Ich habe heute mit Verwunderung die Erklärung zur Lösung der Zuschauerfrage der Sendung Kopfball gehört und zweifle hiermit an ihrer Richtigkeit. Es ging darum, warum sich eine Brausetablette in Leitungswasser schneller auflöst als in Mineralwasser mit Kohlensäure. Erklärt wurde es damit, daß das im Wasser bereits vorhandene Kohlendioxid eine weitere Lösung verhindert und sich die Tablette deshalb langsamer auflöst. Ich bin aber der Meinung, daß das ausperlende CO2 nur das Wasser länger von der Tablette fernhält.
Erklärt wurde es damit, daß das
im Wasser bereits vorhandene Kohlendioxid eine weitere Lösung
verhindert und sich die Tablette deshalb langsamer auflöst.
Ich bin aber der Meinung, daß das ausperlende CO2 nur das
Wasser länger von der Tablette fernhält.
Was vermutlich gemeint ist, ist das GELOESTE CO2 (welches natuerlich als Kohlensaeure und nicht als CO2 geloest wird, letzteres perlt aus). Das man kein CO2 in einer gesaettigten CO2 Loesung loesen kann ist klar, da haben die schon recht. Eine Brausetablette besteht aber nur zu einem geringen Teil aus CO2. Wie gross der Einfluss dieses Faktors ist, haengt also von der Loeslichkeit von CO2 und den anderen Bestandteilen der Brausetablette ab. Der von Dir genannte Faktor spielt aber bestimmt auch eine Rolle … welche Faktor wichtiger ist, kann ich nicht sagen.
ich glaube das die Brausetablette aus einem Hydrogencarbonatrest besteht. Löst man CO2 in Wasser, so reagieren nur 0,2% des CO2 zur Kohlensäure. Der Rest bleibt als hydratisierte CO2 im Wasser gelöst.
Die Lösung hat durch die Kohlensäure einen sauren Charakter. Will man das KKG verschieben, so kann man dies unter Abfangen der Protonen der Kohlensäure tun. Die H2CO3(Kohlensäure) gibt zunächst ein Proton ab, und wandelt sich zu einem Hydrogencarbonat um. Das gelöste CO2 füllt die Differenz aber permanent wieder auf, bis kein gelöstes CO2 mehr im Wasser vorhanden ist.
Das System CO2/Kohlensäure ist nun komplett zum Hydrogencarbonat umgewandelt worden. Gibt man nun weiter ein Mittel dazu was die Protonen abfängt (Lauge), so wandeln sich die Hydrogencarbonationen weiter zu den Carbonationen um. Die Carbonate wiederum sind schlecht wasserlöslich und fallen aus. Es entsteht der berüchtigte Kalk.
Nun zu der Brausetablette: Löst man eine Tablette im Wasser, so zerfällt (dissoziiert) diese in ein Natriumion und ein Hydrogenkarbonation. Da aber im Minaralwasser schon eine riesige Menge an gelöstem CO2 und Hydrogencarbonationen vorhanden ist, ist es schwer für die Brausetablette weiteres Hydrogencarbonat zu lösen. Würde man den pH Wert des Mineralwassers ins alkalische verschieben, so könnte man neues Hydrogencarbonat lösen.
Leitungswasser hat eine geringere Menge an Hydrogencarbonat und CO2. Hier ist es leichter weiteres Hydrogencarbonat zu lösen.
Das die Tablette sich nicht lösen kann weil ausperlendes CO2 sie daran hindert liegt warscheinlich bei 0,0000000000001%.
Ich habe heute mit Verwunderung die Erklärung zur Lösung der
Zuschauerfrage der Sendung Kopfball gehört und zweifle hiermit
an ihrer Richtigkeit. Es ging darum, warum sich eine
Brausetablette in Leitungswasser schneller auflöst als in
Mineralwasser mit Kohlensäure. Erklärt wurde es damit, daß das
im Wasser bereits vorhandene Kohlendioxid eine weitere Lösung
verhindert und sich die Tablette deshalb langsamer auflöst.
Ich bin aber der Meinung, daß das ausperlende CO2 nur das
Wasser länger von der Tablette fernhält.
Hallo Jörg
Üblicherweise enthalten Brausetabletten ein Carbonat und Zitronensäure, das bei der Reaktion freiwerdende Co2 sprengt die Tablette.
Ob es sich nun löst oder ausperlt, spielt keine Rolle.
Gemeint ist wohl, das vorhandenes CO2 einen Teil der Zitronensäure verbraucht und dadurch den Prozess verlangsamt.
Gruß
Rainer
Gemeint ist wohl, das vorhandenes CO2 einen Teil der
Zitronensäure verbraucht und dadurch den Prozess verlangsamt.
Wie soll das denn gehen?!
Meiner Meinung nach spielt es eien Rolle, daß das CO2>/sub> im Wasser gelöst ist und von wegen Massenwirkungsgesetz alles etwas langsamer abläuft. Aber das ist bestenfalls halbquantitativ betrachtet.
Gemeint ist wohl, das vorhandenes CO2 einen Teil der
Zitronensäure verbraucht und dadurch den Prozess verlangsamt.
Wie soll das denn gehen?!
Gute Frage
hab keine Mühen gescheut *g* und heute morgen einen Selbstversuch gestartet mit Aspirin und einer Vitamintablette, war kein nennenswerter Unterschied festzustellen.
Gruß
Rainer
erstmal vielen Dank für eure Anteilnahme. Offensichtlich ist die Sache nicht so eindeutig. Ich fürchte, ich muß das nochmal selbst ausprobieren und beobachten.
hab keine Mühen gescheut *g* und heute morgen einen
Selbstversuch gestartet mit Aspirin und einer Vitamintablette,
war kein nennenswerter Unterschied festzustellen.
Hallo Rainer,
ich hoffe, es lag nicht an meiner Frage, daß Du Kopfschmerzen bekommen hast