Brasilien: Fortbewegung im Land

Hallo,

Zuerst nochmal vielen Dank an alle, die mir weiter unten zum Thema Trinkwasser geantwortet haben, das hilft schon mal viel weiter! (Und was die gefährlichen Tiere betrifft: Wie ich heute gesehen habe, haben es die tollwütigen Vampire schon bis zu Spiegel-Online geschafft!)

Ich habe noch eine Frage: Wir funktioniert die Fortbewegung im Land am Besten? Auch angesichts der Kriminalität, vor der immer wieder gewarnt wird. Man soll angeblich immer nur das Nötigste dabei haben und versuchen so auszusehen, wie ein Braslianer. Hmmm, nicht so ganz einfach. Wir sehen eher europäisch aus. Und wir werden natürlich Gepäck dabeihaben, vermutlich im Rucksack.

Wir starten in Fortaleza und wollen in den Nordosten, also wohl bis Belem. Dass man Manaus nur mit dem Schiff erreicht, wissen wir. Die Busverbindungen sollen wohl gut sein? Kann man einfach mit Gepäck durch die Städte laufen, oder muss man da gleich Angst haben, überfallen zu werden? Auto mieten ist wohl auch nicht einfacher? Muss man sich um die Kriminalität jenseits der Städte auch Sorgen machen?

Wohl gemerkt, ich habe keine Lust, jetzt panisch zu werden und die meisten scheinen ja doch unbeklaut und ohne Hepatitis wieder zu kommen. Aber mich würde interessieren, was nach Eurer Erfahrung die besten Reisemöglichkeiten sind, um viel zu sehen und dabei trotzdem bestimmte Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten.

Mit vielen Grüßen, Peter

Hallo Peter,

Ich habe noch eine Frage: Wir funktioniert die Fortbewegung im
Land am Besten? Auch angesichts der Kriminalität, vor der
immer wieder gewarnt wird. Man soll angeblich immer nur das
Nötigste dabei haben und versuchen so auszusehen, wie ein
Braslianer. Hmmm, nicht so ganz einfach. Wir sehen eher
europäisch aus. Und wir werden natürlich Gepäck dabeihaben,
vermutlich im Rucksack.

wie in jeder Großstadt solltet ihr in Manaus oder Belém vorsichtig sein. Ich habe mich aber zu keiner Zeit unsicherer gefühlt als im Frankfurter Gallusviertel. Allerdings ist die gefühlte Sicherheit sehr subjektiv und wir waren immer zu viert unterwegs.

Wir starten in Fortaleza und wollen in den Nordosten, also
wohl bis Belem. Dass man Manaus nur mit dem Schiff erreicht,
wissen wir. Die Busverbindungen sollen wohl gut sein? Kann man
einfach mit Gepäck durch die Städte laufen, oder muss man da
gleich Angst haben, überfallen zu werden? Auto mieten ist wohl
auch nicht einfacher? Muss man sich um die Kriminalität
jenseits der Städte auch Sorgen machen?

Manaus ist auch mit dem Flieger erreichbar :wink:
Ich würde die Slums abseits der Innenstadt meiden, aber die sind auch nicht so schön wie z.B. die Oper.

Wohl gemerkt, ich habe keine Lust, jetzt panisch zu werden und
die meisten scheinen ja doch unbeklaut und ohne Hepatitis
wieder zu kommen. Aber mich würde interessieren, was nach
Eurer Erfahrung die besten Reisemöglichkeiten sind, um viel zu
sehen und dabei trotzdem bestimmte Sicherheitsvorkehrungen
einzuhalten.

Wir haben folgende Verkehrsmittel benutzt:
Linienbus, Bus, Linienboot, Charterboot, Pferd, Wasserbüffel, Flugzeug.

Alles war sehr einfach, denn wir hatten einen Reiseleiter dabei.
Ohne Portugisisch ist man leider aufgeschmissen.
In Brasilien habe ich den Vorteil von Gruppenreisen kennen gelernt. Während wir zu spät zum Linienboot kamen, mussten die Rucksacktouris uns zusehen wie wir an Bord gingen, während sie auf das nächtes Schiff warteten, denn wir hatten reserviert. Und dort ist die Taktfrequenz der Schiffe nicht sehr hoch.

Viel Spaß und Gruß, Joe
noch47tagebiscostarica/panama

gefährlichkeit
hi peter,

das mit den überfällen, von denen ich immer wieder gehört habe, hat mich doch vor unserer brasilienfahrt sehr irritiert. auch der freund, den wir in rio besucht haben wurde beim joggen an der copacabana überfallen, eine andere bekannte die dort lebt wurde ebenfalls ausgeraubt.

infolge solcher erzählungen kamen wir in rio im flughafen an und waren ziemlich eingeschüchtert und besorgt. die reiseschecks haben wir versucht rauszukramen, ohne dass uns einer beobachten kann und als wir ins taxi stiegen, habe ich verzweifelt versucht, das ganze gepäck im auge zu behalten.

unsere gefühlte sicherheit steigerte sich dann im verlauf des aufenthalts zusehends, weil wir natürlich auch erfuhren, wo man besser nicht hingeht oder wo man besser nach einbruch der dunkelheit nicht mehr hingeht (z.b. das gebiet rund um die oper in der innenstadt von rio, wo unsere freunde dann ein taxi nehmen, um zurück nach hause zu fahren), man macht eigene erfahrungen und wir sind mit freunden durch die gegend gelaufen, an deren vorsicht oder lockerheit wir uns orientieren konnten. man gewinnt also eine gewisse souveränität.

dennoch blieben wir vorsichtig und waren auch in bestimmten gegenden etwas ängstlich (z.b. rund um den busbahnhof von campo grande) eine ganz blöde situation hatten wir in salvador de bahia, wo wir mit einem mietauto in der stadt rumfuhren und noch geld aus dem automaten ziehen wollten und keinen fanden, der unsere euroscheck-karten annahm. es war bereits dunkel und wir fanden eine hsbc-bank mit automaten. gegenüber war ein unbeleuchteter parkplatz und jeder, der uns beobachtet hätte, hätte gewusst, dass wir mit geld dort wieder rauskommen. uns einen überzubraten wäre ein kinderspiel gewesen. aber auch dort ist nichts passiert.

upcountry haben wir uns dagegen überall sicher gefühlt. (wobei natürlich das gefühl nichts über die wirkliche gefahr aussagt. dies gilt sowohl für ein sicherheits- wie ein angstgefühl.) insgesamt fand ich es aber für mich beruhigend zu sehen, wie aus einer allgemeinen angst eine differenzierte lagebeurteilung wird und man diese ständige angespanntheit verliert.

insgesamt würde ich brasilien jedoch als heikler einschätzen als andere länder die ich kenne. in bangkok und jakarta, sogar in mombasa bin ich nachts alleine durch die straßen geeiert. das würde ich vermutlich in rio nicht machen.

liebe grüße
burkhard