Brauche Rat wg. psychologischer Behandlung

Hallo
Ich bin mir nicht sicher ob ich mich weiter psychologisch behandeln lassen soll oder nicht und ggf. welche Therapieform mir hilft.
Zu meiner Vorgeschichte.
Ich bin 34 Jahre alt und meine längste Beziehung hat 3 Jahre gedauert.
Die Beziehungen wurden fast ausschließlich von den Frauen beendet.
Ich fühlte mich nach einigen dieser Trennungen abnorm niedergeschlagen.
Also wollte ich mir mal den Rat eines Psychologen einholen und tat das auch. Zwischenzeitlich endete wieder eine Beziehung.
Mir wurde von den Psychologen bisher mitgeteilt das ich an Dysthimia leide und ein geschwächtes Grundvertrauen haben würde.
Ich habe ca 50 Std Einzeltherapie(tiefenpsychologisch) und ca 20 Std Gruppentherapie(tiefenpsychologisch) gemacht.
Meine Gruppe hat sich mitlerweile aufgelöst und meine Einzeltherapie ist zu Ende. Ich könnte aber irgendwann mal eine weitere Kurzzeittherapie machen,wenn meine Psychologin Zeit hat.
Wann dies ist ist ungewiss.
Ich fühle mich ehrlich gesagt nach wie vor schlecht und habe das Gefühl die ganze Therapiererei hat bisher nichts gebracht.
Deshalb bin ich mir nicht sicher ob ich überhaupt noch eine Behandlung machen will oder mich einfach damit abfinden soll das es mir schlecht geht und meine Beziehungen eben nicht halten.

Ich wäre nach etwas auf der Suche das mir Dauerhaft und umfassend helfen könnte und nicht hier und da mal ein bisschen Therapie
Wo kann ich mich am besten informieren was es alles gibt und was für mich am besten in Frage kommt?

Vielen Dank für die Antworten im Voraus

Hallo Uwe,

mir geht es teilweise ähnlich, aber meine bisherige Geschichte ist von längerer Dauer. Deshalb antworte ich Dir.

Dir wurden als „Diagnosen“ mitgeteilt:

  • erniedrigtes Niveau der Grundstimmung (Dysthymie)
  • vermindertes Grundvertrauen.

Dazu gehört eine graue oder dunkelgraue Brille.

Als Außenstehender lese ich Deine Sätze ohne irgendeine rosa oder graue Brille und entnehme daraus:

Du bist 34, hattest einige Beziehungen, die längste dauerte drei Jahre. - Finde ich nicht abnorm und sehe es auch nicht als „schlechte“ Bilanz.

Die Trennung wurde eher von der Frau vollzogen. - ok., jedenfalls Bedeutungsunschärfe von „fast“.

Du fühltest Dich nach einigen dieser Trennungen „abnorm“ niedergeschlagen. - Ist das wirklich so „abnorm“?

Damit will ich aber nicht Deine eigene Wahrnehmung in Zweifel ziehen, sondern bloß andeuten, daß unterschiedliche Sichtweisen möglich sind.
Allerdings: wenn ich im dem Alter, mit 34, so weit gewesen wäre…(seufz)

Deshalb bin ich mir nicht sicher ob ich überhaupt noch eine

Behandlung machen will oder mich einfach damit abfinden soll
das es mir schlecht geht und meine Beziehungen eben nicht
halten.

Abfinden? Aufgeben? Es ist halt so? Würde ich nicht empfehlen.

Ich wäre nach etwas auf der Suche das mir Dauerhaft und
umfassend helfen könnte und nicht hier und da mal ein bisschen
Therapie

Ich glaube nicht, daß es „die“ Therapieform schlechthin gibt, die als der Stein der Weisen gelten kann und umfassend hilft.

Sondern es ist eher eine Haltung als notwendige Voraussetzung, die - langsam - aber umfassend ermöglicht, daß Therapie hilft und es Dir besser gehen kann.
Die Haltung lautet etwa:
„Ich will, daß es mir gut geht, will lieben und geliebt werden, bin bereit, dafür Erfahrungen zu machen, dafür Zeit aufzuwenden, auch Geld, bin mir des Risikos bewußt, daß sich der eine oder andere Weg als Sackgasse herausstellt, und bin in solchen Fällen bereit, die Sackgasse wieder zu verlassen und einen anderen Weg zu versuchen.“
So oder so ähnlich.

Natürlich kannst Du in einer Therapie gelandet sein, die Dir nichts bringt. Aber dann kannst Du, wenn Du dies erkennst, die Konsequenzen ziehen.

Wo kann ich mich am besten informieren was es alles gibt und
was für mich am besten in Frage kommt?

Das hängt wohl auch davon ab, wo Du bist. Aber grob gesagt:
alles, was Dir einfällt, von der Telefonseelsorge angefangen, sonstige Beratungsstellen, Internet, Selbsthilfegruppen - einfach durchfragen.

Vielen Dank für die Antworten im Voraus

Bitte, gerne

I.

Hallo Uwe,

Also wollte ich mir mal den Rat eines Psychologen einholen und
tat das auch. Zwischenzeitlich endete wieder eine Beziehung.
Mir wurde von den Psychologen bisher mitgeteilt das ich an
Dysthimia leide und ein geschwächtes Grundvertrauen haben
würde.

Bei wievielen verschiedenen Ärzten und Psychologen warst Du denn?

Dysthymia ist relativ schwer differentialdiagnostisch von anderen Störungen abzugrenzen, etwa vom schwereren Fall der „rezidivierenden depressiven Episode“ (F33), von der „Abhängigen Persönlichkeitsstörung“ (F60.7), aber vor allem auch von einer etwaigen organischen Bedingung von Depression (gerade die müsste fachärztlich ausgeschlossen sein).

Ich habe ca 50 Std Einzeltherapie(tiefenpsychologisch) und ca
20 Std Gruppentherapie(tiefenpsychologisch) gemacht.

Das finde ich einigermaßen seltsam, weil ich in Deinem Fall relativ wenig Nutzen in einer Gruppentherapie erkennen kann.

Auch eine so sehr zeitlich limitierte Einzeltherapie (wie war sie denn: im Sitzen oder Liegen? war sie fokal, also rein auf aktuelle Problematik ausgerichtet? wie frequent war sie denn, also auf welche Zeitspanne hat sie sich erstreckt?)

Ich halte eine andere Therapieform in Deinem Fall unter Umständen für wesentlich sinnvoller, nämlich eine niederfrequente psychoanalytische Langzeittherapie, welche sich bei niedriger Frequenz (i.d.R. einmal die Woche) über bis zu 5 Jahren erstreckt und als solche auch Kassenleistung ist.

Mit einer solchen Therapieform könnte Deine Symptomatik, die ja wohl vor allem durch starke Trennungsängste und damit starke Abhängigkeits-Wünsche nach einer schützenden, konstanten, sicheren Beziehung(-zum-Therapeuten), viel umfassender und vor allem (in Bezug auf Deine Trennungsängste) viel „risikofreier“ angegangen werden.

Eine andere Möglichkeit für Dich bestünde darin, eine Therapieform zu wählen, welche nicht tiefenpsychologisch/psychoanalytisch orientiert ist, sondern Deine Symptomatik auf kognitiver Ebene angeht (dazu können Dir andere User dieses Forums besser Auskunft erteilen als ich).

Darüberhinaus ist es unter Umständen auch sinnvoll, den Einsatz von Antidepressiva zu erwägen (Du erwähnst leider nicht, ob dies bei Dir schon im Raum stand).

Du siehst also, Deine Alternative besteht nicht nur in Aufgabe oder Weiterführung Deiner Therapie, sondern vor allem auch im Wechsel der Therapieform.

Deine Kampf-Mittel sind also noch lange nicht ausgeschöpft!

Ich könnte aber irgendwann mal
eine weitere Kurzzeittherapie machen,wenn meine Psychologin
Zeit hat.
Wann dies ist ist ungewiss.

Eine Therapie muss dann stattfinden, wenn sie benötigt wird, nicht wenn die Therapeutin „Zeit dafür hat“.

Die Neigung, in solch wichtigen Fragen seines Lebens die Verantwortung lieber anderen zu überlassen (dem Zeitplan Deiner Therapeutin), ist eine gut nachvollziehbare, vor allem ist sie auch eine Neigung, die sehr häufig in Situationen wie der Deinen zu finden ist (und deshalb auch vernünftig ist), aber sie sollte nicht verhindern, dass man Hilfe und Unterstützung dann aufsucht, wenn man sie auch benötigt.

Einen ersten wichtigen Schritt hast Du ja bereits hier mit Deinem Posting getan (ich hoffe Du wirst noch einige kompetente Antworten erhalten; das war eine Aufforderung! :wink:

Zu meiner Antwort: ich bin selbst nicht fachlich-kompetent in dieser Frage, aber ich dachte, mein Posting könnte ein wenig dazu beitragen die Diskussion hierzu etwas stärker in Gang zu bringen.

Viele Grüße
franz

Mich würde ja mal interessieren, was du bisher für dich aus der Therapie rausgezogen hast. Hat sie dir irgendwelche Erkenntnisse über dich selbst vermittelt? Hast du angefangen, über deine Verhaltensweisen nachzudenken? Hast du irgendetwas an deinem Leben verändert? Sprich, wie tief ging diese Therapie für dich persönlich? Hast du verstanden, was mit dir los ist? Oder hast du es nur von der Psychologin gehört?
Wie geht es dir denn heute?

Kopf hoch,
Gruß, Dine

Ich frage mich auch ständig was mir die Therapie bisher gebracht hat.Daher ja die Unsicherheit. Ich denke die Erkenntnisse über mich und evtl. Fehlverhalten sind eher gering. Ich habe lange Zeit über mich nach gedacht ,lasse dies aber mehr und mehr sein, da es ohne kompetenten Rat meines Erachtens nichts bringt bzw. meine falschen Verhaltensweisen eher ausprägt als aufdeckt und mich zudem eher frustriert.
Was mit mir los ist ahne ich.Aber ob ich damit richtig liege weiß ich nicht,noch wie ich mich ändern könnte.
Mir geht es seit dem Beginn der Therapie ziemlich gleich von ein paar „lichten“ Momenten abgesehen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich war bisher bei zwei Psychologen in Behandlung
Eine Organische Untersuchung in Richtung Depression hat es bisher nicht gegeben. Es spricht allerdings aus meiner Sicht nichts dafür das es organische Ursachen geben könnte.
Meine Einzelthzerapie fand im Sitzen statt und bedingt durch das Scheitern der Beziehung während meiner Behandlung wohl eher fokal.
Ich war 1 Mal die Woche zur Therapie für ca 1.5 Jahre.
Antidepressiva habe ich noch nie genommen und es gab auch nie einen Vorschlag seitens der Pschologen diese zu nehmen.

Hallo Uwe,

Bei wievielen verschiedenen Ärzten und Psychologen warst Du
denn?

Dysthymia ist relativ schwer differentialdiagnostisch von
anderen Störungen abzugrenzen, etwa vom schwereren Fall der
„rezidivierenden depressiven Episode“ (F33), von der
„Abhängigen Persönlichkeitsstörung“ (F60.7), aber vor allem
auch von einer etwaigen organischen Bedingung von Depression
(gerade die müsste fachärztlich ausgeschlossen sein).
Das finde ich einigermaßen seltsam, weil ich in Deinem Fall
relativ wenig Nutzen in einer Gruppentherapie erkennen kann.
Auch eine so sehr zeitlich limitierte Einzeltherapie (wie war
sie denn: im Sitzen oder Liegen? war sie fokal, also rein auf
aktuelle Problematik ausgerichtet? wie frequent war sie denn,
also auf welche Zeitspanne hat sie sich erstreckt?)

Ich halte eine andere Therapieform in Deinem Fall unter

Umständen für wesentlich sinnvoller, nämlich eine
niederfrequente psychoanalytische Langzeittherapie, welche
sich bei niedriger Frequenz (i.d.R. einmal die Woche) über bis
zu 5 Jahren erstreckt und als solche auch Kassenleistung ist.

Mit einer solchen Therapieform könnte Deine Symptomatik, die

ja wohl vor allem durch starke Trennungsängste und damit
starke Abhängigkeits-Wünsche nach einer schützenden,
konstanten, sicheren Beziehung(-zum-Therapeuten), viel
umfassender und vor allem (in Bezug auf Deine Trennungsängste)
viel „risikofreier“ angegangen werden.
Eine andere Möglichkeit für Dich bestünde darin, eine
Therapieform zu wählen, welche nicht
tiefenpsychologisch/psychoanalytisch orientiert ist, sondern
Deine Symptomatik auf kognitiver Ebene angeht (dazu können Dir
andere User dieses Forums besser Auskunft erteilen als ich).

Darüberhinaus ist es unter Umständen auch sinnvoll, den

Einsatz von Antidepressiva zu erwägen (Du erwähnst leider
nicht, ob dies bei Dir schon im Raum stand).

Du siehst also, Deine Alternative besteht nicht nur in Aufgabe
oder Weiterführung Deiner Therapie, sondern vor allem auch im
Wechsel der Therapieform.

Deine Kampf-Mittel sind also noch lange nicht ausgeschöpft!

Eine Therapie muss dann stattfinden, wenn sie benötigt wird,
nicht wenn die Therapeutin „Zeit dafür hat“.

Die Neigung, in solch wichtigen Fragen seines Lebens die
Verantwortung lieber anderen zu überlassen (dem Zeitplan
Deiner Therapeutin), ist eine gut nachvollziehbare, vor allem
ist sie auch eine Neigung, die sehr häufig in Situationen wie
der Deinen zu finden ist (und deshalb auch vernünftig ist),
aber sie sollte nicht verhindern, dass man Hilfe und
Unterstützung dann aufsucht, wenn man sie auch benötigt
.

Einen ersten wichtigen Schritt hast Du ja bereits hier mit
Deinem Posting getan (ich hoffe Du wirst noch einige
kompetente Antworten erhalten; das war eine Aufforderung! :wink:

Zu meiner Antwort: ich bin selbst nicht fachlich-kompetent in
dieser Frage, aber ich dachte, mein Posting könnte ein wenig
dazu beitragen die Diskussion hierzu etwas stärker in Gang zu
bringen.

Viele Grüße
franz

Ich frage mich auch ständig was mir die Therapie bisher
gebracht hat.Daher ja die Unsicherheit. Ich denke die
Erkenntnisse über mich und evtl. Fehlverhalten sind eher
gering. Ich habe lange Zeit über mich nach gedacht ,lasse dies
aber mehr und mehr sein, da es ohne kompetenten Rat meines
Erachtens nichts bringt bzw. meine falschen Verhaltensweisen
eher ausprägt als aufdeckt und mich zudem eher frustriert.
Was mit mir los ist ahne ich.Aber ob ich damit richtig liege
weiß ich nicht,noch wie ich mich ändern könnte.
Mir geht es seit dem Beginn der Therapie ziemlich gleich von
ein paar „lichten“ Momenten abgesehen.

Hi, ich hatte Dir hier eigentlich Ergotherapie vorschlagen wollen.
Bzw ich schlage es Dir vor. Zugegeben, ich kenne mich mit Distymia nicht aus. Gar nicht. Aber mit Depression.

Du schreibst hier, Du ‚ahnst, was mir Dir los ist‘. Spuck es aus!!
(Du kannst mich GERNE per email anschreiben). Du hörst Dich bis jetzt so an, als ob Du das völlig für Dich behalten hast - also, dass Du noch nicht mal Deinem Psychologen von Deinen Ahnungen erzählt hast.

Geh die an! Oft ist der Instinkt richtig - Du kennst Dich am besten, kennst alle Nuancen, kennst Sachen über Dich, die Du vielleicht dem Psychologen gegenüber erwähnt hast, aber deren Bedeutung nicht klar wurde. Etc etc…

Ausserdem: Es sind VIEL häufiger Menschen mit genetischen Störungen wie Depression etc in psychologischer Behandlung, als Menschen ohne.
Warum solltest Du, falls angebracht, es nicht mal mit einem leichten Antidepressivum probieren?

Ansonsten: 34 zu sein, und mehrere Beziehungen, von denen die längste 3 Jahre währte, gehabt zu haben, ist keineswegs ungewöhnlich.

Wenn Du aber der Meinung bist, dass Du Frauen, die Du liebst, immer wieder ‚verjagt‘ hast - klar, dann tu, was Du jetzt schon tust: Setz Dich damit auseinander.

Aber vielleicht ist das gar nicht so? Vielleicht bist Du nur nicht bereit, das Ende einer Beziehung zu akzeptieren?

So bin ich zumindest mein ganzes bisheriges Leben gewesen: Ich weiss, dass es so nicht weitergehen kann, aber ich hab kein Bock, mich mit dem Ende, und dem neuen Anfang, auseinanderzusetzen… also lass ich’s halt weiterschleifen…

DAS bringt nix!

Gruss (und schick mir mal ne mail, wenn Du Lust hast)
isabel

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Hallo Uwe,

Eine Organische Untersuchung in Richtung Depression hat es
bisher nicht gegeben. Es spricht allerdings aus meiner Sicht
nichts dafür das es organische Ursachen geben könnte.

diese Untersuchung sollte es aber geben, weil eine Diagnose wie Dysthymia (allgemein alle Diagnosen „in Richtung Depression“) einer umfassenden organischen Untersuchung bedarf, nur nach sorgfältigem Ausschluss organischer Bedingungen gestellt werden darf.

Du hast einen Anspruch auf diesen Ausschluss und selbst wenn -wie es ja auch wahrscheinlich ist- keine organische Begründung gefunden wird, trägt dies entscheidend zur Sicherung der Diagnose bei.

Meine Einzelthzerapie fand im Sitzen statt und bedingt durch
das Scheitern der Beziehung während meiner Behandlung wohl
eher fokal.

Es mag sein, dass eine solche Therapieform angebracht war, angesichts Deines aktuellen Konfliktes, weil es zu dieser Zeit notwendig erschien, einen umschriebenen bewusstseinsnahen Konflikt (die Beendung der Beziehung) zu bearbeiten;

eine Dystymia als solche erfordert aber nicht gerade eine solche spezifische Intervention, sondern eine strukturelle Änderung der neurotischen Persönlichkeit, weil neurotisch-depressive Reaktionen beinahe grundsätzlich Reaktualisierung sehr früher Ohnmachts- und Abhängigkeitsgefühle sind.

Dies kann eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie nicht leisten, und erfordert eine Therapieform, welche dem psychoanalytischem Standardverfahren näher kommt (eine davon habe ich Dir ja benannt).

Antidepressiva habe ich noch nie genommen und es gab auch nie
einen Vorschlag seitens der Pschologen diese zu nehmen.

Darüber würde ich auf jeden Fall mit einem Arzt oder Psychologen sprechen, weil es in Deinem Fall nicht ungewönlich und möglicherweise sehr hilfreich wäre, sich leichter AD zu bedienen.

Ich kann und will mir kein Urteil über Deine Psychologin erlauben, aber Du solltest auf jeden Fall mit einem Psychologen/-in zusammenarbeiten, welcher Therapieform und eventuell Medikation an Deinen Erfordernissen ausrichtet, und nicht an dem, was er halt immer so macht, und daran, wann er Zeit hat.

Viele Grüße
franz

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Hallo Uwe,

ist es nicht normal, dass Beziehungen nicht ewig halten? Und geht es nicht jedem Menschen so, dass er sich nach einer Trennung sehr sehr niedergeschlagen fühlt? Ich finde diesen seelischen Zustand nicht unbedingt behandlungsbedürftig, sondern einfach alltäglich.

Was war es denn genau, was Dich dazu bewegt hat, einen Therapeuten aufzusuchen? Sind diese Depressionen dann ausgeartet? Haben sie Dein ganzes restliches Leben beherrscht und lahmgelegt (Job, Studium etc.)? Hattest Du nach Trennungen panische Angst, Dich nie mehr verlieben zu können? Oder hast Du schlechte Partnerschaften nur deshalb aufrecht erhalten, weil Du Dich vor der Trennung gefürchtet hast? Das wären zum Beispiel Gründe, die ich mir vorstellen könnte.

Interessant finde ich, was und wie Du über Deine Behandlung schreibst. Du wolltest Dir „Rat einholen“ und Dir „wurde mitgeteilt, dass …“ und weitermachen möchtest Du, „wenn die Psychologin Zeit hat“- klingt eigentlich alles recht passiv. Vielleicht liegt darin der Grund, warum Du die Therapie als nutzlos empfunden hast. Wenn ich das recht gelesen habe, waren das Gespräche, wo Du Deinem Psychologen gegenüber gesessen hast und ihr habt geredet. Über das, was Dich gerade in diesem Moment so beschäftigt hat und irgendwann waren 50 Stunden vorbei. Vielleicht waren die Gespräche wenig strukturiert, es gab kein Ziel und keinen roten Faden. Freilich ist hier der Therapeut gefordert - aber Du auch. Sich zu überlegen, warum man die Therapie macht, was die Ziele sind, ist ganz wichtig.

Meine laienhafte Meinung ist, dass es wenig Sinn hat, weiter zu einer Therapie zu gehen. Ebenso Medikamente! Trennungsschmerz und Depressionen sind ja das Normalste der Welt, wenn eine Beziehung zu Ende gegangen ist. „Dauerhaft und umfassend“ kann Dich leider weder eine Therapie noch eine Tablette vor solchen seelischen Schmerzen schützen. Vielleicht hilft es Dir, wenn Deine Gedanken nicht so stark um die kaputte Partnerschaft kreisen. Hast Du denn ein schönes Hobbie, in das Du Dich stürzen könntest? Das wäre mal ein guter Anfang.

Liebe Grüße und gute Besserung
Anna

Ich stimme den anderne zu.

Ich bin 34 Jahre alt und meine längste Beziehung hat 3 Jahre gedauert.
Die Beziehungen wurden fast ausschließlich von den Frauen beendet.
Ich fühlte mich nach einigen dieser Trennungen abnorm niedergeschlagen.

Das finde ich normal.
Meine länsgte Beziehung dauerte 2,5 Jahre udn wurde auch von der Frau beendet als sie mir sagte das wir heiraten und Kinder kriegen sollten *smiles*. Fühlte mich damals einfach zu jung für :smile:
Nach einer Trennung ist man meist erst niedergeschlagen aber dann komischweise hoch motiviert und rappelt sich auf (nimmt ab und macht Sport)
Ich glaub dein Psychologe zieht dich ganzschön übern Tisch. 50 stunden bezahlt und nicht einmal Drogen bekommen :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]