Hallo Wissende,
die Reinigung der Brennkammer meines Ölkessels ist für mich ein Graus und ich habe den Eindruck, mit den mir zur Verfügung stehenden Bürsten und Kratzern bin ich gar nicht so erfolgreich. Nun weiß ich aus der Ölofenzeit, dass es seinerzeit Mittel gab, die mitverbrannt werden konnten und den angelagerten Ruß verbrannten.
Frage: Gibt es solche Entrußer, die in die Kesselbrennkammer eingelegt (bzw. eingesprüht) werden und die zur Rußverbrennung führen?
Danke für Eure Hinweise.
Wolfgang D.
Hallo Wolfgang,
eigentlich solltest du das ja wissen, du musst nicht den Ruß entfernen, sondern vermeiden.
Prinzipiell zu Verbrennungen: Es brennen nur Gase. Feststoffe und Flüssigkeiten müssen vorher „verdampft“ werden, damit sie verbrannt werden können. Das macht Gas als Brennstoff so praktisch, weil es so leicht zu regulieren ist. Aber auch so gefährlich, weil er schon in der Verbrennungsform vorliegt.
Zu Ölbrennern: Wie gesagt muss das Öl erst mal verdampft werden. Hierzu wird es unter ein paar bar Druck mittels Düse zerstäubt. Die feinen Öltropfen haben eine so große Oberfläche, das die Verdampfung während der Verbrennung stattfindet. Deshalb sind Ölbrenner auch etwas komplizierter, weil die Luftmenge (über ein Gebläse) geregelt werden muss, und weil eine Pumpe für die Zerstäubung notwendig ist. Wenn das Verhältnis von Öl zu Luft nicht passt, dann entsteht entweder schrecklich viel Ruß, oder die Verbrennung hat einen schlechten Wirkungsgrad. Bei zu wenig Luft entsteht deshalb so viel Ruß, weil die Öltröpfchen nicht richtig verdampfen und verbrennen können. Die Verbrennung von Kohlenstoff läuft ja schließlich weniger schnell ab, als die Verbrennung von Wasserstoff (welcher zweiter Hauptbestandteil von Heizöl ist). Damit ist klar, das zuerst der Wasserstoff verbrennt, und dann erst der Kohlenstoff. Deshalb muss ein Ölbrenner auch eingestellt werden.
Das zweite Problem ist, das die Flamme genug Platz braucht, damit die Öltröpfchen restlos verdampfen können. Wenn die Tröpfchen vorher an eine Wand schlagen, gibt das wieder viel Ruß. Schließlich ist der Wasserstoff schon weg und die Kohlenstoffteilchen sind noch nicht fertig verbrannt. Die glühenden Rußteilchen lassen die Flamme übrigens auch leuchten. Das wiederum ist der Grund warum eine richtige Gasflamme nicht leuchtet! Weil eben keine glühenden Kohlenstoffteilchen in der Flamme sind.
Fazit: Brenner richtig einstellen lassen, dann ist Ruhe.
Irgendwelche „Mittelchen“ zum Mitverbrennen gibt es nicht, die wären in kürzester Zeit durch den Kamin geblasen.
Viele Grüße
Dieter
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Wolfgang
es gibt Öl-Kessel-Reiniger, zb von fauch (Baumarkt). Den Innenraum des Kessels damit aussprühen, Brenner einschwenken einige Minuten brennen lassen und dann aussaugen. In meiner aktiven Zeit als HZ-Baumeister hab ich sowas nie benutzt. Kostet zuviel und bringt meiner ansicht nach nichts. Ausbürsten und aussaugen mußt du den Kessel danach auch. Von Hand und mit der richtigen Bürste geht das aber recht gut. Ist normalerweise nur einmal im Jahr. Je nach Kessel gibt es vorgeformte Kesselbürsten. Frag mal im Fachhandel oder beim Heizungsbauer ums Eck.
Gruß Dirk
eigentlich solltest du das ja wissen, du musst nicht den Ruß
entfernen, sondern vermeiden.
Prinzipiell zu Verbrennungen: Es brennen nur Gase. Feststoffe
und Flüssigkeiten müssen vorher „verdampft“ werden, damit sie
verbrannt werden können. Das macht Gas als Brennstoff so
praktisch, weil es so leicht zu regulieren ist. Aber auch so
gefährlich, weil er schon in der Verbrennungsform vorliegt.
Zu Ölbrennern: Wie gesagt muss das Öl erst mal verdampft
werden. Hierzu wird es unter ein paar bar Druck mittels Düse
zerstäubt. Die feinen Öltropfen haben eine so große
Oberfläche, das die Verdampfung während der Verbrennung
stattfindet. Deshalb sind Ölbrenner auch etwas komplizierter,
weil die Luftmenge (über ein Gebläse) geregelt werden muss,
und weil eine Pumpe für die Zerstäubung notwendig ist. Wenn
das Verhältnis von Öl zu Luft nicht passt, dann entsteht
entweder schrecklich viel Ruß, oder die Verbrennung hat einen
schlechten Wirkungsgrad. Bei zu wenig Luft entsteht deshalb so
viel Ruß, weil die Öltröpfchen nicht richtig verdampfen und
verbrennen können. Die Verbrennung von Kohlenstoff läuft ja
schließlich weniger schnell ab, als die Verbrennung von
Wasserstoff (welcher zweiter Hauptbestandteil von Heizöl ist).
Damit ist klar, das zuerst der Wasserstoff verbrennt, und dann
erst der Kohlenstoff. Deshalb muss ein Ölbrenner auch
eingestellt werden.
Das zweite Problem ist, das die Flamme genug Platz braucht,
damit die Öltröpfchen restlos verdampfen können. Wenn die
Tröpfchen vorher an eine Wand schlagen, gibt das wieder viel
Ruß. Schließlich ist der Wasserstoff schon weg und die
Kohlenstoffteilchen sind noch nicht fertig verbrannt. Die
glühenden Rußteilchen lassen die Flamme übrigens auch
leuchten. Das wiederum ist der Grund warum eine richtige
Gasflamme nicht leuchtet! Weil eben keine glühenden
Kohlenstoffteilchen in der Flamme sind.
Fazit: Brenner richtig einstellen lassen, dann ist Ruhe.
Irgendwelche „Mittelchen“ zum Mitverbrennen gibt es nicht, die
wären in kürzester Zeit durch den Kamin geblasen.
Viele Grüße
Dieter
Man kann nichts dazu fügen…Mittel gibt es schon,sollten aber nicht angewandt werden,Umweldschutz usw.