Brauche Hilfe

Zur Zeit weißich einfach nicht weiter.
Ich studiere zur Zeit Grund- und Hauptschullehramt, Fächer mathe und Musik, wobei ich mathe immer als schwieriger empfand, aber auch mathe ist lernbar.
jetzt wurde ich vn einer Respektsperson daraufhingewiesen, ich könne nicht mit Kindern umgehen.
Eine weitere Respektsperson sagte mir, ich sei „unfähig“ für eien bestimmte praxisbezogene Handlung- ich solle mich doch für ein anderes Studium entscheiden.
Gestern rief meine Mutter an, und fragte mich , von wem denn die gedichte und Geschichten auf meinem Computer seien(sie hat gerade meinen alten bekommen). Als ich ihr sagte, ich habe sie geschriebne, sagte sie :„Dann hast du den falschen beruf!“ worauf ich beinah in Tränen ausbrach.
Ja, ich weiß nicht mehr weiter. Was sollich tun.
Was jetzt alles möglich ist.

  1. ich sage: ich bin geeignet für den Beruf der Lehrerin, bin geeignet für Mathe und musik und kämpfe weiter. Ich weiß bloß nicht, wie lange ich dass noch aushalten soll.
  2. ich sage: ich bin als Lehrerin geeignet,
    studiere Mathe und Religion. Habe somit mehr Zeit, um für Mathe zu lernen.
  3. Wähle Musik ab und wechsel Studiengang nach SO. Habe dann nur noch Mateh, mehr Zeit , um zu lernen, aber daran würde ich glaube ich zerbrechen.
  4. Ich sage: ja, ich bin nicht geeignet. Breche Studium ab. Und dann? Ich mein, sooooooooo einfach ist das ja auch wieder nicht, Bücher zu scheiben.
    Wenn ihr vielleicht andere Perspektiven seht, oder ne Idee habt, wäre ich euch sehr dankbar. ich weiß einfach nicht, wie ich mich entscheiden soll, aber eine Entscheidung muss gefällt werden. Und eine Entscheidung steht bevor, darüber bin ich mir im Klaren.

MfG Minje

Liebe Minje

Erst mal ein großes Lob an dich, dass du weiter durchhälst!

Zu dieser Respektperson muss ich sagen, sollte sie doch ein hohes pädagogisches und psychologisches Level erreicht haben, klingen deren Aussagen für mich etwas oberflächlich. Zwar studiere ich nicht und kenne den genauen Ablauf an der UNI nicht, jedoch weiss ich von Freunden, dass dort fast kein Studenten-Professor-Kontakt besteht.
Und um urteilen zu können, welchen Charakter und welche Fähigkeiten man hat, muss man den Menschen doch etwas kennen.

Meiner Meinung nach tust du genau das richtige, wenn du dein Ding durchziehst! Du wirst ja wohl am besten wissen, was für dich geeignet ist. Was versteht diese Respektperson eigentlich unter einem nicht geeigneten Menschen???

Für mich wäre das z. B. jemand, der Drogen nimmt, total agressiv ist, der so schüchtern ist, dass er kein Wort rausbekommt oder jemand der straffällig geworden ist, jemand der schreit, dauernd ausrastet… Aber nach dem, was man ansatzweise aus deinem Artikel rauslesen konnte, bist du eher ruhig.

Naja. Auch Respektpersonen sind nur Menschen und haben die Intelligenz nicht mit Löffeln gefressen.

Gruß

Jessie

Hallo Minje,

daß du in einer schwierigen Situation bist, kann ich nachfühlen. Aber diesen Knoten aufzudröseln wirst im Endeffekt nur du selbst schaffen. Es ist natürlich schwierig, durch eine Ferndiagnose einen wirklichen Rat zu geben. Aber vielleicht kommst du einen Schritt weiter, wenn du die Dinge, die dich beschäftigen mal in Ruhe reflektierst.
Vielleicht kann ich dich dabei ja ein klitzekleines Stück begleiten:

Zur Zeit weißich einfach nicht weiter.

Da ist es manchmal ganz gut, etwas Abstand von der schwierigen Situation zu bekommen. Vielleicht hast du die Möglichkeit ein paar Tage etwas ganz anderes zu machen und die Dinge, die dich jetzt beschäftigen etwas ruhen zu lassen. Mal drüber geschlafen, erscheinen manche Sachen in einem anderen Licht.

Ich studiere zur Zeit Grund- und Hauptschullehramt, Fächer
mathe und Musik, wobei ich mathe immer als schwieriger
empfand, aber auch mathe ist lernbar.
jetzt wurde ich vn einer Respektsperson daraufhingewiesen, ich
könne nicht mit Kindern umgehen.

Was heißt hier „Respektperson“? Hast du das Gefühl, es ist eine Person, die die nötige Kompetenz hat, das zu beurteilen? Wenn nein, was sagen andere Menschen? Und ganz wichtig: was denkst du? Hast du mehr Interesse an der Mathematik und an der Musik oder geht es dir wirklich darum, mit Kindern zusammenzusein, sie zu „ertragen“, die Erziehung als das zentrale Element - besonders bei Grundschülern - zu sehen?
Wenn du der Meinung bist, du kannst mit Kindern umgehen, woher rührt dann deine Meinung? Hast du schon ein Praktikum in einer Schule gemacht? Wie reagieren Kinder auf dich?
Ich denke, es ist ganz wichtig, daß du dir klar wirst, ob deine Zukunft die Kinder sind oder doch eher die Mathematik oder die Musik. Seien wir ehrlich: es gibt auch schlechte Lehrer, die in den Beruf mit falschen Vorstellungen gestartet sind oder mehr an der „üppigen Freizeit“ interessiert waren oder mehr an ihrem Fach las an der Wissensvermittlung. Wie siehst du dich selbst?

Eine weitere Respektsperson sagte mir, ich sei „unfähig“ für
eien bestimmte praxisbezogene Handlung- ich solle mich doch
für ein anderes Studium entscheiden.

Wieder die gleichen Fragen wie oben. Stellen wir uns vor, diese Person hätte Recht, gäbe es Alternativen auf denen du mit deinen bisher erworbenen Kenntnissen aufbauen könntest? Und wenn du denkst sie hat nicht Recht, wie kommt sie auf die Idee zu sagen, du seist „unfähig“? Solche Aussagen trifft man nicht einfach mal eben so. Ist vielleicht etwas Wahres daran? Die Antwort kannst nur du allein geben.

Gestern rief meine Mutter an, und fragte mich , von wem denn
die gedichte und Geschichten auf meinem Computer seien(sie hat
gerade meinen alten bekommen). Als ich ihr sagte, ich habe sie
geschriebne, sagte sie :„Dann hast du den falschen beruf!“
worauf ich beinah in Tränen ausbrach.

Was deine Mutter sagte, war ja wohl ein großes Kompliment. Sie sieht in dir bestimmte Fähigkeiten, die du hast? Aber diese haben im Moment wohl nichts mit deiner Situation zu tun, eine Situation die auf Lösung drängt. Und Bücher schreiben ist zunächst keine Alternative, eher ein interessantes Hobby. Ob man damit erfolgreich ist, ist reine Glücksache. Aber das weißt du sicherlich selbst.

Ja, ich weiß nicht mehr weiter. Was sollich tun.
Was jetzt alles möglich ist.

  1. ich sage: ich bin geeignet für den Beruf der Lehrerin, bin
    geeignet für Mathe und musik und kämpfe weiter. Ich weiß bloß
    nicht, wie lange ich dass noch aushalten soll.

Ob du geeignet bist, weißt du eventuell erst, wenn es zu spät ist. Finde es jetzt heraus. Geh in die Schule, da wäre dein zukünftiger Arbeitsplatz. Finde es heraus, ob das deine Lebensaufgabe werden könnte.
Und ganz wichtig: die Kinder haben ein Recht auf Lehrer, die in diesem Beruf aufgehen, die gut ausgebildet sind, Idealismus mitbringen und ein Talent im Umgang mit ihnen haben.

  1. ich sage: ich bin als Lehrerin geeignet,
    studiere Mathe und Religion. Habe somit mehr Zeit, um für
    Mathe zu lernen.

Und was hat sich dann geändert? Statt eine Lösung herbeizuführen würdest du versuchen, das Problem zu umschiffen, indem du dir vormachst, daß du durch einen Wechsel des Faches eine bessere Lehrerin wirst? Ob du als Lehrerin gut bist entscheidet sich nicht dadurch, ob du Religion oder Musik studiert hast.
Was ist mit dem Fach Pädagogik? Du hast es noch nicht einmal erwähnt?

  1. Wähle Musik ab und wechsel Studiengang nach SO. Habe dann
    nur noch Mateh, mehr Zeit , um zu lernen, aber daran würde ich
    glaube ich zerbrechen.

Was ist SO?
Wenn du vorher schon damit rechnest zu zerbrechen, dann mußt du gut aufpassen, daß du deine eigene Erwartungshaltung nicht erfüllst. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß du wirklich zerbrechen wirst. Warum willst du dir das antun?

  1. Ich sage: ja, ich bin nicht geeignet. Breche Studium ab.
    Und dann? Ich mein, sooooooooo einfach ist das ja auch wieder
    nicht, Bücher zu scheiben.

Stimmt. Aber selbst wenn du dich dazu entscheiden würdest abzubrechen, gibt es nicht auch noch die Möglichkeit das Studienfach zu wechseln? Es gibt ja auch Diplomstudiengänge, in denen du dein bisher erworbenes Wissen einsetzen kannst. Aber dazu mußt du natürlich wirklich herausfinden wo deine Fähigkeiten liegen und (ganz wichtig) natürlich auch, wo sie nicht liegen.
Deshalb nochmals der Rat, jede Möglichkeit zu nutzen an einer Grund- oder Hauptschule Praktika zu machen, mit Lehrern zu sprechen, damit du weißt, was später auf dich zu kommt und wirklich deine Fähigkeit mit Kindern zusammenzuarbeiten ernsthaft überprüfst.

Wenn ihr vielleicht andere Perspektiven seht, oder ne Idee
habt, wäre ich euch sehr dankbar. ich weiß einfach nicht, wie
ich mich entscheiden soll, aber eine Entscheidung muss gefällt
werden. Und eine Entscheidung steht bevor, darüber bin ich mir
im Klaren.

Das sehe ich auch so. Aber fäll diese Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus, sondern versuche deine Fähigkeiten einzuschätzen, sprich mit kompetenten Leuten und versuche die Situation mit Abstand zu reflektieren und dann zu entscheiden.

Ich wünsche dir viel Glück dabei.

Gruß
Roland

Meine Meinung (etwas länger):
Hallo Minje,
na, dann wollen wir mal:

Zur Zeit weißich einfach nicht weiter.
Ich studiere zur Zeit Grund- und Hauptschullehramt, Fächer
mathe und Musik, wobei ich mathe immer als schwieriger
empfand, aber auch mathe ist lernbar.

wie wahr, wie ich dir schon mal weiter unten schrieb, ist das Mathestudium nicht ohne, aber auch da kommt man durch.

jetzt wurde ich vn einer Respektsperson daraufhingewiesen, ich
könne nicht mit Kindern umgehen.
Eine weitere Respektsperson sagte mir, ich sei „unfähig“ für
eien bestimmte praxisbezogene Handlung- ich solle mich doch
für ein anderes Studium entscheiden.

sollten diese „Respektsperson“ an der Uni lehren und nicht von der Schule kommen, so würde mich das überhaupt nicht interessieren. Ich habe einige Unidozenten kennengelernt, die als Lehrer absolut ungeeignet waren. Mich würde mal interessieren, wie sie zu solchen (Vor-)urteilen gekommen sind. Haben Sie dich beim Unterrichten vor einer Klasse beobachtet oder hast Du ein Referat o.ä. verhauen? Nur ersteres berechtigt überhaupt zu solchen Aussagen.

Gestern rief meine Mutter an, und fragte mich , von wem denn
die gedichte und Geschichten auf meinem Computer seien(sie hat
gerade meinen alten bekommen). Als ich ihr sagte, ich habe sie
geschriebne, sagte sie :„Dann hast du den falschen beruf!“
worauf ich beinah in Tränen ausbrach.

entschuldige bitte, aber das halte ich für ausgemachten Blödsinn! Das klingt so, als würden sich Kreativität im Schreiben und der Lehrerberuf gegenseitig ausschließen. Ganz im Gegenteil: Gerade in der Grundschule kannst du mit selbstverfassten, personalisierten Texten die Kleinen richtig begeistern!

Zu deinen 4 Alternativen möchte ich nicht explizit Stellung nehmen, aber vielleicht ein paar Gedankenanstöße:
Die beste Person, die Dich beurteilen kann, ist zunächst immer Du selbst. Hast Du schon mal (im Rahmen eines Praktikums) alleine vor einer Klasse unterrichtet? Wie hast Du Dich da gefühlt? Ich meine nicht, ob Du zunächst nervös warst (das ist ja klar), sondern ob Du Dich während des Unterrichtens wohl oder unwohl gefühlt hast.
Das ist zunächst mal der beste Gradmesser. Unterrichtsmethoden lernst Du noch genug im Anwärterdienst, wichtig zum jetzigen Zeitpunkt ist zunächst mal das „Gefühl des Unterrichtens“, gefällt Dir das?
Wenn du die Fragen klar mit „Ja“ beantworten kannst, sind schon mal gute Voraussetzungen für den Lehrerberuf gegeben.
„Aber was ist denn mit der Lehrerpersönlichkeit, hab ich die überhaupt?“, wirst Du vielleicht fragen.
Klare Antwort: Es gibt nicht DIE Lehrerpersönlichkeit! Einige grundlegende Dinge (wie z.B. gerne mit Kindern arbeiten) solltest du natürlich mitbringen, aber viele Techniken, die eine „Lehrerpersönlichkeit“ ausmachen, kann man erlernen (Körpersprache, Konfliktlösungen, Stimmenmodulation,u.s.w.).

Vielleicht sind dir durch diese Anregungen einige Dinge klarer geworden, auf jeden Fall wirst Du hier immer Tipps und Rat finden können.

Zum Abschluss noch zwei Buchtipps:

„Der Mutmacher“ ISBN 3589211261 Buch anschauen
Der Name sagt schon alles. Eine erfahrene Lehrerin erzählt von ihren beruflichen Anfangszeiten. Fand ich sehr nett und hilfreich, gerade wenn man am Zweifeln ist.

„Körpersprache“ ISBN 3442126673 Buch anschauen
Ein faszinierendes Buch über nonverbale Kommunikation und welchen Einfluss diese auf das menschliche Miteinander hat. Schon etwas älter, dennoch topaktuell.

Viele Grüße von Alex und lass dir den Mut nicht nehmen!

Hallo, Minje,
bereits zwei Antworten haben Dir nahegelegt, herauszufinden ob „Lehrer sein“ der richtige Beruf für Dich ist. Ich bin der Dritte, der das empfiehlt.

Wer könnte Deine Frage besser beantworten, als jemand, der aktiv im Schuldienst tätig ist? Kennst Du Grundschullehrer/Lehrerinnen? Wenn nicht, suche diese Bekanntschaft. Bitte darum, mal einen Schultag lang hospitieren zu dürfen. Noch besser wäre ein regelrechtes Praktikum, aber da ist es ja wohl noch etwas hin. Und besser, Du findest Deine Eignung und Neigung möglichst bald heraus.
Sei kritisch mit Dir selbst, aber nicht überkritisch.
Viel Glück
Eckar.

Hallo,
was steht dem entgegen, gleichzeitig Lehrer zu sein und zu schreiben?
Ich kenne mehrere Lehrer + Mathematiker, die dann später Bücher geschrieben haben. Eine abgeschlossene Ausbildung ist immer vorteilhafte Grundlage für den späteren Lebensweg, egal was draus wird.

Letztendlich würde ich sagen, geh in dich und spüre, wie fühlst du dich, was möchtest DU? Ist dir das Lehrersein zuwider, dann höre auf. Ist es ok, macht es vielleicht sogar Spaß, dann mache weiter. Das Schreiben ist nebenbei, und wenn man damit später auch noch Geld verdienen kann, um so besser…

Beatrix
http://www.trixi.de

Hallo Minje,

Zur Zeit weißich einfach nicht weiter.
Ich studiere zur Zeit Grund- und Hauptschullehramt,

Hab ich auch mal gemacht. Ist zwar schon einige Zeit her.

jetzt wurde ich von einer Respektsperson daraufhingewiesen, ich
könne nicht mit Kindern umgehen.

„Respektsperson“ musst du mal näher erklären. Es gibt an Unis auch genügend Leute, für die obige Aussage selber zutrifft. Ist diese Respektsperson auch für sich eine? In welchem Zusammenhang wurde diese Aussage gemacht?

Eine weitere Respektsperson sagte mir, ich sei „unfähig“ für
eien bestimmte praxisbezogene Handlung- ich solle mich doch
für ein anderes Studium entscheiden.

Aus diese Aussage würde ich mal schliessen, dass ein Problem auf einer Kommunikationsebene vorliegt. Aber aus dem Zusammenhang gerissen ist sowas schwer zu beurteilen. Hier bräuchte man auch nähere Informationen.

Gestern rief meine Mutter an, und fragte mich , von wem denn
die gedichte und Geschichten auf meinem Computer seien(sie hat
gerade meinen alten bekommen). Als ich ihr sagte, ich habe sie
geschriebne, sagte sie :„Dann hast du den falschen beruf!“
worauf ich beinah in Tränen ausbrach.

Das ist eine sehr interessante Aussage. Warum meint Deine Mutter das? Welcher Beruf oder Berufsfeld wäre denn ihrer Meinung nach der richtige für dich? Kannst du mir/uns mal ein paar Gedichte/Geschichten zukommen lassen, damit wir uns einen eigenen Eindruck davon machen können?

Interessant wäre auch zu wissen, warum du dich für den Beruf des Lehrers entschieden hast. Was sind deine Motive? Die Behauptung, um Kindern was beizubringen und weil es Spass macht, mit ihnen zu arbeiten, ist in 90% aller Fälle schlichtweg nicht wahr. Die Hauptgründe, den Lehrerberuf zu ergreifen, sind u.a. folgende:

  • nach 12 oder 13 Jahren Schule können sich viele ein Leben außerhalb der Schule nicht vorstellen. Deswegen wollen sie schnellstmöglich zurück.
  • finanzielle Sicherheit durch das Beamtendasein
  • in der Schule sind auch Personen mit wenig ausgeprägtem Selbstbewustsein einfach aufgrund ihres Lehrerdaseins plötzlich Respektspersonen, was sie in einem andern Umfeld nie geworden wären.
  • Grundschule wählen viele Frauen in der manchmal irrigen Meinung „mit den Kleinen“ kämen sie noch zurecht.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass das auch bei dir Gründe für deine Berufswahl waren, aber du solltest ehrlich zu dir sein und alle möglichen Gründe, die dich zum Lehramtsstudium veranlasst haben, einfach mal für dich aufschreiben. Es handelt sich um DEIN Leben, dessen Weichen du gerade stellst. Nur wenn du deine Motive ehrlich beleuchtest, kannst du sie vielleicht in einem neuen Licht sehen und ggfl. als doch richtig oder auch als falsch erkennen.

Gruß
Michael

Liebe Minje.
Lass dich nicht irre machen. Du schreibst, dass du denkst, das du Lehrerin sein kannst. In jedem Lehramtsstudium sind Praktika Vorschrift. Leider weiß ich nicht, wie weit du schon mit deinem Studium bist. Aber bis zu den Praktika würde ich auf jeden Fall warten.
Ich habe sehr ähnliche Erfahrungen gemacht, vor allem später im Referendariat. Leider habe ich es nie in den Schuldienst geschafft, weil es keine Stellen gab. Heute habe ich ehrenamtlich eine Theatergruppe in einer Grundschule und komme prima mit den Schülern zurecht. Außerdem unterrichte ich an einer Musikschule und komme auch da zurecht. Musik würde ich auf keinen Fall aufgeben, weil das ein gefragtes Fach ist und vor allem, weil es viel Freude macht.
Liebe Grüße
T

Bald sind Semesterferien!
Hallo Minje,

ich muss zugeben, dass ich die bisherigen Antwort-Postings nicht gelesen habe. Ich hoffe, ich wiederhole jetzt nicht, was schon andere vor mir gesagt haben.

Bald sind Semesterferien! Und das heißt: falls du da noch nichts besseres zu tun hast, komm in die Puschen und organisier’ dir einen Praktikumsplatz!

Ich bin selbst Lehramtsstudentin. Jetzt, nach dem dritten Semester, ist laut Studienordnung offiziell immer noch kein Praktikum vorgesehen. Ich habe aber bereits zwei absolviert und ein drittes für die kommenden Semesterferien geplant. Denn: an der Uni werde ich nicht herausfinden, ob ich für diesen Beruf geeignet bin. Das geht nur an der Schule. Da sind außerdem Personen, die kompetent und unabhängig beurteilen können, ob du dich für diesen Job eignest. Mal ganz davon abgesehen: es gibt recht wenig Dinge, die nicht erlernbar sind. Wenn du wirklich Lehrerin werden willst, wirst du es schaffen. Und dann wirst du auch eine gute Lehrerin sein!

Das, was man an der Uni lernt, sind nur Bruchstücke von dem, was man im Beruf später braucht - soweit jedenfalls meine Erfahrungswerte. Das, was du wirklich brauchst, kannst du nur vor Ort lernen. Deshalb: warum nicht besser früher als später anfangen?!

Ich wünsche viel Erfolg und die richtige Entscheidung!

SRP

Hi,

was meinst du denn mit Respektsperson?
Der Begriff an sich deutet für mich darauf hin, dass es sich um verstaubte Obrigkeiten handeln könnte, die gedanklich noch in der Mitte des vorigen jahrhunderts leben.

Also: Blickst du zu ihnen auf, weil DU sie für kompetent hältst, weil DU spürst, dass du viel von ihnen lernen kannst, weil DU dir dein positives Urteil selbst gebildet hast, oder sind es einfach nur „Vorgesetzte“, die das Sagen haben?
Falls letzteres zutrifft, dann scheiss auf deren Äusserungen.

Apropos: Was sagen aigentlich die Kinder zu deinem Umgang mit ihnen?
Wie verhalten die Kinder sich dir gegenüber?
Das alleine zählt.

Ach, nochwas:
Gute Gedichte, Musik, usw. schreiben können viele Leute.
Die bemerkung deiner Mutter würde ich nicht in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Ausserdem ist der Beruf Lehrer deutlich sicherer.

Gruss,

Hallo Minje! Mal ganz weg von den Respektspersonen. Wie fühlst Du Dich im Unterricht? Bist Du beim Unterrichten an dem Platz, den DU für den Rest Deines Lebens einnehmen möchtest? Kannst Du Dir Jahrzehnte dort vorstellen, inmitten lärmender, manchmal nerviger Kinder, denen Du Wissen vermitteln sollst? Du schreibst, Mathe kann man lernen. Das mag schon sein, aber das Lernen reicht nicht, um es auch zu vermitteln. Ich schreibe das, weil wir bis vor 2 Jahren mit einem Mathelehrer (Gymn.) geschlagen waren, der mit Sicherheit in einem anderen Beruf besser aufgehoben wäre. Aus Sicht einer Mutter denke ich, Du solltest Dir nochmal überlegen ob die Fächerwahl WIRKLICH Deine erste Wahl ist. Wenn Du gerne Gedichte schreibst, wäre nicht Deutsch/Reli die bessere Möglichkeit? Eines ist mir noch wichtig. Ich finde es großartig, dass Du so selbstkritisch bist und Dir so viele Gedanken machst, statt das Studium abzuspulen. In meinen Augen ist das bereits eine wichtige Eigenschaft eines guten Lehrers! Angelika

Hallo Jessie,

jedoch weiss ich von Freunden, dass dort fast kein
Studenten-Professor-Kontakt besteht.

Das hängt ja auch von einem selbst ab- wieviel man da zulässt und wieviel der Professor /Dozent zulässt.
Ich hatte in dem Seminar, dass von der Dozentin gemacht wurde, leider keinen Kontakt zu ihr. Wenn sie Fragen stellte, haben immer nur die anderen sich gemeldet , ich habe nie was gesagt. Das war aber nicht gegen die Dozentin gerichtet, sondern so bin ich einfach.
Die Beobachtungen, die die Dozentin macht, hängen ja auch von der gruppenzusammensetzung ab. Also muss man sie nicht allzu ernst nehmen , oder doch?
Was mein Verhalten in der Gruppe betrifft, kann ich nur sagen: Es ist auch sonst so. Insofern kann ich meien Dozentin jetzt verstehen. Aber ich sage: Es ist für mich keine Lösung, aufrund dessen mich für einen anderen Beruf zu entscheiden. Dort würde mir auch gesagt werden: „Sie sind nicht geeignet.“ Es geht also jetzt gar nicht mehr darum: Bin ich geeignt oder nicht? sondern darum: Ich weiß , ich bin nicht geeignet. Was tue ich , um geeignet zuwerden? Man muss ja nur die Ursache (= falsche Denkweise) bekämpfen, dann ist mein Hauptproblem mit den kleinen Unterproblemen weg, und dann bin ich geeignet.

Und um urteilen zu können, welchen Charakter und welche
Fähigkeiten man hat, muss man den Menschen doch etwas kennen.

Meiner Meinung nach tust du genau das richtige, wenn du dein
Ding durchziehst! Du wirst ja wohl am besten wissen, was für
dich geeignet ist. Was versteht diese Respektperson eigentlich
unter einem nicht geeigneten Menschen???

Ganz einfach:

  1. Das Verhalten muss in Ordnung sein. Die Person sollte nicht verkrampft dastehen, sondern ganz locker. Bei Gestik/ Mimik muss ales stimmen.
    Dazu sage ich: Das ist erlernbar. Ich habe bei einem Theaterseminar mitgemacht, wo wir ganz simple Übungen gemacht haben. Beispiel:
    Sage: Leg das Lineal weg. Wie muss ich das sagen, so dass der Schüler dass auch tut. Das Problem ist ja nur, dass einem sowas in Fleisch und Blut übergehn muss. Nach meienr Stunde merkte ich: An einer Stelle habe ich unbewusst ein bestimtes Auftreten gehabt, und unbewusst das aus dem Seminar angewendet. An der Stelle habe ich auch erreicht, was ich wollte. In einer anderen Situation habe ich es anders gemacht- und siehe da: es hat auch nicht gewirkt…
  2. Die Person sollte fachlich kompetent sein, d.h. in Musik sollte man fähig sein, sich selbst zu begleiten und dazu auch noch gut zu singen.
    Dazu sage ich: Das ist erlernbar.

der so schüchtern ist, dass er kein Wort
rausbekommt…Aber nach dem, was man
ansatzweise aus deinem Artikel rauslesen konnte, bist du eher
ruhig.

Oooooooooooooooh ja.Ich bin ruhig. Das ist wohl war. Aber bin ich denn auch schüchtern? Nein, ich doch nicht…? Eigentlich ist übrigens jeder Mensch schüchtern , bloß jeder geht anders damit um.
Weiterhin würde ich sagen, ist Schüchternheit etwas, was situationsbezogen ist.
In Situation x schüchtern, in Situation y nicht schüchtern.
Und: man kann es erlernen, nicht schüchtern zu sein: Wenn ich genau weiß, in welchen Situationen ich schüchtern bin und in welchen nicht, muss ich eine Situation nach der anderen bekämpfen, bis es denn irgendwann so gut wie keine Situation gibt, in der ich schüchtern bin.

Gruß, Minje

Hallo Roland,
danke, dass du mir geschrieben hast.

Aber diesen Knoten aufzudröseln wirst im Endeffekt
nur du selbst schaffen.

Darüber bin ich mir im Klaren. Aber manchmal können einem andere auch gute Denkanstöße geben.

Was heißt hier „Respektperson“?

eine Dozentin. Sie hat uns ein Semester lang auf ein Praktikum vorbereitet und sich meine beiden Unterrichtsstunden angesehen.

Hast du das Gefühl, es ist
eine Person, die die nötige Kompetenz hat, das zu beurteilen?

Ja, auf jeden Fall. Sie hat Kinder. Und wer Kinder hat, weiß auch , wie man mit kindern richtig umgeht. Natürlich können Eltern auch unterschiedliche Meinungen über die richtige Erzeihung haben. Aber ich glaube, Eltern wissen auf jeden Fall mehr über Erziehung als ein Studentin, die frisch von der Schule kommt.
Außerdem ist sie ja auch Lehrerin

Wenn nein, was sagen andere Menschen?

Schwierig zu beantworten. Meine Mutter: Will natürlich , dass ich weiterstudiere, hat aber keine Ahnung, sie sieht ja nicht, wie ich mich in der Klasse verhalte.
Kommilitonen: Unterschiedliche Ansichten. Auf die Frage : Bin ich überhaupt als Lehrerin geeignet, habe ich superausweichende Antworten bekommen…Zur Musikprobleatik: Die Probleme, die ich dort habe, sind lösbar (schwerlösbar,…aber es ist machbar).

Und ganz wichtig: was
denkst du?

Ich weiß im Moment nicht wirklich, was ich denken soll, sehe abe insgesamt alles wieder positiver- wobei ich mir allerdings im Moment nicht im Klaren darüber bin, obes wirklich das ist, was ich will.

Hast du mehr Interesse an der Mathematik und an der
Musik oder geht es dir wirklich darum, mit Kindern
zusammenzusein, sie zu „ertragen“, die Erziehung als das
zentrale Element - besonders bei Grundschülern - zu sehen?

Schwere Frage, dass weiß ich nun wirklich nicht.

Wenn du der Meinung bist, du kannst mit Kindern umgehen, woher
rührt dann deine Meinung? Hast du schon ein Praktikum in einer
Schule gemacht? Wie reagieren Kinder auf dich?

Ich habe das ESP1 und ESP2 gemacht. Hier kann man nicht sagen, dass ich beliebt war. Die kinder mochten die anderen drei Kommilitonen alle lieber als mich. Als es dann ans unterrichten ging, hat es aber trotzdem Spaß gebracht.
Dann kam das Vorpraktikum. Die Kinder mochten mich.
Und jetzt das FSP.

Ich denke, es ist ganz wichtig, daß du dir klar wirst, ob
deine Zukunft die Kinder sind oder doch eher die Mathematik
oder die Musik.

Das ist schwierig. Ich habe mal ein vierwöchiges Praktikum in einem Kindergarten gemacht. Mir hat alles großartigen Spaß gemacht. Doch dann merkte ich, dass mir ein ganz wesentliches Element fehlte.
Ich fühlte mich geistig unterfordert.Ich kann die Frage noch ncht beantworten. Aber ich werde mir darüber gedanken machen. Nur: Nehmen wir mal an, meine Zukunft sind nicht die Kinder, sondern Mathe bzw. Musik. Was mache ich dann?

Seien wir ehrlich: es gibt auch schlechte
Lehrer, die in den Beruf mit falschen Vorstellungen gestartet
sind oder mehr an der „üppigen Freizeit“ interessiert waren
oder mehr an ihrem Fach las an der Wissensvermittlung. Wie
siehst du dich selbst?

Falsche Vorstelungen hatte ich nicht, was einfach daran lag, dass ich gar keine Vorstellung hatte, von all dem, was auf mich zukommt.
An der Freizeit bin ich nicht interessiert. Ich meine , ich bin eher an der Wissensvermittlung als am Fach selbst interessiert.

Eine weitere Respektsperson sagte mir, ich sei „unfähig“ für
eine bestimmte praxisbezogene Handlung- ich solle mich doch
für ein anderes Studium entscheiden.

Wieder die gleichen Fragen wie oben. Stellen wir uns vor,
diese Person hätte Recht, gäbe es Alternativen auf denen du
mit deinen bisher erworbenen Kenntnissen aufbauen könntest?

Nein, nicht wirklich. Musiktherapeutin? Scheitert ja schon daran, dass ich angeblich nicht mit kindern umgehen kann. Außerdem scheitert es an meinem schlechten Gitarrespiel. Kann man lernen. Dann kann ich aber auch da bleiben , wo ich bin.

Und wenn du denkst sie hat nicht Recht, wie kommt sie auf die
Idee zu sagen, du seist „unfähig“?

Im ersten Semester bin ich an einer bestimmten Sache gescheitert. Sie weiß ganz genau, dass ich das nicht kann. Nun hat sie mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich es immer noch nicht könne. Stimmt ja auch. Sie hat allerdings sehr harte Worte benutzt. Ich hänge mich jetzt voll und ganz rein und werde es vielleicht irgendwann begreifen. Es ist bloß so schwer.

Solche Aussagen trifft man
nicht einfach mal eben so. Ist vielleicht etwas Wahres daran?

Jaaaaaaaaaaaaaaa. Aber wenn ich mich bemühe, klappt es vielleicht ja doch.

Ob du geeignet bist, weißt du eventuell erst, wenn es zu spät
ist. Finde es jetzt heraus. Geh in die Schule, da wäre dein
zukünftiger Arbeitsplatz. Finde es heraus, ob das deine
Lebensaufgabe werden könnte.

Ich habe ja 4-wöchiges Vorpraktikum gemacht, und das war schön.

Ob du als Lehrerin gut
bist entscheidet sich nicht dadurch, ob du Religion oder Musik
studiert hast.

Es geht ja mehr um die Frage: Bin ich als Lehrerin nicht geeignet ? Oder bin ich nicht als Musiklehrerin geeignet?

Was ist mit dem Fach Pädagogik? Du hast es noch nicht einmal
erwähnt?

Das ist ja nicht bös gegenüber dem Fach Pädagogik gemeint, zeigt eher meine positive Einstellung, die ich diesem Fach gegenüber habe. Denn es steht für mich überhaupt nicht die Frage, ob ich Pädagogik weiterstudieren solle oder nicht. Das will ich auf jeden Fall, das ist für mich das Schönste aller Fächer. Als ich an die Uni kam, wollte ich in ertsen Semester eigentlich nur zu Pädagogikveranstaltungen und kein Mathe und kein Musik, aber mir wurde dann gesagt, dass das ja so nicht ginge.

Was ist SO?

Sonderschullehramt.

Wenn du vorher schon damit rechnest zu zerbrechen, dann mußt
du gut aufpassen, daß du deine eigene Erwartungshaltung nicht
erfüllst. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß du wirklich
zerbrechen wirst. Warum willst du dir das antun?

  1. Ich sage: ja, ich bin nicht geeignet. Breche Studium ab.
    Und dann? Ich mein, sooooooooo einfach ist das ja auch wieder
    nicht, Bücher zu scheiben.

Stimmt. Aber selbst wenn du dich dazu entscheiden würdest
abzubrechen, gibt es nicht auch noch die Möglichkeit das
Studienfach zu wechseln? Es gibt ja auch Diplomstudiengänge,
in denen du dein bisher erworbenes Wissen einsetzen kannst.
Aber dazu mußt du natürlich wirklich herausfinden wo deine
Fähigkeiten liegen und (ganz wichtig) natürlich auch, wo sie
nicht liegen.

Diplom in Schulpädagogik kann man galube ich nur machen, wenn man schon die 1. Staatsprüfung hinter sich hat.Und die frage ist ja, ob ich überhaupt so weit komme. Und Diplom in Allgemeiner Pädagogik? Ich weiß 1. nicht, ob mich dass interessiert
2. was macht man dann beruflich? Keine Ahnung.

Deshalb nochmals der Rat, jede Möglichkeit zu nutzen an einer
Grund- oder Hauptschule Praktika zu machen, mit Lehrern zu
sprechen, damit du weißt, was später auf dich zu kommt und
wirklich deine Fähigkeit mit Kindern zusammenzuarbeiten
ernsthaft überprüfst.

Ich denke, ich werde noch mehr darüber nachdenken müssen. Noch bin ich mir darüber nicht im Klaren, was aus meinem Leben werden soll.
Danke nochmals.
Gruß, Minje

Hallo Alex,

sollten diese „Respektsperson“ an der Uni lehren und nicht von
der Schule kommen, so würde mich das überhaupt nicht
interessieren. Ich habe einige Unidozenten kennengelernt, die
als Lehrer absolut ungeeignet waren.

Meine Dozentin unterrichtet an einer Förderschule. Wie sie als Lehrerin ist, weiß ich allerdings nicht.

Mich würde mal
interessieren, wie sie zu solchen (Vor-)urteilen gekommen
sind. Haben Sie dich beim Unterrichten vor einer Klasse
beobachtet oder hast Du ein Referat o.ä. verhauen? Nur
ersteres berechtigt überhaupt zu solchen Aussagen.

Sie hat zwei Unterrichtsstunden von mir gesehen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich beide nicht wirklich gut vorbereitet habe. Bei der zweiten habe ich mir mehr mühe gegeben, und die Stunde lief dann auch besser. Ihr Kommentar kam nach der ersten Stunde, wobei ich sagen muss, dass ich trotz Krankheit unterrichtet habe.
Und nach einem Vorpraktikum mit 20 Stunden müsste ich ja wirklich mehr Routine haben.
Der andere Fall: Hier ging es ums Dirigieren. Es kam ein Stück dran, das ich mir nicht ausgesucht hatte. Aber ich habe jetzt halbwegs den Durchblüick. Das ist reine übungssache- und Sache der konzentration.

entschuldige bitte, aber das halte ich für ausgemachten
Blödsinn! Das klingt so, als würden sich Kreativität im
Schreiben und der Lehrerberuf gegenseitig ausschließen. Ganz
im Gegenteil: Gerade in der Grundschule kannst du mit
selbstverfassten, personalisierten Texten die Kleinen richtig
begeistern!

Wenn ich denn kingerechte Geschichten schreibe…

Hast Du schon mal (im Rahmen eines Praktikums)
alleine vor einer Klasse unterrichtet?

Alleine? Wie ist das jetzt genau gemeint? Natürlich habe ich alleine unterrichtet. Im ESP2 2 Stunden, im Vorpraktikum 20 Stunden, jetzt 2 Stunden im FSP. Hinzukommen noch drei Stunden , die ich aufgrund von Musikdidaktikveranstaltungen gehalten habe. Zwei davon im Teamteching.
Es war aber eigentlich immer ein „Aufpasser“ dabei. Nur einmal war ich wirklich allein. Das war eine mathestunde, in der ein übungstest geschriebne wurde.(Vorpraktikum)

Wie hast Du Dich da
gefühlt? Ich meine nicht, ob Du zunächst nervös warst (das ist
ja klar), sondern ob Du Dich während des Unterrichtens wohl
oder unwohl gefühlt hast.

Bei meiner anzahl von Stunden ist das schwer zu sagen. Im algemeinen habe ich mich wohl gefühlt. Zwischendurch nicht. Wenn man jedoch lernt, mit solchen Situationen umzugehen (Wie soll ich auf dies und das reagieren?), dann werde ich mich auch in solchen Situationen wohlfühlen.

Das ist zunächst mal der beste Gradmesser. Unterrichtsmethoden
lernst Du noch genug im Anwärterdienst, wichtig zum jetzigen
Zeitpunkt ist zunächst mal das „Gefühl des Unterrichtens“,
gefällt Dir das?

Ja.

Wenn du die Fragen klar mit „Ja“ beantworten kannst, sind
schon mal gute Voraussetzungen für den Lehrerberuf gegeben.

Schön. Das beruhigt mich jetzt erstmal.

„Aber was ist denn mit der Lehrerpersönlichkeit, hab ich die
überhaupt?“, wirst Du vielleicht fragen.
Klare Antwort: Es gibt nicht DIE Lehrerpersönlichkeit! Einige
grundlegende Dinge (wie z.B. gerne mit Kindern arbeiten)
solltest du natürlich mitbringen, aber viele Techniken, die
eine „Lehrerpersönlichkeit“ ausmachen, kann man erlernen
(Körpersprache, Konfliktlösungen, Stimmenmodulation,u.s.w.).

Danke! Das ist die genaue Bestätigung dessen, was ich dachte! Ist ja zum Beispiel in Rollenspielen gut erlernbar.
Ja, dann mal abschließend ein riesengroßes Dankeschön an dich! Ich konnte bloß wegen dem Praktikum nicht früher entworten. Du hast mir Mut gemacht. Danke dir.
Minje

Hallo Eckard,

ich habe im Rahmen des ESP1 5 verschiedene Hospitationen gemacht:

  1. Logopäde- weil ich das mal werden wollte
  2. Waldorfschule
  3. Waldorfkindergarten
  4. Montessorischule
  5. Montessorikindergarten
    Dabei ist mir auf jeden Fall klar geworden, dass ich an die Schule möchte und nicht in einen Kindergarten. Agesehen davon habe ich auch ma privat ein 4wöchiges Praktikum in einem normalen Kindergarten gemacht.
    Außerdem ESP1, ESP2, Vorpraktikum, FSP1-> leider wohl nicht bestanden…
    tja, nach all diesen Praktika hat sich meine Meinung nicht geändert. Ich will immer noch Lehrerin werden ohne wenn und aber.

Kennst Du
Grundschullehrer/Lehrerinnen?

Ja

Wenn nicht, suche diese
Bekanntschaft. Bitte darum, mal einen Schultag lang
hospitieren zu dürfen. Noch besser wäre ein regelrechtes
Praktikum, aber da ist es ja wohl noch etwas hin.

Siehe oben…in diesen Semsterferien will ich einfach meine Ruhe haben, in mich gehen, Zeit haben zum Nachdenken können.

Und besser,
Du findest Deine Eignung und Neigung möglichst bald heraus.

Schwierig.

Sei kritisch mit Dir selbst, aber nicht überkritisch.

Kritik ist wohl das wichtigste,ich kann mich bloß nicht selber kritisieren. Und andere trauen sich oft nicht, mich zu kritisieren, obwohl das- auch wenns wehtut- das Beste ist, was einem wiederfahren kann.

MfG Minje

Halo Beatrix,

was steht dem entgegen, gleichzeitig Lehrer zu sein und zu
schreiben?

Dem steht nichts entgegen. Doch wenn man nur schreibt, hat man einen wsentlich entspannteren Alltag, man kann sich die Zeit selbst einteilen. Wen man auch noch Lehrer ist , steht man oft im Konflikt. Mna möchte so gerne am nächsten Kapitel weiterschreiben, muss aber noch ne Stunde vorbereiten.

Eine abgeschlossene Ausbildung ist
immer vorteilhafte Grundlage für den späteren Lebensweg, egal
was draus wird.

Das denke ich auch. Aber wenn das der einzige Grund ist , Lehrer zu werden, dann ist es fraglich…

Letztendlich würde ich sagen, geh in dich und spüre, wie
fühlst du dich, was möchtest DU? Ist dir das Lehrersein
zuwider, dann höre auf. Ist es ok, macht es vielleicht sogar
Spaß, dann mache weiter.

Ich bin mir noch nicht im Klaren darüber, ob es mir zuwider ist oder nicht.

Gruß, Minje

Hallo Michael!

Hab ich auch mal gemacht. Ist zwar schon einige Zeit her.

Gut, dann weißt du, wovon ich schreibe.

„Respektsperson“ musst du mal näher erklären. Es gibt an Unis
auch genügend Leute, für die obige Aussage selber zutrifft.

eine Dozentin, die Lehrerin an einer Förderschule ist

Ist diese Respektsperson auch für sich eine?

Ja

In welchem
Zusammenhang wurde diese Aussage gemacht?

Ich habe in meinem FSP eine beobachtete Stunde gehalten, die aus verschiedenen Gründen danebengegangen ist.

Aus diese Aussage würde ich mal schliessen, dass ein Problem
auf einer Kommunikationsebene vorliegt. Aber aus dem
Zusammenhang gerissen ist sowas schwer zu beurteilen. Hier
bräuchte man auch nähere Informationen.

Ups, tschuldigung, dass ich mich manchmal so unklar ausdrücke. Ich war nicht fähig, ein Stück zu dirigieren, und alle anderen konnten da. Aber mitlerweile kann ich einen Teil davon auch schon. Das ist einfach nur ein bisschen Mathe (bis 4 zählen, aber richtig…)und Konzentration.

Das ist eine sehr interessante Aussage. Warum meint Deine
Mutter das? Welcher Beruf oder Berufsfeld wäre denn ihrer
Meinung nach der richtige für dich?

Autorin.

Kannst du mir/uns mal ein
paar Gedichte/Geschichten zukommen lassen, damit wir uns einen
eigenen Eindruck davon machen können?

Auf jeden Fall. Nur noch nicht jetzt…im März bin ich bei meinen Eltern, wenn ich dann zurück in Flensburg bin, dann ist das machbar.

Interessant wäre auch zu wissen, warum du dich für den Beruf
des Lehrers entschieden hast.

Die Frage, auf die ich generell noch nie eineAntwort gefunden habe.

Was sind deine Motive?

Weiß ich nicht.

Die
Behauptung, um Kindern was beizubringen und weil es Spass
macht, mit ihnen zu arbeiten, ist in 90% aller Fälle
schlichtweg nicht wahr. Die Hauptgründe, den Lehrerberuf zu
ergreifen, sind u.a. folgende:

  • nach 12 oder 13 Jahren Schule können sich viele ein Leben
    außerhalb der Schule nicht vorstellen. Deswegen wollen sie
    schnellstmöglich zurück.

Das nennt man dann die „Sehnsucht nach der Kindheit“. Wenn ich jetzt ein bisschen Rückschau halte, war ich wirklich glücklich nur ein meiner Grundschulzeit und jetzt. Die Zeit dazwischen war ein einziger böser Traum , der allerdings so real wirkte. Richtig böse real.

  • finanzielle Sicherheit durch das Beamtendasein

Welch ein Grund. Es gibt 1000 andere Berufe, in denen es viel Geld gibt. Außerdem ist geld mir egal. Das ist nun wirklich kein Grund.

  • in der Schule sind auch Personen mit wenig ausgeprägtem
    Selbstbewustsein einfach aufgrund ihres Lehrerdaseins
    plötzlich Respektspersonen, was sie in einem andern Umfeld nie
    geworden wären.

Und ? ist das denn schlimm?
Außerdem: wenn jemand kein Selbstbewustsein hat, meken das die Schüler, und dann ist derjenige auch für die Schüler keine Respektsperson.

  • Grundschule wählen viele Frauen in der manchmal irrigen
    Meinung „mit den Kleinen“ kämen sie noch zurecht.

Was ja absolut nicht war ist. Das sind nicht unbedingt immer „die süßen Kleinen“ , die können auch ganz anders, darüber bin ch mir im Klaren.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass das auch bei dir Gründe
für deine Berufswahl waren, aber du solltest ehrlich zu dir
sein und alle möglichen Gründe, die dich zum Lehramtsstudium
veranlasst haben, einfach mal für dich aufschreiben.

Ich bin die ganzen Gründe einfach mal so durchgegangen, um zu gucken, ob das einer meiner Gründe sein könnte , und habe festgestellt, ich habe andere gründe. Ich weiß aber nicht wirklich, welche. Und wenn ich es wüßte, ich würde sie sofort aufschreiben.

Es
handelt sich um DEIN Leben, dessen Weichen du gerade stellst.

Und das ist total schwer, wenn man 1000e Wege vor sich hat und nicht weiß, welchen man wählen soll.

Nur wenn du deine Motive ehrlich beleuchtest, kannst du sie
vielleicht in einem neuen Licht sehen und ggfl. als doch
richtig oder auch als falsch erkennen.

Gut, mal angenommen, ich habe die falschen Motive: Wie bekomme ich dann heraus, welcher beruf geeignet für mich ist?

Gruß, Minje

Hallo erstmal.

In jedem Lehramtsstudium sind
Praktika Vorschrift. Leider weiß ich nicht, wie weit du schon
mit deinem Studium bist. Aber bis zu den Praktika würde ich
auf jeden Fall warten.

Ich bin schon im 3.Semester, habe also das ESP1 und ESP2 hinter mir, das 4wöchige vorpraktikum und habe jetzt das FSP gemacht, was ich wohl vermutlich nicht bestanden habe.

Musik würde ich
auf keinen Fall aufgeben, weil das ein gefragtes Fach ist und
vor allem, weil es viel Freude macht.

Ich werde es auch nicht aufgeben. Es ist zwar in einigen Bereichen schwer, aber ich werde mich „durchbeißen“.und dann guck ich mal, wie weit ich komme.

Gruß, Minje

Hallo SRP,

Bald sind Semesterferien! Und das heißt: falls du da noch
nichts besseres zu tun hast, komm in die Puschen und
organisier’ dir einen Praktikumsplatz!

Nein.

Ich bin selbst Lehramtsstudentin. Jetzt, nach dem dritten
Semester, ist laut Studienordnung offiziell immer noch kein
Praktikum vorgesehen.

Nein, das ist nicht war.

  1. Sem.: ESP1 vorgesehen
  2. Sem.: ESP2 vorgesehen
    nach 2./3. Sem.: freiwilliges Vorpraktikum vorgesehen
  3. Sem.: FSP1 vorgesehen- das habe ich nun gerade hinter mir.

Ich habe aber bereits zwei absolviert
und ein drittes für die kommenden Semesterferien geplant.
Denn: an der Uni werde ich nicht herausfinden, ob ich für
diesen Beruf geeignet bin. Das geht nur an der Schule.

Richtig, das stimmt. Allerdings stellst du an der Uni fest, ob du für das Fach, das du unterrichten möchtest, überhaupt geeignet bist…Aber ansonsten hast du recht. Deswegen habe ich ja mein Vorpraktikum gemacht.

Da sind
außerdem Personen, die kompetent und unabhängig beurteilen
können, ob du dich für diesen Job eignest.

Diese Personen beurteilen dich aber unter Umständen ganz anders als im FSP und dann stehst du da…Ich habe im Vorpraktikum auch immer gedacht, ich könne mir kindern umgehen.

Das, was man an der Uni lernt, sind nur Bruchstücke von dem,
was man im Beruf später braucht - soweit jedenfalls meine
Erfahrungswerte. Das, was du wirklich brauchst, kannst du nur
vor Ort lernen.

Nicht ganz war. Einiges gutes lernt man im Studium auch, hängt aber auch vom Seminarleiter ab. Wenn z.B. ein Seminar angeboten wird, in dem es darum geht, am Ende eine Unterrichtsstunde im Teamteaching zu geben, bin ich in der Regel sofort dabei.

Gruß, Minje

Hi Helge,

was meinst du denn mit Respektsperson?

eine Dozentin

Der Begriff an sich deutet für mich darauf hin, dass es sich
um verstaubte Obrigkeiten handeln könnte, die gedanklich noch
in der Mitte des vorigen jahrhunderts leben.

das klingt ein bisschen hart…

Also: Blickst du zu ihnen auf, weil DU sie für kompetent
hältst,

ja

weil DU spürst, dass du viel von ihnen lernen kannst,

ja, aber ich habe auch oft eine entgegengesetzte Meinung

weil DU dir dein positives Urteil selbst gebildet hast,

Mitlerweile ist das Urteil positiv, also: ja

oder
sind es einfach nur „Vorgesetzte“, die das Sagen haben?

auch das

Falls letzteres zutrifft, dann scheiss auf deren Äusserungen.

Das wäre schön, wenn das ginge, abern bisschen Wahres ist ja dran an den Äußerungen.

Apropos: Was sagen aigentlich die Kinder zu deinem Umgang mit
ihnen?

Die sagen nichts dazu, die verhalten sch nur.

Wie verhalten die Kinder sich dir gegenüber?
Das alleine zählt.

Das will ich hier nicht so öffentlich machen, aber allgemein gefasst kann man sagen , dass es durchaus erfreuliche wie auch unerfreuliche Augenblicke gibt.

Gute Gedichte, Musik, usw. schreiben können viele Leute.
Die bemerkung deiner Mutter würde ich nicht in die
Entscheidungsfindung einbeziehen. Ausserdem ist der Beruf
Lehrer deutlich sicherer.

Stimmt. Trotzdem möchte ich später irgendwas veröffentlichen. Und meine Mutter hat mich daran erinnert, das ich das vielleicht nicht ganz aus dem Auge verlieren sollte.

Gruss, Minje