Nehmen wir an, Frau A läßt sich beim Optiker eine neue Brille anpassen - mit Sehtest, wie es sich gehört und bei dem sie natürlich auhc nach bestem Wissen und Gewissen „besser“ oder „schlechter“ sagt.
Zum Resultaat meint der Optiker schon vor beim In-Auftrag-geben, daß es sein könnte, daß Frau A sich eine Weile an die Brille gewöhnen muß.
Nun hat Frau A die Brille seit Samstag, insgesamt scheint sie tatsächlich gewöhnungsbedürftig zu sein, aber vor allem hat Frau A den Eindruck, daß sie mit dem rechten Auge nicht so gut sieht, wie sie das gern hätte. Links ist alles scharf, rechts hingehen eher unscharf und bei Schwarz-Weiß-Kontrast (also Buchstaben wie beim Sehtest) erscheinen die BUchstaben doppelt (untereinander).
Lange Rede kurzer Sinn: Wenn sie nun morgen wieder beim Optiker vorbeischaut und sich rausstellt, daß das rechte Glas tatsächlich nicht das richtige für sie ist: Zahlt sie das neue Glas, weil sie beim ersten Sehtest zu blöd war, oder der Optiker?
Und offtopic: Falls jemand sich auch schonmal an eine Brille gewöhnen mußte - wie lange hat das denn gedauert? Wie geduldig muß Frau A denn sein?
Achja - und vielleicht noch als Info: Nein, es sind keine Gleitsichtgläaer, nur stinknormal kurzsichtig mit Zylinder.
Gewöhnungszeit an eine neue Brille: je nach Unterschied zur vorherigen kann man da locker 2 Wochen veranschlagen, in denen das Sehen ungewohnt ist und einem evtl. sogar schwindlig ist, man meint schlechter zu sehen als vorher, etc. Ein paar Tage sollte Frau A noch abwarten, ob es nicht besser wird. Wenn der Optiker das schon ankündigt, scheint eine größere Differenz zu vorher zu bestehen
Man kann anhand des Brillenpasses bei einem anderen Optiker oder Augenarzt prüfen lassen, ob auch drin ist was drauf steht
Augenoptiker können auch kulant sein …
Hat Frau A denn zusätzlich noch eine augenärztliche Untersuchung gemacht?
Und offtopic: Falls jemand sich auch schonmal an eine Brille
gewöhnen mußte - wie lange hat das denn gedauert? Wie geduldig
muß Frau A denn sein?
Meistens dauert es bei mir 1 bis 2 Tage, bis ich mich an ne neue Brille gewöhnt habe. Wenn Frau A auf einem Auge doppelt sieht, könnte also schon etwas nicht stimmen.
Nach meiner Erfahrung sind Optiker durchaus kulant, schließlich stecken in einer durchschnittlichen Brille überdurchschnittliche Gewinnspannen drin.
Zum Rechtlichen kann ich natürlich nix sagen, weil IANAL.
Wenn Brillengläser erstmalig bestimmt werden, dann ist das im Prinzip ein „Blindflug“. Es spielt auch der Augeninnendruck, der Blutdruck und die Tageszeit eine Rolle. Die Gewöhnung an eine Brille kann unter gewissen Umständen Jahre dauern. Aber erst mal ist es so, das fehlsichtige Augen einem gewissem Streß ausgesetzt sind. Das Auge versucht scharf zu sehen und schafft es nicht. Plötzlich ist da eine Sehhilfe da, die genau diesen Effekt unterstützt. Das Auge hat nun nicht mehr so viel „Arbeit“ und die Muskeln können sich erholen. Das macht die bestimmte Glasstärke fehlerhaft. Es ist ein Heilungseffekt, die Glasstärke kann bereits nach zwei Wochen eine völlig andere sein. Deswegen soll man ja bei einer Fehlsichtigkeit zur erstmaligen Bestimmung zum Augenarzt, damit auch eben diese anderen Faktoren, die ein Optiker nicht messen kann, überprüft werden. Es kann daher notwendig sein in der ersten Zeit eine „Interimsbrille“ zu tragen, später erst die Brille mit den genauen Glaswerten.
Hi,
wenn es nicht besser wird mit dem Sehen (spätestens nach 14 Tagen) würde ich mich an den Optiker wenden. Ich hatte das auch mal bei meiner (ersten) Gleitsichtbrille mit sauteuren Gläsern. Ich konnte damit einfach nicht richtig sehen, und nach 14 Tagen bekam ich kostenlos! neue Gläser.
Frau A sagt danke und denkt sich, sie hätte vielleicht auch einfach erstmal unter „Gesundheit & Co“ nach Erfahrungswerten fragen können.
Inzwischen war sie jedenfalls beim Optiker einerseits und hat andererseits das Gefühl, daß die Brille schon weitaus weniger ungewohnt ist, insbesondere, wenn sie nicht wie neulich fast den ganzen Tag vor dem PC sitzt.
Der Optiker hat zwar mitnichten die Stärke nochmal kontrolliert, aber gemeint, daß man bei einer neuen Brille ohnehin alles viel genauer und skeptischer beäugt und daß es evtl. einfach noch ein bißchen Zeit brauchen kann. (Naja, und daß, wie Frau A auch wußte, das rechte Auge ohnehin nicht perfekt zu korrigieren ist, sprich auf 100% Sehleistung nicht mehr kommt.)
Nunja - außerdem rutscht die Brille ein wenig weniger auf der Nase rum, was das Wohlfühlgefühl schon deutlich zu beeinflussen scheint.
Achja - und beim Augenarzt war Frau A vorher nicht, alldieweil sie bisher die Erfahrung gemacht hat, daß sich ohnehin kein Optiker auf die vom Augenarzt gemessenen Werte verlassen hat.
Aber Frau A gibt zu, daß ein Augenarztbesuch sicher nicht schaden könnte, auch wenn er vor Weihnachten nun wohl eher nicht mehr stattfinden wird.
Lieben Dank jedenfalls allen Antwortern, die Frau A ganz unrechtlich, aber dafür seelisch und moralisch sehr geholfen haben.
Kari
P.S. Ich glaube inzwischen wirklich, daß man sich über eine neue Brille logischerweise viel zu viele Gedanken machen kann…