Brauche Hilfe bei einer Entscheidung

Hallo,

ich grüble schon seit Tagen an einem Problem und weiß einfach nicht wie ich mich entscheiden soll. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen oder einen Tipp geben.

Die Situation ist folgende:
Ich habe mich für einen Studentenjob in einer Softwarefirma beworben und bin jetzt auch in der engeren Auswahl. Am Donnerstag hatte ich einen Vorstellungstermin - ob ich den Job kriege wird mir in ein paar Tagen mitgeteilt. Mir ist schon während des Bewerbungsgespräches aufgefallen, dass es nicht nur einfach irgendein Job ist, sondern auch eine verantwortungsvolle Position (Softwaretest). Deshalb waren neben dem Personaler auch zwei weitere Kollegen aus der Abteilung da, die mich auch ordentlich gelöchert haben mit Fachfragen.
Der Personaler meinte die Zusammenarbeit sollte längerfristg sein. Insgesamt hat mir der Job sehr zugesagt.

Und jetzt zum eigentlichen Problem:
Ich möchte nächstes Jahr im Juni oder Juli ein dreimonatiges Pflichtpraktikum machen in einer anderen Stadt. Das plane ich schon sehr lange und will es auch nicht weiter aufschieben.

Wie würdet ihr euch verhalten?

  1. Einfach den Job annehmen und im April den Leuten mitteilen, dass ich ein Praktikum machen werde und erstmal kündigen muss?
  2. Morgen dem Personaler eine eMail schreiben und ihm mitteilen, dass ich ein Praktikum plane? Ist aber auch blöd, oder?
    …

Nach meinem Praktikum wärs schon toll wenn ich wieder arbeiten könnte, aber es geht mir mir nicht nur um meinen eigenen Vorteil, sondern auch um die moralische Seite.

Wie würdet ihr euch verhalten?

Danke sagt MacMenace

Hallo MacMenace,

wenn Du den Job tatsächlich kriegst, würde ich ihn an Deiner Stelle auf alle Fälle annehmen. Bis zu dem angestrebten Pflichtpraktikum Mitte nächsten Jahres ist´s noch lang hin (8 Monate) und in so einer Zeitspanne kann sich immer mal was anderes ergeben - das muss auch dem Arbeitgeber klar sein. Dass Du das Pflichtpraktikum schon lange geplant hast, musst Du ja keinem sagen. Letztendlich hast Du doch nur Vorteile von dem Werkstudenten-Job:

  • Eine anspruchsvolle Tätigkeit (ist doch tausdenmal besser als irgendeine Aushilfstätigkeit, wie ihn viele andere Studenten haben); vielleicht kannst Du manches, was Du dort lernst, für´s Studium gebrauchen und später macht es sich mal gut im Lebenslauf.
  • Wenn aus dem geplanten Praktikum nicht´s wird, kannst Du Dein Praktikum vielleicht bei dieser Firma machen.
  • Vielleicht können sie die drei Monate auf Dich verzichten und stellen Dich gleich hinterher mit Handkuss wieder ein.
  • Vielleicht wird sogar nach Deinem Studium was Langfristiges aus der Sache.

Deine moralischen Bedenken kann ich verstehen, aber im Berufsleben muss man, befürchte ich, immer erstmal an sich selbst denken. Wenn Dich ein Arbeitgeber mal nicht mehr braucht, denkt er auch nicht an Dich und daran, was nach der Kündigung aus Dir wird… Hart, aber wahr.

Viele Grüße,
Heike

Hallo MacMenace,

unbedingt annehmen. Alles Weitere wird sich finden.
Außerdem hast Du ja Probezeit.

Gruß
J.

nur einfach irgendein Job ist, sondern auch eine
verantwortungsvolle Position (Softwaretest). Deshalb waren
Der Personaler meinte die Zusammenarbeit sollte längerfristg
sein. Insgesamt hat mir der Job sehr zugesagt.
Ich möchte nächstes Jahr im Juni oder Juli ein dreimonatiges
Pflichtpraktikum machen in einer anderen Stadt. Das plane ich

  1. Einfach den Job annehmen und im April den Leuten mitteilen,
    dass ich ein Praktikum machen werde und erstmal kündigen muss?
  2. Morgen dem Personaler eine eMail schreiben und ihm
    mitteilen, dass ich ein Praktikum plane?
    Nach meinem Praktikum wärs schon toll wenn ich wieder arbeiten
    könnte, aber es geht mir mir nicht nur um meinen eigenen
    Vorteil, sondern auch um die moralische Seite.

Hi, MacMenace!
Erstmal den Job annehmen, vielleicht entpuppt sich die Tätigkeit nicht als das Wahre. Schau aber sorgfältig auf die Vertragsbedingungen. In einem halben Jahr kann sich viel ändern. Wenn es der Superjob ist, wirst du das Praktikum auch schnell wieder vergessen.
Wie gesagt: Die Taube in der Hand ist besser als der Spatz auf dem Dach
FJ HP

Hallo MacMenace,

zu den Fakten.

1.: Job annehmen = 8 Monate (bis Juli 06) Kohle verdienen, dein praktisches Wissen ausbauen, der Firma die Möglichkeit geben dich und deine Quallitäten kennen zu lernen um dich nach deinem Praktikum wieder einzustellen (da du dein können in den 8 Monaten ja schon unter beweis gestellt hast?!)

2.: „Moralisch“ versuchen deine Kosten jeden Monat versuchen zu decken, bis Juni/Juli warten um dann dein Praktikum zu beginnen, im Oktober/November dann versuchen nen Job zu bekommen (iss ja zum Winter kein Problem) und dich nun erstmal mit einem guten, moralischem Gewissen bis 07/2006 zurück lehnen!

Beantworte dir deine Frage nen selbst!

N.S: Auch wenn du nach Beendigung deines Praktikums nicht wieder bei der Firma anfangen kannst, meinst du nicht selbst, das sich dass vorweisen jener Stellenerfahrung beim nächsten Job Anbieter gut macht???

Kopfschüttelnde Grüße,

Mathias

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Leider den Beitrag von Heike zu spät gelesen, triffts genau ins Schwarze, hätt mir meine Zeilen sparen können!

Gruß,

Mathias

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Hallo MacMenace,

hiermal meine Gedanken von einem Studenten im 1. Semester:

Da du ja noch studierst, müsste jedem klar sein, dass du Praktika machen musst.
Ob du deine Pflichtpraktika schon erfüllt hast oder freiwillig noch welche machen möchtest, kann der Personaler ja in Erfahrung bringen, indem er dich fragt.
Hat er nicht gefragt, dann hast du auch kein (moralisches) Problem.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei dem Job!

Viele Grüße

Norbert

Danke euch allen…
… dass ihr mir so geholfen habt. Ich habe heute die Zusage erhalten und sofort Ja gesagt.
Nächstes Jahr mache ich trotzdem mein Praktikum :smile:

Vielen Dank nochmal!
Mac