Brauche Argumentationshilfe

Hallo,

der Lehrer meines Sohnes beklagt sich, daß es in der Klasse einige gäbe, die sich nicht am Unterricht beteiligen und die auch, wenn sie aufgerufen werden, sich nur sehr unwillig in Satzfragmenten äußern, die meistens aus ‚Hm‘, ‚Nä‘ und ‚weiß ned‘ bestehen. Er fragt sich, ob die geistig überhaupt anwesend sind, und deutet an, daß sich das auf Dauer auch erheblich auf die Noten auswirkt.

Ich weiß, daß mein Sohn (14) auch zu dieser Gruppe gehört. Außerhalb der Schule ist er aber nicht auf den Mund gefallen, und früher hat er auch gute Vorträge im Unterricht gehalten. Das ist jetzt aber Vergangenheit.

Ich habe mich nun mal mit ihm darüber unterhalten. Habe ihm die Situation des Lehrers erklärt, versteht er. Ich habe ihm erklärt, wie wichtig im Berufs- und Alltagsleben Kommunikation ist. Versteht er.

Ich habe ihm dann auch einige Beispiele genannt, wo ich in schwierigen Fällen mit meinem Anliegen bei Behörden Erfolg hatte, weil ich die Gesprächspartner durch subtile Lenkung auf Themen bringe, über die sie gerne reden. Die Grundstimmung ist besser, was die Bereitschaft erhöht, mir entgegenzukommen.

Sowas ruft bei meinem Sohn stärkeres Stirnrunzeln hervor. Wenn er solche psychologischen Tricks anwendet und sich angeregt mit seinem Lehrer unterhält, dann ist er ein Streber und Schleimer.

Ich kann mich aus meiner Schulzeit an die Ablehnung des Strebertums erinnern. Aber gibt es nicht einen Zwischenweg?

Meinen Vorschlag, sich in jeder Stunde dreimal zu melden, womit der Lehrer überglücklich wäre, wird abgelehnt. Das geht nicht. Was sollen die anderen denken?

Stattdessen ist mit dem Klingeln nach der letzten Stunde die Schule vergessen, es zählen nur noch die Kumpels und der Zeitvertreib, damit möglichst schnell das eine Jahr vergeht, bis er den Mopedführerschein machen kann. Er schmiedet Pläne, wo er dann überall hinfahren will, jeden Tag. Thema Schule? Fehlanzeige. Er will nach der Mittlern Reife arbeiten, damit er nicht mehr lernen muß und bevormundet wird und auch Geld für Benzin verdient.

Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, daß ich einigermaßen genervt bin. Mir wäre besonders geholfen, wenn ich Argumente im Hinblick auf Streber und Schleimer hätte, denn da fällt mir echt nichts ein.

Vielen Dank im voraus für jegliche Meinungen

Hallo Saemann,

nicht blos Reden!
Schick ihn in den nächsten Ferien in einen Malocherbetrieb und laß ihn dort ein- zwei Wochen ackern.
Dann gib ihm das als Perspektive für den Rest seines Lebens, wenn er mit einem miserabelen Zeugniss aus der Schuhle kommt. Von wegen Selbstbestimmung und nicht gegängelt werden und so.

Bei einem Bekannten hat das bei seinem Filius Wunder gewirkt.

Gandalf

hallo,

die streber sitzen im büro und fahren bmw,
die andern fahren moped und räumen den müll weg

das ist doch n grund :smile:

gruß

rasta

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Hi Saemann,

es stimmt schon, wer bessere Noten kriegt, wird wohl auch einen besseren Job haben, und wer in der Schule mitmacht, wird auch die besseren Noten abstauben.

Trotzdem gibt es einen weiteren Aspekt, warum dein Sohn in der Schule mitreden sollte: der Spaß an der Sache.

Es ist so, daß in der Schule die Kinder Erfolg haben, denen der Unterricht Spaß macht. Wer sich nur dahin schleppt und auf die Klingel wartet, wird sich entweder langweilen oder Streß haben, je nach Fach und Lehrer. Wer aktiv mitmacht, kann viel lernen! Er wird feststellen, daß nicht alles Blödsinn ist, sondern daß viele interessante Themen dabei sind. Und er wird sehen, daß der Unterricht auch von ihm selbst gestaltet werden kann, d.h. daß er die Themen auch aus seiner Perspektive betrachten und diskutieren kann, und daß dies für den Unterricht eine Bereicherung ist.

Die Kumpels hin oder her: wenn er ein bißchen Mut aufbringt, sich anfangs dagegen zu stellen, was als „cool“ gilt, kann er sogar die Sichtweise der Kumpels verändern: da stellt man plötzlich fest, daß man als Person und nicht als Cooler akzeptiert wird, und dann wird plötzlich das vermeintliche Strebertum nicht so negativ gesehen. Und diese Erfahrung ist mit Sicherheit ein Gewinn für deinen Sohn.

Schönen Gruß

J.
*derinderSchuleguteNotenhatteundtrotzdemcoolwar*

Hallo Saemann,

ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass dein Sohn für noch so gute Argumente zugänglich ist, denn es scheinen ihn nur die Gespräche zu interessieren, die nichts mit Schule zu tun haben.
Immerhin gibt es zwischen einem Streber und einem Meldeverweigerer etliche Möglichkeiten an Schülertypen, nämlich z.B. die Schüler, die sich am Unterricht beteiligen. Das muss nicht heißen, dass sie mit ihrer Dauerpräsenz „ich weiß es noch besser, Herr Lehrer“ allen auf den Wecker gehen, sondern bei einer Frage sich eine Antwort überlegen. Für diese hat es auch noch den Vorteil, dass die Schulstunde ansich nicht so langweilig ist, als wenn man die Minuten zählt und mit wasauchimmer die Zeit totschlägt, von dem positiven Eindruck des Lehrers abgesehen (z.b. mit der Chance eine verhaune Ex auszugleichen).
Ich könnte mir vorstellen, dass dein Sohn in seinem Freundeskreis auf dem Cliquenbanner stehen hat „Schule ist doof“, und dem wird mit aller Konsequenz gefrönt.
Die Idee mit einem Job für deinen Sohn (in den Ferien oder als Praktikum) finde ich nicht schlecht. Hoffentlich hat er da dann die Kollegen, wie man sie immer wieder kennenlernt: Schulabbrecher, knapp bei Kasse, nach einigen Jahren Jobberei müde und abgearbeitet. Oder eben die andere Sorte von Kollegen, die ihren Weg über Schulabschluß und Berufsausbildung machten, mit einem persönlichen und nicht einem Cliquen-Ziel vor Augen.
Wer nicht verstehen will muss erfahren.

viele Grüße
grilla

Ganz normal
Hallo

ich erinnere mich lebendig an meine Schulzeit mit 14, da war ich genauso.
Und das legt sich wieder, wirklich!
In dem Alter ist es numal total uncool, gut in der Schule zu sein, oder
mitzuarbeiten und sich zu melden. Und da die Freunde das wichtigste sind (
Peer-Group) hält man sich an den Gruppentenor. Da kannst du kaum was machen, weil
fast alles was du sagen wirst, als" uncool, veraltet, Elter-Leheregeschwätz"
empfunden wird.
Was du machen kannst, ist unterbesusst sein Interesse an gewissen Fächern wecken(
mag bei Mathe nicht gelingen), damit er sich damit auseinandersetzt und sein
Wissen dann auch kundtun will.
Aber glaub mir, die Einstellung ändert sich, mit zunehmenden Alter begreift man,
das Schule wichtig ist, aber das kann man leider leider nicht erzwingen.
Ich habe übrigens festgestellt, bei diversen Einstelllungsgesprächen, das es den
Leuten total egal war, was für Noten ich hatte, und wie ich in der Schule war.Da
ging es nur um den persönlichen Eindruck, und wenn dein sohn sich sonst recht gut
formulieren kann, sollte das kein Problem sein. Wie gesagt, niemand wollte je
mein Zeugniss sehen.
Hoffe ich konnte dir ein bisschen Mut machen, meine Sicht ist halt doch noch die
eines Jugendlichen!

Viel Glück

Julia

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Neugierig…

Ich habe übrigens festgestellt, bei diversen
Einstelllungsgesprächen, das es den
Leuten total egal war, was für Noten ich hatte, und wie ich in
der Schule war.Da
ging es nur um den persönlichen Eindruck. Wie gesagt,
niemand wollte je mein Zeugniss sehen.

Hi,
mich würde mal interessieren, bei welchen Jobs man keine Zeugnisse vorlegen muss.

Gruß
Nelly

1 „Gefällt mir“

Also ich bin früher Booker in einer Modelagentur, dann bei einer Agentur für
Fotografen und Mittlerweile arbeite ich als Redakteurin bei einer
Frauenzeitschrift als Redakteurin.
Und bei keinem dieser Jobs und bei den anderen Vorstellunsggesprächen die ich
dann abgelehnt habe, haben sie weder ein Zeugniss noch einen Lebenslauf sehen
wollen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

ich denke mal auch, dass man bei fast allen Jobs Zeugnisse vorlegen muß, allerdings in der Regel doch nur das Abschlußzeugnis. Nach denen davor kräht ja meist kein Hahn mehr, also würde es ausreichen, dem Jungen die Schule mitelfristig schmackhaft zu machen, ein verpatztes Zeugnis ist kein Beinbruch.

Ich weiß nicht,ob’s in dem Alter funktioniert, aber ich kann mich erinnern, dass ich in späteren Jahren trotz reger Beteiligung am Unterricht nicht als fieser Streber angesehen wurde, weil ich meine Meinung vertreten habe und nicht die des Lehrers. Dazu gehörte dann auch, für andere einzustehen, wenn man meinte, dass diese ungerecht behandelt wurden. Kann aber gut sein, dass die Jugentlichen in dem Alter den Unterschied zwischen einem guten Schüler und einem, der sich einschleimt, noch nicht so ganz verstehen.

Viele Grüße

Bianca

Hallo!

Ich habe ihm dann auch einige Beispiele genannt, wo ich (…) Erfolg
hatte, weil ich die Gesprächspartner durch subtile Lenkung auf
Themen bringe, über die sie gerne reden. (…)

Sowas ruft bei meinem Sohn stärkeres Stirnrunzeln hervor. Wenn
er (…) sich angeregt
mit seinem Lehrer unterhält, dann ist er ein Streber und
Schleimer.

Was mir Sorgen macht ist der mangelnde Geschäftssinn deines Sprösslings.
Ich habe mich damals in der Schule stets angeregt mit meinem Bio-Lehrer über Computer unterhalten (er hatte, wie ich, einen Sinclair Spectrum). Die Klasse unterhielt sich derweil, spielte Schiffe versenken oder machte Englisch-Hausaufgaben.

Dennoch stand ich wegen dieser Plaudereien keineswegs in dem Ruch, ein Streber zu sein, vielmehr genoss ich erhebliches gesellschaftliches Ansehen. Gelang es mir, den Lehrer für die volle Unterrichtsstunde zu beschäftigen, so wurden mir in der nächsten großen Pause die prächtigsten Annehmlichkeiten, wie Gratis-Matschbrötchen, Cola und Abschreiben-Lassen zuteil.

lemmy

Sinn der Kommunikation
Hallo,

(zusätzlich zu Gandalfs Tipp:smile:
Ich fürchte, dein Beispiel mit den Behördenanliegen war zwar aus einer Perspektive berechtigt, aus einer anderen dagegen weniger geglückt. Es handelt davon, mit Hilfe der Kommunikation andere zu manipulieren. Gerade aufgeweckte Kinder haben aber oft ein sehr feines moralisches Gespür. Es könnte sein, dass es ihn abstößt, durch Worte Menschen zu etwas zu bringen, was sie eigentlich nicht tun möchten.

Es reicht letztlich nicht, einem Kind Geldverdienen als Anreiz vor Augen zu halten. Es geht gerade Jugendlichen viel mehr um den Sinn des Lebens (ohne dass man diesen Ausdruck gebrauchen sollte).

Versuche herauszufinden, worum es ihm eigentlich geht. (Natürlich nicht im Inquisitionsverfahren, sondern - halt kommunikativ angemessen) Wohin will er denn fahren? Was hofft er dort zu finden? Was wird es ihm bringen? Was hat es anderen Leuten gebracht, die sich auf die gleiche Suche gemacht haben? Du schlägst damit viele Fliegen mit einer Klappe: Erstens könnte sich das Vater-Sohn Verhältnis vertiefen (was viel wichtiger ist als ein paar Schulnoten). Zweitens wird er allgemein zum Reden ermutigt, wenn er merkt, es hört ihm jemand aufmerksam und intelligent zu. Und drittens findet ihr dabei möglicherweise ein viel besseres Beispiel, eines von geglückter und beglückender Kommunikation (ohne dass man dies dann extra herausstreichen sollte).

Gruß
Juliane

Vielleicht fällt dir etwas ein,

der Lehrer meines Sohnes beklagt sich, daß es in der Klasse
einige gäbe, die sich nicht am Unterricht beteiligen und die
auch, wenn sie aufgerufen werden, sich nur sehr unwillig in
Satzfragmenten äußern, die meistens aus ‚Hm‘, ‚Nä‘ und ‚weiß
ned‘ bestehen. Er fragt sich, ob die geistig überhaupt
anwesend sind, und deutet an, daß sich das auf Dauer auch
erheblich auf die Noten auswirkt.

Ich weiß, daß mein Sohn (14) auch zu dieser Gruppe gehört.
Außerhalb der Schule ist er aber nicht auf den Mund gefallen,
und früher hat er auch gute Vorträge im Unterricht gehalten.
Das ist jetzt aber Vergangenheit.

Ich habe mich nun mal mit ihm darüber unterhalten. Habe ihm
die Situation des Lehrers erklärt, versteht er. Ich habe ihm
erklärt, wie wichtig im Berufs- und Alltagsleben Kommunikation
ist. Versteht er.

Ich habe ihm dann auch einige Beispiele genannt, wo ich in
schwierigen Fällen mit meinem Anliegen bei Behörden Erfolg
hatte, weil ich die Gesprächspartner durch subtile Lenkung auf
Themen bringe, über die sie gerne reden. Die Grundstimmung ist
besser, was die Bereitschaft erhöht, mir entgegenzukommen.

Sowas ruft bei meinem Sohn stärkeres Stirnrunzeln hervor. Wenn
er solche psychologischen Tricks anwendet und sich angeregt
mit seinem Lehrer unterhält, dann ist er ein Streber und
Schleimer.

Ich kann mich aus meiner Schulzeit an die Ablehnung des
Strebertums erinnern. Aber gibt es nicht einen Zwischenweg?

Meinen Vorschlag, sich in jeder Stunde dreimal zu melden,
womit der Lehrer überglücklich wäre, wird abgelehnt. Das geht
nicht. Was sollen die anderen denken?

Stattdessen ist mit dem Klingeln nach der letzten Stunde die
Schule vergessen, es zählen nur noch die Kumpels und der
Zeitvertreib, damit möglichst schnell das eine Jahr vergeht,
bis er den Mopedführerschein machen kann. Er schmiedet Pläne,
wo er dann überall hinfahren will, jeden Tag. Thema Schule?
Fehlanzeige. Er will nach der Mittlern Reife arbeiten, damit
er nicht mehr lernen muß und bevormundet wird und auch Geld
für Benzin verdient.

Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, daß ich einigermaßen
genervt bin. Mir wäre besonders geholfen, wenn ich Argumente
im Hinblick auf Streber und Schleimer hätte, denn da fällt mir
echt nichts ein.

Vielen Dank im voraus für jegliche Meinungen

Hi Saemann,

zuerstmal, 14 ist ein echt „cooles“ bzw. schwieriges Alter.

Es gibt meiner Ansicht nach keine Argumentationshilfe. Denn alles was du sagst bzw. wenn du dich als Beispiel hinstellst (siehe Behörde) ist sowieso uncool. Denn die Eltern sind in dem Alter „offiziell“ keine Vorbilder mehr. Und Bevormundung??? Das war auch etwas, was ich nicht abkonnte…

Den Grundstein, dass er nicht „uncool“ ist, wenn er was anderes macht als seine Freunde, hättest du viel früher legen müssen. Wie hat der Schulpsychologe bei uns gesagt: „Bis zur 7. Klasse können sie noch erziehen, danach geht nichts mehr.“

Was ich dir vorschlagen würde ist (was andere auch schon gemacht haben), mache ihn für verschiedene Dinge verantwortlich z. B. das Brot im Haus. Etwas, was euer Zusammenleben betrifft, für das er allein verantwortlich ist.

Und du solltest ihm auf jeden Fall sagen, dass er ein selbstständiger Mensch ist und ihn auch so behandeln.

Du kannst ihm sagen, dass du es nicht in Ordnung findest, dass er im Unterricht nicht mitmacht, aber was er daraus macht ist letztendlich seine Sache. Du kannst ihm nur Wege weisen, die Wege gehen muss er selbst und du solltest das auch akzeptieren. Du kannst ihm für bestimmte Sachen die „Augen öffnen“ und ich würde ihm das auch sagen, denn obwohl er vielleicht sagt: ach ihr mit eurem Sch… oder so. Aber irgendwas bleibt immer hängen.

Wir haben übringends einen „Streber“ und der kommt mit dieser Rolle, dank seines Selbstbewusstseins, sehr gut damit zurecht.

Überprüfe doch mal dein/euer eigenes Verhalten. Das ist nämlich auch ein wichtiger Aspekt.
Und wie ist der Unterricht von dem Lehrer??? Damit kann es nämlich auch zusammenhängen. Wenn es immer noch der Fronttalunterricht ist, wer schaltet da nicht ab :wink:))

Noch 'ne Frage, wer finanziert das Moped eigentlich???

Galaktische Gruesse

UFONET

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Bei meinem Vater hat das damals auch geklappt, nach einem Monat Strassen Teeren war er ploetzlich wieder voll dabei.

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Heile Welt

Die Kumpels hin oder her: wenn er ein bißchen Mut aufbringt,
sich anfangs dagegen zu stellen, was als „cool“ gilt, kann er
sogar die Sichtweise der Kumpels verändern: da stellt man
plötzlich fest, daß man als Person und nicht als Cooler
akzeptiert wird, und dann wird plötzlich das vermeintliche
Strebertum nicht so negativ gesehen. Und diese Erfahrung ist
mit Sicherheit ein Gewinn für deinen Sohn.

In dieser konkreten Situation stellst du dir also vor, dass ein nicht besonders Selbstbewuster Junge ploetzlich anfaengt (aus welchem Grund auch immer) sich am Unterricht (der ihn echt nicht interressiert) zu beteiligen. Seine coolen Freunde werden dann auf dieses neue „coole“ Verhalten aufmerksam und nehmen auch am Unterricht teil. Das klappt dann doch wohl eher nur in sehr schlechten Zeichentricks und Soaps, sorry.

Ich zahle es nicht, danke alle

Noch 'ne Frage, wer finanziert das Moped eigentlich???

Ich nicht, das Geld kommt von in der Zukunft erhofften Jobs wie etwa Zeitung austragen. Oder von Zuwendungen aus der Verwandschaft. Meine Kinder haben seltsamerweise immer viel mehr Geld als ich.

Und zum großen Teil kommt es wohl von der Erwartung, dann endlich mit der Schule fertig zu sein, die einen schon jetzt mit so sinnlosen Aufgaben wie Grammatiklernen vom Geldverdienen abhält.

Auf jeden Fall ist Geld da, und grade kam auch mein Sohn aus der Schule und hatte dort gehört, daß im 150 km Entfernung ein Motorrad zum Verkauf stünde, das reparaturbedürftig sei und daher nur 150 EU kosten solle. Mein Hinweis, daß die Fahrt dorthin mich 120 EU und 4 Stunden Arbeitsausfall koste, hat die Diskussion schnell beendet.

Das ganze bringt mich auf ein anderes Thema, das ich hier vielleicht gleich weiter oben nochmal als neues Thema anfangen sollte - was geben geldverdienende Kinder eigentlich zuhause ab?

Also ich mit der Schule fertig war und eine Lehre begann, mußte ich einen Teil meines Lehrgeldes zuhause abgeben für Essen usw. Wie handhabt Ihr anderen Eltern dies?

Und vielen Dank an alle für Eure Beiträge. Viel ändern kann ich wohl nicht, und wenn ich mal einen Hinweis gebe, muß das wohl sehr subtil sein.

Gruß
Lud

Geld
Zum Thema

was zahlt das Kind, kann ich jetzt natürlich nur mich und meinen Freundeskreis
anführen, und wir haben nie was zahlen müssen, als wir schon Geld verdient haben.
Grade wenn man eine Lehre macht, kiegt man ja eh so wenig Geld.
Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, von meinen zukünftigen Kindern Geld zu
verlangen.Vieleicht bin ich da ein bisschen Naiv

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Julia,

ich finde, es kommt darauf an, was das Kind haben möchte und warum. Bei mir wars immer so, das Notwendige (Essen, Kleidung…) haben meine Eltern bezahlt, den Luxus (Bücher, CDs etc.) musste ich selbst vom Taschengeld bezahlen.
Sobald ich dann Geld verdient habe (war am Anfang auch nicht üppig), war es so (wollte ich auch selbst), dass ich versucht habe, alles selbst zu bezahlen. Ich musste mir das Geld halt einteilen. Gut, den Anschaffungspreis von meinem Auto (gebrauchter Kleinwagen) haben mir meine Eltern finanziert, aber ich wohne hier auch (wegen meinem Job) auf dem Land und würde ohne Auto nirgends hinkommen. Wenn ich einen Job in einer größeren Stadt (mit ÖPNV) bekommen hätte, hätte ich nie erwartet, dass mir meine Eltern einen fahrbaren Untersatz finanzieren!
Gruß, Annegret

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Saemann,

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Hier findest Du eine Diskussion zu dem Thema:

Das ganze bringt mich auf ein anderes Thema, das ich hier
vielleicht gleich weiter oben nochmal als neues Thema anfangen
sollte - was geben geldverdienende Kinder eigentlich zuhause
ab?

Also ich mit der Schule fertig war und eine Lehre begann,
mußte ich einen Teil meines Lehrgeldes zuhause abgeben für
Essen usw. Wie handhabt Ihr anderen Eltern dies?

Und vielen Dank an alle für Eure Beiträge. Viel ändern kann
ich wohl nicht, und wenn ich mal einen Hinweis gebe, muß das
wohl sehr subtil sein.

Gruß, Karin

1 „Gefällt mir“

Ja Bücher und Cds und das alles hab ich auch immer selber zahlen müssen. Auto
könnten sich meine Eltern auch nicht leisten.
Ich hab jetzt eher an so Sachen wie Essen oder Mietanteil und so gedacht.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

MOney money money
Hi,

so lange ich in der Ausbildung war, musste ich nichts abgeben, aber nachher waren es 300 DM. Ist aber schon ne Weile her. Ich fand und finde es ok, denn schließlich bekommt man Wohnung, Essen und Wäsche… damals habe ich sogar noch etwas von meinem kleinen Gehalt gespart, das hat sich später sehr geändert…

Ach übrigends, kannst dir nicht mal eine Stunde im Unterricht des Lehrers mitmachen??? Denn vielleicht macht der ja gar keinen spannenden Unterricht??? Nur mal so dahin gesagt :wink:).

Wie mir scheint, hast du doch Einfluss auf deinen Sohn…

liebe Gruesse

Ufonet

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]