Brauchwasser mit Wärmepumpe(Schluckbrunnen)nutzen`

Hi,
kennt sich hier jemand mit Wärmepumpen aus??
Will mir einen neue Heizung ins Haus holen und muß noch abwägen für welche ich mich entscheiden soll.
Ich habe gehört das es möglich ist mit einer Wärmepumpe (Schluckbrunnen) auch sein Brauchwasser zu nutzen.
Ist das Möglich? Kann man das Wasser was eigentich für die Heizung benötigt wird auch für das Haus nutzen?? (Garten, WC usw.)

Zur Auswahl steht evtl. Wärmepumpe oder Pelletsheizung
bin aber momentan der Meinung das die Abhänigkeit von Strom besser ist als von Pellets. Der Preis vom Strom schlägt sich nur 1/4 auf die Heizung nieder. (JAZ der Heizung 1Teil Strom 3Teile Wärme)
Bei Pellets ist die Abhänigkeit 100% vom Markpreis.
Bin für alle Infos offen.
Danke Speedster

Hi,
kennt sich hier jemand mit Wärmepumpen aus??
Will mir einen neue Heizung ins Haus holen und muß noch
abwägen für welche ich mich entscheiden soll.
Ich habe gehört das es möglich ist mit einer Wärmepumpe
(Schluckbrunnen) auch sein Brauchwasser zu nutzen.
Ist das Möglich? Kann man das Wasser was eigentich für die
Heizung benötigt wird auch für das Haus nutzen?? (Garten, WC
usw.)

Hallo,

das ist wohl alles eine Genehmigungsfrage. Für die Grundwasser-Wärmepumpe brauchst du 2 Brunnen (Saug- und Schluckbrunnen), die natürlich genehmigt werden müssen. Wurde schon geprüft, ob mit vertretbarem Aufwand überhaupt Grundwasser erreichbar ist?

Technisch ist es dann möglich, das Grundwasser auch für Garten und WC zu nutzen.
Ich habe mal ein Haus mit einer solchen WP bewohnt. Da gab es im Garten eine Zapfstelle für Brunnenwasser.

Man spart sich bei der WP zwar den Schornstein, aber die Investition ist vergleichsweise hoch. Ob sowas heutzutage ökonomisch sinnvoll ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ob es möglich ist kann ich noch nicht genau sagen, da muß ich mich erstmal informieren. Es ist momentan erstmal so ein Gedanke von mir.
Die Wärmepumpe könnte ich zur Not auch mit Flächenkollektoren betreiben das ist bei mir möglich.
Wegen den Kosten denke ich das es ca. 25000 € sind.(abhänig von der Bohrungstiefe)
Eine Pelletesheizung mit Solar und Hydraulischen Abgleich ist auch nicht viel billiger. Es stellt sich für mich die Frage von wem ich mich Abhänig machen soll.
Für welches Heizungssystem bist du denn Simon?
Wir haben einen Altbau der total Saniert wird. Dach, Wände usw. 160m²
Gruss Speedster

Die Wärmepumpe könnte ich zur Not auch mit Flächenkollektoren
betreiben das ist bei mir möglich.

Du meinst Flächenkollektoren, die im Garten verlegt werden? Die brauchen viel Platz und liefern meines Wissens im Durchschnitt schlechtere Ergebnisse (geringere Temperaturen) als Grundwasser.

Wegen den Kosten denke ich das es ca. 25000 € sind.(abhänig
von der Bohrungstiefe)
Eine Pelletesheizung mit Solar und Hydraulischen Abgleich ist
auch nicht viel billiger.

Wenn du die Kosten einer WP mit denen einer Pelletsheizung vergleichst, musst du ja fairerweise in beiden Fällen mit oder ohne Solarunterstützung rechnen.

Zur WP fällt mir noch ein:
Die maximal erreichbare Vorlauftemperatur lag damals bei uns bei ca. 50°C. Das erforderte also eine Fußbodenheizung.
Um die Sperrzeiten des Energieversorgers überbrücken zu können, brauchten wir einen großen Speicher. Ich schätze mal 500-1000l. Dies betrifft in erster Linie das Brauchwasser, das Gebäude hat genügend Wärmekapazität zum Speichern.

Es stellt sich für mich die Frage
von wem ich mich Abhänig machen soll.
Für welches Heizungssystem bist du denn Simon?
Wir haben einen Altbau der total Saniert wird. Dach, Wände
usw. 160m²

Die Pelletsheizungen sind ja noch relativ jung. Es ist schwer abzuschätzen, wie sich die Preise für Strom, jedoch vor allem für Pellets in den nächsten Jahren/Jahrzehnten entwickeln.

Geht es dir denn mehr um den ökologischen oder den ökonomischen Aspekt?

Hi Speedster,
ich habe seit 28 Jahren eine Grundwasser Wärmepumpe mit Fußbodenheizung und habe nur beste Erfahrungen damit gesammelt. Um das Grundwasser für deinen Garten zubenutzen mußt du allerdings eine extra Wasserpumpe benutzen, weil die Wasserpmpe die bei der Wärmepumpe benutzt wird ist nicht für Druck ausgelegt. Wenn du noch fragen hast würde ich dir gerne weiterhelfen.

MfG Günter

Die Wärmepumpe könnte ich zur Not auch mit Flächenkollektoren
betreiben das ist bei mir möglich.

Du meinst Flächenkollektoren, die im Garten verlegt werden?
Die brauchen viel Platz und liefern meines Wissens im
Durchschnitt schlechtere Ergebnisse (geringere Temperaturen)
als Grundwasser.

Laut Heizungsbauer sind es Kollektoren die hochkant in den Boden eingegraben werden (12 Stück)
Eine Maschine fräst ein Schlitz in den Boden wo sie reingestellt werden. (Ähnlich dem Korbsystem nur das die Wicklungen nicht so eng liegen das sie nicht vereisen.

Wegen den Kosten denke ich das es ca. 25000 € sind.(abhänig
von der Bohrungstiefe)
Eine Pelletesheizung mit Solar und Hydraulischen Abgleich ist
auch nicht viel billiger.

Wenn du die Kosten einer WP mit denen einer Pelletsheizung
vergleichst, musst du ja fairerweise in beiden Fällen mit oder
ohne Solarunterstützung rechnen.

Die Infos für Pellets waren für mich immer mit Solaranlage da diese für das Warmwasser im Sommer ausreichend ist und die Heizung nicht benötigt wird.

Zur WP fällt mir noch ein:
Die maximal erreichbare Vorlauftemperatur lag damals bei uns
bei ca. 50°C. Das erforderte also eine Fußbodenheizung.
Um die Sperrzeiten des Energieversorgers überbrücken zu
können, brauchten wir einen großen Speicher. Ich schätze mal
500-1000l. Dies betrifft in erster Linie das Brauchwasser, das
Gebäude hat genügend Wärmekapazität zum Speichern.

Das mit der Vorlauftemp. ist schon sehr hoch gerechnet. Daher ist eine Fußbodenheizung bzw. sehr große Heizkörper nötig.
Eine Fußbodenheizung ist aber bestimmt vom der Heizart angenehmer.

Es stellt sich für mich die Frage
von wem ich mich Abhänig machen soll.
Für welches Heizungssystem bist du denn Simon?
Wir haben einen Altbau der total Saniert wird. Dach, Wände
usw. 160m²

Die Pelletsheizungen sind ja noch relativ jung. Es ist schwer
abzuschätzen, wie sich die Preise für Strom, jedoch vor allem
für Pellets in den nächsten Jahren/Jahrzehnten entwickeln.

Geht es dir denn mehr um den ökologischen oder den
ökonomischen Aspekt?

Für mich steht eigentlich die ökonomische Aspekte im Vordergrund.
Ich will nicht unbedingt mehr bezahlen nur das es uUmweltfreundlich ist.
Wie schon gesagt finde ich einen guten Aspekt für die Wärmepumpe das die steigenden Folgekosten (Preisanstieg von Strom) nur zu 1/4 zum tragen kommen. Bei Pellets, Gas, Öl usw. ist man zu 100% Abhängig

Für mich steht eigentlich die ökonomische Aspekte im
Vordergrund.
Ich will nicht unbedingt mehr bezahlen nur das es
uUmweltfreundlich ist.
Wie schon gesagt finde ich einen guten Aspekt für die
Wärmepumpe das die steigenden Folgekosten (Preisanstieg von
Strom) nur zu 1/4 zum tragen kommen. Bei Pellets, Gas, Öl usw.
ist man zu 100% Abhängig

Dazu müsste man sich aber erstmal die Preise für WP-Strom und Pellets anschauen. Wenn der Strom pro kWh 4-mal so teuer ist wie Pellets pro kWh (was für mich auf den ersten Blick nicht unrealistisch scheint), würde sich eine Preiserhöhung um 10% in beiden Fällen gleich auswirken.

Die Infos für Pellets waren für mich immer mit Solaranlage da
diese für das Warmwasser im Sommer ausreichend ist und die
Heizung nicht benötigt wird.

Dann solltest du auch den Preis einer WP mit Solaranlage betrachten, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Eine Fußbodenheizung ist aber bestimmt vom der Heizart
angenehmer.

Ja auf jeden Fall. Das ist sehr komfortabel. Aber in der Investition erstmal deutlich teurer.

Ich glaube, ohne detaillierte Investitions- und Betriebskostenberechnung kann man hier keine Entscheidung treffen. Die Investitionskosten hängen ja auch von den Gegebenheiten vor Ort ab. Und was die zukünftige Entwicklung der Energiepreise angeht, kann das immer nur spekulativ sein.

Für mich steht eigentlich die ökonomische Aspekte im
Vordergrund.
Ich will nicht unbedingt mehr bezahlen nur das es
uUmweltfreundlich ist.
Wie schon gesagt finde ich einen guten Aspekt für die
Wärmepumpe das die steigenden Folgekosten (Preisanstieg von
Strom) nur zu 1/4 zum tragen kommen. Bei Pellets, Gas, Öl usw.
ist man zu 100% Abhängig

Dazu müsste man sich aber erstmal die Preise für WP-Strom und
Pellets anschauen. Wenn der Strom pro kWh 4-mal so teuer ist
wie Pellets pro kWh (was für mich auf den ersten Blick nicht
unrealistisch scheint), würde sich eine Preiserhöhung um 10%
in beiden Fällen gleich auswirken.

Die Infos für Pellets waren für mich immer mit Solaranlage da
diese für das Warmwasser im Sommer ausreichend ist und die
Heizung nicht benötigt wird.

Dann solltest du auch den Preis einer WP mit Solaranlage
betrachten, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Eine WP wird nicht mit einer Solaranlage gebaut.

Eine Fußbodenheizung ist aber bestimmt vom der Heizart
angenehmer.

Ja auf jeden Fall. Das ist sehr komfortabel. Aber in der
Investition erstmal deutlich teurer.

Ich glaube, ohne detaillierte Investitions- und
Betriebskostenberechnung kann man hier keine Entscheidung
treffen. Die Investitionskosten hängen ja auch von den
Gegebenheiten vor Ort ab. Und was die zukünftige Entwicklung
der Energiepreise angeht, kann das immer nur spekulativ sein.

Das ist richtig, das weiß noch keiner wie die Preise sich entwickeln.
Da wir sowieso neu Heizungen benötigen wäre evtl. auch eine Fußbodenheizung möglich. Die Preise sind fast gleich zwischen Fußboden- und Wandheizungen.

Ich danke Dir für die Infos und werde mich über meinen Arcitekten und Heizungsbauer weiter informieren.

Gruss Speedster

Dann solltest du auch den Preis einer WP mit Solaranlage
betrachten, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Eine WP wird nicht mit einer Solaranlage gebaut.

Oh, das wäre aber schade. Willst Du dann das Brauchwasser mit der Wärmepumpe erhitzen? Das geht nur mit bescheidenem Wirkungsgrad. Der ist ja abhängig vom Temperaturunterschied der Medien, für Warmwasserbereitung brauchst Du richtig hohe Vorlauftemperaturen, das drückt den Wirkungsgrad.

Eine Fußbodenheizung ist aber bestimmt vom der Heizart
angenehmer.

Ja auf jeden Fall. Das ist sehr komfortabel. Aber in der
Investition erstmal deutlich teurer.

Dasunangenehme der Fußbodenheizung ist, dass eine kurzzeitige Anpassung der Raumtemperatur fast unmöglich ist. Einen Radiator im Wohnzimmer, das ich den ganzen Tag lang nicht nutze, drehe ich am Abend auf, kurze Zeit später ist es warm. Mit FBH musst Du schon deutlich länger vorheizen - oder den ganzen Tag lang die Komforttemperatur fahren. Meine ideale Heizung wäre eine, die eine Grundtemperierung mit FBH macht und die gezielte, raum- und nutzungsorientierte Anpassung auf Komforttemperatur mittels Radiatoren.
Auf jeden Fall solltest Du beim Badezimmer eine Lösung vorsehen, die eine Temperierung auch während der „Übergangszeiten“ erlaubt, ohne gleich die ganze Anlage hochfahren zu müssen.