Hallo Kruemel!
Sie hat einen link bekommen wo sie innerhalb einiger Stunden
sich über die wichtigsten Dinge informieren könnte. Sich
nocheinmal mit einer Kurzstory zu melden und zu bedanken war
eine höfliche Geste und sollte nicht überbewertet werden.
Schliesslich haben sie einen Jahre andauernden Fehler erst vor
kurzem entdeckt und versuchen nun diesen weitest gehend zu
korrigieren.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Soweit ich gelesen habe, hat sie ihm nichts als Gurken gegeben und die hat er dann auch noch im Sand, womöglich im eigenen Kot-Staub herum geschmiert! Das hat dann letztlich dazu geführt, dass ich mich aufgeregt habe. Papageien brauchen Auswahl an Obst und Gemüse! Manches, was sie an einem Tag mit Begeisterung fressen, lassen sie am nächsten Tag verächtlich stehen. Auch Unterschiede im Geschmack nehmen sie sehr gut wahr. So kann es sein, dass Apfel, sobald er ein bisschen säuerlich schmeckt, nicht mehr genommen wird.
Papageien brauchen Papageienfutter und zwar das beste,
das im Handel zu haben ist!
Eigentlich sind das eine Art Einheits- Pellets, nur die wird
er nicht nehmen, weil er sie nicht gewohnt ist!
Also eine Körnermischung für Groß-Papageien!
Gepresste Pellets? Das kenne ich nur von unseren Meeris. Es
ist gepresstes Heu. Das bekommen sie bei uns aber auch nur
sehr selten. Eher bevorzugen wir da frischen leckeren Baum.
Papageien dürften in der Natur auch kaum gepresste Pellets
finden. Sie basteln sich ihre Nahrung durch Geschmacksversuche
zusammen. Baumrinde, Obst-Gemüse, Nüsse, Blätter, Gras,
Getreide, Erde usw.
Das Problem ist, dass die Nahrungsmittel, die der Papagei eigentlich in der freien Natur vorfindet, bei uns so nicht vorkommen.
Du kennst doch sicher diese Beo-Perlen, mit denen man Beos hauptsächlich ernährt! Ähnliches gibt es auch für Papageien, sie enthalten im Prinzip alle Nährstoffe, die der Vogel braucht, in einem ausgewogenen Verhältnis. Der Nachteil ist, dass Papageien nur sehr schwer daran zu gewöhnen sind. Und dass sie den Trieb des Halters, dem Vogel etwas Gutes zu tun, nicht befriedigen. 
An Obst sollte stets eine Auswahl vorhanden sein: Apfel,
Banane, Möhre, Weintrauben, süße Apfelsinen, auch Gurken!
Anfangs kein Salat! Alles in so handliche Stücke geschnitten,
dass der Papagei die Stücke gut in der „Hand“ halten kann!
Das hört sich lecker an. Und ist auch ein guter Rat.
Das Obst nimmt man spätestens nach 8 Stunden heraus, der Napf
ist peinlich genau zu säubern, bevor neues Obst hinein kommt!
Aber bitte nicht desinfizieren.
Jo, hab ich vergessen! Zum Reinigen nur heißes Wasser und eine Bürste, keinerlei chemische Mittel.
Viele Grau-Papageien nehmen gerne mal ein gekochtes Hühnerbein
oder ein Stück hart gekochtes Ei. Zwieback ist auch sehr
beliebt! Ebenfalls angekeimte Sonnenblumenkerne! (Anleitung
zum Keimen kann ich dir schicken.)
Das (Hühnerbein!) mögen Papageien allgemein sehr gerne.
Zwieback ist genauso beliebt wie Kekse. Aber auch genauso fett
machend. Weshalb sie nur als Leckerlie (also selten) und nie
als ganzes Stück gegeben werden sollten.
Hab ja geschrieben, alles was neu an Futter ist, sehr, sehr vorsichtig und nur in geringen Mengen!
Sonnenblumenkerne (auch angekeimte?) sind sehr fetthaltig und
bei Käfighaltung überhaupt nicht zu empfehlen. Unsere
Papageien sind zwar freifliegend (leider nur im Haus) bekommen
aber trotzdem Futter ohne Sonnenblumenkerne. Die Ausnahme ist
der Herbst, denn dann sind die gesähten Sonnenblumen gereift
und kommen als ganze Pflanze zu den Amas. Diese wird dann auch
komplett, mit Blättern, Körnern und Stiel zerschreddert.
Die meisten unserer Papageien wollen von ganzen Sonnenblumen, reif oder halbreif, nur wenig wissen. Meerschweinchen und Kaninchen fressen die ganzen Pflanzen mit Begeisterung.
Durch den Keimvorgang wird das Fett in den Sonnenblumenkernen in Zucker und Stärke und was weiß ich, verwandelt! Ist ein gutes Futter, vor allem auch zur Jungenaufzucht! Muss aber sehr vorsichtig verwendet werden, weil es leicht schlecht wird.
Anfangs, alles sehr vorsichtig füttern, er darf keinesfalls
von einer Sorte zuviel fressen, seine Verdauung muss sich erst
umstellen.
Habt ihr ihn je gebadet? Wahrscheinlich nicht! Also eine
Blumenspritze und ihn vorsichtig mit zimmerwarmem Wasser
einsprühen, auch daran wird er sich erst gewöhnen müssen.
Danke, das sind sehr gute Ratschläge.
Ich denke nicht, dass er sich an einen Artgenossen gewöhnen
wird, wahrscheinlich ist er auf Menschen geprägt!
Auch nach vielen Jahren der Abstinenz ist es nie zu spät
jemanden zu vergesellschaften. Es haben Papageien selbst nach
40 Jahren Einsamkeit einen Partner bekommen und ihn willkommen
gehiessen.
Möglich! Ich versuch´s grad mit einem Felsensittich (vom Vorbesitzer abgegeben), der sich ständig mit mir paaren will und auch schon ganz nackt ist. Solche Versuche brauchen viel Geduld und Platz und ständige Eingreif- Bereitschaft.
Ein Mohrenkopfpapagei, total auf Menschen (Männer) geprägt, hat bei einem ähnlichen Versuch, seinen neuen Partner kurzerhand umgebracht. Nach drei Tagen und sehr viel Ausweichmöglichkeit!
Camomila hat dazu, wie sie selber schreibt, viel zu wenig Platz.
Also braucht
er Beschäftigung mit Menschen. Aber Vorsicht, Graupapageien
können ganz gemein beißen. (Hoffentlich beißt er den
Richtigen!)
Es wird nie der richtige gebissen
)
Und wenn sich am Tag 287 Menschen mit ihm beschäftigen wurden,
sie würden niemals einen Artgenossen ersätzen. Auch nach
Jahren der Gewohnheit an Menschen.
Nein, natürlich ersetzen sie keinen Artgenossen! Die Frage ist eben nur, wen das Tier für seinen Artgenossen hält. Manchmal geht´s gut, manchmal schief. Ein Graupapagei, der sich auch rupfte hat sich bei uns sogar noch gepaart und auch auf sein Weibchen und den Nistkasten aufgepasst. Trotzdem hat er die richtige Brutpflege nie mehr gelernt.
Sie musste alles alleine machen. Und gerupft hat er sich immer noch!
Wir haben vor fast 4 Jahren einen Nymphensittich erhalten der
13 Jahre in einem verflucht kleinen Käfig, ohne Freiflug,
allein gehalten wurde. Natürlich hatte er auch, wie der Graue
aus diesem Thread, aus Gram seine Federn gerupft. Was wir ihm
leider mit nichts abgewöhnen konnten. Bei uns hatte er
aufeinmal den Kontakt zu Artgenossen. Kaum war er in der
Voliere hatte er auch sofort die Nähe zu den anderen gesucht.
Ok, den anderen war er nicht geheuer und sie scheuten ihn.
Aber nach einiger Zeit bekamen wir eine Neue und sie wurde
seine Lebensgefährtin.
Auch das Federfressen wird nicht mehr weg gehen, er ist schon
krank im Kopf. Immerhin könnten Mineralien und Baden helfen.
Im Handel gibt es einen speziellen Spray, dann schmecken die
Federn nicht, manchmal (selten), hilft es.
Leider hast du Recht, diese Mittel helfen kaum bís zu gar
nicht.
Und die Verhaltensstörung wird er vielleicht nicht mehr
ablegen können. Aber Papas sind intelligente Wesen und haben
die Fähigkeit zu lernen.
Ein Wunder, dass das arme Vieh noch lebt!
Es gibt viele Geschichten dieser Art. Manche werden, trotz
ihres Leidens, uralt und haben manchmal auch Glück und finden
ein Heim wo sie einen Hauch von dem erleben dürfen was ihnen
von Natur aus zu steht.
Bei aller Anerkennung für Camomilas Engagement, hier wäre wohl eine Papageienauffangstation der bessere Weg!
Freundlicher Gruß,
Nemo.