Britische und amerikanische Verluste

Von einem Leser der Mitteldeutschen Zeitung werden die Aussagen des Buches „Iwans Krieg“ von Catherine Merridale insgesamt als falsch bezeichnet, weil da z.B. auf Seite 14 der Satz steht: (Die Verluste der Roten Armee stehen) „im auffallenden Kontrast zu den Verlusten der britischen und der amerikanischen Streitkräfte von 1939 bis 1945, die nicht über eine Viertelmillion hinausgingen.“ Es ist sicher nur der europäische Kriegsschauplatz gemeint, aber wie hoch sind denn nun deren Verluste, die Zahl scheint tatsächlich falsch zu sein.
Außerdem behauptet der Leser, die Verluste der Roten Armee sind deshalb höher, weil die Ostfront 6200 km lang war und die Westfront nur 800 km und an der Ostfromt wurde 1350 Tage gekämpft, an der Westfront dagegen nur 293 Tage.
Kann da jemand etwas dazu sagen, ich möchte einen Leserbrief schreiben.
meine aktuelle email.Adresse ist: [email protected], also anders als bei meiner (alten) Anmeldung, falls mir jemand schreiben will.

auffallenden Kontrast zu den Verlusten der britischen und der
amerikanischen Streitkräfte von 1939 bis 1945, die nicht über
eine Viertelmillion hinausgingen." Es ist sicher nur der
europäische Kriegsschauplatz gemeint, aber wie hoch sind denn
nun deren Verluste, die Zahl scheint tatsächlich falsch zu
sein.

Würdest du bitte erstmal http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Vaterl%C3%A… von der Überschrift bis zur letzten Zeile zur Kenntnis nehmen und dann neue Fragen stellen!

der hinterwäldler

Ich habe die empfohlene Seite von der Überschrift bis zur letzten Zeile zur Kenntnis genommen, kann aber keine Angaben zu den britischen und amerikanischen Verlusten entdecken, ich stelle deshalb keine neuen Fragen, sondern halte die alten aufrecht.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Von einem Leser der Mitteldeutschen Zeitung werden die
Aussagen des Buches „Iwans Krieg“ von Catherine Merridale
insgesamt als falsch bezeichnet, weil da z.B. auf Seite 14 der
Satz steht: (Die Verluste der Roten Armee stehen) „im
auffallenden Kontrast zu den Verlusten der britischen und der
amerikanischen Streitkräfte von 1939 bis 1945, die nicht über
eine Viertelmillion hinausgingen.“ Es ist sicher nur der
europäische Kriegsschauplatz gemeint, aber wie hoch sind denn
nun deren Verluste, die Zahl scheint tatsächlich falsch zu
sein.

Wenn ich die Zahlen von
http://users.erols.com/mwhite28/ww2stats.htm#Campaigns
zusammenrechne komme ich für die Westalliierten auf
ca. 350.000 Tode in Europa und Afrika
ca. 100.000 Tode in Asien

Außerdem behauptet der Leser, die Verluste der Roten Armee
sind deshalb höher, weil die Ostfront 6200 km lang war und die
Westfront nur 800 km und an der Ostfromt wurde 1350 Tage
gekämpft, an der Westfront dagegen nur 293 Tage.

Dtl. und GB befanden sich von 1939 bis 1945 im Krieg, Dtl. und die SU von 1941 bis 1945. Die Alliierten kämpften nicht nur an der Westfront, sondern auch in Afrika und führten eine ganz andere Art von Luft- und Seekrieg gegen die Achsenmächte, als die UdSSR.

Die Verluste der Roten Armee mit denen der Westalliierten zu vergleichen halte ich übrigens für äußerst unprofessionell, da beide unter vollkommen verschiedenen Umständen gegen die Achsenmächte kämpften.

Gruß

Hi!

Von einem Leser der Mitteldeutschen Zeitung werden die
Aussagen des Buches „Iwans Krieg“ von Catherine Merridale
insgesamt als falsch bezeichnet, weil da z.B. auf Seite 14 der
Satz steht: (Die Verluste der Roten Armee stehen) „im
auffallenden Kontrast zu den Verlusten der britischen und der
amerikanischen Streitkräfte von 1939 bis 1945, die nicht über
eine Viertelmillion hinausgingen.“ Es ist sicher nur der
europäische Kriegsschauplatz gemeint, aber wie hoch sind denn
nun deren Verluste, die Zahl scheint tatsächlich falsch zu
sein.

Für Europa

laut Putzger, Historischer Weltatlas:
SU 13,6 Mio
GB 330.000
USA 170.000

laut van Mourik, Die Bilanz des Krieges
SU 13,6 Mio
GB 370.000
USA 220.000

laut englischem Wikipedia
SU 13,0 Mio
GB 400.000
USA 174.000

Ein Vergleich der Verlustzahlen aufgrund von Frontlänge und „Kampftagen“ mag im ersten Anschein sinnvoll sein. Viel entscheidender ist jedoch die taktische Kriegsführung auf dem Schlachtfeld, die sich auf alliierter Seite grundsätzlich zwischen West- und Ostfront unterschied. Die Rote Armee verfügte während des Krieges von 1941 bis 1945 über ca. 34 Millionen Mann, die in personalintensiven Masseneinsätzen gegen den Feind geworfen wurden und daher logischerweise wesentlich höhere Verluste zu verzeichnen hatten, z.B. verlor die Rote Armee beim Sieg von Stalingrad drei Mal so viele Soldaten wie die Wehrmacht.

Grüße
Heinrich

Hallo!
Die Kampftage sind für die Westalliierten ohnehin irreführend, weil ein großer Teil der Verluste im See- und Luftkrieg zu verzeichnen War.

Gruß
Werner

Servus!

Außerdem behauptet der Leser, die Verluste der Roten Armee
sind deshalb höher, weil die Ostfront 6200 km lang war und die
Westfront nur 800 km und an der Ostfromt wurde 1350 Tage
gekämpft, an der Westfront dagegen nur 293 Tage.

Wichtiger unter diesem Gesichtspunkt ist m.E. (neben der schon angesprochenen technischen Unterlegenheit der Roten Armee und der ebenfalls angesprochenen Neigung zu intensivem Personaleinsatz, um es mal beschönigend zu formulieren), daß Stalin erst während der Schlacht um Stalingrad das Oberkommando über die Rote Armee in die Hände von Militärs gab. Er hatte wohl (im Unterschied zu Hitler) eingesehen, daß sein militärisches Talent nicht ganz so groß war wie sein politisches…und seine Befehle haben sicher nicht unwesentlich zu den hohen Verlusten der Roten Armee beigetragen.
Stalin traute der Roten Armee auch weiterhin nicht über den Weg in punkto politische Zuverlässigkeit (s. die Sperrkommandos des NKWD, die potentielle Überläufer erschießen sollten), aber weitere Niederlagen hätte sein Ansehen wohl nicht mehr verkraften können.
Zwar erlitt die Rote Armee auch weiterhin (viel) größere Verluste als die Wehrmacht (vgl. Panzerschlacht bei Kursk), aber wenigstens konnte sie jetzt gegen die Deutschen Gewinne verzeichnen.

VG
Christian

Hallo!

Servus.

Die Kampftage sind für die Westalliierten ohnehin irreführend,
weil ein großer Teil der Verluste im See- und Luftkrieg zu
verzeichnen War.

Wo soll das bitte gewesen sein? Sogar im Pazifik hatten Army und Marines höhere Verluste als Navy und AirForce. In den europäischen Schauplätzen war der Anteil der Verluste der Bodentruppen noch um einiges höher!

Gruß
Werner

MfG
Christoph

Hallo Christoph
eines der Vorpostings verwies darauf, dass die Westalliierten nur knapp 300 Kampftage gegenüber über 1300 Tagen bei der Roten Armee zu verzeichnen haben.
Das ist eben insofern irreführend, als diese 300 Tage nur die Zeit seit der Landung in der Normanie umfassen. Der See- und Luftkrieg lief aber während der gesamten Dauer, also mehr als 1300 Tage, und forderte auch zehntausende Tote. Darum ist eine Orientierung an den Bodenkampftagen eben wenig aussagekräftig.

In den europäischen Schauplätzen war der Anteil der Verluste
der Bodentruppen noch um einiges höher!

Das wage ich zumindest für die Westalliierten zu bezweifeln.

Gruß
Werner