Ich hab jetzt eher an so Sachen wie Essen oder Mietanteil und
so gedacht.
Hallo, Julia,
na, ich denke schon, dass man, wenn man selbst Geld verdient und durch die Dienstleistungen im „Hotel Mamma“ ja wirklich eine ziemliche Menge spart (Miete, Essen, Wäsche etc), durchaus zu den Haushaltskosten der Eltern seinen Beitrag zu leisten hat. Wie dieser Beitrag aussieht, ob er durch Mithilfe abgearbeitet wird, oder in Bar erfolgt, kann ja ausgehandelt werden.
Ich würde mir jedenfalls nicht nachsagen lassen wollen, dass ich auf Kosten meiner Eltern mir ein gutes Leben mache!
Gruß
Eckard.
Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, von meinen
zukünftigen Kindern Geld zu
verlangen.Vieleicht bin ich da ein bisschen Naiv
Hallo Julia,
na, also, ich finde schon, dass verdienende Kinder einen, zumindest symbolischen, Betrag ablifern sollten. Ich habe als Studentin ziemlich darunter gelitten, immer noch von meinen Eltern abhängig zu sein. Zum Erwachsen werden gehört auch, für sich selbst verantwortlich zu sein, Entscheidungen zu treffen, ohne die Eltern zu fragen, und das wird nicht gerade erleichtert, wenn man von Mamas Überweisungen abhängig ist.
Gerade die Jugendlichen, die weiter zu Hause wohnen und es sich dort gut gehen lassen, haben aber offenbar ein Defizit im Bewustsein der Verantwortung für sich selbst. Letztendlich sollte ein „Kind“ um die 20 sich von den Eltern emanzipieren, auch wenn das für das Kind den Verlust von Bequemlichkeit bedeutet und von den Eltern die Bereitschaft verlangt, IHR „Kind“ loszulassen.
Ich durfte während meines Studiums nicht arbeiten, hatte immer genug Geld. Ich habe das Gefühl, dass mich das nicht gerade gut auf ein selbständiges Leben in der heutigen Zeit vorbereitet hat.
Ich habe als Studentin ziemlich darunter gelitten, immer noch von meinen
Eltern abhängig zu sein. Zum Erwachsen werden gehört auch, für
sich selbst verantwortlich zu sein, Entscheidungen zu treffen,
ohne die Eltern zu fragen, und das wird nicht gerade
erleichtert, wenn man von Mamas Überweisungen abhängig ist.
Nun ja, ich weiß nicht, wie es bei Dir war, aber meine Tochter kriegt zwar jeden Monat ihre Unterhaltsüberweisung, aber davon hat sie auch zu leben. Jobben ist allerdings nicht verboten, darf aber das Studium nicht gefährden (Bio und Chemie für Lehramt Gymnasium macht man, glaube ich, auch nicht so leicht nebenher). Ich kann nicht finden, dass dies das Erwachsenwerden einschränkt. bloß weil Studieren hierzulande kein offiziell bezahlter Job ist. Mit beschränktem Geld auszukommen ist ja auch schon einiges, ganz zu schweigen von dem strebsamen Erreichen eines Berufsabschlusses.
Ich durfte während meines Studiums nicht arbeiten, hatte immer
genug Geld. Ich habe das Gefühl, dass mich das nicht gerade
gut auf ein selbständiges Leben in der heutigen Zeit
vorbereitet hat.
Hast Du denn noch zuhause gewohnt? Das könnte es sein, meine Tochter wohnt nicht mehr zuhause, ist also dem Druck, immer genug Geld für die Nitwendigkeiten des Lebens zuhaben, schon jetzt ausgesetzt.
sorry für die späte Antwort, ich hatte vergessen, daß ich dir noch was sagen möchte.
In dieser konkreten Situation stellst du dir also vor, dass
ein nicht besonders Selbstbewuster Junge ploetzlich anfaengt
(aus welchem Grund auch immer) sich am Unterricht (der ihn
echt nicht interressiert) zu beteiligen.
Hmmm, ich habe gelesen, daß der Junge sich im Unterricht nicht meldet.
Jetzt kann man überlegen, was der Grund dafür ist. Vielleicht ist er nicht besonders selbstbewußt. Vielleicht interessiert ihn der Unterricht nicht.
Vielleicht ist es aber einfach eine verfahrene Situation: er macht nicht mit, weil es uncool ist, und das ist uncool, weil man das nicht macht - keiner hat sich darüber Gedanken gemacht. Ich meine durchaus, daß man da entgegenwirken kann.
Seine coolen Freunde
werden dann auf dieses neue „coole“ Verhalten aufmerksam und
nehmen auch am Unterricht teil. Das klappt dann doch wohl eher
nur in sehr schlechten Zeichentricks und Soaps, sorry.
Das kann sein, ich schaue keine schlechten Soaps. Ich kann dir aus meiner Schulzeit berichten, und ich kann dir erzählen, was ich von meinen Kindern höre. Da läuft das so ab. Ein oder zwei Gespräche schaffen ein Bewußtsein dafür, wie es sein könnte, die Kinder testen das aus, und siehe da, das klappt. Auf diese Weise macht mein Sohn sogar beim verhaßten Handarbeiten mit.
Zugegeben, er ist erst 10. In 3, 4 Jahren könnte es sein, daß ich hier ins Forum ratsuchend eine Frage stelle. Ich kann mir aber auch vorstellen, daß es anders abgeht.
nein, ich wohne nicht mehr zu Hause, ich mußte also schon mit meinem Geld haushalten. Allerdings war es reichlich, wirklich zählen mußte ich nie. Am nervigsten war, dass sie wollte, dass ich in der privaten Krankenversicherung bleibe. Erstens will man mit Mitte 20 nicht mehr, dass die Mutter die gesamte Krankengeschichte kennt. Als ich mit 25! mein erstes Loch hatte, dass allerdings so blöd, das gleich eine Krone fällig war, mußte ich mir einiges anhören. Außerdem war ich dann irgendwann fertig mit dem Studium, bin also aus der Beamtenbeihilfe rausgefallen und hatte ein Stipendium. Dumm gelaufen, denn nur durch ein echtes Arbeitsverhältnis erlischt der Verzicht auf die Versicherungspflicht, den man im 1. Semester unterschreiben muß, um in der privaten Versicherung bleiben zu müssen. Wenn ich nicht riesig Glück gehabt hätte, wäre knapp die Hälfte des Stipendiums für die Krankenversicherung draufgegangen.
Insgesamt habe ich jetzt zwar ein sehr gutes Diplom, aber keine Erfahrung im „durchboxen“. Ich bin auch nicht daran gewöhnt, mir Dinge wirklich zu verkneifen (klar, den Mercedes schon, aber für einen Urlaub mußte ich nie sparen). Das muß ich dann demnächst erst lernen, denn weder mein Mann noch ich haben eine gesicherte berufliche Zukunft, und von einer halben Stelle an der Uni bzw. einem Stipendium kann man den Wegfall des anderen Einkommens nicht locker kompensieren. Und demnächst müssen dann drei Personen davon leben, da muß man dann ziemlich rechnen, und ob ich dass kann, weiß ich noch nicht (klar, bleibt einem nichts anderes übrig).
Ich find’s schon richtig, seinem Kind das studium zu finanzieren, und viele Eltern können sicher das Kind trotzdem als Erwachsenen behandeln. Bloss ist es bestimmt nicht verkehrt, wenn man „frühzeitig“ daran gewöhnt wird, dass das Leben verdammt teuer ist und dass Geld nicht einfach so da ist.
Hallo!
nicht jeder guter schüler ist ein streber! ich kann mich noch an meine schulzeit erinnern ich war ein wenig genauso wie dein sohn. freunde waren mir wichtiger als schule bis ich dann ein jahr wiederholen müßte, weil meine noten nicht gut genug waren. ich hatte mir selber das ziel gesetzt nur einmal in jeder stunde mich zu melden und mich täglich eineinhalb stunden hinzusetzten und für die schule zu lernen. mit der zeit hat es sogar richtig spaß gemacht wissen in meinen kopf zu haben.
ich hoffe du kannst damit was anfangen
gruß manuela
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]