr antworten, kein cluster-Problem.

Ein Bootversuch mit der zweiten Partition (Musikdaten),
gesteuert durch den „XOSL-Bootmanager“, erbrachte ein gleiches
Ergebnis.

? 2x windows installiert ? eins für jede Platte ?

Erschreckend und mir völlig unverständlich war zudem noch,
dass ein Booten mit einer Notdiskette auch nicht
funktionierte.

wenn eine HD nicht will nützt dir die beste Diskette nichts weil das BIOS gar nicht bis zu dem Punkt kommt.

Bei allen Vorgängen erklang ein sich wiederholendes schabendes
Geräusch von der Festplatte, und Ende.

rhythmisch, etwa 2-4 Hz für etwa 10-20 sek. ?

In meiner Verzweifelung baute ich die „kranke“ Festplatte in
meinen alten P II und siehe da, nachdem ich beim Booten etwas
leicht mit einem Schraubenziehergriff an die Festplatte
geklopft hatte,

ähmmm… das ist nicht die standart-vorgehensweise…

kam ich zumindest bis zur
DOS-Eingabeaufforderung.

Anschließend ließ ich den Norton-Diskdoktor von der
Notdiskette laufen. Nach einer stundenlangen Prozedur zeigte
dieser an, dass einige Programme nicht korrekt auf den
Windows- und Systemordner (1. Partition) zugreifen könnten
bzw. einige Crossed-Links vorhanden seien.

Im klartext die FAT ist am Ars***, wahrscheinlich durch einen Oberflächendefekt.

Das Angebot, diese Probleme zu beheben, hatte ich mit einem OK
abgetan.
Ergebnis und momentaner Stand der Dinge sind, das ich mit der
ersten Partition gerade mal in die DOS-Eingabeaufforderung im
abgesicherten Modus gelange. Alle anderen Bootversuche auf
dieser Partition werden mir nach kurzer Zeit, witzigerweise,
mit dem Screen „Sie können jetzt den Computer ausschalten“
quittiert.

Die Reaktion ist cool und gibt mir zu denken. wann hast du zuletzt nach viren gesucht ?

Mit der zweiten Partition kann ich mittlerweile tadellos in
die DOS-Eingabeaufforderung und dem Desktop im abgesicherten
Modus booten. Sogar ein reguläres Booten auf den Win32 Desktop
funktionierte, nach einer ganzen Weile und Mauszeigergeruckel,
schon zweimal.
Leider bekam ich hier z.B. nach Öffnen des Arbeitsplatzes und
der Systemsteuerung einen Crash.

wenn Das Ding die FAT der ersten Platte lesen kann, verstehe ich wieso. Ein komplett zerschossene FAT kann bei windows vieles auslösen. Crash ist da die Harmlose Variante.

Gibt es hier im Forum vielleicht einen „Doc“, der mir
mitteilen kann, wie ich die letzten Probleme beheben könnte?

Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen aber ich glaub nicht an eine Rettung. Die IBM-Platte hat wahrscheinlich einen Fehler in der Elektronik und ist ein Fall für die Garantie. Sie wird wahrscheinlich demnächst ganz den Geist aufgeben, also mach Backup’s solang du noch kannst. Die 2. Platte ist wahrscheinlich noch OK, und die windows-Probleme hängen mit der zerschossenen FAT auf der ersten Platte zusammen (1. HD ausbauen, testen).

wenns dich tröstet ich hatte auch eine IBM, allerdings eine DLTA. Es hat mit einem Aussetzter und FAT-Fehlern angefangen, nach 2 Stunden war die Platte ganz tot.

ein paar Ratschläge:

  • Starte auf keinen Fall eine defragmentierung
  • setz nur dann scandisk (Diskdoktor,…) ein wenn alle Dateien die du brauchts schon kopiert worden sind.
  • schreib nichts auf die Platte.
  • verschieb die Dateien beim Backup nicht, kopier sie nur (löschen einer Datei = um_schreiben_ der FAT).
  • versuch ein Backup unter Linux, und mounte die HD als read-only. (die last-time-accesed Zeit wird dann nicht geschrieben)

mein Vorgehen wäre jetzt:

  • Backup machen (und testen)
  • Partitionen löschen (alle)
  • IBM drive-tester runterladen und starten (Test dauert im Normalfall Tage).
  • wenn der nichts findet, Platte neu partitionieren und windows installieren…
  • wenn der etwas findet, (und wenns auch nur ein defektes Byte ist) zum Händler gehen und die Platte umtauschen, am besten gegen eine nicht-IBM-Platte.

viel Glück.