Liebe Isolde,
Wie
gesagt beschäftige ich mich schon seit Monaten mit der Frage,
komme aber zu keinem Ergebnis.
da Dich beide Rassen ja faszinieren, würde ich die Frage umkehren: Was können wir als Familie bieten, um einen auf Dauer ausgeglichenen Hund (ohne die besagten Verhaltensauffälligkeiten) heranzuziehen.
Was die Auslastung angeht, stellt sich bei den beiden Rassen ja weniger die Frage.
Viel mehr:
1.) Wer wird die Hauptbezugsperson sein?
2.) Herrscht in der Familie Konsens bezüglich einer konsequenten Erziehung?
3.) Was traust Du Deinem Kind zu?
etc.
Mich (persönlich) würde der eventuell durchschlagende Schutztrieb des AS abhalten - ebenso die „konsequente Hand“ (die natürlich jeder Hund benötigt), wenn mehrere Familienmitglieder Bezugspersonen darstellen; auch wenn man so häufig liest, dass AS eher den „Famlienhund“ abgeben.
Als ich damals mit meinem BC beim „Welpentreffen“ war (die Besitzerin hatte neben dem Muttertier noch einen Bruder meines Hundes behalten), habe ich bemerkt, dass mein Hund im Alter von 5 Monaten um einiges besser gehorchte als seine Mutter/sein Bruder. Beide Hunde wirkten auch um einiges „aufgedrehter“ (der Bruder zeigte auch Aggressionen).
Ich bilde mir ein, dass es daran lag, dass mein Hund von klein auf seine Ruhephasen verordnet bekommen hat. Aber kannst Du das mit einem 11-jährigen Kind garantieren?
Als pubertierender Junghund hat mich mein Hund aber auch manches Mal zur „Weißglut“/Verzweiflung gebracht. Dem konnte man nur mit einer konsequenten Haltung begegnen. Mein Mann (damals nicht so Hunde erfahren) hat mir in der Erziehung häufig einen Strich durch die Rechnung gemacht - und das hat der Hund gnadenlos ausgenutzt. Wenn ich mir vorstellte, einen AS zu haben…
Ein AS, den wir im Urlaub an der Ostsee kennengelernt haben, empfand ich als total „überdreht“ und wuselte die ganze Zeit um seine Familie herum (seine Familie erklärte, es läge daran, dass er sich ja im Urlaub so freute, den ganzen Tag seine Bezugspersonen um sich zu haben).
Eine anderer BC dort (ca. 1 Jahr) war total auf sein Herrchen (oder besser auf seinen Ball) fixiert und hat keine „sozialen“ Kontakte zu den anderen Hunden gesucht.
Kurzum: Alles kann sein! Ich denke, die Entscheidung sollte von Euren Lebensumständen, Euren Vorstellungen über den Charakter, Eurer Erziehung(s-Erfahrung) usw. abhängen.
Wie sieht denn charakterlich Euer „Traumhund aus“?
Die Rasse muss „passen“, aber man kann Hunde auch eben (in einem passenden Umfeld) passbar machen.
Liebe Grüße
Kathleen