Branchenwechsel ja oder nein?

Hallo,

ich habe im Internet ein sehr interessantes Stellenangebot gesehen, das mich sehr reizen würde und in dem ich meine Fähigkeiten besser einbringen könnte als in der jetztigen Firma. Das Problem ist nur, diese Firma gehört zu einer Branche der ich etwas kritisch gegenüberstehe um das mal vorsichtig auszudrücken. Es könnte daher bei einem evtl. Vorstellungsgespräch Probleme geben (Glaubwürdigkeit). Ich hätte dann sicherlich auch Gewissensbisse (Selbstachtung). Was würdet Ihr mir raten? Fakt ist jedenfalls, das ich in meiner derzeitigen Firma an einem absoluten Tiefpunkt angelangt bin so das jeder Arbeitstag ein verlorener ist.

Vielleicht gehts ja einigen auch so.

Gruß

Roland

Hallo,

ich glaube, dass nur DU selbst diese Frage beantworten kannst.

Solltest Du selbst aktiver Greenpeace-Aktivist sein und an einer Stelle als Robbenfänger interessiert sein, würde ich sagen lass es.

Insbesondere, da du keine weiteren Infos über den neuen AG und die Branche gibst, wird dir keiner weiterhelfen können.

Gruß

Matthias

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Hallo Matthias,

die Branche ist im Energiebereich. Mehr möchte ich eigentlich nicht dazu sagen, nicht das auf Umwegen irgendjemand etwas erfährt. Vergleiche meine Situation am besten mit einen Vegetarier der an seinem Arbeitsplatz im Bioladen nicht mehr zufrieden ist und jetzt einen Topjob im Schlachthof bekommen könnte. :wink:

Gruß

Roland

Hi Roland,
ich kann Dein Problem gut nachvollziehen. Ich selbst hätte mir nie vorstellen können, irgendwann in einem Chemiekonzern arbeiten zu können - und habe es irgendwann getan. Dort habe ich dann feststellen „dürfen“, dass ich mit meinen Bedenken gegenüber den Aktivitäten dieses Unternehmens keineswegs alleine war. Und diese „Bedenkenträger“ haben durchaus die Unternehmensphilosophie mitbeeinflusst.
Glaub’ bloß nicht, dass jeder BILD-Journalist z.B. die manipulative Verkaufsstrategie seines Verlegers ideell unterstützt…
Entscheidend ist für mich nach wie vor, inwieweit man sich für ggf. kriminelle Machenschaften eines Unternehmens einspannen lässt - denn dann kann man immer noch NEIN sagen und jedes Arbeitsgericht würde eine derartige Argumentation im Streitfall anerkennen.
Gruß,
Anja

Hallo,

Vergleiche meine Situation am besten mit einen
Vegetarier der an seinem Arbeitsplatz im Bioladen nicht mehr
zufrieden ist und jetzt einen Topjob im Schlachthof bekommen
könnte. :wink:

Ich bin Vegetarier und würde mir einen anderen Bioladen oder sinnverwandte Aufgabe als neue Arbeitsstelle aufsuchen.

Grüsse,

Laluca

Hallo Roland,
ich arbeite als Krankenschwester in einer katholischen Einrichtung, bin aber a) evangelisch, b) der Kirche gegenüber sehr kritisch eingestellt, und lehne sie als Institution ab.
Ich kann meine Arbeit gut vertreten, auch wenn der Träger der Einrichtung meinen eigenen Ansichten nach in vielerlei Hinsicht Unrecht hat und tut, da nicht von mir verlangt wird die Ansichten meines Arbeitsgebers weiter zu reichen bzw. sich nicht in meinen persönlichen Arbeitsbereich einmischt.
Ich würde meine Entscheidung davon abhängig machen, ob deine Arbeit möglich ist ohne täglich darunter zu leiden oder so gravierende Eingeständnisse an deine Lebensphilosophie machen zu müssen, dass du bald auch diesen Job nicht mehr ertragen kannst.
Wünsche dir viel Erfolg
Gruß
Iris