-eine kleine erfundene Geschichte mit erfundenen Personen-
Anton geht zu seiner Autowerkstatt um den regelmäßigen Kundendienst zu machen.
Der Kundendienst wird von der Werkstatt erledigt.
Beim abholen des Autos wird Anton vom Techniker gesagt, dass die Bremsbelege bald unten sind und dann getauscht werden müssen, dies aber jetzt noch zu früh wäre.
Auf der Rechnung des Kundendienstes findet sich folgender Hinweis:
„Bremsbelege müssen nach 7000 - 10000 KM getauscht werden !!!“
(wortwörtlich und einziger Eintrag zu diesem Thema)
Nach 2.5 Monaten und etwa 5000 gefahrenen Kilometern, bemerkt Anton das seine Auto beim Bremsen quitscht, noch am selben Abend bemerkt Anton, dass das Auto nun auch beim normalen fahren „schleift“. Er geht sofort zur Autowerkstatt.
Dort wird ihm nach Augenschein vom Techniker mitgeteilt, dass alle Bremsbelege UND alle Bremsscheiben ausgetauscht werden müssen. Dies würde natürlich sehr kostspielig werden.
Anton nimmt bezug auf die Notitz auf der Rechnung vom letzten Kundenservice und fragt ob die hohen kosten nicht hätten verhindert werden können hätte man die Bremsbelege beim Kundenservice getauscht und ob die Werkstatt ihm deshalb nicht entgegenkommen könne.
Der Techniker erwiedert, dass sei persönliches Pech und die Werkstatt wisse ja nicht wie Anton Auto fahre…
Anton ist etwas sauer und verlässt die Werkstatt ohne einen nötigen Termin für die Reparaturen zu machen.
Wie soll Anton vorgehen, der nicht einsieht, dass er Zusatzkosten und die Werkstatt zusätzlichen Gewinn hat aufgrund einer Fehleinschätzung dieser?
eines meiner fiktiven Fahrzeuge hat sich fast die selbe Geschichte ausgedacht.
Einer der zwei Bremssättel hat den widerlichen Einflüssen von Wasser, Schmutz und Streusalz nicht mehr standgehalten und sich nach den Bremsvorgängen nicht mehr zurückgestellt. Nach kurzer Zeit (ich glaube, es waren nur 1000 km) war ein Belag bis auf das Metall abgerieben.
Lösung: 1 Satz Beläge, zwei Scheiben shit happens
Wie alt wären denn die Beläge und Scheiben?
Wieviele Kilometer haben die Scheiben und Beläge runter?
Warum sind die Scheiben zu ersetzen, Riefen oder zu dünn?
Ist noch ein Minimalbelag auf den Bremsbelägen oder sind sie bis auf das Metall runter?
eines meiner fiktiven Fahrzeuge hat sich fast die selbe
Geschichte ausgedacht.
Einer der zwei Bremssättel hat den widerlichen Einflüssen von
Wasser, Schmutz und Streusalz nicht mehr standgehalten und
sich nach den Bremsvorgängen nicht mehr zurückgestellt. Nach
kurzer Zeit (ich glaube, es waren nur 1000 km) war ein Belag
bis auf das Metall abgerieben.
Lösung: 1 Satz Beläge, zwei Scheiben shit happens
Hm, ich finde nicht, dass das fast die selbe Geschichte ist, denn von einem defekten Bremssattel war bisher nicht die Rede, sondern lediglich davon, dass die Werkstatt sich anscheinend grob verschätzt hat.
je nach Qualität, Fahrzeug, Fahrweise und Strecke halten Bremsbeläge zwischen zwischen 50.000 und 100.000 km. Wenn die Beläge dann schon nach 5000 statt nach prognostizierten 7000 km runter waren, dann hat der gute Mechaniker sich um zwei Prozent verschätzt. Das kann passieren. Den Wagen bei einer Inspektion aber so raus lassen und das nicht gleich mitzumachen, das sollte nicht passieren. Eine Handhabe wird man aber wohl nicht haben gegen die Werkstatt.
je nach Qualität, Fahrzeug, Fahrweise und Strecke halten
Bremsbeläge zwischen zwischen 50.000 und 100.000 km. Wenn die
Beläge dann schon nach 5000 statt nach prognostizierten 7000
km runter waren, dann hat der gute Mechaniker sich um zwei
Prozent verschätzt.
Also das ist ja nun wirklich Stuss. Er hat die noch verbleibende Laufleistung der Beläge ja nicht bei Einbau sondern eben erst in einem bestimmten Zustand geschätzt.
Und natürlich unterliegt seine Aussage einer Toleranz, aber letztlich hat er 8500km (+/-1500)km zugesagt. Und dann lag er nochmal 30% niedriger, als seine untere Toleranzgrenze.
Das kann passieren.
Vielleicht in einer Hinterhof-Schrauberbude?!
Den Wagen bei einer Inspektion aber so raus lassen und das nicht gleich
mitzumachen, das sollte nicht passieren. Eine Handhabe wird
man aber wohl nicht haben gegen die Werkstatt.
Das seh ich nicht ganz so. Die Beurteilung des Wagens könnte doch Teil des Auftrags gewesen sein. Kann man nicht auch den Standpunkt vertreten, dass die Werkstatt hier schlecht gearbeitet und sich schadenersatzpflichtig gemacht hat?
Sollte der Fahrzeugeigner eine Rechtsschutzversicherung haben und es drauf ankommen lassen wollen, wäre ich nicht überrascht, wenn die Werkstatt ihren Standpunkt nochmal überdenken würde.
Er hat die noch
verbleibende Laufleistung der Beläge ja nicht bei Einbau
sondern eben erst in einem bestimmten Zustand geschätzt.
Und die ist abhängig von der Gesamtlaufleistung, vom Fahrzeug, vom Fahrstil …
Das kann passieren.
Vielleicht in einer Hinterhof-Schrauberbude?!
Hier eher weniger, weil die Leute idR mehr Erfahrung haben als z.B. die Spezialisten in den Bremsenwerkstätten. In einer herstellergebundenen Werkstatt wird das wohl auch kaum passieren, da die eher an ein frühes Wechseln denken.
Eine Handhabe wird
man aber wohl nicht haben gegen die Werkstatt.
Das seh ich nicht ganz so. Die Beurteilung des Wagens könnte
doch Teil des Auftrags gewesen sein.
Könnte sein. Wissen wir nicht.
Kann man nicht auch den
Standpunkt vertreten, dass die Werkstatt hier schlecht
gearbeitet und sich schadenersatzpflichtig gemacht hat?
Klar kann man das.
Sollte der Fahrzeugeigner eine Rechtsschutzversicherung haben
und es drauf ankommen lassen wollen, wäre ich nicht
überrascht, wenn die Werkstatt ihren Standpunkt nochmal
überdenken würde.
Mich würde es eher wundern, wenn die RSV eine Kostenzusage dafür übernehmen würde.