Hallo ihr Lieben,
seit Jahren schneide ich bei unserem Brombeerbusch im Frühjahr die Triebe des vorletzten Jahres, die im letzten Jahr Früchte getragen haben weg und lege die „neuen“ Triebe - also jene aus dem Vorjahr - so, dass sie optimal Sonne bekommen usw.
Jetzt hat plötzlich jemand behauptet, das sei falsch! Und nachdem ich das einfach instinktiv so gemacht habe, ohne mich da mal schlau zu machen, bin ich mir jetzt ziemlich unsicher, ob ich recht hatte, zumal die Triebe und die Früchte von Jahr zu Jahr weniger werden.
Wer klärt mich auf?
Herzlichen Dank im Voraus
Furdo
Hi, Du machst es im Prinzip richtig. Besser ist es aber, bereits im Herbst zu schneiden, nachdem die Blätter abgefallen sind. Bei vielen Pilzerkrankungen überwintern die Pilze nämlich in den vorjährigen Ruten bzw. hängen gebliebenen Fruchtmumien und Blättern.
Der Herbstschnitt hat auch den Vorteil, dass man keine bereits austreibenden Knospen an den neuen Ruten beschädigt.
Also die abgetragenen Ruten werden möglichst bündig mit dem Boden abgeschnitten. Abgestorbene Stümpfe bilden auch Pilhzreservoires. Von den neuen Ruten lässt man nur die ca. 4-6 kräftigsten Ruten und entfernt alle anderen ebenfalls über dem Boden. Die neuen Ruten bindet man am besten an ein Spalier und zwar so, dass ser viel Plathz zwischen den Ruten ist,denn diese treiben ja im Frühjahr zahlreiche Nebentriebe aus.
es gibt mit den anbinden 2 Varianten:
- neue Ruten einfach frei wachsen lassen und erst nach entfernen der alten ans Spalier binden (weniger Arbeit, aber viel Platz vor dem Spalier nötig)
- Ruten immer nur in eine Richtung anbinden z.b. links vom Wachstumspunkt. im nächsten Jahr bindet man die Ruten dann in die andere Richtung an. So kann man die jungen Ruten schon während des Wachstums am Spalier leiten und hält das Spalier flach. Nur braucht man dann ca. 2/3 mehr Spalierlänge und es wird über den Großteil des Jahres in einem Teilbereich nicht richtig dicht (Problem bei Nutzung als Sichtschutz).
Gruss Andreas