Boykott?

Hallo ALex,
Du siehst die möglichen Gefahren eventuell an der falschen Stelle.
Es geht nicht um eine Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr, sondern um Umweltschäden durch den Anbau.
Ich bastel mal ein Szenario und übertreibe dabei absichtlich maßlos. :wink:
Stell Dir vor, diese Resistenz gegen Schädlinge, die dem Mais eingeimpft wurde übertzrägt sich auf andre Pflanzen, speziell wild wachsende Gräser. (wenn ich weiter unten in Thread lese, soll es Anzeichen dafür geben) Das würde das gleichgewicht zu Ungunsten anderer Pflanzen verschieben. Bestimmte Insekten würden aussterben, die aber wiederum Nahrungsgrundlage für bestimmte Vögel waren. Sterben diese aus, spezialisieren sich die Raubtiere auf andere Gattungen, die dadurch geschwächt werden und deren Nahrungsgrundlage, andere Insekten werden zur Plage, die für uns existenzbedrohend wird.

Wie gesagt, nur mal den schlimmsten Fall angenommen. Niemand sagt, daß es so kommt, aber die Erzeuger von genverändertem Mais wissen nicht, wie es kommt und es kümmert sie auch nicht. Das Problem ist, daß bei dem Gewinn nicht geprüft wird, ob es negative Folgen geben könnte.
Das sollte die Menschheit aber inzwischen gelernt haben, daß man unabsehbare Folgen nicht provozieren sollte.

cu Rainer

By the way…
Hi!

Nur mal eine generelle Frage: weshalb sollte ich eigentlich „Gen-Food“ vermeiden?
Ist diese Nahrung schlechter, als unveränderte?
Wo liegt der Unterschied zu speziellen Züchtungen, wie z.B. Winterweizen mit optimalen Eigenschaften für das westliche Oberammergau, was es ja schon seit Jahrzehnten gibt?

Wo ist genau das Problem?

Grüße,

Mathias

Meine Meinung zum Thema „Genfood“.

Gentechnik kommt besonders in unserem Lande nicht gut an. Warum? Aus Angst!

Dass diese durch möglicherweise gar nichts begründet ist ist eine andere Sache. Dies zeigt aber, dass man jedem Fortschritt gegenüber misstrauisch ist.
Dass Landwirte durch Züchtungen, Kreuzungen und ähnliches seit Jahrhunderten eigentlich nichts anderes machen interessiert keinen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass man hier gezielter ansetzt und nicht großartig warten muss was dabei heraus kommt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich so großartig gefährlich sein soll. Und wenn ja - woher sollen die Erfahrungen kommen wenn man sie nicht zuläßt?

Aber im Moment greift man jede noch so unbegründete Angst auf, stellt Zusammenhänge her, die sich lediglich im Gehirn des Verbreiters erklären lassen -denn beweisbar sind sie nicht- und bauscht diese zur Massenhysterie auf.

Ich mach mir jedenfalls keineSorgen, dass Genfood derzeit irgendwelche großen Marktanteile bekommen wird. Die Angst ist viel zu groß.

Gruß Ivo

Hi Anwar,

Wir sollten nicht vergessen, dass die Natur selbst ständig
Genmanipulation vornimmt. Und das seit Jahrtausenden, ohne
dass es zu einer weltvernichtenden Katastrophe gekommen ist.
Natürlich ist der Maßstab bei diesen Versuchen ein ganz
anderer, aber ein totales Baumsterben halte ich für recht
unwahrscheinlich.

Diese Mutationen gingen aber über Generationen. Beispiele wie die Krötenplage in Australien oder die verheerenden Austrocknungen ganzer Landstriche in Südafrika durch die eingeschleppten Eukalyptusbäume gibt es wie Sand am Meer.

Das Schlimme bei der Genmanipulation ist, dass man sich dagegen bald nicht mehr schützen können wird. Die Samen der manipulierten Sorten werden sehr bald alle anderen Sorten durchdrungen haben. Die Schäden für die Umwelt sind heute noch nicht absehbar.

Bye
Rolf

Lese den Artikel… o.w.T.
.

Hi!

Schließlich soll doch in der deutschen Wirtschaft der freie
Wettbewerb herrschen!

ja, aber in Grenzen. Da gibt es z.b. welche bei
Atomkraftwerken und Genfood könnte gefährlicher sein.
Daß man mögliche Gefahren nicht kennt, heißt doch nicht, daß
sie nicht da sind.

Auf Gefahren kann man hinweisen. Deshalb muss es nicht zu einem Boykott oder gar Verbot kommen. Im Rahmen einer freien Marktwirtschaft - so wird es doch immer wieder gefordert - kann der Käufer doch selbst entscheiden, ob er genmanipulierte Lebensmittel kauft oder nicht. Genau das ist doch die Regulierungskraft des freien Marktes. Eingriffe vom Staat oder sonstiger Organisationen (und dazu zähle ich auch Greenpeace) sind doch kontraproduktiv für einen freien Markt.

Oder täusche ich mich da?

Grüße
Heinrich

Hallo Heinrich,

Auf Gefahren kann man hinweisen. Deshalb muss es nicht zu
einem Boykott oder gar Verbot kommen.

Wenn die Hinweise ignoriert werden schon.

Im Rahmen einer freien
Marktwirtschaft - so wird es doch immer wieder gefordert -
kann der Käufer doch selbst entscheiden, ob er genmanipulierte
Lebensmittel kauft oder nicht.

Ja, genau darum geht’s doch, nicht kaufen.

Genau das ist doch die
Regulierungskraft des freien Marktes. Eingriffe vom Staat oder
sonstiger Organisationen (und dazu zähle ich auch Greenpeace)
sind doch kontraproduktiv für einen freien Markt.

Ja was hat Greenpeace mit der Marktwirtschaft zu tun?
Grenpeace kümmert sich ja gerade um die Fälle, in denen nur den schnelle Gewinn zählt und über mögliche Gefahren nicht nachgedacht wird. Deine ‚Regulierungskraft des freien Marktes‘ berücksichtigt die Umwelt nicht. Sieh Dir die USA an. Die Steppen waren mal riesige Wälder. Da kannst Du genau sehen, was der Markt bewirkt.

cu Rainer

und ? … Der beantwortet die Frage nicht . (owt)
.

Hi!

Hätte ich den Artikel nicht gelesen, hätte ich nicht gefragt.
Was soll das?

Grüße,
Mathias

eine Antwort kannst Du vergessen.
Hat Raimund weiter unten auch schon nicht erhalten.
Da kommt halt was ins Essen. Das muß ja schädlich sein ; )