Bretter hochkant rings um Baum, warum?

Hallo Wissende,

da ist ein massiver Baum, so in 2m höhe locker 120 cm Durchmesser.
Seit sehr kurzem haben sie ha unten ringsrum hochkant Bretter angepresst durch 3-4 Drahtschlinegn in verschiedenen Höhen um das Ganze.

Warum, wozu?

Die Bretter sind ca. 12 cm breit, ca 2 cm stark und ca. 200 cm hoch.
„oben“ haben sie ca. 2 mm Abstand zueinander, „unten“ dann eher so 2 cm.

Der Baum steht mitten im Stadtteil, also nix mit Wildverbiss oder so *denk*
Abgesehen davon ist er schon uralt, der würd net so richtig gut schmecken.

Der Baum ist schon gewaltig, als Schutz daß er nicht umfällt nützen die Brettchen null.

Autos können da auch nicht hingelangen wenn es als rammschutz gedacht wäre.

Warum also „bindet“ man da Holzbretter drumrum?

Danke ^ Gruß
Reinhard

Hallo Reinhard,

als Verdunstungsschutz, wenn du das gleiche meinst wie ich:

http://www.basolatt.de/index.php?menu=why

Ich kenne das von Baustellen. Wenn in der Nähe ein oder mehrere Häuser abgerissen wurden und der Baum plötzlich freisteht, muss für Rindenschutz gesorgt werden, da die notwendige Beschattung der Rinde ja weggefallen ist, gerade bei großen Bäumen unversehens eine enorme Fläche freiliegt, austrocknet und so dem Eindringen von Pilzen, Schädlingen und Keimen Vorschub leistet.

Gruß

Annie

Hallo.
Das sind Schutzmassnahmen in oder in unmittelbarer Nähe von Baustellen. Das soll den Baum vor Beschädigungen durch Baumaschinen schützen.
Gruss Peter

falsch verstandener Baumschutz
Hi!

Hört sich für mich an wie eine Alibi-Baumschutzmaßnahme vor Bauarbeiten.
Da müsste laut Vorschrift noch ein Polster drunter.
Außerdem ist das allein nicht ausreichend: Die gesamte Baumscheibe müsste vor Befahren geschützt werden, wird leider viel zu selten gemacht.

Als Beschattung nimmt man eher Schilf- oder Weidenmatten, aber wer weiß.

Grüße
kernig

Danke und Nachfragen
Hallo Interessierte und Helfende,

zunächst mal, so in etwa sieht das aus:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/B…

wobei wie gesagt die einzelnen Bretter ca. 12 cm breit sind, oben nur einige mm auseinander sind, unten dann 20 mm.
Von meiner Sicht aus erkenne ich 14 Bretter und schätze den Baumumfang deshalb auf 2 * 16 Bretterbreite = 32 * 12 cm, also einen Umfang von knapp 4m.

Wie auch auf dem Bild sieht man unter den Brettern so zwei gelbe „Ringe“. Ich nehme an das sind Abstandshalter wegen Hinterlüftung, korrekt?

Die Bretter sind m.E. (zumindest in diesem fall) nicht dafür da um den Baum vor plötzlicher seitwärtser Sonneneinstrahlung zu schützen durch Abriß eines gebäudes in seiner Nähe was früher Schatten lieferte, denn da wurde kein Gebäude abgerissen, der Baum hat soviel Schatten/Sonne wie sein Leben lang.

Übrigens, falls dies in einem anderen Fall der Fall sein sollte daß die Bretter Schatten liefern sollen, bleiben die dann lebenslang am Baum dran oder werden die von Jahr zu Jahr weniger um den Baum an „mehr“ Sonne zu gewöhnen?

**Heier sieht man**leider nur einen Teil des Baumes.

Ab der Mauer die man sieht ist eine schräge Unterführung, ca. 3-4m breit, danach ist so ca. 6m Abstand zum Supermarktgebäude, der baum steht da ziemlich mittig.
Da rings um ihn alles geplastert ist und er „unten“ keine Wurzeln in Richtung Unterführung und auch Richtung Supermarktkeller austreiben kann hat er sowieso keinen idealen Standort aber er scheint trotzdem sehr stabil und gesund zu sein.

Hinweis, „Rödelheim“ ist der Stadtteil in Frankfurt/mein in dem ich aufwuchs, deshalb latsch ich da ab und zu an dem baum vorbei um zur S-Bahn zu kommen.

Was man im Bild nicht sieht, rechts vom Baum ist der S-Bahnhof von Rödelheim, der seit 2009 komplett umgebaut wird.
So gesehen schon eine baustelle in der Nähe aber Baufahrzeuge können trotzdem, genau wie Autos dem Baum zu nahe kommen.

Denn die beschriebene Unterführung geht erstmal schräg nach unten, dann, so 4m hinter dem baum macht sie eine 90 Grad Kurve und führt dann hinter dem Baum nach links.
D.h., aufs Bild bezogen, rechts vom Baum kommen so 4m Pflasterstein, dann die 3m breite Unterführung, schon ca. 2-3m „tief“, dann mit einigem Abstand kommt dann die baustelle.
Von daher können also keine Baufahrzeuge dem Baum zu nahe rücken.
Also von allen vier Seiten her nicht.

Es tut mir sehr leid daß ich keine Fotos machen kann, daß würde vieles besser und schneller erklären :frowning:(

Ich bedanke mich nochmals bei allen die mir antworteten und auch bei jenen die sich zumindest meine Beiträge angeschaut haben und sich Gedanken gemacht haben.

Übrigens, ich bin jetzt unfreiwillig quasi der Gärtner meines Elternhauses geworden und werde deshalb so im 10-Tage Rythmus an dem Baum vorbei kommen um da den mistigen Rasen am Haus zu mähen.
Gibt es da nix wirkungsvolles daß man über einen Rasen sprüht und der Rasen muß nur noch alle 3 Monate gemäht werden? *träum*

Gruß
Reinhard

Hallo!

also das mit dem Schattenschutz: naja!!!
(es gibt Sonnenbrandschäden, wenn dünnborkige Arten wie Rotbuchen im Wald z.B. durch Windwurf nebendran plötzlich freigestellt werden, das gibt sich aber mit ein paar Jahren - eben Gewöhnungseffekt…)

  • in der Stadt mag man manchmal auch sowas brauchen (zu brauchen meinen), dann nimmt man aber wie gesagt Schilfmatten oder sowas…)
  • das Bild zeigt für mich eindeutig einen Schutz wegen Baumassnahmen
  • der Gelbe Ring ist der Abstandhalter/Puffer
  • das mit der Hinterlüftung halte ich jetzt eher für eine „Geschäftsidee“ :smile:
  • sinnvoll wäre so eine Massnahme z.B. wenn da Material/Paletten etc. hin und „hergefuchtelt“ werden (Beschädigung bei der Bewegung, auch wenn gar nicht da abgestellt)
  • vielleicht ist die Massnahme einfach in der Ausschreibung (Standardtext) gefordert und an dieser einen speziellen Stelle gar nicht sooooo unabdingbar… (in der der Verwaltung gilt „es lebe der Vorgang“…)
  • oder die Firma hat Azubis ausgebildet, was weiss denn ich… :smile:

cu kai

Hallo kai,

  • das Bild zeigt für mich eindeutig einen Schutz wegen
    Baumassnahmen

als laie sehe ich das auch so, nur bislang können da gar keine Baufahrzeuge hingelangen *grübel*

  • der Gelbe Ring ist der Abstandhalter/Puffer

aha, richtig gedacht.

  • das mit der Hinterlüftung halte ich jetzt eher für eine
    „Geschäftsidee“ :smile:

Kann ich da ich keinen grünen daumen habe nicht beurteilen.

  • vielleicht ist die Massnahme einfach in der Ausschreibung
    (Standardtext) gefordert und an dieser einen speziellen Stelle
    gar nicht sooooo unabdingbar… (in der der Verwaltung gilt
    „es lebe der Vorgang“…)

Also wie in einem Western:
„Biiildet eine Wagenburg“…
Aber Chef wir haben doch nur einen Wagen!
Ahso, okay, Biiiiildet eine kleine Wagenburg.

-))

  • oder die Firma hat Azubis ausgebildet, was weiss denn ich…

-)

Sowas kann gefährlich werden. In Schweden vor Jahren, da hat ein Elektromeister dem Azubi nur zeigen wollen wie man an der Elektrik was neu verkabeln kann ohne die Elektrik abzuschalten, was immer er da tat, jedenfalls fackelte dann ein Teiul der Elektrik eines schwedischen AKWs ab.
Zum Glück funktionierten da Notfalltechniken sodaß sich der entstandene Schaden nur aus der zerstörten Elektrik usw. zusammensetzte.

Für mich klarer Fall von „Hochmut kommt vor dem Fall“

Gruß
Reinhard