hallo andre,
wir waren im oktober 2002 in brasilien. unsere tour war dreigeteilt: besuch unserer freunde in rio, ca. eine woche in imbassai an der küste bei salvador de bahia und eine woche im pantanal, einem großen feuchtgebiet im westen.
ein großes problem ist die größe des landes. wir mussten im grunde ständig unsere pläne zurückschrauben, weil die entfernungen soo riesig sind und man einfach zeit braucht, um von hier nach dort zu kommen. also haben wir amazonasgebiet gestrichen, haben sao paulo gestrichen, haben den nordosten gestrichen, haben den süden gestrichen.
dennoch waren wir mit dem urlaub total zufrieden, denn es war alles superinteressant und schön.
wenn du ein faible für natur hast, kann ich das pantanal nur empfehlen. (das hängt aber natürlich von den wasserverhältnissen ab, die ich nicht mehr im kopf habe) wir waren in einer trockenen zeit dort und haben viele viecher zu gesicht bekommen: kaimane, eine anakonda, wasserschweine, brüllaffen, nasenbären, hyazinth aras, gelbflügel aras, riesenotter und mehr.
ich weiss aus meiner reiseleiterzeit (ich habe u.a. ein jahr lang safaris durch tanzania und kenia begleitet), dass es sehr wichtig ist, ob du einen guten guide hast, ob du viecher siehst. ohne guide oder mit einem unerfahrenen, schlechten, siehst du nur einen bruchteil von dem, was du sehen könntest! gutes fernglas mitnehmen!
der kleine ort imbassai liegt nördlich von salvador de bahia. wir waren dort in einer kleinen pousada, die ein schweizer betreibt. wunderbar am meer gelegen und mit den besten caipirinhas der gesamten reise. wenn du den namen und die adresse haben willst, müsstest du mich nochmal anmailen, die muss ich erst raussuchen. ebenso die adresse von der pousada im pantanal, die insgesamt etwas teurer, aber sehr schön war.
in rio haben wir bei freunden in copacabana gewohnt. ein nettes viertel, überhaupt nicht „reich“ wie ich dachte, sondern sehr gemischt vom publikum. ein nachteil von rio ist, dass man nachts möglichst nicht durch bestimmte gegenden geht. wir sind daher oft mit dem taxi gefahren.
viele strände in rio sind zum baden nicht geeignet. es gibt in den zeitungen immer einen überblick über die aktuellen wasserqualitäten.
schön ist, dass es an der copacana oft konzerte gibt, die umsonst und draussen sind. so haben wir damals z.b. gilberto gil und andere sehen können, ohne dafür zu bezahlen. und das am strand und in der warmen tropenluft…
sehr empfehlenswert sind übrigens auch die kilo-restaurants: es gibt ein büffet mit allem möglichen zeug. am ende wird dann abgewogen. es gibt einen festen kilopreis.
liebe grüße
burkhard