hallo!!
volkswagen passat variant bj. 92 ohne abs. im september letzten jahres trat zum ersten mal folgendes problem auf: bremswirkung tritt erst beim vollständigen durchtreten des bremspedals ein, d.h. bei ca. 3/4 bremspedalbetätigung keine reaktion. in unterschiedlichen werkstätten wurde der hauptbremszylinder als hauptproblem diagnostiziert und ausgetauscht. mittlerweile 3 mal. die bremswirkung lies jeweils 5 bis 6 wochen nach dem letzten werkstattbesuch wieder nach. es wurde bei jedem werkstattbesuch die bremsflüssigkeit ausgetauscht, das system entlüftet.
die vorderen bremsschläuche wurden im juni 03 ausgetauscht. bremsbeläge sind ausreichend (vorne, hinten). bremsbackenrückstellung hinten i.o., bremszylinder hinten dicht (einer wurde getauscht, da nach einer einstellung die bremse heißgelaufen ist). woran kann das problem liegen?? ich weiß keinen rat mehr. warum geht der hbz ständig kaputt?
danke!!
Typisch für die deutschen Meisterwerkstätten.
Die deutschen Meister bekommen bei ihrer Ausbildung warscheinlich nur noch gelernt, wie man Geld verdient.
Grundsätzlich ist es möglich, dass es am Hauptbremszylinder liegen kann. Aber auch bei einem 12 Jahre alten Auto ist das trotzdem noch recht selten, wenn die Bremsflüssigkeit regelmässig gewechselt wurde. Und dass ein neuer Hauptbremszylinder nach 5 Wochen kaputtgeht ist völlig ausgeschlossen, und dass 3 HBZ nacheinander kaputtgehen ist absolut unmöglich!!!
Vielleicht kannst Du sogar das Geld zurückverlangen.
Die HBZ sollte eine Werkstatt normalerweise erstmal testen, indem die Bremsleitungsanschlüsse mit Blindstopfen verschlossen werden, dabei entlüften und dann prüfen, wie weit das Bremspedal sich hineintreten lässt. Diese Methode ist übrigens 100%ig sicher. Dazu haben die Werkstätten aber keine Zeit, weil sie Geld verdienen müssen.
In Deinem Fall wird es höchstwarscheinlich an dem Bremskraftregler der Hinterachse liegen. Dieses Teil findest Du hinten links unter dem Auto, dort wo die Hinterachse mit der Karosserie verbunden ist. Diese Bremskraftregler werden manchmal undicht. Man sieht das an auslaufender Bremsflüssigkeit. Durch das Leck kann aber auch Luft in das Bremssystem eindringen welche dann den langen Pedalweg verursacht.
Bei Deinen Reparaturen wurde ja durch das Entlüften der Bremsanlage die eingedrungene Luft entfernt und ist so allmählich wieder eingedrungen.
Also sehe mal nach, ob an dem Bremskraftregler Bremsflüssigkeit ausläuft. Der Bremskraftregler ist ein eckiges Aluminiumteil, in das 4 Bremsleitungen hineinführen, wie schon beschrieben links an der Hinterachse. Weiterhin ist daran ein Hebel mit einer Spiralfeder befestigt.
Vom selbst wechseln würde ich aber abraten, weil das durch eine Fehlkonstruktion von VW meist schlecht geht, weiterhin muss der neue Regler auf das Auto eingestellt werden.
Falls das Problem doch wo anders liegt bin ich auch gern bereit, Dir bis zur Klärung weiterzuhelfen. Ich bin mir aber recht sicher bei meiner Vermutung, weil ich genau das selbe Problem in meiner Werkstatt auch schon hatte.
Grüße, Steffen!
danke für die antwort!
von einer werkstatt versuchen wir momentan das geld zurückzuverlangen.
lt. aussage (rechnung) der ersten werkstatt wurde der regler auch gangbar gemacht, war aber funktionstüchtig. flüssigkeit verliert er auch nicht. deshalb auch die aussagen, daß es nur am hbz liegen könnte. gibt es eine möglichkeit den regler unter werkstattbedingungen zu testen? belastungstest oder ähnliches? vielleicht zieht er luft ohne flüssigkeit zu verlieren - bis jetzt war auch kein verlust zu verzeichnen.
lars
Hallo Lars!
Du kannst jetzt nur warten, bis das Problem wieder auftritt.
Dann die Bremse entlüften, und dabei beobachten, ob irgendwo Luft mit herauskommt.
Wenn das hinten so ist, musst Du es riskieren, den Bremskraftregler zu wechseln. Der kostet so etwa 90 Euro. Testen kann man diese Regler nicht auf dichtheit, nur nachsehen ob er undicht ist. Über den beweglichen Hebel sind 1 oder 2 kleine Gummikappen, Du kannst mal nachsehen, ob man die etwas lösen kann, vielleicht kommt da Bremsflüssigkeit herausgetropft.
Weiterhin bekommt man den Regler in den meisten Fällen nicht ab, ohne diesen zu zerstören.
Die Radbremsen sind ja sicher schon ausgiebig überprüft worden.
Falls beim entlüften keine Luft herauskam muss man die einzelnen Bremskreise am Hauptbremszylinder mit Blindstöpseln nacheinander verschliessen und so versuchen, den Fehler einzugrenzen.
Ich selbst hab sogar mal erlebt, dass bei einem Auto die vorderen Bremsklötzer so sehr im Bremssattel festgerostet waren, dass sie sich beim Bremsen leicht verbogen haben, und anschliesend den Bremskolben wieder zurückgedrückt haben! Das hatte dann auch einen sehr langen Pedalweg zur Folge.
Die hintere Bremsbackenmechanik kann auch solche Probleme machen, das kann man durch anziehen der Handbremse Testen: Wenn es dann WESENTLICH besser ist liegt der Fehler an der autom. Bremsnachstellung der hi. Bremse.
Das kann man aber auch mit den Verschlusstopfen herausfinden.
Hätte ich fast vergessen: wenn der Bremskraftregler undicht ist, verschwinden da manchmal nur ganz wenige Tropfen am Tag. Das bemerkt man am Vorratsbehälter nicht so schnell.
So, hoffe, dass Du Dein Auto recht bald wieder heil hast.
Urlaubsfahrten usw. sind ja vorerst ausgeschlossen.
Gruß, Steffen!
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Hallo Lars,
bitte mal die vorderen Radlager prüfen lassen. Ein defektes Radlager läßt oft das Rad mitsamt der Bremsscheibe unter dem Fahrzeuggewicht „einknicken“(das ist mit bloßem Auge fast nicht sichtbar). Das hat zur Folge,das die Bremsklötze weiter von der Bremsscheibe weggedrückt werden als üblich. Dieses Spiel mußt Du beim 1. Bremsen erstmal überbrücken(dadurch langer Pedalweg). Wenn das Fahrzeug dann steht,hast Du wunderbaren Bremsdruck. Fährst Du jetzt wieder ein Stück(100-500m) ohne zwischendurch zu bremsen und betätigst danach erneut die Bremse,dann ist der Druck wieder weg. Ein so stark ausgeschlagenes Lager macht aber nicht immer Geräusche. Was meine Kollegen hier so schreiben,ist aber auch eine gut mögliche Fehlerquelle.
Gruß,friedo
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Moin Lars,
ich möchte ausdrücklich die Vermutung von Friedo unterstützen!
Das vordere Radlagerspiel solltest Du auf beiden Seiten zu allererst prüfen. Zumal es nichts kostet, wenn Du mal selbst Hand anlegst!
Du hockst Dich vor das Rad, greifst im oberen Bereich darum herum und fest zu. Und jetzt gleichmäßig und mit Gefühl aber dennoch recht kräftig ziehen und dann wieder drücken. Wie Rütteln, nur langsamer und gefühlvoller (das Auto sollte schaukeln).
Du solltest optimalerweise gar kein Spiel fühlen, ein leichtes Wackeln, kaum spürbar, eventuell mit einem dumpfen „Klack“ ist auch noch ok.
Das ist zwar kein professionelles Meßergebnis, aber wenn sich das Rad deutlich spürbar vom inneren zum äußeren Anschlag bewegt, hast Du den Fehler schon gefunden und das kostet Dich nur einmal Händewaschen (wenn Du keine Handschuhe hast).
[…]
bremswirkung tritt erst beim vollständigen durchtreten des
bremspedals ein, d.h. bei ca. 3/4 bremspedalbetätigung […]
Das ist ein typisches Zeichen und daß die Werkstätten das nicht ausschließen, ist reine Geldschneiderei wider besseren Wissens!
warum geht der hbz ständig kaputt?
Das tut er garantiert nicht!!
Nimm Dir einen Anwalt, es wird schwer sein, etwas zu beweisen, wenn Du sie nicht auf der Schiene des guten Willens "überreden kannst, Dir Dein Geld wieder zu geben (was mich sehr wundern würde).
Gruß,
Kristian
Hallo,
ich hatte schon ein ähnliches Problem, denn auch mein Passi ist Bj.92. Hast du schon mal nach der Kupplung geschaut? Klingt komisch, aber zumindest beim 2,0l Passat hängt die hydraulische Kupplung am Hauptbremszylinder mit dran. Beim Entlüften muß mit den Kupplungsbauteilen begonnen werden.
Ich hoffe es hilft.
Gruß vom Harald aus Wiesbaden
Hallo Lars,
das ist bei dieser Baureihe ein hinlänglich bekanntes Problem. Allerings gibt es für dieses Auto zig verschiedene HBZ. Unterscheiden kann man sie von aussen nur durch die erhabene Nummer.
Ich habe bei dem Passat meiner Frau auch den HBZ getauscht, aber seitdem ist auch Ruhe, obwohls ein gebrauchter HBZ war. In den Foren berichtet man von einem Zusammenhang mit festgegangenen hinteren Bremssätteln. Ob was dran ist, kann ich aber so nicht sagen.
Gruss Sebastian
mittlerweile war ich in einer vw-werkstatt, habe das bremssystem untersuchen lassen - mit dem effekt, daß a.) der hbz wohl in ordnung ist, b.) der regler, schläuche etc. ebenfalls (keine leckage, aufgequollene schläuche o.ä.), c.) die ergebnisse auf dem bremsenprüfstand katastrophal sind: in der werkstatt, in der der radbremszylinder gewechselt wurde, wurde ein falscher radbremszylinder (zu klein - 14 cm anstelle 17 cm) verbaut, bremsbacken/belag beschädigt, abgebrochen und schmierig, demnach auch eine 65 %-ige abweichung von der rechten bremse. fahrzeug ist nicht mehr verkehrssicher und darf nicht mehr bewegt werden. kriminell!!
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Hallo Lars,
bitte mal die vorderen Radlager prüfen lassen. Ein defektes
Radlager läßt oft das Rad mitsamt der Bremsscheibe unter dem
Fahrzeuggewicht „einknicken“(das ist mit bloßem Auge fast
nicht sichtbar). Das hat zur Folge,das die Bremsklötze weiter
von der Bremsscheibe weggedrückt werden als üblich. Dieses
Spiel mußt Du beim 1. Bremsen erstmal überbrücken(dadurch
langer Pedalweg). Wenn das Fahrzeug dann steht,hast Du
wunderbaren Bremsdruck. Fährst Du jetzt wieder ein
Stück(100-500m) ohne zwischendurch zu bremsen und betätigst
danach erneut die Bremse,dann ist der Druck wieder weg. Ein so
stark ausgeschlagenes Lager macht aber nicht immer Geräusche.
Was meine Kollegen hier so schreiben,ist aber auch eine gut
mögliche Fehlerquelle.
Gruß,friedo
danke. die vorderen lager sollen i.o. sein.
jein. die kupplung hat einen eigenen geberzylinder. wird aber aus demselben flüssigkeitsbehälter gespeist. soweit ich mitbekommen habe, wurde das zwar in erwägung gezogen, aber so im einzelnen nicht geprüft. welche auswirkung hat das auf die kupplungstätigkeit (luft etc.)? das die gänge (1. gang und rückwärtsgang) schlecht eingelegt werden können?
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