Briefzustellung/ Mobbing durch Vermieter

Hallo,

Mieter (M) wohnt seit fast einem Jahr in einem großen Haus. Das Haus besteht aus drei Etagen, wobei die unteren beiden Etagen von 2 WGs genutzt werden und die obere Etage vom Vermieter (V).
V kann M nicht leiden, kündigt bereits nach 2 Monaten Wohnzeit aus scheinheiligen Gründen. M widerspricht mehrmals - V widerspricht ebenfalls. M widerspricht zum letzten Mal mit Anwalt - Brief von M wird von V aber nicht angenommen und auch nicht von der Post abgeholt. Widerspruch gilt als angenommen (Annahme selbst fingiert durch Nicht-Annahme, Fristen laufen trotzdem ab)
Nun fängt V an M zu „mobben“…
Mehrere Briefe erreichen M in der Woche, sodass dieser sich sehr belästigt fühlt. M schreibt V, dass V alle Post direkt über Anwalt von M laufen lassen soll, um der fast täglichen Belästigung zu entgehen.
V tut dies nicht und schreibt munter weiter.
Eines Tages kommt M vom Urlaub nach Hause und bemerkt, dass V den Namen des M vom Klingelschild und vom Briefkastenschild entfernt hat, sodass keine Post dem M mehr zugestellt werden kann.

Ist das vielleicht ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht? Was kann M tun?
V ist der festen Überzeugung, dass Kündigung rechtskräftig, hat aber nach einem halben Jahr noch nicht geklagt (Räumungsklage) und macht auch weiterhin keine Anstalten dazu… V meint, dass M kein Mieter mehr ist und somit auch keine Post dorthin mehr zugestellt bekommen soll.

Danke im voraus für eure Antworten.

In einem derart vergifteten Verhältnis sollte der kluge Mieter einen Auszug in Erwägung ziehen.

Das Entfernen des Klingelschildes stellt keine strafbare Handlung oder „Persönlichkeitsrechtsverletzung“ dar. Denkbar wäre ein Diebstahl, wenn ein preislich hochwertiges Namensschild (z. B. Messingschild) entfernt wurde. Den Tatbestand einer Nötigung sehe ich noch nicht erfüllt.

Selbst wenn eine Straftat vorliegen sollte, wird der Mieter Probleme damit haben, den Nachweis zu führen, dass die Schilder tatsächlich vom Vermieter entfernt / gestohlen wurden. Im dümmsten Fall liefert er dem Vermieter einen weiteren fristlosen Kündigungsgrund, wenn er ihn des Diebstahls bezichtigt und er diesen Diebstahl nicht nachweisen kann. Ratsam wäre es, sich sämtliche Sendungen postlagernd zustellen zu lassen.

Hallo

In einem derart vergifteten Verhältnis sollte der kluge Mieter
einen Auszug in Erwägung ziehen.

Kommt drauf an, wie stabil man mental ist, wie sportlich man solche Auseinandersetzungen sieht und wie sehr man an seinen eigentumsähnlichen Rechten (bzw. profan: der Mietwohnung und dem Geld) hängt. Ich habe auch einen solchen Vermieter. Aber SEINE Gesundheit ist durch die von mir ebenso scharf und ausdauernd wie von ihm geführte Auseinandersetzung zusehends angegriffen.

Selbst wenn eine Straftat vorliegen sollte, wird der Mieter
Probleme damit haben, den Nachweis zu führen, dass die
Schilder tatsächlich vom Vermieter entfernt / gestohlen
wurden. Im dümmsten Fall liefert er dem Vermieter einen
weiteren fristlosen Kündigungsgrund, wenn er ihn des
Diebstahls bezichtigt und er diesen Diebstahl nicht nachweisen
kann.

Nur EIN Hinweis: Umgekehrt wäre für den Vermieter ebenfalls nichts zu beweisen, falls er plötzlich auch keine Schilder mehr hat. :wink:

Es gibt immer zwei Seiten. Ich kenne keinen Fall, wo nur der Vermieter der „Böse“ ist oder der Mieter. Es gibt einfach Konstellationen, die nicht zusammenpassen … wie in einer Ehe. Wenn es nicht passt, dann sollte man sich trennen.

Alles andere ist masochistisch, aber manch einem soll es ja gefallen :wink: … Meine Lebenszeit wäre mir für unwichtige Kleinkriege zu kostbar. Und ich würde mich als Mieter auch nicht wohlfühlen damit, einem „verhassten“ Vermieter meine Flocken zu überweisen … aber jedem das seine.

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Klar ist es doof für so einen Mist Zeit zu vergeuden…
Aber bei jedem Umzug entstehen ja auch Kosten - für einen Studenten neben Semestergebühren und sonstigen Kosten fast nicht mehr zu bewältigen.

Hallo,

Aber bei jedem Umzug entstehen ja auch Kosten - für einen
Studenten neben Semestergebühren und sonstigen Kosten fast
nicht mehr zu bewältigen.

So teuer ist ein Umzug innerhalb der Stadt nun auch nicht, wenn man einen Kumpel mit eigenem Auto kennt. Und vielleicht schießt der Vermieter ja sogar was zu oder verzichtet für die Zeit der doppelten Miete auf ebendiese.
Und für einen Urlaub hat es ja auch gereicht…
Gruß
loderunner

Der Urlaub war gewonnen aber egal darum geht es ja nun nicht.

Der Vermieter wird definitiv nichts zum Umzug dazu geben oder auf Mieter verzichten… und wie du schon sagst: WENN man einen Kumpel mit eigenem Auto kennt!.. is aber nunmal nicht - zumindest nicht in ausreichender Größe - und das Geld für einen Autoverleih hab ich auch nicht, da ja meist zu diesen angepriesenen wenigen Euro am Tag die Versicherung und auch die Kaution nicht mit drin ist.

Wie gesagt das Geld für einen Umzug ist einfach nicht drin, da jetzt erst Semestergebühren fällig waren und die schon ein riesiges Loch in meinen Geldbeutel schneiden.