Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Ja. Ich sehe viele Patienten, die nie ein Erythema migrans hatten, sich an keinen aktuellen Zeckenbiss erinnern können und dennoch eine Borreliose haben. Insbesondere die Häufigkeit des Erythema migrans wird in der Literatur meines Erachtens viel zu hoch angegeben.
Was ist der Hintergrund Ihrer Frage?
Mit freundlichen Grüßen
Annette Hofmann
Ja, auf jeden Fall. Oft ist es so, dass die ersten Tage der Borreliose keine/ kaum Beschwerden machen und höchstens wie eine Sommergrippe empfunden werden. Probleme macht die Borreliose vor allem dann, wenn Sie nicht entdeckt und behandelt wurde und sich dann - oft nach Monaten bzw. Jahren/ Jahrzehnten - eine so genannte „Neuroborreliose“ eintritt, z.T. auch mit Lähmungserscheinungen. Jemand, der sich meiner Ansicht nach sehr gut mit chronischer Borreliose auskennt, ist Dr. Klinghardt. (http://www.ink.ag)
Gruß Dirk Häfner
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Würde Ihnen gerne Auskunft darüber geben wenn ich könnte.
Ich rate Ihnen zu einem Arzt Ihres Vertrauens zugehen und sich untersuchen zulassen auf Borreliose
Ja. Ich sehe viele Patienten, die nie ein Erythema migrans
hatten, sich an keinen aktuellen Zeckenbiss erinnern können
und dennoch eine Borreliose haben. Insbesondere die Häufigkeit
des Erythema migrans wird in der Literatur meines Erachtens
viel zu hoch angegeben.
Was ist der Hintergrund Ihrer Frage?
Ich hatte vor acht Wochen einen Zeckenbiß. Keine Erythema, keine Beschwerden bisher. Die Zecke hatte sich noch nicht vollgesaugt. Da ich eine Zeckenhysterie habe, kamen mir Zweifel an der Aussage eines Arztes, ohne Erythema müßte ich mir keine Sorgen machen.
Danke für die schnelle Antwort
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Reese
Ich bin zwar kein Arzt, aber aus der Literatur über Borreliose meine ich, dass das gar nicht selten ist.
Bei einem Großteil der Borrelioseinfizierten gibt keine Wanderröte (Erythema migrans), auch das Fieber und was es sonst noch so als Symptome im Anfangsstadium gibt, trit auch bei einem beträchtlichen Teil nicht auf. Es gibt auch Borrelioseinfizierte, die ihr ganzes Leben keine Beschwerden haben, aber Borrelien in sich tragen oder getragen haben und vielleicht nur noch die Antikörper haben.
Aber dass in den ersten Wochen keine Beschwerden auftreten, heißt nicht, dass später keine auftreten werden (bevorzugt dann, wenn der Körper durch Infekte, Stress, o.ä. geschwächt ist). Soweit mein Wissen aus der Literatur.
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
hallo
gut wäre zu wissen, was du mit den ersten acht wochen meinst?
ich nehme an du meinst die ersten acht wochen nach dem zeckenstich.
ja, das kann normal sein. bei vielen borreliosepatienten fehlt das erste stadium gänzlich.
oft bricht erst nach jahren der beschwerdefreiheit oder jahren mit „komischen“, leichten beschwerden das vollbild der borreliose aus und dann ist es meistens zu spät, da die bakterien schon im ganzen körper sitzen.
hattest du ein zeckenstich mit erythema migrans (wnderröte) dann sollte sofort mit antibiotika (meist doxycyclin 400mg/d) behandelt werden, auch wenn keine beschwerden vorliegen.
beim zeckenstich ohne wanderröte könnte man die zecke in ein labor schicken und eine PCR auf borrelien von ihr machen lassen.
eine wanderröte tritt nur bei ca 50% der infektionen auf!! also, es muss keine wanderröte zu sehen sein, wenn menschen sich infizieren.
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte_und_Empf…
glg
Eine Blutuntersuchung kann hier schon für deutlich mehr Klarheit sorgen. Wenn Sie
- keine Beschwerden haben und
- der Bluttest unauffällig ist,
ist die Wahrscheinlichkeit einer Borrelieninfektion deutlich geringer.
Im Übrigen sind natürlich keinesfalls alle zecken mit Borrelien infiziert, die Frage lautete also eigentlich
ZECKENBISS OHNE BESCHWERDEN?
und die kann ich dann bejahen: die weitaus meisten Zeckenbisse bleiben folgenlos.
Im Übrigen würde ich Ihnen raten, sich gegen die „Zeckenhysterie“ professionelle Hilfe zu holen.
Mit freundlichen Grüßen
Annette Hofmann
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Soweit ich weiß, gibt es das in mehr als der Hälfte aller Fälle. Die Symptome sind zudem so unspezifisch, dass sie oft übersehen oder fehlgedeutet werden.
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Hallo Spraachwüsseschafter,
ich bin davon überzeugt, dass dies sogar die Regel ist. BEwiesen ist bei den bakteriellen Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden (Borreliose ist nur die Übergruppe von etwa einem Dutzend Einzelkrankheiten, die allesamt recht ähnlich sind), fast gar nichts. Es wurde bisher einfach viel zu wenig über diese Krankheitsgruppe geforscht.
Dennoch gibt es HINweise, dass der Körper die Erreger bis zu einem gewissen Maß selbst unter Kontrolle halten kann, aber wenn deren zu viel da sind, dann bricht die Krankheit aus. Dieses „zu viel“ kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, aber auch von Zecke zu Zecke und schließlich auch abhängig sein von der Dauer, die die Zecke am Körper gesaugt hat. Möglicherweise kann erst beim zweiten oder dritten Zeckenstich dieses Maß erreicht sein, vielleicht aber auch schon beim ersten Stich.
In diesem Zusammenhang gilt es noch zu beachten, dass zum Einen die meisten Zeckenstiche unentdeckt bleiben: Das heißt, dass nur etwa 30 bis 40% aller Stiche vom Betroffenen überhaupt bemerkt werden, die anderen werden unbedachterweise durch Kratzen des Menschen „unkenntlich“ gemacht bzw. die Zecke lässt sich nach ausreichender Blutmahlzeit selbst vom Mensch abfallen und ist somit auch weg.
Zum Anderen muss dazu gesagt werden, dass man heute weiß, dass nicht nur Zecken diese bakterielle Borreliose- und Co-Erreger-Erkrankungen übertragen, sondern auch Insekten, z.B. Bremsen. Daher ist die Aussage „Aber ich habe doch gar keinen Zeckenstich gehabt“ ohne jede Aussagekraft: A) Zecke nicht bemerkt B) Übertragung nicht durch Zecke sondern durch Insekt.
Aufräumen muss man auch mit einer weitverbreiteten, aber falschen Meinung: Wenn man nach einem Zeckenstich keinen roten Ring um die Einstichstelle bekommt, dann ist man nicht infiziert. Dieser Satz ist eindeutig falsch. Die sog. Wanderröte tritt nur etwa bei 60% der Infizierten nach Zeckenstichen auf, somit haben 4 von 10 diese Rötung nicht, obwohl sie infiziert sind. Ist der Ring aber da, dann ist man absolut sicher infiziert!
Weiter müsste man eigentlich ausholen, um klar zu stellen, wie sich eine Borreliose (oder eine der Co-Erkrankungen) überhaupt äußert. Es gibt ca. 100 verschiedene mögliche Symptome. Diese alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Aber etwas ganz Typisches und somit ein Warnsignal erster Güte ist, wenn man unerklärliche WECHSELNDE Beschwerden (brauchen nicht unbedingt Schmerzen zu sein) hat. Dieser Beschwerde-Ort-Wechsel kann stündlich oder aber auch nur täglich sein. Heute rechtes Knie, morgen linke Hüfte, übermorgen Zahnschmerzen, dann Kopfweh, dann Schweißausbrüche/Frösteln etc etc etc. Ganz typisch ist auch noch eine unerklärliche, bleierne Müdigkeit und ein schneller Erschöpfungszustand.
Regel: Ein Symptom allein macht noch keine Borreliose. Meist treten 4, 5 oder noch mehr Symptome wechselnd auf.
Regel: je früher eine Borre behandelt wird, um so einfacher und schneller bekommt man sie wieder weg: Dosierung muss auf den Vermehrungszyklus der Bakterien (28 Tage) und auf das Körpergewicht des Patienten abgestimmt sein: Mindestens 30 Tage lang mindestens 4, besser 5 mg je Kg Körpergewicht und Tag.
Ich hoffe, ich konnte Dir damit helfen und wünsche Dir, dass Du von dieser heimtückischen Krankheit verschont geblieben bist.
Viele Grüße
Alexander
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Guten Abend, wie kommst du denn darauf, dass es Borreliose sein koennte?
Ich selber hatte ausser der Wanderroete keine Beschwerden, und diese hat auch nur ein bisschen gebrannt. Ob man auch garkeine Anzeichen, also keine Wanderroete und kein leichtes Fieber etc, was ja als Zeichen der Borreliose gilt,haben kann, habe ich mich auch schon gefragt, weiss es aber nicht.
Vielleicht findest du einen anderen Experten, der diese Frage beantworten kann, und kannst mir das dann auch mitteilen?
Gruss
Susanne
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Noch mal guten Abend.
Ich habe gerade nochmal nachgelesen- es ist sogar relativ haeufig, dass im ersten Stadium, also in den ersten 8 Wochen, keine Beschwerden auftreten, daher ist es, wenn man den Verdacht hat, B. zu haben, sinnvoll, nach ca 8 Wochen einen Bluttest machen zu lassen, da es im Anfangsstadium noch am allerbesten mit Antibiotika zu behandeln ist. Frueher sind die Erreger allerdings noch nicht nachweisbar.
Gruss Susanne
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Hallo!
Dieses ist sehr oft der Fall! Die durch die Borreliose-Infektion ausgelösten Beschwerden treten oft erst Monate oder Jahre nach der Infektion auf, so dass die Betroffenen keinen Zusammenhang mit der Infektion vermuten. Da es auch keine typische Borrelioseerkrankung gibt, ist sehr oft auch die diagnose sehr schwer. Sollte weiterer Info-Bedarf bestehen, so können Sie ruhig bei mir unter der Nr. 04462-942409 anrufen.
MfG
K. Sweers
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
JA!!! Es gibt auch Borreliosen, die die ersten 8 Jahre keine Beschwerden machen und erst durch ein anderes Ereignis (Stress, Unfall, OP, Trauer etc) aktiviert werden.
Gruß
shane
Gibt es auch Fälle von Borreliose, bei denen der Patient in
den ersten acht Wochen keinerlei Beschwerden hat?
Ja, das gibt es, meines Wissens sogar die Mehrheit.
Auch die teilweise eintretende Wanderröte tritt oft erst nach einigen Wochen auf (bei mir nach ca. 10 Wochen). Das ist ja das tückische an Borreliose: behandelt werden sollte nach Möglichkeit sofort, aber wenn man nichts merkt und auch der Stich selbst unentdeckt blieb, verstreicht wertvolle Anfangszeit, in der Borreliose mit Antibiotika noch gut in den Griff zu bekommen wäre. Bei späterer Behandlung sinken die Heilungschancen.
Das ist sogar recht häufig der Fall, daher bleibt eine Borreliose oft jahrelang unentdeckt. Viele wertvolle Infos und Tipps zum Thema Borreliose findest Du in leicht verständlicher Form auch unter
http://www.borreliosetipps.de/