Brauche Camcorder Kaufhilfe

Hi,

wir wollen uns einen Camcorder kaufen. Die Verkäufer verwirren einen mehr als uns bei einer Entscheidung zu helfen. Empfohlen hat man uns in jedem Fall einen DV-Mini.
Für uns die wichtigste Frage, nach welchen Kriterien kauft man solch einen Camcorder – wie viel sollte man für ein anständiges Gerät ausgeben?

Was bedeuten z.B. die Angaben 10fach Optisch / 500fach Digital Zoom. Es handelt sich doch um eine Digital Kamera, wieso dann Optisch Zoom? Wie viel sollte man haben?

Wieso haben die Kameras 800.000 Pixel wenn diese nur in 640*400 aufnehmen? Theoretisch müßten doch mindestens ( 1024*768 = ) 786.432 drin sein.

Welche Ein- bzw. Ausgänge braucht man und was bedeuten sie?

Welche Kamera kann man wirklich empfehlen?

Empfohlen wurde uns 2 mal eine Panasonic GS 1 EG was haltet ihr davon?

einige Antworten…
Hi Claudia,

wir wollen uns einen Camcorder kaufen. Die Verkäufer verwirren
einen mehr als uns bei einer Entscheidung zu helfen. Empfohlen
hat man uns in jedem Fall einen DV-Mini.

In meinen Augen eine sinnvolle Empfehlung. Mini-DV ist derzeit das am weitesten verbreitete Format im Bereich digitales Home-Video. Es gibt eine gtroße Auswahl an Cassetten und Du kannst Deine Aufnahmen auch auf anderen Camcordern abpielen.

Für uns die wichtigste Frage, nach welchen Kriterien kauft man
solch einen Camcorder – wie viel sollte man für ein
anständiges Gerät ausgeben?

Dazu am besten aktuelle Testberichte lesen… (blöder Rat, ich weiß…)

Was bedeuten z.B. die Angaben 10fach Optisch / 500fach Digital
Zoom. Es handelt sich doch um eine Digital Kamera, wieso dann
Optisch Zoom? Wie viel sollte man haben?

Nun, auch ein digitaler Camcorder ist ein optisches Gerät. Die Qualität der Aufnahmen sowie die Lichtstärke werden ganz entscheidend vom optischen System der Camera beeinflusst.
Der optische Zoom ist der eigentliche Zoom. Hier wird die Zoomwirkung, wie in der analogen Filmerei oder Knipserei, durch verstellen der Linsen erreicht.
Der digitale Zoom arbeitet nur noch softwaremäßig, d.h. er schneidet am Bildrand etwas weg und vergrößert den Rest. Da hier aber nicht mehr Bildinformationen zur Verfügung stehen, muß zwangsläufig die Bildqualität leiden!
Ich habe an meiner Cam den digitalen Zoom ausgeschaltet und schalte ihn nur zu, wenn ich ihn konkret brauche, was aber sehr selten ist da die Bildqualität wirklich sichtbar leidet.

Wieso haben die Kameras 800.000 Pixel wenn diese nur in
640*400 aufnehmen? Theoretisch müßten doch mindestens (
1024*768 = ) 786.432 drin sein.

Die 640*400 sind die PAL-Norm. Du willst die Videos doch am TV betrachten…
Die 800.000 werden für die Fotofunktion der Cams verwendet. Man kann bei den Geräten auch Standbilder (Fotos) auf Band oder ein seperates Medium aufnehmen.

Welche Ein- bzw. Ausgänge braucht man und was bedeuten sie?

Kommt darauf an, was Du machen willst. Für ein analoges Überspielen auf VHS (Achtung: Qualitätsverlust!) brauchst Du analoge Anschlüsse wie sVHS bzw. Chinch-Stecker für Video und Audio. Diese Anschlüsse haben eigentlich alle Cams.
Für die digitale Videobearbeitung am PC brauchst Du einen sogenannten Firewire-Anschluß (auch i-Link oder IEE1344). Aus zollrechtlichen Gründen ist dieser Anschluß bei Importgeräten (eigentlich alle) nur in Ausgangsrichtung frei; der Eingang ist softwaremäßig abgeschaltet (ist zolltechnisch billiger, weil die Cam sonst als Videorekorder gilt). Bei den meisten Geräten kann man den Eingang aber hinterher wieder freischalten (kostet in der Größenordnung 100 bis 150 Euro).
Der Eingang ist wichtig, weil Du Deinen fertigen Film ja wieder irgendwo speichern mußt und nur das Überspielen auf DV-Cassetten frei von Qualitätsverlusten ist.
Ansonsten ist ein seperater Mikrofon-Eingang sinnvoll, da die Qualität von Tonaufnahmen mit dem eingebauten Mikro nicht immer die Beste ist. Die liegt vor allem an der kompakten Bauform der Geräte (vor allem in ruhiger Umgebung kann es passieren, daß hinterher Dein Atemgeräusch oder das Bandlaufwerk zu hören ist). In diesem Zusammenhang kann ein Kopfhöreranschluß ebenfalls nicht schaden…
Weitere Anschlüsse habe ich nie benötigt.

Noch etwas (was ich beim Kauf falsch machte): Wenn Du die Filme am PC bearbeiten willst, kannst Du auf alle Aufnahmeeffekte (digitale Effekte wie „old movie“, Überblendungen, Ausblendungen ect.) verzichten! Meine Cam (Sony PC100) hat jeden möglichen Schnickschnack, den ich nur anfangs mal probiert habe und dann nie wieder brauchte!

Gruß Stefan

Die Verkäufer verwirren
einen mehr als uns bei einer Entscheidung zu helfen. Empfohlen
hat man uns in jedem Fall einen DV-Mini.

Ist OK, aber ohne irgendeine Vorstellung (wofür, was zusätzlich, wie teuer maximal etc.) kann man keine vernünftige Antwort geben - auch wir hier nicht! Ein paar mehr Details!

Für uns die wichtigste Frage, nach welchen Kriterien kauft man
solch einen Camcorder – wie viel sollte man für ein
anständiges Gerät ausgeben?

Was will man hauptsächlich machen? Ab 1000 Euro bekommt man schon was, 1500 wären besser…

Was bedeuten z.B. die Angaben 10fach Optisch / 500fach Digital
Zoom. Es handelt sich doch um eine Digital Kamera, wieso dann
Optisch Zoom? Wie viel sollte man haben?

Wenn schon, dann optischer Zoom. Das ist das, was man vom Fotoapparat her kennt - eben was vernünftiges, mit Linsen. Und 10fach ist OK, aber nicht weniger. Wichtiger wäre die kürzeste Brennweite, je kürzer desto besser. Denn in engen Räumen will ich ja auch sehen, was in den Ecken ist. Hier sparen die Hersteller, weil mehr WW teurer ist. Digitaler Zoom ist absoluter Qúatsch, wer will den die wenigen Bildpunkte noch vergrößern?! Das ist wie wenn man ein pixeliges Bild 200fach vergrößert - es wird noch pixeliger. Finger von lassen.

Wieso haben die Kameras 800.000 Pixel wenn diese nur in
640*400 aufnehmen? Theoretisch müßten doch mindestens (
1024*768 = ) 786.432 drin sein.

Nun, die PAL-Norm sagt: 720 bzw. 768x576 pixel. Das mehr benötigt man für den elektronischen Bildstabilisator (das zusätzliche oben/unten, links/rechts vom Wackeln) und spezielle Pixelauslesung bei Single-Chip-Bauweise.

Welche Ein- bzw. Ausgänge braucht man und was bedeuten sie?

Unbedingt DV-Out und DV-In, den Rest hat das Ding sowieso. Analog-In wäre wichtig, wenn man z.B. alte VHS-Bänder digitalisieren möchte.

Welche Kamera kann man wirklich empfehlen?

s.o. Wozu? Wieviel? Eher winzig? Eher handgroß? Filmen im Dunkeln? Foto zusätzlich etc.
Tip:
1.) Informieren, vergleichen Testberichte in Zeitschriften wie z.B. Video Aktiv Digital, Computer Video, PC Video etc.
2.) In einen gut sortierten Laden gehen. Die vorausgewählten Kameras in die Hand nehmen. Finde ich alle wichtigen Tasten und Schalter? Liegt die gut in der Hand? Kann ich lange ruhig halten?
Wie ist der Ausschnitt bei Weitwinkel (enger Raum), reicht mir der optische Zoombereich? Wie stark rauscht die Kiste in den dunklen Ecken? Wie stark bei ROT (kritische Farbe)? Wie ist der Bildeindruck? Natürlich oder farbstichig?
3.) Ich würde mir eine DV-Kassette kaufen (12 Euro) und fragen, ob ich ein paar Aufnahmen machen darf zum Vergleich. Wenn Händler ablehnt, gar nicht erst da kaufen. Verschiedene Kameras testen und jeweils ähnliche Situationen aufnehmen (im Laden, vor der Tür) und dann bei einem Freund mit DV-Kam mir das ganze in Ruhe anschauen und vergleichen.
4.) Wenn ich dann nur noch zwei oder drei Kameras in der näheren Auswahl habe, evtl. noch mal hier anfragen…

Viel Erfolg,

Ciao Pit

Hi,

was will ich überhaupt machen. Na ja anfangs sollte es nur normaler digitaler Fotoaparat sein. Währe natürlich toll wenn der Camcorder auch Bilder machen könnte die ein Format (10*15) zuließen. So wie es aussieht ist es eher ein Problem eine große Auswahl mit dv-in zu bekommen. Sollte aber zur Nachbearbeitung am Computer vorhanden sein. Die Aufnahmen sollen eher für den Hausgebrauch gemacht werden (Kinder, Landschaften etc). Das Teil sollte nicht allzu groß und schwer sein.

Natürlich ist es eine Preisfrage wie weit man gehen möchte. Allerdings wollten wir uns ja nicht in wenigen Jahren schon wieder eine kaufen weil die jetzige nicht mehr den Ansprüchen gerecht wird. Ok, bis ca. 1200 EUR währe noch drin.

Unsere letzte Kaufempfehlung liegt bei einer Panasonic NV-GX7EG - Günstigstes Angebot welches uns vorliegt ist in einem Onlineshop 1132 EUR. Um Testberichte über diese Kamera zu lesen muß man erst mal die entsprechende Zeitung haben. Was ist wenn der Bericht schon Monate zurück liegt?

Ähmmm STOP!,
Hallo Claudia,

sorry erst einmal für das Stop :wink:, denn hier wird alles ein wenig durcheinander geworfen.

Empfohlen
hat man uns in jedem Fall einen DV-Mini.

  • Das ist wie schon gesagt richtig, gängistes und vor allen Dingen zukunfträchtigstes Format bei digitalen Camcordern. Die letztendliche Formate sind noch nicht eimal im Profisegment klar, wird aber irgendwann einmal auf HD (Festplatte) rauslaufen, ist aber ein anderes Thema.

Für uns die wichtigste Frage, nach welchen Kriterien kauft man
solch einen Camcorder

  • Kriterien sind u.a. WIEVIEL möchtest du ausgeben mit dem direktem Zusammenhang WAS du damit machen möchtest.

wie viel sollte man für ein
anständiges Gerät ausgeben?

  • s.o.

Was bedeuten z.B. die Angaben 10fach Optisch / 500fach Digital
Zoom. Es handelt sich doch um eine Digital Kamera, wieso dann
Optisch Zoom? Wie viel sollte man haben?

  • Digital Kamera=digitales Aufzeichnungsformat viele 111en und 0000len

  • Wurde schon beantwortet, nur noch mal zusammengefasst.

  • digitaler Zoom = Schwachsinn, Finger weg und abschalten weil es nur die Pifel vergrößert. Nimm ein Bild auf dem Rechner, benütze ein Grafikprogramm und dort die Lupe und du siehst den effekt.

  • Der optische Zoom vergrößert einen Motivbereich auf den GESAMTEN Chip der Kamera. 10-fach ist o.k.

Wieso haben die Kameras 800.000 Pixel wenn diese nur in
640*400 aufnehmen? Theoretisch müßten doch mindestens (
1024*768 = ) 786.432 drin sein.

  • So, hier kommen wir zu einem durcheinander geworfenen Punkt. Die Angaben des PAL Systems 720 bzw. 768x576 pixel sind schon richtig, aber 640*400 zeichnet dann eine dir empfohlene Kamera auf. Viele Consumergeräte liegen irgendwo in diesem Bereich. Der fehlende Rest wird „interpoliert“, gerechnet.

Soooo, und nun kommen wir mal zu den Cips und den vieln vielen Pixeln.
Erst einmal müssen wir hier feststellen, das sich auf unser PAl-System der additiven Farbmischun der drei Grundfarben bedient.
D.h. geh ganz dicht an den Ferseher dran, dann siehst du die Auflösung des Bildes in ®ot, (G)rün und (B)lau.
Wo wir dann auch schon zum Chip kommen, denn eigentlich sollte es auch so aufgenommen werden.

Wird es aber meistens nicht, allermeist sind es sogenannte EIN-Chip Cameras, d.h. EIN Chip für alle drei Farben mit supi Megapixeln.
Bei den Angaben 800.000 musst du diese also erst einmal durch drei teilen. Dann kommst du zu der wirklichen Auflösung (266.666)
So, wenn du nun 640*400 rechnest (256.000) kommst du dieser Zahl schon recht nahe. Der Rest wird also zum Bildstabilisieren verwendet, bzw. verliert sich beim umrechnen der Farben.
Denn EIN-Chip Kameras sind nun mal nicht so dolle, können die Farben nicht so genau wieder geben.

Die Alternative heisst dann hier die DREI Chip Kamera, also je Farbe ein Chip, Der Lichstrahl wird durch ein Prisma in seine drei Grundfarben aufgespalten und zum jeweiligen Chip geleitet.
Bei den Drei-Cip Modellen findest du auch nicht die Megapixel-Angaben, meine Consumer hat z.B. 450.000, welche du aber *3 nehmen musst um vergleichen zu können. Sind Qualitativ um Längen besser, weil du die Farben nicht auseinander-rechnen musst.

Sind aber auch entsprechend teurer. Weniger haben diese erst einmal mit den Fotos zu tun. Das hängt auch von deinem Speichermedium ab, welches du benutzt.

Welche Ein- bzw. Ausgänge braucht man und was bedeuten sie?

Video (FBAS, Farb-Bild-Austast-Syncron) Signal haben heute alle Modelle, S-Video (auch Y/C genannt) meist auch. YC steht für Y=Syncon-Austast-Helligkeit und C für Croma (Farbe–>Farbdifferenz) Signal.
Sind alles beide analoge Signale.
der sogenannte Firewire oder auch DV Ein-ausgang ist hier aber immer digital. d.h. du gibst deine Bilder ohne Qualitätsverlust, welchen du beim wandeln auf analog hast, weiter.

Sollte deine Kamera haben, weil ich dringenst empfehlen würde deine Bilder am Rechner zu schneiden.
Es gibt schon super einfache Schnittprogramme für den Heimanwender Bereich.
Alles andere wird langweilig. Schau mal Fernsehen, jeder Fernsehbeitrag, ist er auch noch zu kurz, sogar auf Phoenix, wird geschnitten wie jeder Kinofilm auch.

Welche Kamera kann man wirklich empfehlen?

Hängt von Was und WIEVIEL ab.

Empfohlen wurde uns 2 mal eine Panasonic GS 1 EG was haltet
ihr davon?

Laut Testbericht erst einmal o.K. ich selbst kann dazu aber nichts sagen, habe davon noch keine Bilder gesehen.

Wie gesagt, vergiss alle technischen Spielereien (die Effekte), wie z.B. old movie, still, strobe, negativ usw.usw. Das kann heute jedes noch so einfache Schnitttprogramm am Rechner, d.h. du kannst es immer noch nachträglich machen (und auch wieder weg), einmal aber so aufgenommen ist es zu spät.
Zu klein und leicht sollte die Kamera nicht sein, das verhindert einfach das genaue führen und bedienen der Kamera.
Optischer Zoom wie auch DV in und out ist Pflicht. Nachträgliches freischalten führt häufig zu Garantieverlusten.
weiterhin:

  • manueller weissabgleich
  • shutter

was nicht muss aber durchaus kann:

  • manueller fokus
  • manuelle Blende
  • mikroeingang

so, nu hab ich keine Lust mehr, falls mehr fragen, dann poste einfach noch einmal.

Gruß
der Alex

Hi,
ich glaube wir haben uns jetzt für die Panasonic NV-GX7EG entschieden. Allerdings muß jetzt noch ein günstiger Preis her. Promarkt.de bietet eine Panasonic NV-GX7 an… ob das diese Cam ist? da fehlt immerhin das „EG“ hinten dran.