Mit anderen Worten, du steigst fein sauber aus der Diskussion
aus, die du angezetellt hast, indem du argumentum ad hominem
bringst.
den Gefallen tue ich dir nicht
Also noch einmal, was gefällt dir an den oben
stehenden Links nicht? Hast du inhaltlich etwas zu bieten?
Ich fang mal bei der „links-intellektuellen“ „Freitag“ an:
Die Überschrift:
„Die Deutschen machten sich ihre Vertreibung selber“
klingt zweideutig, man könnte dem Autor an dieser Stelle aber auch noch unterstellen, daß er auf die Vorgeschichte hinaus will (frei nach dem Motto: „die Deutschen haben nur das wiederbekommen, was sie begonnen haben“), aber so ist es nun auch nicht: liest man weiter stößt man auf KZ-Todesmärche die (angeblich) in den 50er Jahren als Vertreibung deklariert wurden und auf „Nazi-Historiker“ die die Geschichte zu deutschen Gunsten umschreiben wollten oder haben. So drängt sich dem Leser (natürlich vom Autor ungewollt) der Verdacht auf, es ist vielleicht alles von Nazi-Historikern übertrieben und gefälscht worden, um von ihrer eigenen Schuld abzulenken, oder wie es in der Jungen Welt schon zu lesen war: die Deutschen haben sich kurz vor Kriegsende selbst vertrieben.
Herr Rack ist da schon etwas vorsichtiger, argumentiert aber ähnlich hirnrissig: jeder der auf die deutschen Opfer hinweist ist mindestens „rechtskonservativ“ (wie Alfred Dregger (CDU)), wenn nicht sogar bei der NPD, und will nur die deutschen Opfer in den Vordergrund spielen, um von der eigenen Schuld abzulenken.
Weiter geht es mit:
„Der alliierte Bombenkrieg, Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und dem Sudentenland, Massenvergewaltigungen durch sowjetrussische Truppen und jahrelange harte Kriegsgefangenschaft für Abertausende deutscher Soldaten…“
„Auch die beim Vordringen der Roten Armee ins Reichsgebiet verübten Vergewaltigungen und andere Gewalttaten an deutschen Zivilisten, die heute vom Historiker nüchtern betrachtet als Kriegsgräuel zu bewerten sind, werden einseitig zur Betonung der deutschen Leidensgeschichte benutzt.“
Da steht bewußt nichts von Toten; weder von ermordeten Zivilisten, noch von Kriegsgefangenen. Am schlimmsten klingt „Massenvergewaltigung“ und „Gewalttaten“, die man aber nüchtern als „Kriegsgräuel“ werten muß. „Gewalttaten“ ist ein extrem-dehnbarer Begriff (könnte auch eine Körperverletzung sein) und „Kriegsgräuel“ sind für mich Einzeltaten (z.B. aus Rache). Die Vertreibung war aber ein von „oben“ angeordnetes Kriegsverbrechen, das mit Billigung der West-Alliierten erfolgte.
George Duncan hat, meiner Meinung nach, ziemlich objektiv die
meisten Kriegsverbrechen (Massacres and Atrocities) des 2.WK.
zusammengetragen.
http://members.iinet.net.au/~gduncan/index.html
Was hat dein Link mit dem Thema zu tun?
Der von mir angegebene Link sollte nur den Begriff Vertreibung mal an ein paar Beispielen klären.