Borkenkäferschutz?

Hsallo,

heute lese ich in der Zeitung, dass es in diesem Jahr eine sehr hohe Anzahl von Borkenkäfern geben wird und man deshalb mit erheblichem Absterben von Fichten rechnet.

Woran erkenne ich, dass eine Fichte vom Borkenkäfter befallen ist? Kann man dann was dagegen tun? Oder schon präventiv?

Gruß
Peter

PS Die Fichten auf meinem Grundstück sind zwischen 15 und 20 m hoch. Tipps wie „von oben bis untern mit xyz einsprühen“, wären also leider nicht praktikabel.

Hallo, Peter,
zu erst einmal: Ruhe bewahren.
Borkenkäfer befallen zwar bevorzugt Fichten, aber gesunde Fichten sind nicht gefährdet, sie können sich mit Harzfluß gegen die Schädlinge wehren.
Gefährdet ist vor allem geschlagenes Holz, kranke und geschwächte oder sehr alte Bäume (>70 Jahre).

Grüße
Eckard

http://bfw.ac.at/400/2168.html?http://bfw.ac.at/400/…

Gruß ivo

Hallo Peter,

eine allerdings nur langfristig wirksame Präventionsmaßnahme besteht im Verzicht auf ausgedehnte Monokulturen des Wirtschaftswaldes. Zudem sind ältere Fichtenkulturen anfällig gegen Windwurf und Waldbrand.

Dabei haben wir es in einigen Gegenden noch mit Kriegsfolgen zu tun. Rund um die Ballungszentren wurde in den letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahren Raubbau und Kahlschlag betrieben, um Brennstoff zu erhalten. Diese Flächen wurden später mit schnell wachsenden Bäumen aufgeforstet. Es dauerte dann noch viele Jahre, bis wieder etwas mehr Vernunft und Weitsicht einkehrte. Bis in die 60er und 70er Jahre wurde der Wald zwar besungen, aber kaum jemand wollte sehen, welcher Unfug tatsächlich angerichtet wurde. Oft paßten die Gehölze nicht einmal zur Gegend und deren Bodenbeschaffenheit. Die meisten dieser Monokulturen stehen heute noch. Wald kann man dazu kaum sagen, es sind nur Baumbestände.

An private Grundeigentümer kann man nur apellieren, die oft nicht in die Region passende Pflanzung von Nadelgehölzen zu unterlassen, zumal auch viele einheimischen Tiere damit nichts anfangen können. Wer nicht weiß, was in die Gegend paßt, gut gedeiht und weitgehend resistent gegen Schädlinge sein wird, guckt sich an, was von alleine wächst.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Verzicht auf ausgedehnte Monokulturen des Wirtschaftswaldes.

Mein 1.300 m² großes Wohngrundstück ist kein Wirtschaftswald, und mit 2 Eichen, 1 Buche, 3 Birken und 7 Fichten (alle zwischen 15 und 20 m hoch), 2 Eiben, je einem Walnuss-, Kirsch-, Apfel- und Pflaumenbaum, zwei Ebereschen von ca. 5 m Höhe, einem ebenso hohen Pfeifenstrauch und einer Vielzahl kleinerer Büsche keine Monokultur.

Dabei haben wir es in einigen Gegenden noch mit Kriegsfolgen zu tun.

Mein Haus ist Baujahr 1928. Die Fichten und Birken schätze ich ebenso alt, die Eichen und die Buche auf ca. 150 Jahre.

An private Grundeigentümer kann man nur apellieren, die oft nicht
in die Region passende Pflanzung von Nadelgehölzen zu unterlassen,

Da im Umfeld die gleichen Bäume stehen, darunter 250 Jahre alte unter Naturschutz stehende Buchen sehe ich das von dir angerissene Problem nicht.

Gruß
Peter

PS Und was mache ich nun gegen die Borkenkäfer, falls sie kommen?

Hallo Peter,
Zu Deinen Fragen:
Jetzt kannst Du im Wald am Fuss der befallenen Fichten und Tannen, auf den Blättern Bormehl feststellen.
Massnahmen:
Sofort fällen,schälen, Rinden und Aeste an Ort verbrennen, Holz abtransportieren.

Schön und gut aber:
Die Holzpreise sind infolge seit Jahrzehnten andauerndem „Waldsterben“ total im Keller.Die Holzlager überfüllt, die Sägereien überlastet, die Schlagkosten höher als der Ertrag.

Wie Eckard unten schreibt: Der käfer hat an einer gesunden Tanne oder Fichte keine Chance zu bohren.

Also wir müssen unbedingt so schnell als möglich versuchen den Wald gesund werden lassen.

Aber wie ?.. auch mit sehr hohen Kosten.

Nicht nur unter Fachleuten sind die Ursachen für das Waldsterben seit vielen Jahren bekannt.Damals vor 20 Jahren haben die Medien zur Genüge davon berichtet.

Der „Lothar-Sturm“ am 26.Dez 1999 war der letzte „Schuss“ vor den Bug, man hatte wieder einen Sündenbock für das Waldsterben gefunden.

Wer aber die umgestürzten Bäume, nicht nur im Wald,auch Hochstammobstbäume genauer untersuchte, konnte leicht feststellen, dass grössere abgefaulte Wurzeln die Hauptursache der Schäden bewirkte.

Schaut doch einmal euere Wälder an, wenn Ihr mit der Dreckschleuder über Land gondelt… erschreckend ganze Baumgruppen verdorrt.

Jeder könnte mithelfen das Waldsterben aufzuhalten:

Auf jede unnütze Mobilität verzichten, also keine Auslandferien mit Reisen um die halbe Welt.
Wohnort in der Nähe des Arbeitsplatzes wählen.
Den „Politikgurru`s“ ständig mit dem Waldsterben in den Ohren liegen.
Keine Möbel kaufen mit „Exotenholz“.

Es ist nicht 5 vor 12, wir stehen kurz vor „Feierabend“!

Gruss

Fritz
a.d.Uw.
Motto seit vielen Jahren:

„Mach kei Landschadde“

Danke, hilfreiche Information! owT
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