Brauche Hilfe

Danke
Hallo Angelika!

Wie fühlst
Du Dich im Unterricht?

Generell gut.

Bist Du beim Unterrichten an dem Platz,
den DU für den Rest Deines Lebens einnehmen möchtest?

Darüber bin ich mir momentan nicht im Klaren. Ich möchte zwar einerseits was mit Menschen machen, weil es mir total schlecht geht, wenn ich zulange alleine bin, aber manchmal muss ich auch allein mit mir selber sein.

Kannst
Du Dir Jahrzehnte dort vorstellen, inmitten lärmender,
manchmal nerviger Kinder, denen Du Wissen vermitteln sollst?

Weiß ich nicht.

Du schreibst, Mathe kann man lernen. Das mag schon sein, aber
das Lernen reicht nicht, um es auch zu vermitteln.

Wobei man ja sagen muss, dass das Vermitteln einfacher als das Lernen ist. Denn wenn man es nach langer, langer Zeit denn endlich verstanden hat, weiß man , wo die Schwierigkeiten liegen, und ist dann verständnisvoller als ein Mathelehrer, der sowieso immer nur 1en geschrieben hat. Aber trotzdem sehe ich ein, dass ich es auch verstehen muss.

Ich
schreibe das, weil wir bis vor 2 Jahren mit einem Mathelehrer
(Gymn.) geschlagen waren, der mit Sicherheit in einem anderen
Beruf besseraufgehoben wäre.

Einem Gymnasiallehrer kann ich daraus keinen vorwurf machen. Ich weiß nicht genau, aber: Machen die nicht gleich das Referendariat , ohne ein einziges Praktikum vorher absolviert zu haben? Insofern ist die Chance, ungeeignet zu sein, bei denen doch viel höher. Und ich glaub, die haben auch weniger Pädagogikveranstaltungen, aber da bn ich mir nicht so sicher.

Aus Sicht einer Mutter denke
ich, Du solltest Dir nochmal überlegen ob die Fächerwahl
WIRKLICH Deine erste Wahl ist. Wenn Du gerne Gedichte
schreibst, wäre nicht Deutsch/Reli die bessere Möglichkeit?

  1. Deutsch:
    a) nie im Leben werde ich Deutsch studieren, immer sollte ich in Deutsch gut sein, weil es das wichtigste Fach in der schule ist und wieso? Ich habe einfach eine riesengroße Abneigung.
    Gut, vielleicht wäre es doch richtig gewesen, ich weiß es nicht. Ich versuch in Mathe mein Glück, mal sehen, was wird. Wenn ich Mathe nicht weiterstudieren kann, kann/muss ich dann ja mich immer noch umentscheiden.
    b) Gerade weil ch gerne Gedichte schreibe, will ich kein Deutsch studiere. Das untergräbt meine ganze Kréativität. Es war schon im Deutsch LK so, dass mir die Lust irgendwann vergangen ist, irgendein Buch auch nur anzurühren oder Gedichte zu schreiben.
    Jetzt, wo ich Mathe habe, habe ich förmlcih das Bedürfnis, Gedichte zu schreiben, ja , es drängt mich regelrecht, da ich einfach diesen Ausgleich brauche.
    zu Reli: davon wurde mir aufgrund meiner Lehrerpersönlichkeit mittlerweile schon abgeraten.

Eines ist mir noch wichtig. Ich finde es großartig, dass Du so
selbstkritisch bist und Dir so viele Gedanken machst, statt
das Studium abzuspulen. In meinen Augen ist das bereits eine
wichtige Eigenschaft eines guten Lehrers!

Danke!

Ja, an dieser Stelle wollte ich auch mal denn ganz offiziell danke für alle Antworten sagen. Ich weiß zwar noch nicht genau was wird,aber ich sehe der Zukunft auf jeden Fall wieder viel gelassener entgegen. Ihr habt mir alle viel Mut gemacht und mich aufgebaut. Danke.
Minje

Hallo Minje,

Sie hat zwei Unterrichtsstunden von mir gesehen. Zu meiner
Schande muss ich gestehen, dass ich beide nicht wirklich gut
vorbereitet habe. Bei der zweiten habe ich mir mehr mühe
gegeben, und die Stunde lief dann auch besser. Ihr Kommentar
kam nach der ersten Stunde, wobei ich sagen muss, dass ich
trotz Krankheit unterrichtet habe.

Das sind natürlich Begleitumstände, die eine „objektive“ Bewertung beeinflussen können.

Alleine? Wie ist das jetzt genau gemeint? Natürlich habe ich
alleine unterrichtet. Im ESP2 2 Stunden, im Vorpraktikum 20
Stunden, jetzt 2 Stunden im FSP. Hinzukommen noch drei Stunden
, die ich aufgrund von Musikdidaktikveranstaltungen gehalten
habe. Zwei davon im Teamteching.
Es war aber eigentlich immer ein „Aufpasser“ dabei. Nur einmal
war ich wirklich allein. Das war eine mathestunde, in der ein
übungstest geschriebne wurde.(Vorpraktikum)

Ich meinte tatsächlich „ganz alleine“ ohne „Aufpasser“. Da reagieren die Kinder manchmal anders, weil du die einzige Bezugsperson im Klassenraum bist. Eine gewisse Unterrichtserfahrung kannst du ja vorweisen, das war aus deinem Ursprungsposting nicht ersichtlich.

Bei meiner anzahl von Stunden ist das schwer zu sagen. Im
algemeinen habe ich mich wohl gefühlt. Zwischendurch nicht.
Wenn man jedoch lernt, mit solchen Situationen umzugehen (Wie
soll ich auf dies und das reagieren?), dann werde ich mich
auch in solchen Situationen wohlfühlen.

Ganz recht. Nur durch Selbstreflexion kannst du dir eine gewisse Routine zulegen, die vieles erleichtert.

Ja, dann mal abschließend ein riesengroßes Dankeschön an dich!
Ich konnte bloß wegen dem Praktikum nicht früher entworten. Du
hast mir Mut gemacht. Danke dir.

Bitte, gern geschehen. Falls du noch Fragen hast oder einfach Tipps brauchst, kannst du dich ja natürlich jederzeit wieder hier melden.

Gruß Alex

Überlegung
Hallo ihr alle,

ich habe mir noch ein bisschen Gedanken über das ganze Thema gemacht. Da ich jetzt nicht mehr genau weiß, wer welche Fragen gestellt hat, fasse ich meine Gedanken einfach mal zusammen:

  1. Im 13. Jahrgang war es nicht meine ursprüngliche idee, Lehrerin zuwerden. Ich wollte viele andere Berufe ergreifen(Studium Astronomie, Studium Medizin, Studium Psychologie, Studium Pharmazie, Ausbildung zur Atem, Stimm,Sprechtherapeutin, Ausbildung zur Logopädin mit anschließendem Studium der Logopädie, Ausbildung zur Naturheilpraktikerin(was vorraussetzt, das ich erst mal z.B. Ausbildung zur Krankenschwester mache), Studium Phonetik). So, ich hoffe ich habe jetzt nicht vergesssen.
  2. Die bei 1 genannten Dinge gingen aber aus den verschiedensten Gründen nicht. So wollte ich also etwas mit Musik machen, und etwas mit Menschen. Musiktherapeutin, war meine Idee.
    * es hat etwas mit Musik zu tun
    * man hat den Umgang mit Menschen
    * es hat mit Heilen etwas zu tun
    * man kann in die Forschung gehen
    Tja, leider spiele ich bloß kein klavier. Also etwas anderes. Also entschied ich mich dann für den Beruf des Lehrers.
  3. Und ich muss sagen
    * Musik ist nicht so schön, wie ich es mir vorgestellt habe
    * dafür ist Mathe um so spannender, das hätte ich nicht erwartet
    * und Pädagogik ist am allerspannendsten
  4. Und man ist als Lehrer ja gewissermaßen Schauspieler, dass gefällt mir auch…
    Trotzdem weiß ich nicht wirklich, ob dieser Weg der richtige ist, gerade weil ich jetzt Rückschau gehalten habe.

Gruß, Minje

Hallo MInje,

ich habe den Thread ein wenig verfolgt.
Und ich muss sagen (ich studiere selbst Lehramt für Mathe und Geschichte, allerdings an Gymnasien), zweifeln ist erlaubt. Noch bis in die 13. Klasse hinein habe ich eigentlich alles andere studieren wollen als ausgerechnet Lehramt und bin letztendlich doch dabei gelandet.

Warum? Nun, ich hatte bereits Erfahrungen in der Jugendarbeit und als Nachhilfelehrerin, auch durch den Beruf meiner Mutter liegt mir der soziale Bereich nicht ganz fern.

Aber bei allem, was ich in den ersten Semestern verflucht habe, Fach- oder sogar Studienrichtungswechsel angedacht habe - im Hinterkopf ist mir immer geblieben, dass ich mit dem Abschluss nicht unbedingt in der Schule enden muss.

Vielleicht sollte sich Dein Kopf auch nicht unbedingt darauf versteifen. Wenn Dich ein Fach besonders interessiert (wie hier Pädagogik) - konzentriere Dich vielleicht in Deiner Freizeit darauf, im entsprechenden Bereich evtl. auch ehrenamtlich tätig zu werden. Oder als HiWi an der Uni. Denn vielleicht wartet dann irgendwann ein Arbeitsplatz darauf, von Dir besetzt zu werden. Auch mit dem ersten Staatsexamen, dass Dich eigentlich in die Schule schickt.

Gruß und Kopf hoch, sannah

hi!
also das ist wirklich ein schwieriges problem. haben die leute, die dich für ungeeignet hielten, dir mal gesagt warum? was war denn mit den texten auf deinem pc? ich würde mir an deiner stelle für diese entscheidung gaaaanz viel zeit lassen. für mich hört es sich so an, als ob es dein traumberuf wäre. was hälst du davon, wenn du versuchst in den semesterferien ein freiwilliges praktikum zu machen und später mit den schülern und lehrern zu sprechen, was sie meinen. ich glaube das wichtigste freedback sind die schüler selber. wenn sie dir sagen, es ist gut und du merkst, dass sie was gelernt haben gibt den beruf bloß nicht auf! wegen des lernens, was hälst du von lerngemeinschaften? das geht bedeutend eeinfacher und schneller, statt sich allein mit den problem rumzuschlagen. mir hat es auf jeden fall immer geholfen.
ich hoffe ich war dir eine kleine hilfe.
by
jenny

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