Auch Hallo,
versuchen wir mal ein paar Antworten.
Muss ich die Frachtkosten für jede Ware einzeln bei der
Spedition anfragen oder kann man die Kosten selbst berechnen?
Das kommt ganz darauf an, was für eine Spedition Du hast und was für einen Vertrag Du mit ihr abschliesst. Wenn Du langfristig mit einer Firma arbeiten willst, kannst Du ein auf Dich zugeschnittes Angebot erhalten. Je homogener Deiner Sendungen sind, desto einfacher ist es, ein Angebot zu erstellen.
Was muss ich alles machen nach der Bestellung beim
Lieferanten?
Wichtig ist, dass Du die Incoterms kennst und die Bestellung beim lieferanten nach einer klar definierten Incoterm tätigst. Dies hat auch Auswirkungen auf die Aufträge, die Du Deiner Spedition geben musst. Für Bestellungen sollten die Incoterms immer nach diesem Muster angegeben sein: „Incoterm“ Ort, gem. Incoterms von „Jahreszahl“, z. B. FOB Shenzhen, gem. Incoterms von 2005.
Welche Angaben braucht der Spediteur um den Versand
abzuwickeln?
Wichtigste Angabe ist, siehe oben, die Incoterm. Wenn Du Deinem Spediteur alle Unterlagen, insbesondere Handelsrechnung, Packliste, B/L, Ursprungszeugnis und einen klar definierten Auftrag, z. B. Übernahme ab Kai Hamburg, Verzollung zum freien Verkehr und Zustellung bei „Adresse“. Terminabstimmung mit „Person“ unter „Telefonnummer“ gibst, sollte alles klappen.
Welche Mengen werdet Ihr einführen und wie regelmäßig? Wenn Ihr monatlich mehr als 20 Vollcontainer importiert, solltet Ihr eine Firma mit Erfahrung im Supply Chain Management wählen. Hier empfehlen sich am ehesten die Logistiksparten der Schiffahrtslinien (APL Logistics in Hamburg z. B.). Bei 3 bis 4 Stückgut Sendungen im Monat „reichen“ auch Panalpina oder Schenker.
Gruß,
Florian
Hoffe, das war hilfreich.