Hallo,
seit zwei Jahren mache ich eine sehr schwere Zeit durch.
Mein Partner hat eine Borderlein Störung sowie eine narzisstische Störung.
Eigenartig in seinem Wesen war er schon immer. Er war ständig über Dinge beleidigt, über die man sich normalerweise nie Gedanken machen würde. Ständig machte er mir Vorwürfe über Dinge, die überhaupt nicht zutrafen. Z.B. ich würde nicht Putzen, Kochen usw. Fakt ist das alle Arbeit in meinen Händen lag und zu seinen Aufgaben rein gar nichts zählte.
Platzte Ihm über irgendetwas wieder mal der Krage warf er mir vor, ich wäre faul, bequem und ständig unzufriden. Permanent sah er nur Dinge die ich nicht gemacht habe, das was ich geleistet habe nahm er überhaupt nicht wahr und überging es.
Mit der Zeit wurde das Verhalten schlimmer.
Hinzu kommt sein extremer Alkoholkonsum. So sehr man Ihn auch bittet weniger zu trinken; er lässt es nicht! Leider verträgt er es auch nicht! Ab einem bestimmten Punkt beginnt er dann ausfallend zu werden nicht nur bei meiner Person sondern auch bei Freunden oder Bekannten. Er pöbelt rum, macht Leute verbal nieder und hält stundenlange Predigten über Themen wobei er auch keine andere Meinung oder Kritik zulässt.
Freunde hat er im klassischen Sinne auch nicht. Freundschaften pflegt er nicht. Kontakte bricht er grundlos aus heiterem Himmel ab. Ohne das etwas vorgefalen wäre! Fragt man Ihn dann ist die Antwort meist: „Der schuldet mir noch Geld“ oder „der hat sie doch eh nicht meh alle“. Erschwerend kommt hinzu, das ich bei Ihm ausser Alkohol und Zigaretten noch einen anderen Substanzmissbrauch entdeckt habe, den er mir vorenthalten hat, den er auch geleugnet hat!
Darüberhinaus bekam er in meinen Augen noch wahnvorstellungen.
Ständig unterstellte er mir Affären, jede Woche war es ein anderer, sei es nun der Arbeitskollege, der Arzt, der Bekannte aus dem Freundeskreis oder ein wildfremder der mich zu lange ansah!
Fakt ist das ich nie Anlass gegeben habe, Fakt ist das er oftmals erst in den frühen Morgenstunden nach Hause kam, nach einer wiedermal durchzechten Nacht mit Bekannten. Auch in der Woche! Das war normal, passiert eben mal. Wollte ich ausnahmsweise mal etwas mit Bekannten unternehmen oder zu einer betrieblichen Veranstaltung gehen, was vielleicht 5 Termine am Wochenende im Jahr betraf hatte ich wochenlang den größten Terror. Vorher wie nachher! Mit der letztendlichen Begründung ich sei gar nicht da gewesen wo ich behauptet hätte!
Dann wurde es mir irgendwann zu viel und ich bekam es wirklich mit der puren Angst zu tun.
Ich zog aus!
Ich bestand auf eine Therapie, die trat er auch an! Er wurde umgehend an eine Psychosomatische Klinik verwiesen, wo er auch 2 Monate blieb. Bis ER beschloss, das es nun gut sei! Er entließ sich! Die Therapie sollte er wöchentlich fortsetzten.
Ich zog wieder zu Ihm.
Wirkliche Besserung hat seine Therapie nicht gbracht. Im Gegenteil, in meinen Augen ist es nur noch schlimmer geworden. Am Schluss kam er zwei mal die Woche erst nachts nach Hause, betrunken!!! Am Schluss hat er täglich meine Sachen durchwühlt, Kleidung, Tasche, Geldbörse, Auto, Handy…! Ständig hat er mir unterstellt, ich würde kein normales Leben führen, ich sei ja nur unterwegs und hätte Geheimisse vor Ihm. Alles aber auch wirklich alles stellte er in Frage.
Beisspielsweise nahm er sich eines nachts mein Telefon und rief alle ihm unbekannte Namen des Telefonbuchs an, mitten in der Nacht. Das habe ich als sehr peinlich empfunden, da auch Kollegen darin gespeichert waren. Als ich mein Telefon darauf hin schützte warf er mir vor, ich hätte etwas zu verheimlichen, das wäre doch nicht normal!
Es artete schon zur Katastrophe aus, wenn ich nur eine Stund zu einer Bekannten fuhr, ohne das ich Ihm vorher darüber bescheid gab.
Die nächste Katastrophe war, das ich 1 bis 2 mal die Woche für eine Stunde bei meiner Familie vorbei fuhr.
Egal was ich auch machte, es war alles falsch und alles war ja gegen Ihn gerichtet. Gab es keinen Anlass für Ihn einen Streit zu beginnen, so wühlte er in der Vergangenheit in Jahre alten Sachen! Es war katastrophal! Ich zog wieder aus!
Und ich bin immer noch ausgezogen.
Der Terror ging selbstverständlich weiter!
Ich sollte wieder zurück zu Ihm.
ABER: was er nicht verstand ist, das ich keinen Mut mehr habe, zurückzugehen. Ich kann nicht ein drittes mal meine Heimat verlieren und ich kann mich nicht wieder auf dieses Verhalten einlassen. Es führt zu nichts. Ich habe den eindruck je mehr ich versuche Ihm zu helfen, desto schlimmer wird alles. Ich habe es mit Leibeskräften versucht, mit Ihm zu Leben, aber es funktioniert nicht.
Ich merke langsam das auch meine Psyche einen ziemlichen Knacks davon weg hat. Ich bin vollständig ausgelaugt! Ich habe alle Lebensenergie verloren und die Freude am Leben. Ich bin wirklich unmotiviert! Ich denke das wichtigste ist, das ich mich aus diesem Tief an den Haaren herausziehe, ich weiss nur noch nicht wie!?
Es wäre schön, wenn mir jemand etwas zu seinem Verhalten erzählen könnte, weil ich begreife es einfach nicht. Es wäre aber auch sehr nett, wenn mir jemand bei meiner Situation Tips geben könnte.
Ich würde Ihm ja so gerne witerhil helfen und zur Seite stehen aber mein Akkus sind leer und ich weiss absolut nicht weiter!