Borreliose

Guten Tag,

aktuell beteht bei mir ein Krankheitsbild, das an eine Borreliose denken läßt. Falls es eine ist, besteht sie vermutlich seit ca. 1993, wäre also chronisch mit einem derzeit akuten Schub?

Folgendes wurde getestet:
Borrelia b. IgG LIA und Borrelia b. EgM LIA.
Beide Werte liegen unter dem Grenzbereich.

Kann ich nun davon ausgehen, dass es sich keinesfalls um eine Borreliose handeln kann?

Vielen Dank für Antwort.

Lg. Eva

Hallo Eva,

ich bin bezüglich der Borreliose sicher nicht auf dem neuesten Stand.
Ich kann dir nur den Rat geben, nach bestehenden Selbsthilfegruppen zu suchen und dort nachzufragen - die sind meist sehr aktuell informiert und kennen auch Ärzte, die mit dieser Infektion umbehen können, was leider immer noch nicht selbstverständlich ist.

Liebe Grüße und gute Besserung

Gunda.

Hallo Eva,

ich bin bezüglich der Borreliose sicher nicht auf dem neuesten
Stand.
Ich kann dir nur den Rat geben, nach bestehenden
Selbsthilfegruppen zu suchen und dort nachzufragen - die sind
meist sehr aktuell informiert und kennen auch Ärzte, die mit
dieser Infektion umbehen können, was leider immer noch nicht
selbstverständlich ist.

Liebe Grüße und gute Besserung

Vielen Dank für Dene Antwort. Derzeit bin ich noch in der Orientierungsphase. Aber das mit den Selbsthilfegruppen werde ich mir anschauen. Liebe Grüße, schönen Tag, Eva

Gunda.

Moin,moin Eva, eine Ferndiagnose ist nicht möglich. Nur sehr wenige Labore können einen richtigen Titerwert bestimmen, besprich das einmal mit Deinem Arzt. PS Abrechnen können diesen Leistungspunkt alle-!

Moin,moin Eva, eine Ferndiagnose ist nicht möglich. Nur sehr
wenige Labore können einen richtigen Titerwert bestimmen,
besprich das einmal mit Deinem Arzt. PS Abrechnen können
diesen Leistungspunkt alle-!

Hi,
erstmal, danke für die Antwort. Ich will ja keine Ferndiagnose. Mit meiner Ärztin - und bereits mit nicht wenigen davor, eben seit 1993 - habe ich das besprochen. Nutzt aber nix. Weisst Du, wohin ich mich wenden kann? Was kann ich meiner Ärztin denn sagen, damit das richtig läuft?
Danke, Eva

nein Eva, davon kannst du nicht ausgehen!

Suche dir einen Arzt, der was von Borreliose versteht. Davon gibt es aber nicht so viele in Deutschland. Aber schreibe mich gerne mit deiner PLZ an, ich habe eine Liste mit ca. 100 Adressen.

[email protected]

LG
shane

Hallo,

bei Borreliose führen Laborergebnisse nach meinem Kenntnisstand leider oft zu so genannten „falsch negativen“ Ergebnissen, d.h. Laborwert sagt „negativ“, tatsächlich ist aber trotzdem eine Erkrankung da. In meinen Augen d e r Experte schlechthin auf diesem Gebiet ist Dr. Klinghardt, im Internet z.B. unter www.ink.ag zu finden. Er sagte bei einem Vortrag z.B., dass Borreliose nicht nach Laborwerten therapiert werden sollte, sondern gemäß/ aufgrund der tatsächlich vorhandenen Beschwerden bei Patienten.

Gruß Dirk Häfner

Hallo Eva,

leider kannst du nicht davon ausgehen. Eine Borreliose wird von Spezialisten nicht nach Blutwerten oder anderen Tests behandelt, sondern aufgrund von Symptomen bei dem Patienten. Ich kann dir das Forum:
www.borrelioseforum.de empfehlen, da kannst du deine Beschwerden und deine genauen Testergebnisse einstellen und es wird dir die Erfahrung sehr vieler Betroffener und Experten zu Teil!
Aber einen ganz wichtigen Tip: Sei bei allen Aussagen von Ärzten die deine Symptome verharmlosen oder bagatellisieren sehr kritisch. Borreliose ist ein sehr differenzielles Krankheitsbild und bedarf eines hohen Maßes an Fachwissen, dass leider sehr viele Ärzte nicht besitzen. Namen von guten Ärzten kannst du auch in dem Forum bekommen.
Viel Glück und viele Grüße
Daniel

Hallo Eva,
so gut ich es als langjährige Selbstbetroffene kann, will ich Ihnen meine Meinung sagen. Als Nicht-Ärztin kann ich mich ja durchaus offen und kritisch mitteilen.
Nein, Sie können leider nicht davon ausgehen, die Borreliose ausschließen zu können. Ich rate Ihnen dringend, hier Ihre Krankheitssymptome vorgehen zu lassen und auf jeden Fall eine adäquate Behandlung mit Antibiotika mit Ihrem Hausarzt anzugehen. Adäquat heißt hier lange genug (ab 3 Wochen) und hoch genug dosiert. Medis wie Doxyzyklin z. B. müssen nach Körpergewicht eingestellt werden. Wenn man also nicht mehr als 35 kg wiegt, reichen 200 mg pro Tag, sonst nicht. Bitte achten Sie mit darauf, lesen Sie alles nach, was Ihnen gegeben wird, fragen Sie in der Apotheke nach, die Borrelien können einer zu niedrigen Dosis locker ausweichen!
Die vorhandenen Labortests (Blut) haben keinen Goldstandart in Europa, d.h. sie sind nicht sicher. Es sind falschnegative Ergebnisse möglich und häufig. Außerdem wurde bei Ihnen kein 2-Stufen-Test gemacht: Man suchte erstmal nur nach ganz neuen und „mittelalten“ Antikörpern mittels eines sogenannten „ELISA-Test“. Da man unter dem Grenzwert war, wurde nicht weitergesucht und Sie sind sozusagen durch die Maschen gerutscht, womit Sie deutschlandweit nicht alleine sind. Oft sind nach lange bestehender Infektion auch tatsächlich kaum noch Antikörper vorhanden, das ist das Verrückte an Borreliose. Die zweite Stufe wäre ein sog. „Westernblot“, ein anderes Verfahren, bei dem spezifischen Antikörper nachgewiesen werden (die Antikörper haben alle verschiedene „Gesichter“, je nachdem, welche Erreger sie getroffen bzw. „gesehen“ haben), die man dann den verschiedenen Borrelienstämmen und der Dauer der Infektion zuordnen kann. Oft findet man hier etwas, das ist vor allem dann von Belang, wenn wie in Ihrem Fall, Symptome bestehen.
Es gibt zwei sehr erfahrene Labore in Deutschland, denen man das Blut zum Testen schicken kann, eines ist in Berlin und eines in Köln. Ich bin bei beiden hochpositiv gewesen und bei den Hauslaboren der Dorfärzte eben nur einmal, zu meinem Glück gleich das erste Mal.
Die Adressen finden Sie unter den Links auf der Webseite des Borreliosebundes, m.M.n. die informativste Seite im deutschsprachigen Raum. http://www.borrelioseforum.de/cms/html/modules.php?n…
Man kann, wenn der Arzt es absolut nicht will, auch telefonisch ein Testkit anfordern und das Blut privat hinschicken. Aber wozu, die Kasse zahlt das, der Doc braucht bloß die Adresse.
Es wäre auch gut, die sog. Co-Erreger auch testen zu lassen, die ähnliche Beschwerden auslösen wie die Borrelien (unter Links Pkt. 2) Die Begründung liegt auf der Hand: Sie wollen ja wissen, was Ihnen fehlt und sich behandeln lassen.
Ich rate an dieser Stelle auch immer, sich zu einem der wenigen Spezialisten, die meist auch „nur“ Allgemeinärzte sind, in Behandlung zu begeben. Da können Sie vertrauen und er wird auch die notwendigen Tests veranlassen und alles richtig verschreiben. Die sind leider sehr wenige an der Zahl und die Wartezeiten sind lang, deshalb nicht zögern. Absagen können Sie den Termin ja immer noch. Leider ist keine Ärzteliste irgendwo. Ich würde mich entweder im Forum anmelden und einfach fragen, wer kennt einen Arzt im PLZ … oder Sie rufen mal den Borreliosebund in Hamburg an, Adresse steht auch da.
Der Aufwand ist jetzt noch vergleichweise gering, und auch wenn die Infektion schon lange besteht, läßt sich die Sache angehen. Auf jeden Fall ist Borreliose primär eine chronische Erkrankung, die sich jederzeit verschlimmern kann und Ihr Immunsystem ununterbrochen böse beschäftigt. Ich halte die Befürchtungen, die Sie sicherlich haben, für absolut berechtigt. Natürlich wünsche ich Ihnen das Beste (tatsächlich negativ!!), vielleicht stellt sich auch etwas ganz anderes (weniger Schlimmes) heraus.
Alles GUte,
Ulrike R.
P.S. Oft wird zu einer Liquorentnahme gedrängt, d. h. es wird etwas Gehirnwasser aus dem Wirbelkanal entnommen. Hier ist die Zahl der falschnegativen Fälle sehr hoch, mehr als 60% habe ich gelesen. Und die Sache ist nicht risikolos. Anschliessend werden Sie dann möglicherweise als gesund entlassen und keiner will mehr was machen, also Finger weg. Wird andererseits tatsächlich etwas gefunden, ist die Behandlung diesselbe, als hätte ein Labor im Blut etwas entdeckt…

Leider kann ich das aus eigener Erfahrung weder bestätigen noch ausschließen - bin kein Arzt nur selbst betroffen. Die Möglichkeit, daß an Beschwerden die sonst unerklärlich sind eine Borreliose schuld sein kann muss man auf jeden Fall im Auge behalten. Habe bei Borreliose-ähnlichen Beschwerden (chron. Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Verspannungen) bei denen ich mir ebenfalls nicht sicher war woher, bzw. ob sie von der alten B.kommen hervorragende Besserung durch Stoffwechseldiät (Metabolic Balance) erreicht. Alles Gute!

Guten Tag,

aktuell beteht bei mir ein Krankheitsbild, das an eine
Borreliose denken läßt. Falls es eine ist, besteht sie
vermutlich seit ca. 1993, wäre also chronisch mit einem
derzeit akuten Schub?

Folgendes wurde getestet:
Borrelia b. IgG LIA und Borrelia b. EgM LIA.
Beide Werte liegen unter dem Grenzbereich.

Kann ich nun davon ausgehen, dass es sich keinesfalls um eine
Borreliose handeln kann?

Vielen Dank für Antwort.

Lg. Eva

Hallo Dirk,

danke für die Antwort. Dann werde ich mal weiter recherchieren.

Lg., schönen Tag, Eva

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Hallo Ulrike,

vielen herzlichen Dank füf die ausführiche Auskunft. Das hilft mir weiter! Jetzt werde ich mal nach kompetenten Ärzten in meiner Gegend recherchieren. Meine Ärztin gibt immerhin glatt zu, dass sie nix davon versteht.

Danke, schönes Wochenende, Eva

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Hallo Daniel,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde also weiter recherchieren.

Liebe Grüße, schönes Wochenende, Eva

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GUten Morgen Eva!
Auch wenn ich davon ausgehe dass du schon eine entsprechende antwortauf deine Borreliose-anfrage vom sept.2009 bekommen hastwollte ich mich kurz melden.Ich habe die Anfrage gerade erst zufällig entdeckt.Als du sie mir geschickt hast war das genau zu der Zeit als mein Postfach überfeüllt war.
Ich hoffe, dir geht es wieder gut und vor allem du hast keine Borreliose!?
Mit den Laborwerten ist das immer sehr schwierig.Viele Ärzte sagen wenn man bereits einmal eine Borrelieninfektion durchgemacht hat wird man immer Antikörper nachweisen können und das Ergebnis hat nichts mit einem aktuellen Krankheitsgeschehen zu tun…aber es ist einfach eine unbestreitbare Tatsache dass diese Labortests nicht standardisiert sind und jeder Hersteller seine eigenen Werte(z.B. für-;grenzwertig,+)festlegen kann und absolut unsicher ist, wie sensibel der Test ist. In einem Labor bekommt man negative, in einem zweiten so stark positive Werte-einmal ist man also völlig gesund, beim anderen dann schwerer chronischer Verlauf…und worauf man sich dann verlassen soll wissen selbst die meisten Ärzte nicht.Des weiteren steht oft der Kassenärztliche Behandlungsplan einer sinnvollen Diagnosefindung im Weg da ja ‚so viel wie nötig. so wenig wie möglich‘ behandelt werden soll und auch für die Borreliose gibt es eine Behandlungsempfehlung die nicht ausreicht um wieder komplett gesund zu werden-die Symptome werden nur einfach eine Zeit im Zaum gehalten, die Borrelien aber nicht aus dem Körper ‚entfernt‘ so dass diese nach Beendigung der (meist 2-3 wöchigen) Antibiotikumtherapie erneut anfangen sich auszubreiten und nun für ganz andere Symptome sorgen die dann von vielen Ärzten als eigenständige Krankheiten und nicht als Folgestadium der Borreliose behandelt werden . Durch die ständige Auseinandersetzung des Körpers mit diesen Eindringlingen ist das Immunsystem im Dauerbetrieb und kann sich nicht gegen weitere von Aussen kommende Krankheitserreger wehren.Als Folge wird man schneller krank(Erkältung etc) und das Immunsystem ist dauerhaft geschwächt. Dadurch treten wiederum noch weitere, auch neue Borreliosesymptome auf.An diesem Punkt ist es schwer zu entscheiden ob es nun eine chronische Borrelieninfektion in Form einer Multisystemerkrankung ist die man mit hochdosierten Antibiotikainfusionen behandeln sollte oder eben nur eine durch allgemeine Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems aufgetretene Folgeerkrankung die man dann eher symptomatisch behandeln sollte.
Grundsätzlich gilt bei Borreliose bis heute immernoch:
-Testwerte sind nie 100%ig sicher, kann immer falsch negativ(durch schlechte Tests) oder falsch positiv(Kreuzreaktionen, zu sensible Tests)sein,Tests helfen bei Diagnosefindung sind aber kein zuverlässiger Beweis.
-Endgültige Diagnose wird durch Hinzunahme der Symptome gestellt(bei pos. Test ohne Symptome wird nicht behandelt!)
-einmalige Einnahme von Antibiotikum ohne weitere Kontrolle min. 6-8 Wochen nach Beendigung der Medikamenteneinnahme führt zum ‚züchten‘ chronischer B. da nicht abschliessend gesichert ist dass die Erreger aus dem Körper verschwunden sind und wenn eben dieses nicht der Fall ist kommt das ganze erst so richtig in Schwung…
Du müsstest nun selbst anhand deiner Krankheitsgeschichte bzw. deiner Laborwerte in Verbindung mit deinen Symptomen versuchen zu sehen, was sich da im September in deinem Körper abgespielt hat!
Ich würde mich freuen nochmal von dir zu hören WAS denn nun tatsächlich war und wie es dir mittlerweile geht.Verspätete Grüße aus Berlin und weiterhin gute Bersserung,
Rabea
p.s.:schreibfehler bitte überlesen, kann mich schlecht konzentrieren und habe aufgegeben nochmal zu lesen was ich geschrieben habe!