Wie kommt es dazu, daß der Chef eines Unternehmens möglichst nichts mit Komplexität zu tun haben will? Weites wird vieles gerne aus dem Zusammenhang gerissen und neu interpretiert. Falsche Entscheidungen aufgrund dessen getroffen.
Wie ticken solche Leute?
Gruß Christian
Hi Christian,
eine Person kann nicht alle Tätigkeiten aller Angestellten überblicken und gleichzeitig das Unternehmen betreffende Entscheidungen fällen. Das ist aber keine Frage der psychischen Verfassung. Das würde selbst ein Genie nicht bewerkstelligen. Trotzdem sind viele Chefs Idioten.
Ciao,
Hilmar
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Hallo
[Falsche Entscheidungen]
Wie ticken solche Leute?
Ganz normal, siehe
Im Jahr 2004 habe die Serie von Unternehmensinsolvenzen
mit 39 600 den Vorjahresstand noch einmal leicht übertroffen.
(http://www.an-morgen-denken.de/archiv/05_02_wp.htm)
Grüße
CMБ
Hallo,
du schilderst ein Negativbeispiel. Dem gegenüber stehen mehr Positivbeispiele in denen ein „Chef“ lernt, wie sich, durch Distanz zum Detail, zum einen seine Visionen erfüllen und zum anderen seine Mitarbeiter (und nicht er)die Arbeit erledigen, dabei sogar motivierter agieren und das Projekt als eigenes Baby sehen. So hat auch dein Kummer, wie so vieles, zwei Seiten.
Gruß D.K.
Wie kommt es dazu, daß der Chef eines Unternehmens möglichst
nichts mit Komplexität zu tun haben will? Weites wird vieles
gerne aus dem Zusammenhang gerissen und neu interpretiert.
Falsche Entscheidungen aufgrund dessen getroffen.
Hallo Christian,
Wie kommt es dazu, daß der Chef eines Unternehmens möglichst
nichts mit Komplexität zu tun haben will?
Weil wir eine arbeitsteilige Gesellschaft sind und es schlicht unsinnig wäre, wenn der Chef den selben Detailierungsgrad wie der Mitarbeiter hat?
Mehrere Thesen meinerseits:
a) Der Chef interessiert sich nicht für die Komplexität einer Aufgabe eines Mitarbeiters, weil die Komplexität seiner eigenen Aufgabe dies nicht zulässt. Irgendwann ist Schluss und auch ein Chef muss Prioritäten setzen, um seine Aufgaben zu bewältigen. Und diese Priorität ist in der Regel nicht das Detailproblem …
b) Der Chef hat einen anderen Blick auf das Gesamtsystem. Er ordnet dementsprechend das Detailproblem anders ein. Das mag für den Betroffenen idiotisch aussehen, diese Bewertung allerdings ohne Kenntnis des Gesamtwissens zu treffen ist schwierig.
Beispiel: Es gibt Projekte, die werden nur gestartet, um sie scheitern zu lassen. Warum? Weil u.U. der Chef jemandem beweisen will, dass es eben so nicht(!) geht. Der Projektleiter wird dies aber in der Regel nicht gesagt bekommen, er wird sich nur „wundern“, dass er keinen Erfolg hat bzw. nicht die richtigen Mittel für einen Erfolg bekommt. Das ist unfair, das ist hart, das ist Politik. Und Du brauchst viel Erfahrung, um um solche Projekte herumzukommen …
c) Ein sehr guter Mitarbeiter stellt sich ohne viel Trara den Herausforderungen und meistert sie. Wenn es Dinge zu verantworten gibt, dann kommt er mit einer(!) fundierten Lösung(!) und lässt die vom Chef abnicken.
Ein guter Mitarbeiter kommt mit zwei oder mehr Lösungen und zwingt den Chef zu einer Entscheidung, die er aufgrund seines begrenzten Detailwissens (s.a.) nur ungern fällt.
Und der Rest kommt mit Problemen und Komplexität und will die Lösung vom Chef.
Grüße
Jürgen