Hallo,
Inhaltlich kann und werd ich nichts sagen, da ich mich mit sowas nicht gut auskenne. Stil des Gesamttextes lass ich auch mal so Also hier nur die Rechtschreibung, samt Erklärung:
Ein kurzer Ausschnitt aus meinem Leben
Am 20.06.2008 bekam ich mein Abschlusszeugnis und damit die
Chance auf ein Studium.
Um ein Studium beginnen zu können, musste ich ein 5-monatiges
Praktikum in dem Beruf des Industriekaufmanns absolvieren.
„Im“ klingt hier besser und üblicher als „in dem“.
Dies tat ich bei der Firma XY.
„Tun“ sollte man in formalen Briefen nicht verwenden. Vielleicht könntest du hier „ablegen“ benutzen…
Die Arbeit eines Industriekaufmanns interessierte mich sehr,
ich machte viele neue Erfahrungen, bekam Einsicht in die
Firmen strucktur und arbeitete mit Kunden.
„Struktur“ ohne „c“.
Am Ende des Praktikums sagte der Ausbildungsleiter , „
Herr/Frau XY, Sie waren eine Bereicherung für unser
Unternehmen, Sie waren als Praktikant-in besser, als manch ein
Azubi“.
Statt dem Komma im 1. Satz würde ich einen Doppelpunkt setzen. Auch das „-in“ würde ich nicht so schreiben, außer wenn es ein echtes Zitat ist. Wenn man unbedingt gendern muss (grausig, wie ich finde), sollte man’s entweder „Praktikant(in)“ oder „PraktikantIn“ (brrrr!) schreiben. Aber wenn’s der Leiter so schrieb, solltest du’s übernehmen.
Ein paar Tage später dachte ich rückblickend über mein
Praktikum nach und überlegte, ob ich studieren gehen soll oder
lieber eine Ausbildung zum Industriekaufmann-frau beginnen
sollte.
Das „soll“ würd ich streichen, da diese Rolle auch das letzte „sollte“ übernehmen kann, wodurch der Satz ein wenig besser klingt. Auch ist hier wieder unüblich gegendert. Da du weißt, dass du ein Mann bist, brauchst du das „-Frau“ dort gar nicht. Wenn du aber drauf bestehst, so ist „Industriekaufmann/-frau“ die bessere Wahl. Auf alle Fälle mit Schrägstrich.
Dieser Gedanke verfolgte mich eine Zeitlang. Um mich besser
entscheiden zu können, machte ich ein Probesemester auf der
Fach-Hochschule XY in dem Fachbereich Mathematik.
„Fachhochschule“ schreibt sich ohne Bindestrich. Außerdem solltest du hier „im“ schreiben, da „in dem“ komisch klingt. „Im“ ist ja nicht – wie man evtl. annehmen könnte – die umgangssprachliche Variante von „in dem“, sondern eine ganz normale Form, die sogar einen feinen Bedeutungsunterschied ausdrückt.
Nach dem Probesemester war ich immer noch nicht sicher ob ein
Studium für mich das richtige ist oder eine Ausbildung zum
Industriekaufmann. Beides Interessierte mich und machte mir
großen Spaß. Nach langem hin und her schrieb ich mich für den
Studiengang Mathematik und Betriebswirtschaftslehre ein.
Zwischen „sicher“ und „ob“ kommt ein Komma. Das „Richtige“ muss groß, da dahinter nicht ein Nomen weggelassen wurde, sondern es ein substantiviertes Adjektiv ist. „Interessierte“ muss hier natürlich klein. „Hin und Her“ schreibt man groß, weil es hier nominal gebraucht wird — hab extra im Duden nachgeguckt, mor weeß ja manschema’ nisch… 
Im letzten Teil sollte es eigentlich „die Studiengänge“ heißen, weil du danach ja zwei nennst. Außer natürlich, „Mathematik und BWL“ ist bei euch ein Studiengang.
Sehr schnell hatte ich wieder den Gedanke im Kopf, ob ein
Studium die richtige Entscheidung war.
„n“ vergessen!
Das Studium werde ich zum nächsten Sommersemester beenden , es
fehlt mir der Bezug zur Praxis.
Hier solltest du vllt. explizit „abbrechen“ schreiben, da man unter „Studium beenden“ leicht einen erfolgreichen Abschluss verstehen kann. Vielleicht fällt dir auch ein weniger negatives Wort statt „abbrechen“ ein.
Ich habe mich für die Ausbildung zum Industriekaufmann
entschieden, weil ich sehr viel spaß in dem Praktikum hatte,
vieles gelernt habe und das gelernte sofort umsetzen konnte,
in dem ich viel mit Kunden gearbeitet habe.
„Spaß“ groß, „Gelernte“ auch (Nomen!). Und „indem“ schreibt man hier zusammen.
Nun hoffe ich ab dem 01.08.2010 mit ihrer Unterstützung einen
neuen Abschnitt in meinem Leben beginnen zu können.
Zwischen „ich“ und „ab“ müsste ein Komma kommen. Eventuell kann man’s weglassen, aber dort eins zu setzen ist nicht verkehrt. Mir hilft’s beim Lesen. „Ihrer“ muss großgeschrieben sein, weil’s Anrede ist.
Mit freundlichen Grüßen
XY
Joa, soweit so gut. Über den Stil und den Ausdruck werden andere sicherlich noch was sagen können. Ich find den Stil nicht so berauschend, wenn auch nicht absolut grottig… 
Viele Grüße,