Brauche sehr dringend Hilfe!Familienproblem!

Hallo!
In der Familie meines Freundes gibt es sehr große Probleme. Obwohl er
34 ist, wird er von seiner Mutter zur Zeit tyrannisiert. Das geht so
weit, dass er von ihr erpresst wird, beschattet und ständig
kontrolliert wird. Telefonterror usw. Die ganze Lage zu beschreiben,
würde jetzt hier den Rahmen sprengen, deshalb ist die Frage
eigentlich, was man allgemein gegen so etwas machen kann - von
proffessioneller Seite. Gibt es Beratungsstellen oder überhaupt Hilfe
jeglicher Art? Das schlimme ist, dass die beiden in einem Haus
wohnen, bzw. auf einem Hof. Also - sicher nett gemeinte - Ratschläge
wie Telefon abstellen oder einfach ignorieren helfen leider nicht
weiter. Auch eine normale Kommunikation ist dort nicht mehr möglich.
Dort ist nur noch Hass. Ich hoffe sehr dass sich irgendjemand meldet
oder vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Wir sind sehr
verzweifelt!
Vielen Dank und liebe Grüße!

Hallo Catherine!

Obwohl er 34 ist, wird er von :seiner Mutter zur Zeit :tyrannisiert.

Was hindert Deinen Freund, augenblicklich auszuziehen?

Das schlimme ist, dass die :beiden in einem Haus
wohnen, bzw. auf einem Hof.

Bewirtschaften Mutter und Sohn gemeinsam einen landwirtschaftlichen Betrieb oder wohnen sie nur in einem gemeinsamen Haus?

Gruß
Wolfgang

Hallo,

deshalb ist die Frage
eigentlich, was man allgemein gegen so etwas machen kann - von
proffessioneller Seite. Gibt es Beratungsstellen oder
überhaupt Hilfe
jeglicher Art?

An was für eine Art von Beratungsstelle dachtest du? Familientherapeutische Beratung oder psychologische Hilfen gibt es natürlich, aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass du das nicht auch selber weißt.

Eine psychologische Unterstützung kann bestimmt helfen, den Konflikt anzugehen.

Wenn aber eher daran gedacht ist, die Mutter aus dem Haus zu kriegen, da glaube ich eher, dass es da keine Möglichkeiten gibt. Wenn es keine Möglichkeit oder nicht den Willen gibt, den Konflikt zu lösen, sollte er sich eine andere Wohnung suchen. Meine ich.

Viele Grüße
Thea

Es ist nicht so einfach leider…
Hallo Wolfgang!
Also mit letzterem liegst du richtig und von daher ist das Ausziehen
leider keine Lösung…

Hallo Thea!
Also, ja ich dachte an solche Beratungsstellen wie du sie nennst.
Sicher weiß ich dass es sie gibt, aber ich frage mich ob sie bei
diesem Problem helfen können, oder ob es vielleicht noch andere
Beratungsstellen gibt, die praktisch darauf „spezialisiert“ sind…
Ich denke auch, dass die Mutter nicht damit einverstanden sein würde
eine Beratung zu machen. Sie fühlt sich ja komplett im Recht.
Gäbe es also eine Möglichkeit irgendetwas von „außen“ zu erreichen,
bzw. eine Beratung für meinen Freund, wie er reagieren kann?

Danke für eure Antworten, liebe Grüße, Catherina

Hallo Catherina!

Also mit letzterem liegst du richtig und von daher ist das
Ausziehen
leider keine Lösung…

Ich habs noch nicht begriffen: Bewirtschaften Mutter und Sohn gemeinsam einen landwirtschaftlichen Betrieb oder bewohnen sie nur ein gemeinsames Haus?

Beim gemeinsamen Bewohnen eines Hauses hilft Ausziehen zuverlässig. Beim gemeinsamen Bewirtschaften eines Betriebes hilft es zwar, die „Brocken hinzuschmeißen“, aber damit ginge der Verlust der Existenz einher, was sicher nicht erwünscht ist. Sag bitte im Klartext, worum es sich handelt, damit man sich keinen Wolf mit Vermutungen schreiben muß.

Gruß
Wolfgang

Also nochmal richtig
Hallo Wolfgang!
Entschuldige, ich habe mich wohl ein bißchen ungeschickt ausgedrückt.
Also noch mal im Klartext:
Mutter und Sohn bewirtschaften gemeinsam einen landwirtschaftlichen
Betrieb, der gleichzeitig eine Reitanlage mit Pferdeställen
beinhaltet.
Der Verlust der Existenz würde also einhergehen und das gilt es
natürlich zu vermeiden bzw. das ist undenkbar.

Lieber Gruß, Catherina

Hallo

Gäbe es also eine Möglichkeit irgendetwas von „außen“ zu
erreichen,
bzw. eine Beratung für meinen Freund, wie er reagieren kann?

Ganz sicher gibt es die. Wenn man einen guten Psychologen hat, das hilft sehr viel. Da braucht der andere (hier die Mutter) nicht unbedingt auch zum Psychologen zu gehen.

Ob es Beratungsstellen gibt, die hierfür spezialisiert sind, wäre mir neu. Ich würde aber unbedingt darauf achten, dass die Berater ausgebildetet Psychologen sind, und nicht Sozialarbeiter.

Normalerweise gilt die Faustregel, dass man zum Psychologen einen guten Draht haben muss, und dass das das Wichtigste ist, wenn die Therapie helfen soll. Ich kann mir aber vorstellen, dass auch die Methode eine Rolle spielt.

Vielleicht stellst du die Frage noch mal im Psychologie-Brett. Da sind auch öfters Psychologen unterwegs.

Viele Grüße
Thea

Hallo Thea!

Vielleicht stellst du die Frage noch mal im Psychologie-Brett.
Da sind auch öfters Psychologen unterwegs.

Das ist eine gute Idee, dankeschön!
Liebe Grüße, Catherina

Hallo Catherina!

Es gehören immer 2 Menschen mit ihren Verhaltensmustern dazu, Gezänk entstehen zu lassen. Wird der Leidensdruck groß genug, sind die Betroffenen evtl. bereit, die Hilfe eines Psychologen in Anspruch zu nehmen. Der wird versuchen, die konfliktträchtigen Verhaltensmuster bewußt zu machen. Aber manche Leute zur Beratung zu bekommen, ist ungefähr so erfolgversprechend, wie einen eigensinnigen Hafi zu überreden, sich zu bewegen.

Es könnte schon hilfreich sein, wenn nur Dein Freund zu einem Psychologen geht, der sich auf Konfliktberatung versteht. Daneben gibt es spezielle Kurse, evtl. sogar an der VHS, die Deskalationsstrategien vermitteln. Etliche Behördenmenschen, die vorzugsweise mit schwierigem Publikum zu tun haben, sind entsprechend geschult. Solche Leute haben gelernt, daß es innerhalb der Kommunikation typische „offene Messer“ gibt, in die man immer wieder hinein rennt. Ein Mensch mit entsprechenden Kenntnissen kauft dem drohenden Streit rechtzeitig den Schneid ab. Manchmal ist mangelhaftes Selbstbewußtsein Ursache für Dauerstreit, wenn etwa beide meinen, sich vor dem anderen schützen oder sich profilieren zu müssen.

Vielleicht helfen schon ein paar einfache Maßnahmen, die letztlich auf Trennung in einzelnen Bereichen hinaus laufen: Getrennte Küchen, getrennte Waschmaschinen, getrennte Hauseingänge, Rückzugsmöglichkeiten, soweit irgend möglich klare Absprachen über Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten. Das soll nicht heißen, daß jeder isoliert vor sich hin wurschtelt (verträgt kein Betrieb), aber die Anzahl der zwangsweise vorhandenen Berührungspunkte ist zu minimieren. Das sind lauter organisatorische oder bauliche Dinge, die einerseits Unbequemlichkeit mit sich bringen, aber auch gegenseitige Unabhängigkeit. Natürlich ist es rein wirtschaftlich betrachtet unsinnig, etwa 2 Büroplätze, 2 Waschmaschinen oder 2 Küchen zu unterhalten und jeder kocht für sich die Single-Mahlzeiten. Der wesentliche Unterschied besteht aber darin, daß aus zuvor zwangsweise gemeinsamer Aktivität getrennte oder freiwillig gemeinsame Aktivitäten werden.

Gruß
Wolfgang

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Hallo Wolfgang!

Es gehören immer 2 Menschen mit ihren Verhaltensmustern dazu,
Gezänk entstehen zu lassen. Wird der Leidensdruck groß genug,
sind die Betroffenen evtl. bereit, die Hilfe eines Psychologen
in Anspruch zu nehmen. Der wird versuchen, die
konfliktträchtigen Verhaltensmuster bewußt zu machen. Aber
manche Leute zur Beratung zu bekommen, ist ungefähr so
erfolgversprechend, wie einen eigensinnigen Hafi zu überreden,
sich zu bewegen.

Das ist wohl wahr, die Mutter wird leider niemand zu einer Beratung
kriegen…

Es könnte schon hilfreich sein, wenn nur Dein Freund zu einem
Psychologen geht, der sich auf Konfliktberatung versteht.
Daneben gibt es spezielle Kurse, evtl. sogar an der VHS, die
Deskalationsstrategien vermitteln. Etliche Behördenmenschen,
die vorzugsweise mit schwierigem Publikum zu tun haben, sind
entsprechend geschult. Solche Leute haben gelernt, daß es
innerhalb der Kommunikation typische „offene Messer“ gibt, in
die man immer wieder hinein rennt. Ein Mensch mit
entsprechenden Kenntnissen kauft dem drohenden Streit
rechtzeitig den Schneid ab. Manchmal ist mangelhaftes
Selbstbewußtsein Ursache für Dauerstreit, wenn etwa beide
meinen, sich vor dem anderen schützen oder sich profilieren zu
müssen.

Da hast du vollkommen recht. Du beschreibst das mit dem „offenen
Messer“ sehr gut, so werde ich das meinem Freund auch erklären.
Dankeschön!

Vielleicht helfen schon ein paar einfache Maßnahmen, die
letztlich auf Trennung in einzelnen Bereichen hinaus laufen:
Getrennte Küchen, getrennte Waschmaschinen, getrennte
Hauseingänge, Rückzugsmöglichkeiten, soweit irgend möglich
klare Absprachen über Aufgabenverteilung und Zuständigkeiten.
Das soll nicht heißen, daß jeder isoliert vor sich hin
wurschtelt (verträgt kein Betrieb), aber die Anzahl der
zwangsweise vorhandenen Berührungspunkte ist zu minimieren.
Das sind lauter organisatorische oder bauliche Dinge, die
einerseits Unbequemlichkeit mit sich bringen, aber auch
gegenseitige Unabhängigkeit. Natürlich ist es rein
wirtschaftlich betrachtet unsinnig, etwa 2 Büroplätze, 2
Waschmaschinen oder 2 Küchen zu unterhalten und jeder kocht
für sich die Single-Mahlzeiten. Der wesentliche Unterschied
besteht aber darin, daß aus zuvor zwangsweise gemeinsamer
Aktivität getrennte oder freiwillig gemeinsame Aktivitäten
werden.

Dazu muss ich sagen, dass dort sowieso fast alles getrennt ist. Er
hat eine eigene Wohnung usw. Er kann sich also zurückziehen.
Mittlerweile hat er abends sein Handy auf lautlos und geht nicht mehr
ans Festnetz, wegen des Telefonterrors. Aber eine gemeinsame Haustür
gibt es und da ist es leicht jemanden „abzufangen“… Und letztendlich
minimiert keine Kommunikation ja auch auf Dauer die Probleme nicht.
Aber es stimmt schon, es hilft erstmal. Nur sind wir sozusagen schon
im „zweiten Stadium“…

Es geht sogar soweit dass Unfälle vorgetäuscht werden, ich von ihr
angerufen werde und sie den Sohn sprechen will(indem sie sagt es wäre
dringend, es hätte den Unfall gegeben), um herauszufinden ob er bei
mir ist… Das ist krank.

Liebe Grüße, Catherina

Nochmal Hallo!

Es geht sogar soweit dass :Unfälle vorgetäuscht werden, :ich von ihr angerufen werde :und sie den Sohn sprechen :will(indem sie sagt es wäre
dringend, es hätte den Unfall :gegeben), um herauszufinden :ob er bei mir ist… Das ist :krank.

Kann es sein, daß Eifersucht und Verlustängste Ursache der Auseinandersetzungen sind? Kann es sein, daß Angst, aus dem Betrieb gedrängt zu werden, mitspielt? Kann es sein, daß solche Ängste seitens der Mutter berechtigt sind, daß ihr Aufgabenbereiche weggenommen wurden? Kann es sein, daß sie um bestimmte Zuständigkeiten kämpfen muß?

Das alles wird kein Außenstehender beurteilen können, aber vielleicht Dein Freund, wenn er versucht, Sensibilität und Verständnis zu entwickeln. Wenn ich mir die Situation vorstelle: Die Mutter hängt an dem Hof, ihr Sohn hat eine feste Beziehung und möchte seine Partnerin in das Leben auf dem Hof einbeziehen … die Angst, nicht mehr gebraucht und in die Nebensächlichkeit abgeschoben zu werden, erscheint mir nachvollziehbar. Falls es in ähnliche Richtung geht, könnten klare Absprachen oder sogar schriftlich fixierte Verträge helfen.

Ich kann nur in Mutmaßungen herum stochern. Mit etwas Sensibilität für die berechtigten Anliegen aller Beteiligten sollte Dein Freund (oder auch Du) auf die Idee kommen können, welche Ursachen die Atmosphäre hat.

Gruß
Wolfgang

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Hallo Catherina!

Es könnte schon hilfreich sein, wenn nur Dein Freund zu einem
Psychologen geht, der sich auf Konfliktberatung versteht.

Um diesen Punkt noch etwas zu verstärken: Mutter und Sohn bilden ein „System“ und reagieren aufeinander, meist in einer Weise, die sich über Jahre und Jahrzehnte etabliert hat. Diese „Muster“ laufen dann fast wie von selbst ab, das Ganze tendiert dazu, sich im Kreis zu drehen und sich immer und immer wieder zu wiederholen. Wenn jeder seine Verhaltensweisen und Haltungen beibehält, ernährt dies sozusagen das System, so dass es stabil bleibt und sich nicht zu ändern braucht. Ein Teufelskreis.
Werden allerdings neue Impulse eingebracht, ändern sich Haltung und Verhalten eines der „Teile“ des Systems, bewegt dies das gesamte System und damit auch die Person, die selbst aktiv nichts anders als sonst gemacht hat, da letztere den üblichen Widerhall nicht mehr bekommt und vor einer neuen Situation steht.

Eine solche Veränderung lässt sich allerdings meiner Erfahrung nach leichter und insbesondere auch schneller herbeiführen, wenn man sich kompetente Unterstützung holt. Man steckt ja selbst bis über beide Ohren in diesem System und ist deshalb auch streckenweise betriebsblind gegenüber dem, was abläuft. Eine unabhängige, außenstehende und dabei wohlwollende Meinung kann da sehr helfen. Freunde und Bekannte sind dazu meist nicht in der Lage, da sie ja in meist irgendeiner Weise selbst betroffen sind. Zudem fehlt ihnen meist die psychologische Erfahrung. Und hier kommt dann der Therapeut ins Spiel …

Grüße,
Christiane

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Hallo Wolfgang!

Kann es sein, daß Eifersucht und Verlustängste Ursache der
Auseinandersetzungen sind? Kann es sein, daß Angst, aus dem
Betrieb gedrängt zu werden, mitspielt? Kann es sein, daß
solche Ängste seitens der Mutter berechtigt sind, daß ihr
Aufgabenbereiche weggenommen wurden? Kann es sein, daß sie um
bestimmte Zuständigkeiten kämpfen muß?

Nein, nicht direkt. Es handelt sich um sehr viele Sachen, die sehr
komplex ineinander verstrickt sind. Die Mutter wird aber
hauptsächlich von der Ex-Freundin meines Freundes angestachelt und da
sie - durch mehrere verschiedene Faktoren - psychisch recht
angeschlagen ist, glaubt sie dieser. Alle anderen stehen sprachlos
davor, niemand kann das verstehen.
Diese Ex lässt sich aber leider schwer ausschalten.
Ich weiß dass es schwierig ist die Sache so von außen, ganz ohne
Grundkenntnisse, zu beurteilen und etwas dazu zu sagen. Ich bin nur
der Meinung, man sollte nichts unversucht lassen und manchmal
entstehen Ideen zur Konfliktlösung einfach schon daraus, dass man
sich mit Leuten darüber ausgetauscht hat, die sehr weit von der Sache
entfernt sind.
Ich bin Theas Rat gefolgt und habe diesen Artikel auch ins
Psychologiebrett geschrieben, wo mir allerdings ein wenig
Unverständnis entgegenschlug. Ich finde das nicht so ganz fair, denn
du hast mir zum Beispiel wirklich schon geholfen und ich finde es
sehr nett von dir dass du dich damit auseinandersetzt. Dankeschön.
Lieber Gruß, Catherina

und nochmal richtig
Hi Catherina,

Ich bin Theas Rat gefolgt und habe diesen Artikel auch ins Psychologiebrett geschrieben, wo mir allerdings ein wenig Unverständnis entgegenschlug. Ich finde das nicht so ganz fair

Das ist ja nun auch nicht ganz fair: Du hast dort die Antwort(en) bekommen, die man dir geben muß, wenn man solcherlei Konflikte in hunderten von Varianten gemeinsam mit den (oder zumindest mit einer Partei der) Betroffenen gründlich studiert hat, bearbeitet hat und letztendlich eine lebbare Lösung gefunden hat.

Dazu ist, wenn man es professionell machen will, die direkte Auseinandersetzung mit dem unmittelbar Betroffenen nötig. Ich will dir auch sagen warum:

  1. weil die Art und Weise, wie der Betroffene selbst den Konflikt schildert, den Sachkundigen schon sehr viel Wichtiges über die interne Konfliktstruktur erkennen läßt, wohingegen die bloße äußere Schilderung von Dritten dazu so gut wie gar nicht aussagt,

  2. weil ein solcher Konflikt wie der von dir erwähnte eine sehr lange Entstehungsgeschichte hat, zu der bestenfalls der betroffene Konfliktpartner selbst die entscheidenden Fragen beantworten kann - und Kenntnisse über die Entstehungsgeschichte sind für Lösungsstrategien von entscheidender Bedeutung.

Wie Wolfgang sehr richtig sagte: Alles andere ist Herumstochern in Mutmaßungen, das sogar zu konfliktverschärfenden falschen Handlungen und Deutungen führen kann. Solche Situationen kann man nicht in einem öffentlichen Forum im Dialog mit Dritten lösen, auch wenn diese, wie es bei dir der Fall ist, in den Konflikt involviert sind.

Herzliche Grüße

Metapher

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Hallo Catherina

In der Familie meines Freundes gibt es sehr große Probleme.

Hab ich das jetzt richtig verstanden?

Seine „Ex“ ist mit seiner Mutter verbündet.
Du hast ihn von der Ex- und von der Mutter
„weggeholt“. Die Mutter ist gekränkt, die
Ex ist stinkesauer und macht grosse Politik
an der Seite der Mutter, weil beide meinen,
Du wärst nichts für ihn.

Die Möglichkeiten der Mutter/Ex-Spezialeinheit
sind beschränkt, und so benutzt man die Waffen,
die man hat.

Du hast das Problem, den „Gewinn“ wirkungsvoll
zu sichern, den Mann einsatzfähig und stimmungs-
voll in eine Beziehung zu übernehmen.

Um das Problem anzugehen, ist imho eine genaue
Abschätzung der Macht- und Einflussverhältnisse
der Akteure nötig. Diese kennen wir nicht.

Mein Tipp für den Mann. Das „Undenkbare“ akzeptieren
und „Dir zuliebe“ alles aufgeben und neu anfangen.

Grüße

CMБ

Hallo CM?!

Hab ich das jetzt richtig verstanden?

Seine „Ex“ ist mit seiner Mutter verbündet.
Du hast ihn von der Ex- und von der Mutter
„weggeholt“. Die Mutter ist gekränkt, die
Ex ist stinkesauer und macht grosse Politik
an der Seite der Mutter, weil beide meinen,
Du wärst nichts für ihn.

Die Möglichkeiten der Mutter/Ex-Spezialeinheit
sind beschränkt, und so benutzt man die Waffen,
die man hat.

Du hast das Problem, den „Gewinn“ wirkungsvoll
zu sichern, den Mann einsatzfähig und stimmungs-
voll in eine Beziehung zu übernehmen.

Wow, ja du hast recht, genau auf den Punkt gebracht.

Um das Problem anzugehen, ist imho eine genaue
Abschätzung der Macht- und Einflussverhältnisse
der Akteure nötig. Diese kennen wir nicht.

Ja, das stimmt.

Mein Tipp für den Mann. Das „Undenkbare“ akzeptieren
und „Dir zuliebe“ alles aufgeben und neu anfangen.

Wie genau meinst du das? Mich aufgeben oder den Hof usw.? Denke
letzteres, oder?

Liebe Grüße, Catherina

Hallo Catherina,

Mein Tipp für den Mann. Das „Undenkbare“ akzeptieren
und „Dir zuliebe“ alles aufgeben und neu anfangen.

Wie genau meinst du das? Mich aufgeben oder den Hof usw.?
Denke letzteres, oder?

Ich denke, es ist schon so - Du solltest die
Bindung an die Mutter und die Ex nicht unter-
schätzen. Er muss sich selbst und Dir beweisen,
dass er imstande ist, hinter sich die Brücken
kaltblütig abzubrennen. Ansonsten gebe ich
Eurer Beziehung eher wenig Chancen.

Denn Dich wird dieses Theater auch zermürben.
Das ist imho die Rationale der Mutter. Das ist
vielleicht das Operationsziel.

Kurz gesagt: Er muss einen „nicht fake-baren“ Beweis
seiner Loyalität zu Dir erbringen. So lange er das
nicht tut, ist er aus der Sicht von Ex- und Mutter
noch umzustimmen.

Richtig problematisch wäre es imho erst,
wenn er mit der Ex Kinder hätte.

Grüße

CMБ

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