Bremsscheibenkorrossion

Hallo!

In den letzten Jahren habe ich Unmengen an Bremsscheiben ausgewechselt. In sehr vielen Fällen sind die nicht verschlissen, sondern verrostet.
Vor 15 Jahren, zumindest meiner Erinnerung nach,
gab es das Rostproblem seltener.

Ist das nur schlechte Erinnerung, oder wurde später minderwertiges Material verwendet ?

Grüße, Steffen!

Hi Steffen,
also aus meiner Erfahrung hat sich da nichts getan.
Vielleicht lassen heutzutage die Leute ihr Auto gerne mal längere Zeit stehen?
Gruss Sebastian

Frage des Ausmasses
Hallo Steffen,

In den letzten Jahren habe ich Unmengen an Bremsscheiben
ausgewechselt. In sehr vielen Fällen sind die nicht
verschlissen, sondern verrostet.

Das erscheint befremdlich. Eine gewisse Korrosion an Bremsscheiben ist normal und in der Tat und unter Umständen sogar ein Qualitätsmerkmal (z.B. Bremboscheiben an Motorrädern oder älteren Ferrari). Diese Bremsscheiben sind nicht aus rostfreiem Stahl!
Die sichtbare Korrosion (auch vermeintlich starke Korrosion) ist unerheblich und verschwindet nach einigen Bremsern - wird quasi abgeschliffen.
Richtig verrostete Bremsscheiben, welche dadurch unbrauchbar werden (denn davon schreibst Du ja wohl) kann ich mir eigentlich nur auf einer Nordsee-Halig vorstellen :smile:
Möglicherweise läuft da was total daneben - vielleicht meinst Du, dass eine Bremsscheibe immer strahlen muss? Der nächste Schritt wäre dann das Polieren der Bremsscheiben mit anschliessendem Einfetten (als Korrosionsschutz), oder?
Nun, Spaß beiseite. Bremsscheiben werden nunmal rostig und das ist auch kein Problem.
Diese superteuren neuen Bremsscheiben aus Keramik sind nur was für den reinen Rennsport und im Alltagsbetrieb gänzlich unbrauchbar, denn diese brauche/benötigen eine Mindesttemperatur um wirklich gute Bremsleistungen zu bringen und diese Mindesttemperatur ist nur durch andauerndes und sehr häufiges Bremsen erreichbar und das kommt im normalen Strassenverkehr nunmal nicht vor.

Ich hoffe diese kleine Einlassung war hilfreich.

Gruss
Ray

Hallo!

Welchn Rost meinst Du ? Den Flurost nach einer Nacht auf der Reibfläche, oder den auf der Außenkante ?

Ersterer wird beim ersten Bremsen abgeschliffen, letzterer kann egal sein.

gruß

dennis

Hallo!
Also das ist schon ein arges Problem,
nicht nur leichter Flugrost.
Oftmals, besonders an den Innenseiten ist manchmal nur noch 1cm. breit ein blanker Streifen. Das bekommt man auch mit Bremsen nicht herunter,
so weit ich mir das erklären kann, ist der Rost härter als der Bremsbelag.
Das sieht man sehr schön am Tragebild des Belages.

Das macht dann auch der TÜV nicht mit…

Nun ja, das hat sich in der letzten Zeit eben auffällig gehäuft.
Ich kann ja auch mal paar Bilder machen, wenn wieder was kommt.

Zum Vergleich fällt mir da mein alter VW-Bus auf,
den hab ich 1991 gekauft, steht nur im Freien, und wird auch nur ganz selten gefahren.
Da hab ich die Bremsscheiben nach 10 Jahren zum ersten mal gewechselt,
die waren aber rostfrei.

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Steffen,
es scheint das verschiedene Hersteller verschiedene Materialien verwenden.- An meiner YamahaXV 535 ist die allererste Bremsscheibe seit 14 Jahren drauf ohne Rost. Habe mal lange einen Suzuki Swifr gehabt. (10 Jahre und 170.000 km) An dem Teil ging nie was kaputt, ausser die Bremsscheiben die ich sage und schreibe 4 X ausgetauscht habe, teuer waren die obendrein… In der Gesamtbilanz war es trotzdem ein billiges Auto. Aber es scheint, das Bremsscheibe nicht gleich Bremsscheibe ist.
Gruß elmore

Hallo!

Oftmals, besonders an den Innenseiten ist manchmal nur noch
1cm. breit ein blanker Streifen. Das bekommt man auch mit
Bremsen nicht herunter,

Tja, klemmt hier der Schwimmsattel ? warum wird auf der Innenseite nicht genügend Druck ausgeübt ?

gruß
dennis

Oftmals, besonders an den Innenseiten ist manchmal nur noch
1cm. breit ein blanker Streifen. Das bekommt man auch mit
Bremsen nicht herunter,
so weit ich mir das erklären kann, ist der Rost härter als der
Bremsbelag.
Das sieht man sehr schön am Tragebild des Belages.

…kling wirklich so als ob was mit dem Schwimmsattel nicht OK ist. Ist keine Seltenheit das da mal was klemmt wenn schlecht gewartet wird. Ansonsten ist der Rost an den Scheiben eigentlich kein Problem und kann vernachlässig werden.

Hi Steffen,
also aus meiner Erfahrung hat sich da nichts getan.
Vielleicht lassen heutzutage die Leute ihr Auto gerne mal
längere Zeit stehen?
Gruss Sebastian

Hallo,
heute übliche Bremsscheiben sind aus Guss und daher sehr rostanfällig.
Wenn man wenig mit dem Auto fährt und „nur leicht bremst“ kann die Lauffläche schnell auf 1-2 cm sinken. Die Bremswirkung wird aber dadurch nicht verringert, nur der TÜV sieht da rot. Ich hab mir die alten Scheiben auf einer Drehbank einfach bis zum Grundmaterial abgedreht und weiter gehts(mindestdicke Beachten).
Gruß
Tom

Hi Steffen,

ich hatte das Problem auch schon öfter, meistens aber jedoch bei „kleinen Franzosen“, also AX, Peugot106 und so weiter. Scheinbar wird die Rostschicht so rauh, daß sie den Belag schon ohne Bremsbetätigung runterraspelt. Dadurch wird das immer schlimmer.
Ich hatte heute aber auch wieder einen Mazada 323, bei dem die Bremse wie irre geschlackert hat (35T Km) und da waren sehr heftige Riefen auf der Innenseite. Ich hab dann ein paar mal heftig von 120 runtergebremst und das Schlackern wurde merklich weniger. Da gibts immer mal was Neues zu erleben.

MfG Lumpi

Hallo!
Ja, das deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Die hinteren Scheibenbremsen sind eh völlig überdimensioniert, wenn man nur im Dorf herunfährt, da ist die Ursache klar.

Vielleicht liegt es auch teilweise daran, dass die Kundschaft auch immer die billigsten Bremsscheiben haben will, (bzw. vorher haben wollte),
andere Variante wäre noch, dass bei uns im Winter immer extrem viel Salz gestreut wird.

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]