Hallo!
Hi,
Auf diesem bild
http://www.student.uni-oldenburg.de/andreas.henke/ak…
seht ihr die Häuserblöcke, in denen ich und meine freunde
wohnen.
Leider laesst sich der Maszstab auf der Zeichnung schlecht abschaetzen. Ich gehe aber davon aus, dass die Punkte nicht weiter als 100m entfernt liegen. Weiterhin ist noch wichtig, dass alle Punkte die Station mit dem AP sehen. Bei client 2 und 3 scheint das moeglich zu sein, kann client 1 um die Hausecke gucken?
ich möchte uns nun per wlan vernetzen (eigentlich ohne
dsl routing, aber wenn’s möglich ist mit
Relativ unproblematisch.
) und werde dazu bei mir einen access-point aufstellen. Aber
das wars auch schon, was ich weiß.
Wie sieht es mit der sonst noch benötigten hardware
(karten,antennen,kabel,adapter,…) aus und mit der richtigen
konfiguration?
Ihr solltet auf jeden Fall Auszenantennen aufstellen (Befestigungsmoeglichkeiten?). Beim AP wuerde ich eine Patchantenne verwenden, die hat einen genuegend groszen Oeffnungswinkel, um alle clients anzustrahlen. Der AP wird auf point-to-multipoint konfiguriert. Ich hab mir kuerzlich eine Linksys WRT54G zugelegt und find ihn echt geil. Die originale firmware kann durch ein Linux ersetzt werden. Man kann auf der Kiste kismet installieren. In der neusten Version kommt das Teil mit USB daher, da kann man eine externe Festplatte dran betreiben. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Bei den clients wird es spannend. Ich wuerde erstmal _eine_ PCI- oder PCMCIA-WLAN-Karte kaufen.[1] Achtet dabei darauf, dass sie einen _externen_ und standardisierten Anschluss hat ((reverse) SMA, TNC, o. ae.). Dabei liegt i. A. eine Stummelantenne, mit der wuerde ich erstmal versuchen, ob ihr in den Wohnungen ohne weitere hardware Verbindung kriegt. Falls ihr einen laptop habt lauft damit ein wenig rum, um eine Gefuehl dafuer zu kriegen, wie die Wohnungen / das Wohngebiet ausgeleuchtet wird. Kismet tut dafuer gute Dienste. Bei client 1 wuerde ich dabei die chancen als nicht schlecht einschaetzen. Client 2 und 3 haben damit evtl. ein Problem, da aus der Wohnung heraus mindestens ein paar Waende im Weg sind. Evtl. kann man das Signal an der Wand des Hauses mit client 1 reflektieren.[2]
Kriegt ihr bei einzelnen keine Verbindung koennt ihr (bei standardisierten Anschluessen) noch hardware fuer externen Betrieb an den clients nachkaufen. Dazu gehoert: ein pigtail, entsprechend viele Meter Antennenkabel und eine wetterfeste Antenne.
Ein pigtail ist ein kurzes duennes (und damit flexibles) Stueck Kabel. Auf der einen Seite ist das entsprechende Gegenstueck von der PCI-Karte (von den Anschluessen gibt es immer Buchse-Stecker-Paarungen). Auf der anderen Seite ist ein passender Anschluss fuer das Antennenkabel. Standard ist dabei N-Norm-Stecker (oder -Buchse).
Das Antennenkabel ist wesentlich dicker und ist dementsprechend unflexibel. Dabei gilt, je kurzer, je dicker, je teurer, desto besser, weil das Kabel das Signal daempft. Bei Laengen unter 3m darf’s aber ruhig das billige Aircell7 sein, fuer mehr als 10m sollte man etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn man will, das an der Antenne noch was ankommt. An beide Enden kommen wieder passende N-Norm-Buchse (bzw. -Stecker). Lasst das Kabel moeglichst vom Haendler konfektionieren. Es ist zwar kein Problem, das selber zu machen, aber der kann das besser und macht es meist kostenlos.
Antennen gibt’s bei Ebay, eigentlich kannst Du fuer die clients irgendwas nehmen (patch, Richtfunk, Rundumstrahler). Den Anschluss am Kabel waehlt man passend zu dieser Antenne.
Soweit die hardware. Zur Sicherheit: ihr solltet ueber irgendeine sinnvolle VPN-Loesung nachdenken. Was genau das sein kann haengt von eurem know-how ab. Hier laeuft IPsec (FreeSWAN), aber das wuerde ich nicht empfehlen, da das FreeSWAN-Projekt auslaeuft (es findet in StrongSWAN gerade einen Nachfolger). Ganz wichtig ist aber, dass WEP-Verschluesselung _nichts_ mit Sicherheit zu tun hat.
Und noch was rechtliches: grundstuecksuebergreifende Emmissionen muessen bei der Regulierungsbehoerde fuer Telekommunikation und Post[3] angemeldet werden. Das ist kostenlos, relativ unproblematisch (ein paar Seiten ausfuellen) und erspart spaeter Aerger, falls ihr ein anderes WLAN stoert. Weiterhin darf die maximal abgegebene Leistung nicht mehr als 100mW betragen.
Ich habe im moment noch nichts eingekauft und bin beim geld
_relativ_ frei 
Wie im anderen Artikel erwaehnt, ich hab gerade Zeit. Ich kann gerne mal einen Kostenvoranschlag erstellen.
HTH,
Gruss vom Frank.
===footnotes===
[1] Es gibt auch USB-WLAN-Adapter. Die haetten den Vorteil, dass sie meist mit ein paar Meter Kabel kommen und man den Empfaenger ggf. etwas naeher ans Fenster stellen kann. Aber damit kenn ich mich nicht aus.
[2] Bei Reflexionen wird die Polaritaet um 90° gedreht. Die ist wichtig, also den Empfaenger evtl. mal drehen, wenn das den Empfang verbessert. Darueberhinaus begibst Du Dich mit reflektierten Signalen in den Bereich der Wahrsagerei und Spekulation, da kein Mensch sinnvoll abschaetzen kann, wie stark das Signal dadurch gedaempft wird.
[3] http://www.regtp.de/