Bremsscheiben wurden getauscht, Wagen zittert

Hallo liebe Leute!
Ihr habt ein tolles Forum hier und möchte mir gerne hier Tipps und Anregungen und hoffentlich die eine oder andere Hilfe holen! Danke im Voraus!

Mein Fahrzeug ist ein Seat Leon 1,9 TDI 66KW (90PS) Diesel mit Schaltgetriebe mit aktuellem Kilometerstand von 69000. Gekauft wurde er Ende 2005.

Zu meinem Problem:

Bis jetzt geht er (die Österreicher sagen) wie ein „Glöckerl“. Einfach prima. Bis auf - die Bremsen. Es wurden Bremsscheiben und Bremsbeläge montiert. Nun ruckelt aber das Fahrzeug bei bestimmten Bremsungen. Nicht immer. Man muss quasi den „Point“ erwischen und dann zittert das ganze Auto. War beim Händler und dieser sagte nun, nach dem vom Radlager wechseln vor einiger Zeit ein „Pfusch“ oder unsachgemäße Montage ausgeschlossen werden konnte, sowie Unwucht/Reifen etc. … eine neuerliche Bremsscheiben-Verziehung konnte auch ausgeschlossen werden. Nun sagt er er wechselt mir auf Garantie die Radnarbe. Oder wie das heißt. ?

Jetzt meine Frage - was ist das und welche Funktion hat dies.
Glaubt ihr dass von einer verschl. Radnarbe das Ruckeln kommt, denn der Meister im Seat Betrieb kann sich sonst nichts mehr vorstellen.

Zum Glück ist er sehr bemüht und war bisher sehr entgegenkommend.

Hab gehört, der VW Konzern hat allgemein nicht so tolle Meinungen was das Bremsen betrifft…

Aber sonst, Hut ab vor diesem Wagen!

Hoffe, ihr könnt mir helfen.
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Mein Fahrzeug:

SEAT LEON 2005 1,9 TDI Samba+ (= Österr.Modellname), 1M, ALH, Baujahr 2005, 66KW (90PS) - Schaltgetriebe

Das passiert bei Billig-Bremsscheiben gerne mal. Mir auch. Seidem ich Bosch-Scheiben benutze ist das Problem weg.

Hallo!

Nun sagt er er wechselt mir auf
Garantie die Radnarbe. Oder wie das heißt. ?

Jetzt meine Frage - was ist das und welche Funktion hat dies.
Glaubt ihr dass von einer verschl. Radnarbe das Ruckeln kommt,
denn der Meister im Seat Betrieb kann sich sonst nichts mehr
vorstellen.

Also die Radnabe ist das runde Teil, welches im Radlager sitzt,
darauf steckt dann auch die Bremsscheibe.
Das ist also das Teil, in dem die Gewinde sind, mit denen man das Rad befestigt. (um das mal einfach zu erklären…)

Also die Radnabe ist ein ganz schön massives und stabiles Stahlteil,
ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Nabe krumm bekommt.
Habe selbst schon einige hunderte vordere Radlager gewechselt,
teilweise auch unter extremer Gewaltanwendung,
aber solche Probleme hatte ich noch nicht.

Wenn die Nabe gewechselt wird, ist natürlich auch noch ein neues vo. Radlager fällig,
da das bei dem Nabenwechsel zerstört wird.

Ich frage mich nur, warum bei den wenigen Km das Radlager gewechselt wurde? Das ist nicht normal.
Gab es mal einen Unfall, oder hast Du dich im Winter mal gedreht, und bist mit hoher Geschwindigkeit mit dem Vorderrad seitlich an eine Bordsteinkante gerutscht? Oder ähnliches? Durch solche Sachen kann man ev. die Nabe verbiegen.

Übrigens, wenn ich der Werkstattmeister wäre, würde ich solche Materialschlachten nicht machen.
Erstmal auf den Bremsenprüfstand fahren, und sehen, welche der 4 Bremsen nicht ganz rund läuft.
Weitehin kann man am Achsschenkel eine Messuhr anbringen und prüfen, ob die Bremsscheibe „rund läuft“, genauso die Nabe.

Hatte ich nicht schon mal in dem Zusammenhang erwähnt, dass kein Fett zwischen Nabe und Bremsscheibe gehört?
Manche sprühen da auch irgendwelche Pasten und sonstiges Zeug auf die Naben, wenn man das nicht gleichmässig ringsum macht, kann auch dadurch die Bremsscheibe „eiern“.

Grüße, Steffen!

Hallo kasereck,

Mein Fahrzeug ist ein Seat Leon 1,9 TDI 66KW (90PS) Diesel mit
Schaltgetriebe mit aktuellem Kilometerstand von 69000. Gekauft
wurde er Ende 2005.

Ein sehr schönes Auto. Technisch identisch mit dem Golf IV.

Nun ruckelt aber das Fahrzeug bei
bestimmten Bremsungen. Nicht immer. Man muss quasi den „Point“
erwischen und dann zittert das ganze Auto. War beim Händler
und dieser sagte nun, nach dem vom Radlager wechseln vor
einiger Zeit ein „Pfusch“ oder unsachgemäße Montage
ausgeschlossen werden konnte, sowie Unwucht/Reifen etc. …
eine neuerliche Bremsscheiben-Verziehung konnte auch
ausgeschlossen werden. Nun sagt er er wechselt mir auf
Garantie die Radnarbe. Oder wie das heißt. ?

Grundsätzlich kann erst mal nichts ausgeschlossen werden. Um sicher zu gehen, könnte die Werkstatt den Seitenschlag der Bremsscheiben und der Radnaben messen. Es gibt dafür Sollwerte. Es sollte auch eingegrenzt werden, ob der Fehler von der vorderen oder hinteren Bremse kommt, was sich leicht feststellen lässt, wenn man während der Fahrt mal vorsichtig die Handbremse zieht.

Jetzt meine Frage - was ist das und welche Funktion hat dies.
Glaubt ihr dass von einer verschl. Radnarbe das Ruckeln kommt,
denn der Meister im Seat Betrieb kann sich sonst nichts mehr
vorstellen.

Eine ‚krumme‘ Radnabe kann diesen Fehler hervorrufen, aber eben auch eine ‚krumme‘ Bremsschebe.

Zum Glück ist er sehr bemüht und war bisher sehr
entgegenkommend.

Das ist gut für dich, sollte aber der Normalfall sein für eine Fachwerkstatt.

Hab gehört, der VW Konzern hat allgemein nicht so tolle
Meinungen was das Bremsen betrifft…

Das wäre mir jetzt neu.

Aber sonst, Hut ab vor diesem Wagen!

Es ist wirklich ein nettes Auto, das stimmt.
Evt kannst du eine andere Meinung einholen. Das kann auch von einer VW- oder Audi-Werkstatt sein. Die Technik ist dieselbe, in deinem Fall Golf IV, Audi A3, Audi TT, Skoda Octavia I oder New Beetle.

cu Amy

Hab Bremsenprüfprotokoll
So liebe Leute!
Ich komme gerade vom Bremsenprüfstand:
Wer kann mir seine Meinung zu folgenden Werten sagen:

Seat Leon 1,9TDI 66KW Baujahr 2005


Vorderachse: Zimmermann Bremsscheiben

Bremskraft links 3,60 KN - Bremskraft rechts 3,55 KN - Differenz 1%
Ovalität links 0,25 KN - Ovalität rechts 0,30 KN - Differenz 17 %

Feststellbremse:

Bremskraft links 1,63 KN - Bremskraft rechts 1,31 KN - Differenz 20%

Hinterachse Seat Original:

Bremskraft links 1,97 KN - Bremskraft rechts 2,02 KN - Differenz 2%
Ovalität links 0,11 KN - Ovalität rechts 0,13 KN - Differenz 15 %

Endauswertung:

Gesamte Bremskraft der Betriebsbremsen: 11,14 KN
Gesamte Bremskraft der Feststellbremse: 2,94 KN

Hallo!

Das sind ja ganz gute Werte.
Zur Ovalität kann ich nichts sagen,
die Grenzwerte kenne ich nicht,
habe selbst nicht so einen modernen Prüfstand.
Bei meinem Prüfstand muss ich etwa einschätzen, wieweit die Zeiger „zittern“.
Ich denke aber, es liegt nicht an den Bremsen und der Radnabe.

Grüße, Steffen!