Hallo Tino,
auch wenn es Deine Frage nicht wirklich beantwortet (dazu dann unten mehr) finde ich Dein Posting etwas widersprüchlich. Einerseits schreibst Du, dass Du bis gegen 16 Uhr nur rumhockst und nix zu tun hast und dann aber voll der Stress ausbricht. Wäre es denn denkbar, dass Du Deine Arbeitszeiten um 2 Stunden oder so nach hinten schiebst? Dann hättest Du morgens die quälende Langeweile los und am Abend nicht den Stress, noch schnell den Zug erwischen zu müssen. Ansonsten möchte ich mich der Frage meines Vorposters anschliessen: warum kannst Du denn nicht am Morgen die kurz vor Feierabend liegengebliebenen Sachen erledigen? Und noch eine andere Frage: was sagt Dein Chef zu diesem Problem?
ich halte das da nicht mehr länger aus, weil angst habe
komplett zu verblöden und möchte mich daher erneut bewerben.
*grins* So schnell verblödet man nicht
Aber im Ernst: es ist völlig okay, innerhalb der Probezeit festzustellen, dass man nicht zu dem Laden passt…
wie formuliere ich diesen umstand (nach nur drei monaten
anstellung erneut den arbeitgeber zu wechseln) in meinem
anschreiben, ohne meinen jetzigen noch-arbeitgeber schlecht zu
machen, bzw. einen faden beigeschmack einzubringen?
Nun, vielleicht hast Du aus der letzten Bewerbungsphase noch heisse Eisen im Feuer? Irgendeine andere Firma die mal prinzipielles Interesse signalisiert hatte vielleicht? Dann einfach mal nachhaken, wie bei einer „normalen“ Bewerbung halt „hatte mich ja vor einiger Zeit beworben … nix gehört … wollte mal nachfragen…“
Wenn Du neue Firmen auftun möchtest ist’s schwierig. Ich würde auf gar keinen Fall den aktuellen Arbeitgeber im Lebenslauf erwähnen, allenfalls „Seit Juni 2007 - Linksreferendar in einem kleinen Rechtsanwaltsbüro in Kleintupfing“ Im Anschreiben würde ich das auch nicht erwähnen, sondern mit „bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“ oder „möchte ich in einer grossen, international führenden Kanzlei im Bereich xyz mitarbeiten“ oder ähnlichem umschiffen.
Im Bewerbungsgespräch wirst Du natürlich definitiv danach gefragt werden. Und da ist’s auch wichtig, dass Du sehr diplomatisch bleibt. Kein Personaler will hören, dass der alte Chef ein Drecksack ist, der Laden betrügt oder was auch immer. Auch das umschifft man gemeinhin mit „passte nicht in den Laden“, „Schwerpunkte der Tätigkeit haben sich in die falsche Richtung entwickelt“ oder so.
ich habe schon überlegt zu schreiben, dass ich mich bei meiner
jetztigen anstellung unterfordert fühle. wäre das ok?
Hmm, „Unterforderung“ ist immer eine schwierige Sache, vor allem da das gerne als Ausrede für schlechte Leistungen verwendet wird. Jemand der da böses reininterpretieren will, könnte auch denken „ah, dem passt’s nicht und statt sich anspruchsvollere Aufgaben zu suchen, schmeisst er alles hin - ist faul und träge, keine Initiative“ Würde ich lieber rauslassen, und mehr darauf abzielen, dass man schon immer bei xy arbeiten wollte…
Wichtig ist aber, dass -egal was Du tust - Du nichts negatives (und womöglich noch was nicht 100% bewiesenes) über den Ex-Arbeitgeber sagst/schreibst. Denn der Personaler wird davon ausgehen, dass das was Du über den Ex-Laden erzählst Du auch eines Tages über seine Firma sagen wirst. (Anekdot am Rande: ich frage meinerseits in Vorstellungsgesprächen auch meist nach dem Vorgänger - auch mir sagt das sehr viel wie über den Vorgänger gesprochen wird *fg*)
*wink*
Petzi