meine borderline partnerin hat sich vor kurzem von mir getrennt, von heute auf morgen, am vortag war sie noch bei mir und meinte sie liebt mich so, und am nächsten tag hat sie die beziehung beendet obwohl nichts vorgefallen war.
seit dem gab es nur mehr ein hin und her, mal wollte sie sich wieder treffen, dann wieder nicht, dann hat sie sich gemeldet, am nächsten tag wieder nicht…
dann wollte sie auch wiederrum keinen kontakt mehr…
oft ist sie so hasserfüllt, dass sie sagt sie will ihre sachen haben sonst schickt sie mir die polizei…ihre sachen hätt sie sich ja holen können, habs ihr nicht verboten…
an allem bin ich immer nur schuld…
seit ner woche hab ich mich bei ihr nicht mehr gemeldet, weil es keinen sinn hat… ich hab gekämpft um sie aber umso mehr ich das tue umso mehr dräng ich sie weg…
und wenn ich mich dann nicht mehr melde dann kommt sie wieder an…
mir gehts schlecht, ich hoffe insgeheim dass sie sich wieder meldet aber ich weiß dass es immer wieder so sein wird…
Dass du weißt, dass deine Freundin borderline hat, ist schon mal der erste Schritt. Vielleicht hättest du dich in der Zwischenzeit schlauer lesen sollen, um ihre - teils manipulatorischen - Verhaltensweisen besser zu verstehen. Vor allem solltest du dir nicht den Schuh anziehen, dass du Schuld an irgendetwas bist.
Vielleicht gibt es Selbsthilfegruppen für Angehörige/Partner von Borderlinern.
Wenn Sie sich nicht auf ne Therapie einlässt, dann wird dich das irgendwann kaputt machen, und selbst das ist keine Garantie, dass es besser wird. Borderline ist schwer zu therapieren.
echtes Borderline gilt in den Fachkreisen als „untherapierbar“.
Ein gutes Buch dazu: „Die Borderline Persönlichkeit - Vom Leben im Zwischenreich“ von Nathan Schwartz-Salant.
Ich habe meine Diplomarbeit zu dem Thema geschrieben und war mit einem Borderliner zusammen - und Gott sei dank bin ich ihn los.
Mir fällt heute dazu nur das Bild ein aus dem Film „Rosenkrieg“ - beide sitzen am Ende auf dem Kronleuchter und wissen, dass sie sterben, wenn sie abstürzen.
Dazu passend das Zitat von Glasl „gemeinsam in den Abgrund“ aus den 9 Eskalationsstufen.
Einem Borderliner zu helfen ist ein Teil Selbstaufgabe.
Wenn die Diagnose wirklich stimmt und von einem Therapeuten gestellt wurde, der sich damit auskennt (viele Psychoanalytiker nehmen Borderliner gar nicht erst an) dann rette Dich, solange Du noch kannst.
(viele Psychoanalytiker nehmen Borderliner gar nicht erst an)
Eine kluge Entscheidung. Erstens gehört BPS nicht zu den Persönlichkeitsstörungen, die von „vielen“ (nicht spezialisierten) Therapeuten behandelt werden sollte und zweitens bedeutet das für die Psychoanalyse wie für andere Therapieansätze, dass man ohne Anpassung hier nicht weiter kommt. Diese Erkenntnis ist in den letzten Jahren zunehmend gereift.