Brauche ich eine Unfallversicherung?

Das ich dachte ich (bzw. mein Versicherungsfritze) vor ca. 10 Jahren und ich schloss eine ab. Damals waren 10 Jahre üblich. Kündigen konnte ich nur, wenn die Versicherung einwilligt, da sie mir einen Rabatt eingeräumt hatten. Wir gingen bis zur Aufsichtsbehörde für Versicherungen. Keine Chance, früher rauszukommen. Ich habe die jählichen Erhöhrung fleißig jedes Jahr widerrufen.
Nun sei es. Die 10 Jahre waren im Sommer vorüber und die Versicherung ging anstandslos zu Ende.
Das Frechste war: die haben mir ein Angebot über eine neue Unfallversicherung geschickt!!!
Ich überlege mir, ob ich überhaupt eine Unfallversicherung brauche. (Bei einer anderen Versicherung!!) Inzwischen bin ich wieder Single. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht doch mehr Sinn??

Ich sollte hinzufügen, ich bin fast 39 Jahre alt, weiblich. Beruflich so etwas wie ein Computermausdompteur. Ich dachte an die chronischen Krankheiten. Hier zahlt der Staat nichts, und ich gucke in die Röhre, wenn ich nicht mehr arbeiten kann. Umschulung? In meinem Beruf habe ich kaum Chancen. Solange ich noch die Maus bewegen kann …

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Hallo Sylvia,

vielleicht macht die Kombination Sinn. Wichtiger ist aber die BU!

Und ganz besonders wichtig ist die Beratung!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

hallo sylvia,

Ich sollte hinzufügen, ich bin fast 39 Jahre alt, weiblich.
Beruflich so etwas wie ein Computermausdompteur. Ich dachte an
die chronischen Krankheiten. Hier zahlt der Staat nichts, und
ich gucke in die Röhre, wenn ich nicht mehr arbeiten kann.
Umschulung? In meinem Beruf habe ich kaum Chancen. Solange ich
noch die Maus bewegen kann …

schon mal über eine versicherung schwere krankheiten nachgedacht? es ist meiner meinung nach genauso, wie du sagst. in deinem job bu zu werden ist sehr „schwer“. frag mal einen makler oder mehrfachagenten dazu.

zur unfallversicherung: meines erachtens ist es die zweitwichtigste versicherung nach der privathaftpflicht. als verkehrsteilnehmer, im haushalt und in der freizeit ist man so vielen gefahren ausgesetzt, dass die absicherung dieses risiko wohl die 180-200€ im jahr wert sind.

grundsätzlich gebe ich thorulf recht, dass hier eine ausführlichere beratung von nöten ist. so einfach ist dass nicht zu sagen…

mann kann sich im leben gegen alles versichern, wenn man es bezahlen kann…

grüsse, maxxler71

Hallo Sylvia !

Beide Versicherungen haben ihre Daseinsberechtigung. Die BU-Versicherung zahlt dir eine monatliche Rente für die Zeit der versicherten Leistungsdauer, wenn du durch Krankheit oder Unfall deinen Beruf zu 50 Prozent oder mehr nicht mehr ausüben kannst.

Die Unfallversicherung leistet i.d.R. eine einmalige Kapitalabfindung, wenn durch einen Unfall ein dauerhafter Körperschaden verbleibt. Auch bei niedrigeren Invaliditätsgraden und unabhängig davon, inwieweit eine Arbeitsfähigkeit gegeben ist. Einzeln oder in Kombination dazu kann bei einigen Gesellschaften auch eine monatliche Unfallrente z.B. ab 25 % oder 50 % unfallbedingter Invalidität versichert werden.

Eine Unfallversicherung ist meist preiswerter, als die BU-Versicherung. Bei der BU-Versicherung sind die Gesundheitsfragen oft relevant, so dass u.U. deutliche Zuschläge oder Leistungsausschlüsse auftreten können. Ich empfehle grundsätzlich nur Jahresverträge. Die verlängern sich automatisch um immer jeweils ein weiteres Jahr, du hast aber die Möglichkeit, jedes Jahr den Versicherungsschutz zu ändern oder ggf. den Versicherer zu wechseln.

Ein Büroangestellter, der durch einen Unfall z.B. im Rollstuhl sitzt, kann vielleicht durchaus noch seiner Berufstätigkeit nachgehen. In diesem Fall wären aus einer BU-Versicherung keine Leistungen zu erwarten. Die Unfallversicherung würde dagegen zahlen.

Geld wird im Fall des Falles immer benötigt, z.B. um vorübergehenden oder dauernden Einkommensausfall zu kompensieren, Kosten für Umbau Wohnung, Auto, Inanspruchnahme fremder Hilfe etc. zu finanziern.

Hoffe, dass dir meine Anmerkungen helfen können.
Viele Grüße

Uwe