Borreliose burgdorferi

Hallo,

bei mir wurde nun endlich als Ursache für meine vielerlei Schmerzen und die Gangunsicherheit sowie abnehmende Kräfte eine chronische Borreliose im Labor festgestellt.
Hat jemand von Euch Erfahrungen damit - sollte man in eine Selbsthilfegruppe gehen? Wem hat was geholfen?
Mein Hausarzt hat komischerweise nichts aufgeschrieben, vielleicht denkt er, daß sowieso nichts hilft. Hat mich zum Neurologen überwiesen, der hat Nerven- und Museltest gemcht, und dann ebenfalls nichts verordnet.
Was soll ich davon halten?
Ich will jetzt den Arzt wechseln.

Viele Grüße Rosine

Hallo Rosine,

Borreliose ist eine recht komplexe Krankheit. Du solltest schauen ob du einen Arzt findest, der sich mit Borreliose auskennt.
Ob dir eine Selbsthilfegruppe was bringt musst du selbst entscheiden, aber zumindest bei der Artzsuche kann man dir da vielleicht helfen.
Alles Gute
Bats

Hall Wombats,

ja, das denke ich auch. Um eine Adresse geht es mir hauptsächlich.
Meine DAK hatte ich angerufen um einen Arzt, der Ahnung hat, aber die sagten, da dürften sie keine Empfehlungen geben… so ein…
Naja, sind eben die Regeln.

LG Rosine

Hallo Rosine,
da bin ich wieder, der Kartoffelmann. Und der Borreliosemann. 1995 bin ich schwer an Borreliose erkrankt und habe einen Teil meines Hirnes eingebüßt. Auch heute noch regen sich die Borrelien, aber weniger. Die Kniee schwellen nicht mehr an, und die Anfälle sind so, dass man damit leben kann. Ich könnte natürlich ein Buch drüber schreiben, aber meine Erfahrungen und Überzeugungen sind folgende:
Antibiotika dringen nicht bis zum Hirn durch, und in die Knorpel nur bei 20facher Überdosierung, wobei Nebenwirkungen auf den Darm und andere Organe in Kauf zu nehmen sind. Die pharmazeutisch-medizinische Seilschaft hat kein Interesse daran, die Krankheit anzuerkennen oder zu beseitigen. Es bleibt einem nur, alles zu tun, um erstens die Abwehrkräfte wieder zu stärken und zweitens die Schäden zu kompensieren. Wie stark sind denn die Beeinträchtigungen zur Zeit, und gehen sie zurück?
Das mit den Kartoffeln hatte ich schon vorbereitet, aber dann habe ich erfahren, dass der gute Räuchermann aufgehört hat, und schlechten Speck kaufe ich nicht.

nachtrag
Solange du keine Karden findest, musst du dich mit gekauftem Extrakt über Wasser halten. Ansonsten sind sie ja leicht zu erkennen. Wachsen an sonnigen Standpunkten.
Die Wurzel der zweijährigen Pflanze zu ernten, (ehe sie austreibt; da ist die meiste Kraft noch in der Wurzel), säubern und sorgfältig zerkleinert in ein Schraubglas füllen, mit Alkohol übergießen. Drei Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen.
Ich habe festgestellt, dass es nicht gut ist, immer abwehrstärkende Mittel zu nehmen (ich spüre es subjektiv als Gesichtstemperatur). Vielleicht stellt sich auch bei dir ein Gespür ein, wann es nötig ist und wann nicht.
Gruß nochmal
Bumi

Hallo rosine!

  1. Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose ist ein hochkomplexes Thema welches seit Jahren kontrovers diskutiert wird. Insbesondere hinsichtlich der notwendigen Therapie gibt es, auch innerhalb der Ärzteschaft, die unterschiedlichsten Meinungen.

  2. Letztendlich unbestritten ist allerdings die Erkenntnis, dass nur eine aureichend dosierte und zeitlich angemessene Antibiotika-Behandlung Aussicht auf Erfolg bzw. Heilung bietet. Vergiss’ den Quatsch mit Karde und ähnlichem Mist!

  3. Meine Empfehlung: Stell’ die Frage nochmals in dem speziellen Borreliose-Forum: http://forum.bfbd.de - ich bin mir sicher, dass Du dort, auch hinsichtlich entsprechender Selbsthilfegruppen in Deiner Umgebung, mehr und bessere Antworten erhältst!

Alles Gute,

ame

Frontlinie Borreliose
„Letztendlich unbestritten“, dass „nur …“ usw. Das hört sich gar nicht gut an. Als ausgebildeter Naturwissenschaftler darf ich sagen: Es hört sich unwissenschaftlich an. Nicht einmal Mediziner, die ja nicht der wissenschaftlichen Fakultät angehören und sich auf ihre eigene Empirik berufen dürfen, reden unbedingt so leichtfertig von „Quatsch“ im Zusammenhang mit abwehrstärkenden Mitteln bei dieser Indikation. Und auffällig ist, dass du mit keinem Wort z.B. auf mein unüberlesbares Argument betreffend die Blut-Hirn-Schranke eingegangen bist.
Mit einemn Wort: unseriös und unverantwortlich! Tut mir leid, es lässt sich in der Kürze nicht anders ausdrücken. Wir können es an anderer Stelle auch ganz ausführlich machen. Bleib ruhig und lass dir meine Bedenken an deinen Ratschlägen durch den Kopf gehen!

Hallo bumi,

es wird schlmmer statt besser. Geschwollene stark schmerzende Beine, mit Brennen,vor allem nachts. Im Laufe des Vormittags etwas abklingend bei viel Bewerung, nach dem Mittagsschlaf (bin 73) wieder alles stärker da.
Grillenzirpen im Kopf, sehr eingeschränkte Konzentratoinsfähigkeit, Fehlermachen, schlechtes Hören, Haarausfall.
Das Beinebrennen wurde als Polyneuropathie verdächtigt, aber der Tet des Neurologen (Muskel- und Nerventest( war o. B.
Hinzu kommen in manchen Nächten Angstzustände, die auch von den Borrelien oder dern Mist kommen solln. Weiß nicht.
Ich habe leider nicht das viele Geld, welche ich bräuchte für die Heilpraktikerin [XXX],die als einzige eine Mischung aus Eigenblut mit Homöopathie versetzt spritzen soll und totale Erfolge hätte.
Eine Freundin und Osteopathin aus der Schweiz hat diese Sendung von Jürgen Fliege vor einigen Monaten gesehen. Ich soll aufgrund meiner kleinen Rente um Unterstützung bitten. Dazu konnte ich mich noch nicht entschließen. Aber wenn die Not zu groß wird, werde ich es wohl tun.
Doch da muß ich dreimal in einer Woche in die Praxis, pro Sitzung kostet es (habe angerufen) zwischen 75 und 225 Euro, je nach Schwere.
Dazu muß ich mich einmieten in eine Pension und die Reisekosten von Dresden nach Travemünde kommen noch hinzu. Tja. Aber vielleicht kannst Du es Dir leisten, es soll hervorragend und die einzige Lösung sein

Viele Grüße Rosine


[MOD] Realnamen entfernt

Hallo bumi,

es gibt bei einem Kräuterhaus Kartenkraut.
Die Tinktur ist wohl nicht gut? Das Kraut werde ich bestellen und ansetzen. Aber reicht das? Muß man noch mehrerlei dazu machen?

Viele Grüße, Rosine

Schade, schade, dass ich dir den ultimativen Tip nicht geben kann. Für mich hört sich es so an, als müsstest du deinem Körper die Gelegenheit geben, die Neuroborreliose einzudämmen. Dazu müsstest du alles andere, das in der Lage ist, dir den Mut zu nehmen, provisorisch zu behandeln, damit du samt deinem Tagesablauf wieder in Schwung kommst. Das würde bedeuten, dass du über den Zyklus der Borellien in den Knien bescheid weißt, damit du sie gezielt behandeln lassen kannst (3fach gezielt: zeitlich, örtlich, erregerspezifisch). Das scheint zwar inkonsequent, weil schulmedizinisch, aber der Aufschaukelungsprozess muss unterbrochen werden. Meinen ehemaligen Borreliosespezialisten aus Hessen kann ich dir wahrlich nicht empfehlen, außerdem ist es bei mir schon über zehn Jahre her. Mein Fazit also: Wenn auch auf Dauer nur die Unterstützung der Selbstheilungskräfte hilft, sollte, um den akuten Zustand zu beseitigen, die Suche nach einem engagierten, unkonventionellen Schulmediziner weitergehen. Also nicht einen, der dich ein bescheuertes Breitbandantibiotikum fressen lässt.

Hallo bumi,

ja, da hast Du nur zu recht! Ich werde das auch betreiben.
Leider hat der Leiter der Selbsthilfegruppe - weder in Dresden noh in Leipzig - mir keine Antwort gemailt, und wenn sie noch so klein wäre.
Aber ich finde schon einen Spezalisten o h n e Antibiotika.
Ich habe von sehr vielen Antibiotikakuren wegen jahrelanger häufiger Harnwegsinfektionen (eingefangen bei einer Harnleiterstein-OP!!!)
einen sehr versauten Darm. Darum wären Antibiotika echt problematisch für mich. Bis zu dieser OP hatte ich keine einzige Blasenentzündung gehabt, und ich war immerhin schon 48, bis dahin haben die meisten Frauen schon mal eine solche. Habe jetzt eine rätselhafte Arthritis in der Hüfte, komme grad vom Röntgen. Auch üble Schmerzen, wie in den Knien. Doch die Zirperei in den Ohren ist genauso belastend.
Habe eine Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie gemacht, einfach um die Abwehrkräfte zu stärken. Hat aber nichts gebracht, das war im Sommer.
Wie hast Du es denn genau wegbekommen bzw. eingedämmt?

Grüße von Rosine

Ich suche weiter!
Viele Grüße, Rosine

Die Tinktur ist einfach nur teuer.
Soviel ich weiß, ist sie ein WURZELextrakt.
Es ist ziemliches Neuland, aber vielleicht ist ein Naturarzt hilfreich.